Kommentare zu: Persönliche vs. automatisierte Anlageberatung: Ersetzt Yavalu den Anlageberater http://www.blicklog.com/2011/06/16/maschinelle-vs-automatische-anlageberatung-ersetzt-yavalu-den-anlageberater/ Notizen über Wirtschaft, Finanzen, Management und mehr Thu, 09 Oct 2025 13:01:47 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.0.25 Von: Finanzversteher http://www.blicklog.com/2011/06/16/maschinelle-vs-automatische-anlageberatung-ersetzt-yavalu-den-anlageberater/comment-page-1/#comment-15765 Fri, 17 Jun 2011 09:06:01 +0000 http://www.blicklog.com/2011/06/16/maschinelle-vs-automatische-anlageberatung-ersetzt-yavalu-den-anlageberater/#comment-15765 Eine ordentliche Beratung in Sachen Geldanlage muss zumindest am Anfang ganzheitlich sein. Nur zu fragen, wieviel Geld man gerage mal anlegen möchte springt zu kurz. Die Frage nach sonstigem Vermögen, insb. Immoblien und bestehenden Krediten gehört zwingend dazu. finanzversteher.de bietet unter „Meine Vermögensstruktur“ ein Tool, das etwas weiter ausholt. Im Ergebnis kommt auch eine Allokation in Richtung Geldmarkt, Renten und Aktien-ETF heraus. Vorher werden aber Kredite getilgt und konkrete Anschaffungen (Haus, Auto, eiserne Reserve) „abgearbeitet“. Ferner wartet das Tool mit deutlich mehr Erläuterungen auf. De facto kann man den Algorythmus nachvollziehen. Das hat allerdings zur Folge, das das ganze Tool deutlich „schwerer“ daherkommt – im Gegensatz zu der sehr übersichtlichen und einfachen Nutzerführung bei yavalu.

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Von: smava Wochenrückblick zu Wirtschaft und Finanzen (17. Juni 2011) - smava.de Blog http://www.blicklog.com/2011/06/16/maschinelle-vs-automatische-anlageberatung-ersetzt-yavalu-den-anlageberater/comment-page-1/#comment-15764 Fri, 17 Jun 2011 07:53:59 +0000 http://www.blicklog.com/2011/06/16/maschinelle-vs-automatische-anlageberatung-ersetzt-yavalu-den-anlageberater/#comment-15764 […] und wie sich eine langfristige Dividendenstrategie auszahlen kann. Zudem stellt Blicklog das Finanz- Start-up Yavalu vor, das es sich zum Ziel gesetzt hat Anlageberatung kostengünstig online anzubieten. (Auch wir haben […]

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Von: Matthias Lamberti http://www.blicklog.com/2011/06/16/maschinelle-vs-automatische-anlageberatung-ersetzt-yavalu-den-anlageberater/comment-page-1/#comment-15761 Fri, 17 Jun 2011 06:21:00 +0000 http://www.blicklog.com/2011/06/16/maschinelle-vs-automatische-anlageberatung-ersetzt-yavalu-den-anlageberater/#comment-15761 @ nigecus: Vielen Dank für Ihren Kommentar und die Kritikpunkte, die mir auch alle bei der Planung über den Weg gelaufen sind. Aber ich kann Sie beruhigen, Sie sind nicht der einzige, der „ein wenig neidisch“ sein muss. In den letzten Wochen habe ich schon mehrere Gespräche geführt mit Gleichgesinnten, die auch vorhatten einen ähnlichen Service anzubieten. Da Dirk Elsner in etwa dieselben Fragen wie Sie gestellt hat, würde ich gerne auf den Beitrag in der nächsten Woche verweisen, sonst sprenge ich das Kommentarfeld. Nur eins an dieser Stelle: Der Service für den Massenmarkt ist bereits bei uns in der Entwicklung. Vielleicht hätten Sie ja Interesse an einem Sparring bevor wir damit online gehen?

@ Uwe Heinz: Ihnen auch vielen Dank für den Kommentar und ich möchte kurz auf Ihre Fragen eingehen. Selbstverständlich ist der Handel über die Börse bzw. ein Onlinedepot möglich. Das ist ja auch der sinnvollste / günstigste Weg. Bei der Auswahl der ETFs berücksichtigen wir in mehreren Schritten die wesentlichsten Parameter wie Größe, Kosten, Liquidität und die Abbildungsgenauigkeit. Es werden dabei sowohl voll replizierende als auch Swap-basierte ETFs empfohlen, solange diese liquide besichert sind bzw. die Sicherheiten und Vertragspartner werthaltig sind und bleiben. Der Forderung, dass die ETF Branche die in den Beiträgen angesprochene Kritik positiv umsetzt stimme ich voll zu. Der Markt für Indexfonds ist mittlerweile leider wieder so komplex geworden, dass der Grundgedanke der Einfachheit, Flexibilität und Transparenz immer mehr verloren zu gehen droht. Privatanleger haben kaum eine Chance mehr, sich selbst ein vernünftiges Bild zu machen. Hier sind wir wieder beim Thema, dass die Finanzbranche Dinge häufig unnötig kompliziert macht. Deshalb haben wir einen systematischen Auswahlprozess entwickelt.

