Kommentare zu: „Bankbilanzen des Schreckens“ eher Medientsunami http://www.blicklog.com/2009/04/25/bankbilanzen-des-schreckens-eher-medientsunami/ Notizen über Wirtschaft, Finanzen, Management und mehr Thu, 09 Oct 2025 13:01:47 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.0.25 Von: dels http://www.blicklog.com/2009/04/25/bankbilanzen-des-schreckens-eher-medientsunami/comment-page-1/#comment-1368 Sun, 26 Apr 2009 16:08:54 +0000 http://www.blicklog.com/2009/04/25/bankbilanzen-des-schreckens-eher-medientsunami/#comment-1368 @Larissa
Nein. Gerade solche ein Gedanken legt zwar die Meldung möglicherweise nahe. Fakt ist nur, dass die Öffentlichkeit nach der Veröffentlichung der Süddeutschen gar nichts weiß. Bei den 816 Mrd. Euro handelt es sich um riskante Bilanzpositionen wie Billionen Euro an weiteren Bilanzpositionen in Banken und Unternehmen.

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Von: Larissa http://www.blicklog.com/2009/04/25/bankbilanzen-des-schreckens-eher-medientsunami/comment-page-1/#comment-1367 Sun, 26 Apr 2009 09:22:21 +0000 http://www.blicklog.com/2009/04/25/bankbilanzen-des-schreckens-eher-medientsunami/#comment-1367 Unumstösslicher Fackt ist, das egal welche der großen Parteien CDU, SPD, die Wahlen gewinnen werden, sie die STEUERN ERHÖHEN werden!
Diese 816 Milliarden wird der Steuerzahler bezahlen..
Der kleine Mann wird immer für Dumm verkauft.

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Von: enigma http://www.blicklog.com/2009/04/25/bankbilanzen-des-schreckens-eher-medientsunami/comment-page-1/#comment-1363 Sat, 25 Apr 2009 22:26:02 +0000 http://www.blicklog.com/2009/04/25/bankbilanzen-des-schreckens-eher-medientsunami/#comment-1363 Wenn die Planungen stimmen und ca. Mitte Mai das Konzept der Bundesregierung zu den forderungsausfallgefährdeten Finanztiteln stehen soll, dann ist es natürlich sinnvoll, die Hysterie über die Gefährlichkeit dieser Papiere zu einer Zeit zu lancieren, die vergleichsweise unmittelbar vor dem entsprechenden Termin liegt. Soll heißen: wenn der Öffentlichkeit eine bittere Pille verabreicht werden soll, muß ihr vorher Angst gemacht werden, damit die Akzeptanz der Regierungsvorlage erhöht wird. Denn wie im Beitrag schon ausgeführt, sind die im „Geheimpapier“ enthaltenen Zahlen nicht wirklich neu und schon garnicht spektakulär, mal abgesehen davon, daß eine Interpretation dessen, was dort eigentlich steht, aus dem, was verlautbart wurde, garnicht möglich ist.

Ich schätze, es handelt sich hier wieder mal um einen PR – Gag, der durch irgendwelche „Anzeigen gegen Unbekannt“ künstlich – und nicht eben originell – ernsthaftig gemacht werden soll, um zu verdecken, daß da garkeine Geheimnisse durchgesickert sind.

Man kann es auch noch direkter ausdrücken: diese „Enthüllung“ ist eine reine Öffentlichkeitsverarschung!

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Von: Thomas http://www.blicklog.com/2009/04/25/bankbilanzen-des-schreckens-eher-medientsunami/comment-page-1/#comment-1362 Sat, 25 Apr 2009 20:27:36 +0000 http://www.blicklog.com/2009/04/25/bankbilanzen-des-schreckens-eher-medientsunami/#comment-1362 Zitat: „Es ist leider auch nicht klar, ob die 816 Mrd. die Gesamtsumme der problematischen Kredite darstellt.“

Es ist mit Sicherheit die Summe der Bilanzwerte. Das wie auch immer definierte Ausfallrisiko kann es kaum sein, das müßte dann schon ein mega-worst-case sein.

