Kommentare zu: The Next Big Sp(T)ender: Die 200 Mrd. EURO-Subvention der EZB für „notleidende“ Banken http://www.blicklog.com/2012/02/13/the-next-big-sptender-die-200-mrd-euro-subvention-der-ezb-fr-notleidende-banken/ Notizen über Wirtschaft, Finanzen, Management und mehr Thu, 09 Oct 2025 13:01:47 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.0.25 Von: Das Tender-Fest der EZB: Wird die Billion geknackt? – Blick Log | The Software Billions Site http://www.blicklog.com/2012/02/13/the-next-big-sptender-die-200-mrd-euro-subvention-der-ezb-fr-notleidende-banken/comment-page-1/#comment-35714 Tue, 28 Feb 2012 09:06:22 +0000 http://www.blicklog.com/?p=26003#comment-35714 […] The Next Big Sp(T)ender: Die 200 Mrd. EURO-Subvention der EZB für “notleidende” Banken […]

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Von: egghat http://www.blicklog.com/2012/02/13/the-next-big-sptender-die-200-mrd-euro-subvention-der-ezb-fr-notleidende-banken/comment-page-1/#comment-33531 Tue, 14 Feb 2012 10:34:04 +0000 http://www.blicklog.com/?p=26003#comment-33531 Klar, liegt der Marktzins in der Nähe dessen, was die EZB verlangt. Es macht ja auch keinen Sinn für eine Bank, sich für 1,5% Zinsen Geld „woanders“ zu liehen, wenn es zu 1,0 Geld in Frankfurt gibt.

Was ich sagen will: Den marktgerechten Zins kannst du nicht mehr messen, weil die EZB mit ihrem Zins das gesamte Zinsniveau nach unten (oder auch nach oben) zieht. Niemand weiss wo der liegt. Allerdings kann man sich relativ sicher sein, dass er aktuell bei CDS Preisen von weit über 200 für die großen Banken über 1,0% liegen würde. Wobei nun ja, die sind ja unbesichert, nicht besichert wie das Geld von der EZB. Wo liegen die Zinsen für unbesicherte Bankanleihen im Moment? Es gab ja wieder einige in der letzten Zeit.

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Von: Dirk Elsner http://www.blicklog.com/2012/02/13/the-next-big-sptender-die-200-mrd-euro-subvention-der-ezb-fr-notleidende-banken/comment-page-1/#comment-33526 Tue, 14 Feb 2012 09:00:23 +0000 http://www.blicklog.com/?p=26003#comment-33526 Absolut richtig verstanden und ausgezeichnet ergänzt. Die EZB könnte die Maßnahme ja auch mit marktgerechten Zinsen durchführen.
Andererseits könnte man allerdings auch zur Marktgerechtigkeit einwenden, dass die Zinsen für vergleichbare Laufzeiten gemäß Statistik der Umlaufsrenditen der Bundesbank auch bei ca. 1% liegen. Offiziell zumindest gelten die Kreditaufnahmen bei der EZB ja als quasi risikofrei durch die Besicherung. Wenn sie das allerdings wirklich wäre, dann müßten sich Banken allerdings auch am Markt zu identischen Konditionen refinanzieren können. Funktioniert ja offenbar nicht.

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Von: egghat http://www.blicklog.com/2012/02/13/the-next-big-sptender-die-200-mrd-euro-subvention-der-ezb-fr-notleidende-banken/comment-page-1/#comment-33523 Tue, 14 Feb 2012 08:47:29 +0000 http://www.blicklog.com/?p=26003#comment-33523 Bin nicht ganz sicher, ob ich dich richtig verstehe …

Aber wenn, würde ich sagen: Hängt vom Zins ab …

Angenommen Geld von der EZB kostet 1%, Banken untereinander leihen sich Geld zu 3%. Bank A leiht sich nun zu 1% das Geld von der EZB (und holt es sich nicht zu 3% am Markt) und kauft damit Anleihen von Bank B, die mit 3% rentieren, hat Bank A die Rendite. Sobald die Rendite der Anleihen von Bank B sinkt, teilen sich die Banken die Rendite. Das Problem ist natürlich, dass durch die Marktverzerrung , die der niedrige Zentralbankzins auslöst, der „urspüngliche“ oder „normale“ Marktzins nicht mehr feststellbar ist …

Anders gesagt: Wenn die Banken keinen Zinsvorteil durch die Anspruchnahme des Notenbankzinses hätten, würden sie es nicht machen. Also gehe ich im Umkehrschluss davon aus, dass es einen Vorteil gibt und damit auch einen Free Lunch.

