Ignorieren die Aktien und Rohölmärkte die Kaukasus-Krise?

by Dirk Elsner on 11. August 2008

Zumindest bin zum Börsenschluss in Deutschland haben sowohl die Aktien- als auch die Rohstoffmärkte den Konflikt zwischen Russland und Georgien komplett ignoriert. Das gilt insbesondere für die Rohölmärkte, denen für eine Preissteigerung noch vor wenigen Wochen selbst die Ankündigung einer Windböhe im Golf von Mexico genügte.

Der DAX überwand bis Börsenschluss sogar die 6.600er Marke. Die Preise für das „Referenzöl“ West Texas Intermediate drehten nach einer kurzen Erhöhung am frühen Abend ab und lagen um etwa 2$ unter dem Preis vom vergangenen Freitag. Erstaunlich ist dies vor allem deswegen, weil eine der wichtigsten Ölleitungen der Welt durch Georgien führt.

Eine wirkliche rationale Erklärung gibt es nicht dafür. Ex-post betrachtet kann man dies zwar jetzt als einen Beleg für die spekulativen Übertreibungen an den Rohölmärkten werten. Allerdings haben vor ein paar Wochen Marktteilnehmer auch Rohölpreise über 200 $ für nicht ausgeschlossen gehalten.

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