Kommentare zu: Das "Rätsel der Liquidität" http://www.blicklog.com/2009/11/17/das-rtsel-der-liquiditt/ Notizen über Wirtschaft, Finanzen, Management und mehr Thu, 09 Oct 2025 13:01:47 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.0.25 Von: enigma http://www.blicklog.com/2009/11/17/das-rtsel-der-liquiditt/comment-page-1/#comment-2724 Tue, 17 Nov 2009 01:42:30 +0000 http://www.blicklog.com/2009/11/17/das-rtsel-der-liquiditt/#comment-2724 Irgendwie hat der Gute nicht verstanden, warum die EZB ihre knapp 500 Mrd. EUR Geldspritze auf ein Jahr terminiert hat! Weil sie es nämlich leid wurde jede Woche von der Presse mit der Meldung: „Schon wieder 150 Mrd. EUR Intervention der EZB“ kommentiert zu werden. Sicher, wenn man nur 7 oder 14 Tage Geschäfte macht, muß man die immer wieder auflegen, aber das ist – pressetechnisch – nicht so beliebt.

Außerdem war der Hintergrund dieser Aktion nicht die „mangelnde Kreditvergabe“ oder eine „Kreditklemme“ gegenüber den Unternehmen, sondern – viel schlimmer – der Zusammenbruch des Interbankenmarktes, der normalerweise die Liquiditätsversorgung zwischen den Banken ziemlich reibungslos gewährleistete!

Darüber hinaus sitzen in der EZB offensichtlich nicht solche Amateure, denn daß die Banken die zusätzliche Liquidität für Wertpapiergeschäfte einsetzen würden, konnte man sich an drei Fingern abzählen. Die Motivation dahinter war vermutlich, die erwarteten Abschreibungsvolumina dadurch etwas zu vermindern, daß die Wertpapierkurse wieder (ein bißchen) in die Höhe gehen und so der Abschreibungsdruck tendenziell gemindert wird und damit die eingefrorenen Derivatemärkte (eventuell) wieder etwas flüssiger werden.

Und schließlich ist ein Zinssatz von 1% letztlich nichts weiter als ein Konjunkturprogramm für Banken dadurch, daß die Ertragsmargen durch Sinken des unteren Endes verbessert werden. Ansonsten hätte man sofort beobachten können, daß die Banken die Ertragsmargen dadurch gesteigert hätten, indem sie höhere Zinsforderungen gestellt hätten. Diese (existierende) Tendenz findet in den hochgeschraubten Sicherheitsanforderungen ihren (mittelbaren) Ausdruck!

Ansonsten ist die „Töpfe“-Theorie wenigstens romantisch!

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