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Von: nigecus http://www.blicklog.com/2011/06/16/maschinelle-vs-automatische-anlageberatung-ersetzt-yavalu-den-anlageberater/comment-page-1/#comment-15759 Thu, 16 Jun 2011 21:30:54 +0000 http://www.blicklog.com/2011/06/16/maschinelle-vs-automatische-anlageberatung-ersetzt-yavalu-den-anlageberater/#comment-15759 Vorab, ich finde Serviceangebote wie yavalu ganz gute Vorstoße.

Ich kann auf dem ersten Blick keine größeren Unterschiede zu EDV-gestützten Systemen erkennen, die Privatkundenberater in Banken benutzen. Diese fragen auch nur irgendwelche Standardfragen ab (wie yavalu) und tippen es in einen Computer der eine Asset Allokation ausspuckt (oder sie lassen es, weil sie die Antwort schon kennen).

Anhand der 7 Fragen vermute ich ca. 2 bis 3 Parameter mit denen man ein ganz simples Modell füttern könnte (z.B. erwartete Lebenserwartung, simple Risikopräferenz) aus der man so eine statische Asset Allokation herbeizaubern kann. Wenn man garkeine Ahnung hat (und potentielles Beratungsopfer ist), dann ist yavalu vielleicht eine Alternative zum Bankberater (aber ca. 90 Euro pro Jahr ist auch nicht gerade umsonst).

Aber ehrlich bin ich ein wenig neidisch, dass jemand anderes so ein yavalu gebastelt hat. Andererseits ist es Ok, weil ich meine eigenen Gedanken über so eine web-basierte Do-it-yourself Vermögensverwaltung verworfen haben, genau wegen Nachteilen wie es yavalu inne hat:

– Vorsorgemodell: Zu simples statisches Modell (Es ist kein dynamisches Lifecylce Modell für 1 Mensch)
– Vorsorgemodell: Nur Financial Assets seien wichtig (d.h. keine andere Nicht-Finanz-Assets und deren Nutzen und Neubeschaffung, keine Einkommenserwartung, kein Veerbungsmotiv, … und vieles mehr was wichtiger im Leben ist)
– Vordefinierte Auswahl: Vernachlässigung von Finanzrrisiken und deren Erwartung (z.B. ETFs sind i.d.R. Inhaberschuldverschreibungen oder Total Return Swaps und haben somit ein Counterparty Default Risk)
– Geschäftsmodell: yavalu verlangt Fixgebühren (ca. 90 Euro p.a.), was jemand mit 100k wesentlich mehr egal ist als jemand mit 5k Anlagebetrag. Da ja gerade Leute mit weniger Geldvermögen der „Massenmarkt“ ist und eine „günstige“ Anlageberatung wohl nötiger haben, ist das Pricing von yavalu „etwas am Markt vorbei“.

So eine web-basiertes Anlageberatungssystem kann inhatlich eine Menge Abstriche machen (Allokationmodell, etc.), aber wenn der relative Preis (=Fixkosten/Anlagebetrag) bei Anlageverlust steigt und „Reiche“ bzw. „reichere“ systematisch bevorteilt, dann kann man auch zu einer Bank, versicherung oder Fondsgesellsschaft gehen. yavalu stellt sich durch sein Pricing selbst in Konkurrenz zu etablierten Marktteilnehmern. Haben die yavalu Leute bei der Ausarbeituung ihres Marketingplans gepennt? Auf den Massenmarktt zielt das Angebot auf jedenfall nicht ab (oder halt auf solche Leute die nicht rechnen können).

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Von: Uwe Heinz http://www.blicklog.com/2011/06/16/maschinelle-vs-automatische-anlageberatung-ersetzt-yavalu-den-anlageberater/comment-page-1/#comment-15758 Thu, 16 Jun 2011 15:39:19 +0000 http://www.blicklog.com/2011/06/16/maschinelle-vs-automatische-anlageberatung-ersetzt-yavalu-den-anlageberater/#comment-15758 Vielen Dank für Ihren Hinweis. Es ist sehr zu begrüßen, wenn neben der Beratung durch Banken und Vermögensverwalter mit den bekannten Problemen andere Modelle entstehen. Für mich wären aber folgende Fragen noch von Interesse:
1. es ist sehr positiv, wenn die Anlagen bei der eigenen Bank gehalten werden können. Warum ist der Fondskauf aber auch über die Börse (ohne Ausgabeaufschlag – nur geringer Spread – Verkauf mit Limitsetzung) und über das Depot bei Flatex (in der Regel nur 5,90 € pro Kauf unabhängig von der Orderhöhe) nicht möglich? Dies wäre doch einer der günstigsten Wege?
2. wird bei der Anlageempfehlung zwischen voll replizierenden ETF’s (die Titel des Index werden im Original gehalten)und synthetischen ETF’s (die Index-Abbildung wird ergänzt duch Swaps)unterschieden. Aus Sicherheitsgründen sollte der Schwerpunkt bei voll replizierenden ETF’s liegen. Siehe:
http://www.morningstar.ch/ch/funds/article.aspx?articleid=91087&categoryid=438
http://www.extra-funds.de/etf-news-/1445-etfs-systemrelevantes-risiko.html

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