(Das „Problem“ ist normalerweise auch nicht so drängend. a) sind die Summen sonst *viel* niedriger, b) sind die Laufzeiten normalerweise kürzer, die Banken können den Vorteil also nur für einen kleineren Teil ihrer (hoffentlich halbwegs) laufzeitenkongruenten Finanzierung ziehen und c) ist der Unterschied zwischen Notenbankzins und (vermeintlich) sicherer und bei der EZB hinterlegbarer Staatsanleihe (also das Free Lunch, für das ich als Bank nicht wirklich arbeiten muss) viel kleiner.

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Von: André Kühnlenz http://www.blicklog.com/2012/02/13/the-next-big-sptender-die-200-mrd-euro-subvention-der-ezb-fr-notleidende-banken/comment-page-1/#comment-33518 Tue, 14 Feb 2012 07:44:51 +0000 http://www.blicklog.com/?p=26003#comment-33518 Der Punkt ist doch aber, dass Anleihekäufe nicht die Überschussliquidität des gesamten Banksektors senken, weil am Ende landet das Geld immer auf einem Bankkonto und damit in der Einlagenfazilität der EZB. Das heißt, einige Banken können die 500 Mrd. Euro in Staatsanleihen anlegen und profitieren vom Carry Trade, andere Banken bekommen aber nur 0,25% der Einlagenfazilität, wobei bei letzteren die Refinanzierungskosten in Form von Zinsen auf ihre Einlagen zu Buche schlagen. Könnte es nicht sein, dass sich das also am Ende alles ausgleicht und wir es hier eher mit einem Nulllsummenspiel zu tun haben – allerdings mit positiven Nebeneffekten wie sinkende Anleiherenditen und eventuell negativen Effekten, wie eingeschränkte Kreditvergabe an die Realwirtschaft…

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Von: Dirk Elsner http://www.blicklog.com/2012/02/13/the-next-big-sptender-die-200-mrd-euro-subvention-der-ezb-fr-notleidende-banken/comment-page-1/#comment-33517 Tue, 14 Feb 2012 07:28:19 +0000 http://www.blicklog.com/?p=26003#comment-33517 Interessant, dass was Du ansprichst würde ich ja als Zweitrundeneffekt ansehen. Den Free Lunch hat erst einmal Bank A, die die günstige Refinanzierung in Anspruch nimmt. Bank B hat in Deinem Beispiel dadurch einen positiven Effekt, dass es durch die „Geldschwemme“ Nachfrage nach ihren Anleihen gibt und somit der Zins sinkt.

Um den wirklichen Free Lunch zu ermittlen müsste man im Prinzip den Zustand mit dem Tera-Tender vergleichen mit einem Zustand mit „normaler“ Geldpolitik, wie auch immer man diese definiert.

Letztlich gibt es ja verschiedenste Szenarien der Mittelverwendung, die aber alle Einfluss auf die GuV haben. So könnte man z.B. den durch die zusätzliche Nachfrage nach Anleihen entstehenden Kursgewinne ebenfalls als Zuschreibung verbuchen. Davon provitieren übrigens ja auch Institute, die den Tender nicht in Anspruch genommen haben. Die Staaten oder andere Schuldner profitieren ebenfalls in Form gesunkener Zinsen.

