Kommentare zu: Warum die schlimmste aller Wirtschaftskrisen auch die merkwürdigste ist http://www.blicklog.com/2009/02/11/warum-die-schlimmste-aller-wirtschaftskrisen-auch-die-merkwurdigste-ist/ Notizen über Wirtschaft, Finanzen, Management und mehr Thu, 09 Oct 2025 13:01:47 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.0.25 Von: intp http://www.blicklog.com/2009/02/11/warum-die-schlimmste-aller-wirtschaftskrisen-auch-die-merkwurdigste-ist/comment-page-1/#comment-944 Wed, 11 Feb 2009 21:09:41 +0000 http://www.blicklog.com/?p=7172#comment-944 @st

worte sind schöne verstecke 😛

negativer Cashflow = Kassenschwund, Geld verplempert
… wie alle anderen … = Wir schwimmen mit dem Strom, sind tote Fische

wenn man etwas besonders korrekt, genau, unpopulistisch sagen will, dann macht man es sich zu Nutze, dass niemand richtig zuhört.

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Von: st http://www.blicklog.com/2009/02/11/warum-die-schlimmste-aller-wirtschaftskrisen-auch-die-merkwurdigste-ist/comment-page-1/#comment-938 Wed, 11 Feb 2009 13:26:02 +0000 http://www.blicklog.com/?p=7172#comment-938 Dem Gesamtbild des Beitrages kann ich durchaus zustimmen. Jedoch grenzt es an es Wortklauberei, statt Krise von beschleunigten Anpassungprozess zu schreiben, zumal die partktischen Auswirkungen so ziemlich identisch sein dürften.

Ebenso ist es zumindest fragwürdig ist das Siemens-Argument. „Siemens kann sich der Krise genauso wenig entziehen wie jedes andere Unternehmen“ (CEO Löscher), der operative Cashflow ist mit 1 Mrd. negativ. Und – es ist ein einziges Unternehmen gegenüber einer Vielzahl, deren Zahlen bereits desaströs geworden sind.

Und der Freundeskreis sieht sich von den Marktverwerfungen nicht betroffen, weil man es besser als die vermeintlichen Profis gemacht hat. Hoffentlich gilt diese Aussage auch dann noch, wenn man die Auszahlung seiner Altersvorsorge erwartet.

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Von: intp http://www.blicklog.com/2009/02/11/warum-die-schlimmste-aller-wirtschaftskrisen-auch-die-merkwurdigste-ist/comment-page-1/#comment-934 Wed, 11 Feb 2009 01:51:36 +0000 http://www.blicklog.com/?p=7172#comment-934 ich denke, dass die immobilienblasen in den usa, spanien und uk um 2006 geplatzt wären, wenn die geschäftsbanken gemerkt hätten, dass die hinzugekommenden handelsvolumina im cds-markt nicht ein fortwährender trend waren – was man durchaus zu diesem zeitpunkt hätte annehmen können – sondern hot potatoe trading. gut jetzt weiß man es – wie immer ist die empirie jetzt superschlau im nachhinein.

das erste problem. die aktiven geldschöpfung hat eine dimension erreicht hat – weil auf den papier im otc markt selbst alles wegversichert wurde, was garkein vorwurf sein soll – die nur von zentralbanken – auf biegen und brechen – in den griff bekommen werden kann. oder anders, es ist fiskalisch keine option die geldmenge einzustampfen, sonst wäre island kein einzelfall. das ist keine option, weil lemming spielen dämlich ist.

das zweite problem. man ist ein bis zwei jahre zu lange auf einer konjunkturblase geritten und sitzt plötzlich auf einen tick zu viel kapazitäten die keiner braucht. da bin ich mal gespannt.

das dritte problem. das anreizsystem des zins ist eben nicht ok – weiß nur keiner, weil wer weiß schon den sinn des zins. und ich habe auch keine ahnung wie die ezb das handhaben will. ich sehe kapitalbeschaffung in aktien+unternehmensanleihen simultan bald kommen wird, und dann werden bundesanleihen wohl beim kupon nachlegen müssen.

bei einem bin ich mir sicher. den masse hat sich bisher korreliert verhalten und darum kann es garnicht so schlimm sein. aber deutschland hätte da noch ein paar ganz krisenunabhängige wehwehchen.

erstens, welche ersparnisse? das ist M3 Geld für die rente. das will ich mal sehen, wie die leute ihre lebensversicherung aufkündigen, um sich ein auto zu kaufen, eine firma zu gründen. natürlich ist M2 Geld jetzt da und ist viel mehr geworden. das hat aber mehr mit der flucht aus equity in kurzfristige staatsobligation zu tun. der M3 charakter des geldes hat sich nicht geändert.

zweitens, businesspläne, unternehmertum, erfindungen, … wo? hier in deutschland? vielleicht in den statistiken? klar, eben ist die beste zeit da etwas zu machen in richtung buyouts, aber das kann man einfacher sagen als es ist.

drittens, papa staat hat nichts gemacht. nach wie vor wimmeln über bürokratische hürden, die noch immer niemand rafft, aber dafür ganz toll gerecht sind. das war ja auch egal, solange arbeitsmarkt und export lief, und flexibilität der öffentlichen verwaltung nicht gefragt war. wie soll man in einer so tot verwalteten welt jemand auf die idee kommen eine firma aufzubauen?

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