Kommentare zu: Werden Banken „vom Dienstleister zum Bedroher“? http://www.blicklog.com/2011/09/05/banken-vom-dienstleister-zum-bedroher/ Notizen über Wirtschaft, Finanzen, Management und mehr Thu, 09 Oct 2025 13:01:47 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.0.25 Von: Die Zukunft des Banking und der unverstandene Paradigmenwechsel http://www.blicklog.com/2011/09/05/banken-vom-dienstleister-zum-bedroher/comment-page-1/#comment-22105 Thu, 17 Nov 2011 11:05:45 +0000 http://www.blicklog.com/2011/09/05/banken-vom-dienstleister-zum-bedroher/#comment-22105 […] sprechen eine klare Sprache. Der Banker hat sich vom “Dienstleister zum Bedroher” (Handelsblatt) entwickelt. Dabei handelt es sich übrigens nicht allein ein Kommunikationsproblem, wie die […]

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Von: dels http://www.blicklog.com/2011/09/05/banken-vom-dienstleister-zum-bedroher/#comment-16650 Thu, 08 Sep 2011 13:19:31 +0000 http://www.blicklog.com/2011/09/05/banken-vom-dienstleister-zum-bedroher/#comment-16650 In Deutschland gibt es eine große Bandbreite an Vorstellungen. In jedem Fall ist die Mehrheit der deutschen nicht gegen den EURO, sondern weiß sehr genau, was sie ihm verdanken. Vielen Deutschen ist bewußt, dass sie bei Erhalt der DM das Schicksal der Schweiz geteilt hätten.
Nicht immer wird hier deutlich genug differenziert zwischen Euro-Rettung und Griechenland-Unterstützung:
Auch durch die ständigen Wiederholungen im Parlament und wird es nicht richtiger: Der heute im Bundestag auf den Weg zu bringende Rettungsfonds rettet nicht den Euro, sondern dient der Aufrechterhaltung der Solvenz Griechenlands (und weiterer Länder) und sorgt indirekt bei diversen Banken und Investoren dafür, dass ihr eingesetztes Kapital gesichert wird. Mit Eurorettung hat das zunächst einmal gar nichts zu tun.

Die Sachlogik: Rettungsfonds führt zur Eurorettung erschließt sich vielen Menschen nicht und mir auch nicht. Als im vergangenen Jahr Kalifornien kurz vor der Pleite stand, hat auch niemand von der Dollar-Rettung gesprochen.

Es ist eine unbewiesene und wie ich finde nicht sehr plausible Hypothese, dass bei einer Insolvenz Griechenlands es
1. eine Kettenreaktion mit dem Überspringen der Schuldenkrise auf andere Staaten gibt und
2. diese Kettenreaktion zu der Auflösung der Euro-Zone führt

Kurz gefasst würde ich sagen: Euro ja, Bailout PIIGS nur sehr eingeschränkt und wenn nachhaltige Aussichten auf Erfolg bestehen.

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Von: Blog - start-trading.de http://www.blicklog.com/2011/09/05/banken-vom-dienstleister-zum-bedroher/comment-page-1/#comment-16638 Wed, 07 Sep 2011 10:15:27 +0000 http://www.blicklog.com/2011/09/05/banken-vom-dienstleister-zum-bedroher/#comment-16638 Banken müssen vor Gericht…

Was man nach Beginn der Finanzkrise nicht für möglich gehalten hat, wird möglicherweise jetzt in die Tat umsetzt. Die Hauptschuldigen der Finanzkrise werden endlich zur Verantwortung gezogen.  Die US Regierung hat letzten Freitag eine Schadenersatzklag…

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Von: dels http://www.blicklog.com/2011/09/05/banken-vom-dienstleister-zum-bedroher/comment-page-1/#comment-16620 Mon, 05 Sep 2011 12:04:21 +0000 http://www.blicklog.com/2011/09/05/banken-vom-dienstleister-zum-bedroher/#comment-16620 Hallo Beate,
mag sein, dass sie richtig liegen. Aber sie sprechen von makroökonomischen Größen, die sich sich nicht einfach steuern lassen.