Ich vermute mal, daß aus dem Dokument nicht allzu viel mehr hervorgeht, und die SZ deshalb beim besten Willen nicht mehr vertiefen kann…

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Von: Mike http://www.blicklog.com/2009/04/25/bankbilanzen-des-schreckens-eher-medientsunami/comment-page-1/#comment-1361 Sat, 25 Apr 2009 10:45:17 +0000 http://www.blicklog.com/2009/04/25/bankbilanzen-des-schreckens-eher-medientsunami/#comment-1361 An diesen Blog erst einmal vielen Dank und großes Kompliment für diese Darstellung, die sich wohltuend von der identischen Berichterstattung in nahezu allen einschlägigen Medien abhebt. Dabei habe ich nicht den Eindruck, dass der Blick Log hier Partei für die Banken ergreift.

Aus diesem und vielen anderen Artikeln spricht eine kritische aber konstruktive Distanz zu den Banken. Der Autor weiß, dass es ohne Finanzinstitute nicht funktioniert, aber legt auch Wert darauf, dass die Banken noch viel lernen müssen, wenn sie die neuen Wege erfolgreich beschreiten wollen.

Auf diesem Weg ist Transparenz aber nur ein erster, jedoch ein ganz wichtiger Schritt, um das Vertrauen wiederherzustellen. Auf diese Transparenz haben wir als Steuerzahler nach meiner Auffassung ein besonderes Recht, weil wir kollektiv für die Fehler eigensüchtiger Manager haften müssen.

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Von: decker http://www.blicklog.com/2009/04/25/bankbilanzen-des-schreckens-eher-medientsunami/comment-page-1/#comment-1360 Sat, 25 Apr 2009 10:14:36 +0000 http://www.blicklog.com/2009/04/25/bankbilanzen-des-schreckens-eher-medientsunami/#comment-1360 Hm,
ich habe nicht den Eindruck, dass dieser Blog hier schön redet, denn die hier aufgezeigte Ergänzungen hätte ich eigentlich auch von den etablierten Medien erwartet. Die Medien betreiben ein perfides Spiel mit der Angst. Und es wäre eigentlich unnötig.

Richtig ist aber, dass kräftig durcheinander geredet wird. Und das haben sich in der Tat Banken und politische Institutionen selbst zuzuschreiben. Hier wird ganz große Geheimniskrämerei betrieben, übrigens auch von der SoFFin. Das ist es kein Wunder, dass immer wieder solche Schlagzeilen entstehen. Ich würde mir ebenfalls mehr Sachlichkeit aber vor allem mehr Informationen wünschen.

Für ein geordnetes Insolvenzverfahren könnte aber sprechen, dass der Druck auf die Banker erhöhte wird. Ich errinnere mich an ein Interview mit Herrn Nonnenmacher von der HSH Nordbank, der darin mehr oder weniger unverholen droht, wenn seine Bank nicht gerettet wird.

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Von: Andreas Bangemann http://www.blicklog.com/2009/04/25/bankbilanzen-des-schreckens-eher-medientsunami/comment-page-1/#comment-1359 Sat, 25 Apr 2009 09:41:05 +0000 http://www.blicklog.com/2009/04/25/bankbilanzen-des-schreckens-eher-medientsunami/#comment-1359 Man kann sich alles noch so schön reden. Klarheit brächte nur ein staatlich gesteuertes Insolvenzverfahren für Banken. Willem Buiter von der London School of economics geht davon aus, dass alle Privatbanken des nordatlantischen Bündnisses „zombie banks“ – wandelnde tote Banken – sind. Ein Inslovenzverfahren kann wie in der freien Wirtschaft auch unter dem unbedingten Vorsatz durchgeführt werden, die Geschäftstätigkeit des Unternehmens aufrecht zu erhalten. Der Gläubigerschutz würde einen Bankenrun verhindern und der Staat könnte sozial ausgewogen retten, was rettenswert ist.
25 % Rendite, wie in den letzten Jahren als selbstverständlich in den Raum gestellt, können nur zum Zusammenbruch führen.
Zieht man Reaktionen von beteiligten Politikern heran, die vor die Presse getreten sind, nachdem sie erstmals das ganze Ausmaß erklärt bekamen, kann man davon ausgehen, dass es Wahrheit alles noch viel schlimmer ist (Lord Mandelson GB).
Ich verstehe nicht ganz, was schön reden in der jetzigen Phase bringen soll.
Die USA haben bis jetzt Gelder in Höhe von 12,8 Billionen (die europäischen Billionen – Quelle bloomberg) zur Bewältigung der Krise zugesagt (Geflossen ist erst ein Teil, aber wer zweifelt daran, dass am Ende alles fließt?)
Was sind dagegen die lächerlichen 816 Milliarden. Die werden sich von Woche zu Woche erhöhen.

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