Kommentare zu: Wird die Bankenstabilisierung zum Teufelskreis für Unternehmen? http://www.blicklog.com/2011/12/21/wird-die-bankenstabilisierung-zum-teufelskreis-fr-unternehmen/ Notizen über Wirtschaft, Finanzen, Management und mehr Thu, 09 Oct 2025 13:01:47 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.0.25 Von: Kreditklemme überall, nur nicht in Deutschland? http://www.blicklog.com/2011/12/21/wird-die-bankenstabilisierung-zum-teufelskreis-fr-unternehmen/comment-page-1/#comment-27238 Wed, 04 Jan 2012 00:07:20 +0000 http://www.blicklog.com/2011/12/21/wird-die-bankenstabilisierung-zum-teufelskreis-fr-unternehmen/#comment-27238 […] derzeit weiter große Probleme mit der Refinanzierung. Ich will nicht wiederholen, was ich in “Wird die Bankenstabilisierung zum Teufelskreis für Unternehmen?” oder “Der Einfluss der Liquiditätsstandards nach Basel III auf die […]

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Von: dels http://www.blicklog.com/2011/12/21/wird-die-bankenstabilisierung-zum-teufelskreis-fr-unternehmen/comment-page-1/#comment-25641 Fri, 23 Dec 2011 06:00:13 +0000 http://www.blicklog.com/2011/12/21/wird-die-bankenstabilisierung-zum-teufelskreis-fr-unternehmen/#comment-25641 Vielen Dank für die ergänzenden Hinweise. Passt gut zu der Übersicht.
Aber ich teile die Auffassung nicht, dass es in erst Linie Job der Finanzaufsicht ist, das Dilemma zu beenden. Banken, die sich aus den von Ihnen angeführten drei Gründen so verhalten, wie sie sich verhalten, verwirken aus meiner Sicht ihre ökonomische Legitimation. Ich kann auch nicht erkennen, was die Finanzaufsicht hier ändern sollte.

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Von: Kleine Presseschau vom 21. Dezember 2011 | Die Börsenblogger http://www.blicklog.com/2011/12/21/wird-die-bankenstabilisierung-zum-teufelskreis-fr-unternehmen/comment-page-1/#comment-25405 Wed, 21 Dec 2011 11:39:48 +0000 http://www.blicklog.com/2011/12/21/wird-die-bankenstabilisierung-zum-teufelskreis-fr-unternehmen/#comment-25405 […] Blick Log: Wird die Bankenstabilisierung zum Teufelskreis für Unternehmen? […]

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Von: marcelo http://www.blicklog.com/2011/12/21/wird-die-bankenstabilisierung-zum-teufelskreis-fr-unternehmen/comment-page-1/#comment-25372 Wed, 21 Dec 2011 04:40:55 +0000 http://www.blicklog.com/2011/12/21/wird-die-bankenstabilisierung-zum-teufelskreis-fr-unternehmen/#comment-25372 Hallo Herr Elsner,

vielen Dank für die interessanten Beiträge. Ich will versuchen, etwas konstruktives zur Diskussion beizutragen.

Erstmal sind gewisse Bedenken seitens der Banker natürlich berechtigt, wenn es an die Umsetzung strengerer Eigenkapitalrichtlinien geht. Der Trend in Bankenkreisen geht jedoch dazu, generell höhere Eigenkapitalanforderungen zu verteufeln, wobei das von Ihnen beschriebene Szenario der Kreditklemme vorne angeführt wird.
Sie haben bereits genannt, wie Insititute den neuen Anforderungen an ihr EK gerecht werden können:

1) Abstoßung von Risikoaktiva (Bilanz wird insgesamt kleiner)
2) Rekapitalisierung bei gleicher Zusammensetzung der Aktiva oder
3) Aufnahme von zusätzlichem Eigenkapital, die im Gegenzug leicht liquidierbare Vermögenswerte finanzieren, was auch die (meist unzureichende) Liquiditätssituation verbessert.

Sicherlich ist Option 3 wünschenswert, allerdings nur bedingt umsetzbar. Ich denke hier besonders an die deutsche Bankenlandschaft, darunter an die Institute die mittelständische Unternehmen finanzieren: Für jene ist die Aufnahme von zusäzlichem Eigenkapital sicherlich nicht so einfach. Theoretisch dürften Großbanken keine Ausrede haben, nun aber das große ABER: Sie werden es nicht tun, da die Rahmenbedingungen unter denen Banken operieren, unterkapitalisierte Bankenbilanzen einige Vorteile bringen:

1) Tax Shield (Steuerliche Begünstigung von Zinsen auf Fremdkapital) begünstigen & führen zu high leverage im Bankensektor.
2) Performance Messung & Vergütung erfolgt über die Kennzahl Return on Equity (ROE) und die wird natürlich aus der Sicht des Managers schlechter, wenn ich mehr CET Tier 1 vorhalten muss. Im übrigen eine Kennzahl, die zum Teil zur Systeminstabilität im Finanzsektor beigetragen hat.
3) (Groß)Banken geniessen den Vorzug einer impliziten Staatsgarantie, d.h. Kapitalkosten sinken überproportional je mehr der assets über (indirekt subventioniertes, weil praktisch weniger riskant als theoretisch) Fremdkapital finanziert sind.

D.h. ich sehe die Beseitung der ungünstigen Rahmenbedingungen, die sicherlich zur Krise beigesteuert haben in erster Linie als Aufgabe der Finanzmarktaufsicht an. Unterkapitalisierte Banken stellen ein systemisches Risiko dar, eine Rekapitalisierung darf nicht Jahrzehnte dauern. Andere Staaten wie bspw. die Schweiz, Schweden & China gehen weniger zimperlich mit der Lobby der Banker um und fordern z.T. CET Tier 1 ratios von 19% (Schweiz), im Fall UBS sind sie mit einem blauen Auge davongekommen. Wichtig ist meiner Meinung nach, dass Richtlinien global in entsprechend verbindliche Vorgaben umgesetzt werden müssen, und diesmal scheint auch das Sorgenkind USA mitzuspielen (die ja bekanntlich Basel II nie umgesetzt hatten).
Ich verstehe, dass die Situation in Deutschland keine einfache ist, aber ich denke, es wäre besser die sozial erwünschten Aufgaben der Banken (Unternehmenskredite) direkt zu subventionieren als indirekt die gefährlich hohen Verschuldungsgrade der Banken.

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