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Von: dels http://www.blicklog.com/2011/09/05/banken-vom-dienstleister-zum-bedroher/comment-page-1/#comment-16619 Mon, 05 Sep 2011 11:57:10 +0000 http://www.blicklog.com/2011/09/05/banken-vom-dienstleister-zum-bedroher/#comment-16619 Hallo Herr Nefischer,

die Aussagen zum Risikomanagement und Frühwarnsystem sind ja nicht so gemeint, dass man auf sie hätte verzichten können. Nur wir haben bereits mit Basel II, MaRisk und vielen anderen Regelungen Vorschriften, von denen man früher geglaubt hat, sie stabilisieren das Bankensystem. Habe sie aber nicht. Das Gegenteil ist der Fall. Banken mit kaufmännischen Sachverstand etwa hätten ihre Risikoposition gegenüber Staatsschuldnern nicht so hoch geschraubt.

Und ich sehe nicht, dass die Regulierung sich derzeit ändert. Im Gegenteil. Basel III verschlimmert die Situation noch. Dazu demnächst mehr hier.

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Von: Beate http://www.blicklog.com/2011/09/05/banken-vom-dienstleister-zum-bedroher/comment-page-1/#comment-16617 Mon, 05 Sep 2011 11:14:37 +0000 http://www.blicklog.com/2011/09/05/banken-vom-dienstleister-zum-bedroher/#comment-16617 Ich glaube die eigentlichen Probleme liegen am Arbeitsmarkt, der Einkommensverteilung, und in einer merkantilistischen Wirtschaftspolitik (Mehrwertsteuer 3% rauf, Unternehmenssteuern senken, Subventionen erhöhen im gleichen Umfang, ….).

Wenn Deutschland weniger konsumiert als es produziert muß es Länder finden die bereit sind sich zu verschulden.
Sonst muß die Produktionsbasis in Deutschland schrumpfen.
Wenn wir also nicht wollen, da immer weniger Länder bereit sind sich zu verschulden, dass unsere Produktionsbasis schrumpft müssen wir die Einkommensverteilung in Deutschland ändern und unseren Arbeitsmarkt reformieren.

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Von: Kleine Presseschau vom 5. September 2011 | Die Börsenblogger http://www.blicklog.com/2011/09/05/banken-vom-dienstleister-zum-bedroher/comment-page-1/#comment-16615 Mon, 05 Sep 2011 09:27:34 +0000 http://www.blicklog.com/2011/09/05/banken-vom-dienstleister-zum-bedroher/#comment-16615 […] Blick Log: Werden Banken “vom Dienstleister zum Bedroher”? […]

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Von: Mario Nefischer http://www.blicklog.com/2011/09/05/banken-vom-dienstleister-zum-bedroher/comment-page-1/#comment-16614 Mon, 05 Sep 2011 07:58:28 +0000 http://www.blicklog.com/2011/09/05/banken-vom-dienstleister-zum-bedroher/#comment-16614 „Man hätte nicht einmal ein “vernünftiges” Risikomanagement mit einem funktionierenden Frühwarnsystem benötigt, um hier weniger bestandsgefährdende Risiken einzugehen. Kaufmännische Tugenden, nach denen ein “ordentlicher” Kaufmann seine Risiken zu streuen hat, hätten gereicht.“

Dem kann ich mich nicht anschließen.
1. Für eine gute Risikostreuung bedarf es eben eines „vernünftigen“ Risikomanagements: Ohne Risikomessung keine Feststellung von Risikokonzentrationen, ohne Feststellung von Risikokonzentrationen keine Aussteuerung („Management“) möglich.
2. Risikostreuung alleine hätte nicht gereicht, das zeigen die Probleme der österreichischen Banken. In der Hypo Alpe Adria war wohl die Risikostreuung nicht das Problem, sondern eine Kombination an diversen Ausfalls-, Compliance- und operationellen Risiken. Und bei der Kommunalkredit lag es am Geschäftsmodell: ausschließlich kurzfristige Refinanzierung für langfristige Ausleihungen ->nach Lehmann war das Liquditätsrisiko nicht mehr aussteuerbar. Credit Default Swaps taten ihr übriges dazu.

Ich glaube sehrwohl, dass die Wurzel allen übels in den Regulatorien liegt. Die Gier ist eine zeitlose, menschliche Konstante. Man kann (leider) nicht erwarten, dass Finanzmarktteilnehmer nicht jede Möglichkeit zur Gewinnsteigerung ausnützen – der Moral Hazard ist leider Fakt. Und deshalb gibt’s auch für mich nur eine Lösung dieses Problems: Auftrennung der Großbanken, Stärkung der Regionalbanken.

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