Kommentare zu: Entlang der Wertschöpfungskette: Von der KMU-Nachfolgeberatung zum Vermögens-Consulting http://www.blicklog.com/2010/04/07/entlang-der-wertschpfungskette-von-der-kmu-nachfolgeberatung-zum-vermgens-consulting/ Notizen über Wirtschaft, Finanzen, Management und mehr Thu, 09 Oct 2025 13:01:47 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.0.25 Von: Eric Schreyer http://www.blicklog.com/2010/04/07/entlang-der-wertschpfungskette-von-der-kmu-nachfolgeberatung-zum-vermgens-consulting/comment-page-1/#comment-4505 Thu, 08 Apr 2010 08:39:17 +0000 http://www.blicklog.com/2010/04/08/entlang-der-wertschpfungskette-von-der-kmu-nachfolgeberatung-zum-vermgens-consulting/#comment-4505 Zu Kaufpreis und Unternehmenswert:

Ein zu bewertendes Unternehmen ist ein „nicht – marktgängiges“ Wirtschaftsgut. Da Unternehmen einmalige, in höchstem Maße heterogene Güter sind, werden sie nicht in der Weise gehandelt, dass es einen breiten „Unternehmensmarkt“ gäbe. Die Marktform für die Preisbildung beim Verkauf eines Unternehmens ist in aller Regel die des bilateralen Monopols oder des Monopols-Oligopsons, bei denen der Preis indeterminiert ist. In einer derartigen Situation kann als Wert des Unternehmens nicht der „Marktpreis“ als Maßstab herangezogen werden, vielmehr muss der Unternehmenswert durch einen besonderen Kalkül berechnet werden.

Einzelheiten zu Wert und Preis des Unternehmens: http://valuation-in-germany.blogspot.com/2009/10/wert-und-preis-des-unternehmens.html

Die in dem kommentierten Artikel geäußerte Meinung,

„dass die tatsächlichen Kaufpreise häufig mit den objektivierten Unternehmenswerten nicht das Geringste zu tun haben. Der Käufer bezieht in seine Kaufpreisüberlegungen nicht nur ein, was der Verkäufer aus dem zu kaufenden Unternehmen gemacht hat, sondern was er als Erwerber aus dem Unternehmen in der Zukunft machen kann. Diese «Zukunftsmusik» kann in Form einer «Prämie» in den Kaufpreis einfliessen“

ist sinngemäß vollkommen zutreffend.

Was der Erwerber aus dem Unternehmen in der Zukunft machen kann, wird bei den häufig völlig kritiklos angewendeten objektivierten Methoden zur Unternehmensbewertung – das sind die finanzierungstheoretischen Ansätze (DCF – Verfahren)- NICHT berücksichtigt; den Anwender dieser Methoden interessiert nur der „intrinsische“ Wert eines Unternehmens.

Wer als Verkäufer eines Unternehmens möchte, dass in den Unternehmenswert auch seine subjektiven Verhältnisse (Zukunftspläne für das Unternehmen, alternative Anlagemöglichkeiten etc.)einfließen, tut gut daran, die FUNKTIONALE UNTERNEHMENSBEWERTUNG anzuwenden bzw. anwenden zu lassen:

http://valuation-in-germany.blogspot.com/2010/01/unternehmensbewertung-im-21-jahrhundert.html

Sehr interessant ist, dass die funktionale Unternehmensbewertung auch die Errechnung mehrdimensionaler Unternehmenswerte erlaubt. D.h. auch QUALITATIVE Aspekte, die sich (noch) nicht in Zahlen fassen lassen (Strategieänderungen, neue Organisationsformen etc.) fließen in den Entscheidungswert des Verkäufers eines Unternehmens mit ein.

Bei den objektivierten Methoden fallen qualitative Aspekte unter den Tisch.

Wer als Verkäufer eines Unternehmens kein Geld verschenken will, tut also gut daran, auch einen Unternehmensberater zu Rate zu ziehen, der die funktionale Unternehmensbewertung anwendet und die Verhandlugnen zwischen Verkäufer und Käufer in diesem Sinne moderiert, um sie zu einem erfolgreichen Abschluss zu führen.

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