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Von: André Kühnlenz http://www.blicklog.com/2012/02/13/the-next-big-sptender-die-200-mrd-euro-subvention-der-ezb-fr-notleidende-banken/comment-page-1/#comment-33514 Tue, 14 Feb 2012 06:58:25 +0000 http://www.blicklog.com/?p=26003#comment-33514 Noch eine andere Anmerkung: Wenn Bank A das Geld von der EZB nimmt und damit sagen wir für 1 Mrd. Euro Anleihen von Bank B kauft, dann liegt doch das Geld am Ende bei Bank B, die gar nichts mehr von der schönen Rendite hat. Am Ende muss Bank B oder wer auch immer am Ende übrig bleibt, das Geld wieder für die Übernachteinlage zur EZB bringen. Sie kann das versuchen, am nächten Tag eine Anleihen zu kaufen. Was wir sehen ist: ein stärkerer Handel mit Anleihen (Nachfrage steigt und lässt Zinsen senken) – die Überschussliquidität nimmt aber nicht ab.

Kann man dann immer noch von einem Free Lunch für das Bankensystem als Ganzes reden? Oder gibt es am Ende nicht immer auch Gewinner und Verlierer und das gleicht sich irgendwie aus… Was meint Ihr?

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Von: Dirk Elsner http://www.blicklog.com/2012/02/13/the-next-big-sptender-die-200-mrd-euro-subvention-der-ezb-fr-notleidende-banken/comment-page-1/#comment-33453 Mon, 13 Feb 2012 15:54:55 +0000 http://www.blicklog.com/?p=26003#comment-33453 Das mit dem Nettozufluss kann man so sehen. Entscheidend ist aber hier, dass hier quasi unbegrenzte Mittel angeboten werden. Ansonsten kann ich aber in meiner nun gebauten Excel-Tabelle alle möglichen Werte eintragen 😉
Es kommt ja auf das Grundprinzip und nicht den exakten Betrag an. Der lässt sich ohnehin durch die Intransparenz nicht ermitteln.
Ich dachte ja, der Gedanken, dies als Subventionierung zu sehen, hätte ich ursprünglich exklusiv. Mittlerweile sehen dies aber diverse Banker ebenfalls so.

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Von: Kleine Presseschau vom 13. Februar 2012 | Die Börsenblogger http://www.blicklog.com/2012/02/13/the-next-big-sptender-die-200-mrd-euro-subvention-der-ezb-fr-notleidende-banken/comment-page-1/#comment-33452 Mon, 13 Feb 2012 15:48:14 +0000 http://www.blicklog.com/?p=26003#comment-33452 […] Blick Log: The Next Big Sp(T)ender: Die 200 Mrd. EURO-Subvention der EZB für “notleidende” Banken […]

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Von: egghat http://www.blicklog.com/2012/02/13/the-next-big-sptender-die-200-mrd-euro-subvention-der-ezb-fr-notleidende-banken/comment-page-1/#comment-33441 Mon, 13 Feb 2012 13:56:44 +0000 http://www.blicklog.com/?p=26003#comment-33441 Sehr gute Idee, das mal durchzurechnen.

Ich würde eine Sache anmerken: Die 498 Mrd. waren damals der Bruttozufluss, es war defakto aber weniger neues Geld, weil damals auch alte Geschäft ausgelaufen sind. IIRC habe ich das auch mal verbloggt, finde es aber nicht wieder. Es waren netto IIRC eher 300 Milliarden Euro. Und noch IIRCiger: Alex Kniss kam glaube ich sogar nur auf etwa 200 Milliarden Euro, die netto zugeflossen sind.

(ich mach aus dem Kommentar noch einen kurzen Eintrag bei tumblr, damit du einen Rivva Link bekommst 🙂 ).
Das, was du berechnest, ist also nur ein zusätzlicher Zufluss. Die grundsätzliche Subvention gibt es immer. Banken leihen sich halt immer zu wenig Prozent Geld bei der EZB und verleihen es zu viel Prozent weiter. Man kann darüber streiten, ob man das Subvention nennt oder nicht. Und genauso, ob mit dem oben genannten Ablauf nicht das gesamte System der Geldschöpfung über Noten- und Geschäftsbanken in Frage zu stellen ist.

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