Kommentare zu: Risikomanagement in der Steuerverwaltung? http://www.blicklog.com/2011/10/17/risikomanagement-in-der-steuerverwaltung/ Notizen über Wirtschaft, Finanzen, Management und mehr Thu, 09 Oct 2025 13:01:47 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.0.25 Von: Schnurzelpurzel http://www.blicklog.com/2011/10/17/risikomanagement-in-der-steuerverwaltung/comment-page-1/#comment-18410 Sun, 23 Oct 2011 05:49:07 +0000 http://www.blicklog.com/?p=24540#comment-18410 Vorsicht! 25% des Einkommenssteueraufkommens sind nicht 25% des Gesamtsteueraufkommens.Die Zahlen mögen danach immer noch beunruhigend sein aber es sind nicht die selben.

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Von: Rainer Bruegel http://www.blicklog.com/2011/10/17/risikomanagement-in-der-steuerverwaltung/comment-page-1/#comment-18065 Wed, 19 Oct 2011 08:20:28 +0000 http://www.blicklog.com/?p=24540#comment-18065 Ich begrüße den Artikel, weil er erfrischend neue Aspekte und Fragen aufwirft. Ich gehe zwar nicht ganz davon aus, dass ein Staat seine Bürger wie Kunden behandeln kann. Anders als Martin Burch sehe ich jedoch ein nationales Steuermonopol gerade in einem freien Europa nicht als eine ultima Ratio. Schon heute ist der Steuerwettbewerb zwischen den Nationalstaaten sehr ausgeprägt, was ja die sukzessive Senkung der Körperschaftssteuern zeigt. Auf Dauer hält auch der Staat seine Topkunden wohl auch nur dann, wenn sie ihrerseits mit der Gegenleistung zufrieden sind. Dann nämlich haben davon haben alle was. Denn beim Staat sind die kleinen Kunden von diesem abhängig. Deutlich formuliert: Ohne Produktion, Innovation und Investition wird kein Land dauerhaft hohe Steuern einnehmen können.

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Von: nigecus http://www.blicklog.com/2011/10/17/risikomanagement-in-der-steuerverwaltung/comment-page-1/#comment-18048 Tue, 18 Oct 2011 20:22:36 +0000 http://www.blicklog.com/?p=24540#comment-18048 „Ist das bei einem Staat denn so viel anders als in einem Unternehmen?“

Was würde wohl Lee Kuan-Yew dazu sagen? Hmm. In Singapore wird man ja nicht Premier Minister von Singapore, sondern CEO von Singapore…

Ich finde die gezogene Analogie in dem Artikel ganz schön (Endlich mal kein Krisenzeugs). Die Maßnahmen eines Staates ihre Einkommenssteuereinnahmen zu diversifizieren (=Kundenportfolio diversifizieren) hat da gewisse Einschränkungen.

1a. Eine Firma könnte einfach versuchen sich auf die Akquise großer Neukunden zu fokussieren.
1b. Ich wüsste nicht wie die BRD sich attraktiver für neue reiche Einwohner machen könnte (die dann auch wirklich die Steuer wie es hier üblich ist zahlen).

2a. Eine Firma könnte einfach „nachrechnen“ ob bspw. die Kundendeckungsbeiträge bei den vielen kleinen Kunden noch passen, und dann aussortieren.
2b. Ein Staat kann nicht einfach seine Staatsbürger rausschmeißen. Diese Kunden hat er einfach an der Backe.

Also bleibt dem Staat wohl nur übrig die vielen kleinen Kunden zu „entwickeln“. Das kann viele viele Jahre, Jahrzehnte dauern (länger als so eine olle Legislaturperiode). Mit Steuerpolitik kann man allenfalls kurzfristig etwas glätten, was aber nicht langfristig die „Struktur des Kundenportfolios“ verbessert. Klaro, „Bildung“, „Chancengleichheit“ usw. wird oft Politikern in Interviews gesagt. Aber es zu sagen, ein paar Schulen zu eröffnen, ein bisschen Herumschichten in Hochschulbudgets, Kitas, Berufsschulen, Erwachsenprogrammen, usw. hilft garnix, weil diese Leute dann vielleicht etwas mehr Wissen aufweisen (oder auch nicht, siehe Reichsbankpreis für Spence), aber keine Chance in den deutschen (bzw. europäischen) Wettbewerbsstrukturen haben. Vielleicht haben sie besser Jobaussichten, aber als Unternehmer wird es schwer – Angestellte können nicht wirklich „reich“ werden (uund folglich auch nur zu Verbesserung des „Kundenportfolios“ beitragen). Welche ausssichtsreiche Branche gibt es den Deutschland (oder Europa) wo nicht schon ein Großkonzern seine Hand drauf hält, also ggf. einen clever Marktneuling in den Bankrott zu schicken? Und wer sorgt dafür das dies so bleibt? Genau Politiker, die sich alzu gerne mit „Vertretern der Wirtschaft“ auf Titelblättern schmücken. Und selbst die Gewerkschafter, die immer gerne auf „die Reichen“ herumhacken bevorzugen Großkonzerne (ist halt besser in Tarifverhandlungen zu händeln), aber motzen gleichzeitig herum, dass es ja so (relativ) „viele“ Geringverdiener gibt.

3b. Zerschlage Großkonzerne. Senke Markteintrittsbarrieren.

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Von: Martin Burch http://www.blicklog.com/2011/10/17/risikomanagement-in-der-steuerverwaltung/comment-page-1/#comment-18021 Mon, 17 Oct 2011 16:52:13 +0000 http://www.blicklog.com/?p=24540#comment-18021 Aus meiner Sicht denken Sie hier falsch: Der Staat hat ja ein Steuermonopol, was kein Unternehmen welches ein Viertel des Umsatzes nur von einem Prozent der Kunden tragen würde so von sich behaupten kann…
(und wir Schweizer dürften ruhig unsere Steuerstrategrie, insbesondere für reiche Ausländer anpassen!!!)

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