Kommentare zu: Bernankes Schlüssel zur Erholung der Banken: FED könnte “race to the bottom” beenden http://www.blicklog.com/2009/03/12/bernankes-schlussel-zur-erholung-der-banken-fed-konnte-%e2%80%9crace-to-the-bottom%e2%80%9d-beenden/ Notizen über Wirtschaft, Finanzen, Management und mehr Thu, 09 Oct 2025 13:01:47 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.0.25 Von: Ulf Hamster http://www.blicklog.com/2009/03/12/bernankes-schlussel-zur-erholung-der-banken-fed-konnte-%e2%80%9crace-to-the-bottom%e2%80%9d-beenden/comment-page-1/#comment-1113 Fri, 13 Mar 2009 08:58:34 +0000 http://www.blicklog.com/?p=8038#comment-1113 Das Problem mit der EK-Hinterlegung ist, dass die Regierungen versuchen dies vorzuschreiben. Und selbst wenn Regierungen Sachverstand hätten, würde diese keine Organisationen unter ihrer eigenen Aufsicht führen können, die flexibel und schnell Variablen anpassen können. Das ist wirklich naiv.

Eine Metapher: An den Schaltern der E.On-Netz sitzen lauter Leute, die sich damit beschäftigen, dass am Ende aus den Steckdosen auch 50Hz rauskommt. Wenn Kraftwerke runtergefahren werden, Störungen auftreten, etc. werden Maßnahmen geplant, koordiniert in veranlasst, dass auch 50Hz am Ende rauskommt. Stellen Sie sich vor Sie sind E.On CEO und sagen „Hey EOn.Netz Leute, ihr habt euren Job so und so zu machen…“. Und nun stellen Sie sich vor diese E.On-Netz Leute wären so sturzdumm und tun dies auch exakt: Glauben Sie ihre Endgeräte im Haus würden das überleben?

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Von: Coien http://www.blicklog.com/2009/03/12/bernankes-schlussel-zur-erholung-der-banken-fed-konnte-%e2%80%9crace-to-the-bottom%e2%80%9d-beenden/comment-page-1/#comment-1107 Thu, 12 Mar 2009 12:12:53 +0000 http://www.blicklog.com/?p=8038#comment-1107 Moin St,

Deine Einwand ist einerseits berechtigt. Andererseits war es auch schon vor LP (Lehman Pleite) m.E. eine Illusion, aus der Bilanz nebst Anhängen sachgerechte Informationen ableiten zu können. Ich glaube da brauchen wir ganz neue Formen der Transparenz.

Und am Beginn einer Bilanz steht doch immer ein Buchungssatz. Wer schon mal eine Buchhaltung geleitet hat bzw. dort gearbeitet hat, weiss welche Möglichkeiten (und ich spreche natürlich nur von den legalen Optionen) es bereits an dieser Stelle gibt.

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Von: st http://www.blicklog.com/2009/03/12/bernankes-schlussel-zur-erholung-der-banken-fed-konnte-%e2%80%9crace-to-the-bottom%e2%80%9d-beenden/comment-page-1/#comment-1106 Thu, 12 Mar 2009 10:54:45 +0000 http://www.blicklog.com/?p=8038#comment-1106 Hallo, Coien!

Niemand wird ernsthaft etwas dagegen haben, eine „nicht-zielführende“ Bilanzierungsregel abzuschaffen. Dennoch sollte auch beachtet werden, dass derartige Eingriffe Analysen, Mehrjahresvergleiche usw. in einem nicht unerheblichen Maße beeinflussen. Der von Dir zurecht mehrfach eingeforderten Transparenz sind solche Vorgänge eher nicht zuträglich.

Es bleibt bei allem der fade Beigeschmack, dass mitten im Spiel die zuvor selbstgemachten Regeln geändert werden, wenn sich nicht das gewünschte Ergebnis einstellt. Ein paar Grundprinzipien sollten man sich leisten können.

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Von: Coien http://www.blicklog.com/2009/03/12/bernankes-schlussel-zur-erholung-der-banken-fed-konnte-%e2%80%9crace-to-the-bottom%e2%80%9d-beenden/comment-page-1/#comment-1105 Thu, 12 Mar 2009 05:59:48 +0000 http://www.blicklog.com/?p=8038#comment-1105 @Ulf Hamster,
Dein Vorschlag ist gut und geht in etwa in die Richtung, wie der Vorschlag die Eigenkapitalanforderungen antizyklisch auszugestalten. Also in Zeiten steigender Vermögenspreise und Wachstums die EK-Unterlegung für Banken zu erhöhen.
decoien

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Von: Ulf Hamster http://www.blicklog.com/2009/03/12/bernankes-schlussel-zur-erholung-der-banken-fed-konnte-%e2%80%9crace-to-the-bottom%e2%80%9d-beenden/comment-page-1/#comment-1104 Thu, 12 Mar 2009 02:30:05 +0000 http://www.blicklog.com/?p=8038#comment-1104 hmmmm, gut Bernanke’s Vorschlag würde in der aktuellen Situation helfen, aber damit verhindert man keine hochschwingenden Konjunkturzyklen.

EINLEITUNG

Ich denke die Zentralbanken müssen die heilige Kuh der konstanten Mindestreservequote schlachten, sondern vielmehr als aktive Variable wie den Leitzins behandeln. Desweiteren muss die nominelle Wirtschaftsleistung als Referenzpunkt zur Mindesreservequote betrachtet werden, um die die aktive und passive Geldschöpfung mit zuerfassen. Letzteres soll nicht heißen, dass Nichtbanken nun bei Zentralbanken Reserven hinterlegen sollen.

DIE VARIABLE MINDESTRESERVEQUOTE

Bspw. wenn Aktienemissionen anziehen, dann sollte die Zentralbank die Mindestreservequote anziehen, da ansonsten diese Firma quasi doppelte Anreize hätte gleichzeitig noch Fremdkapital ins sich reinzustöpfen. Es würde ein Mechanismus vorliegen, dass mit laufender konjunkureller Erholung/Aufschwung die Mindestreserven analog zum potentiellen Abschreibungsbedarf anschwellen, ebenso wie die Knauserigkeit der Banken in der Kreditvergabe. Im Falle einer bösen Rezession (warum auch immer) sind Banken dann nicht plötzlich knauserig (weil sie es ja schon nach und nach wurden), sondern Zentralbanken hätten einfach die Luft die Mindestreserven purzeln zu lassen, damit die Banken ihre Defaults im Ernstfall abschreiben können.
Andererseits wären Firmen gezwungen mit zunehmenden Booming auf Aktienmärkte zuzugreifen zu Kapitalbeschaffung, aber gleichzeitig weniger Möglichkeiten zum Risk Shifting durch höhere Verschuldungsgrade zu haben. Man würde dadurch auch dasjenige Empirie Building einschränken, was nicht mehr durch operative Effizienzsteigerung rechtfertigbar ist („über das Ziel hinausschießen“). Eines wird man nicht verhindern, und das sind temporäre Schockwellen durch das Auscheiden von Firmen aus den Wettbewerb – Je kleiner die Firmen desto verkraftbarer. Aber solange Marktaustritte ungefähr mit Effizienzsteigerung in der Volkswirtschaft einhergeht ist dies akzeptabel.

FAZIT

Also wenn ich mal abwäge ist die bilanzielle Transparenz eine heiligere Kuh als die konstante Mindestreservequote.

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