Kommentare zu: Vermögen in Deutschland ungleich verteilt http://www.blicklog.com/2010/01/19/vermgen-in-deutschland-ungleich-verteilt/ Notizen über Wirtschaft, Finanzen, Management und mehr Thu, 01 Oct 2026 11:02:11 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.0.30 Von: Andreas Bangemann http://www.blicklog.com/2010/01/19/vermgen-in-deutschland-ungleich-verteilt/comment-page-1/#comment-3314 Tue, 19 Jan 2010 11:08:38 +0000 http://www.blicklog.com/2010/01/19/vermgen-in-deutschland-ungleich-verteilt/#comment-3314 Gut erarbeitet.
Keine Statistik, schon gar keine die von Staatsmitteln finanziert wird, gibt die wahren Verhältnisse bei der Vermögensverteilung in ihrer ganzen Brisanz richtig wieder. Glaubt jemand ernsthaft, dass in den 12.000 beobachteten Haushalten Multimillionäre oder gar Milliardäre dabei sind? Wenn in den reichsten 10 % das Durchschnitts-Geldvermögen bei 220.000 Euro liegt und darin (im Falle der 12.000 Teilnehmer) nur ein einzelner „einfacher“ Milliardär (also kein Aldi-Bruder mit 20 Milliarden) dabei wäre, dann würde dieser die Vermögen aller 11.999 anderen um durchschnittlich 83.333,- € erhöhen. Damit will ich darauf hinweisen, dass es selbst unter den reichsten 10% der Bevölkerung noch dermaßen gravierende Unterschiede gibt, dass man selbst in dieser Gruppe noch von einer Schere von „Arm“ und Reich sprechen kann.
Das schlimme an diesen Verhältnissen ist, dass sie sich mit zunehmender Geschwindigkeit weiter verschärfen und zwar nicht weil hinter den auseinander driftenden Vermögen unterschiedlich leistungsfähige Menschen stehen, sondern nach einfachen mathematischen Gesetzen.
Solange wir es zulassen, dass wir – wie beim Monopoly – einem System dienen, dass letztlich die Mehrheit der Menschen zu armen Schluckern macht, während einige Wenige sich alles aneignen, sind wir Teil eines nicht auf Dauer lebensfähigen Systems.
Und in einem auf Dauer nicht lebensfähigen System braucht man sich auch nicht über Rentenanwartschaften reich rechnen – nicht über jene, die einem nach dem Umlageverfahren zustehen und schon gar nicht über jene, die vom Kapitalmarkt abhängig sind.

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