Kommentare zu: Warum viele Unternehmen die Kreditvergabe nervt http://www.blicklog.com/2012/04/11/warum-viele-unternehmen-die-kreditvergabe-nervt/ Notizen über Wirtschaft, Finanzen, Management und mehr Thu, 09 Oct 2025 13:01:47 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.0.25 Von: smava Wochenrückblick zu Wirtschaft und Finanzen (13. April 2012) - smava.de Blog http://www.blicklog.com/2012/04/11/warum-viele-unternehmen-die-kreditvergabe-nervt/comment-page-1/#comment-45565 Fri, 13 Apr 2012 15:34:31 +0000 http://www.blicklog.com/?p=27000#comment-45565 […] Elsner nennt in seinem Blog drei Punkte, die einen Unternehmer an Banken besonders stört. Dazu gehört zum einem auch die Unzuverlässigkeit in den Absprachen. Das zeigt wieder einmal, […]

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Von: Dirk Elsner http://www.blicklog.com/2012/04/11/warum-viele-unternehmen-die-kreditvergabe-nervt/comment-page-1/#comment-45070 Wed, 11 Apr 2012 11:13:12 +0000 http://www.blicklog.com/?p=27000#comment-45070 Bei den Ratingmodellen ist ja meist so, dass diese „einkauft“ sind und der Ermittlungsalgorithmus oft nicht bekannt ist (zumindest nicht den Betreuern).
Ich denke, wenn Banken sich hier verbessern wollen, dann sollten sie sich tatsächlich diese Prozesse einmal genauer ansehen und dies nicht verdrängen mit den üblichen Argumenten: Regulierung, andere machen das auch so und hat noch keiner so gemacht 🙂

Mittelständische Unternehmenskunden fühlen sich hier übrigens in einer Zwickmühle. Wenn die Kreditvergabe stockt, dann wenden sie sich zum Beispiel ungern an ihre Verbandsvertreter oder Handelskammern. Es könnte ja sein, dass die Stockung am Unternehmen liegt. So etwas will man natürlich nicht öffentlich sagen.

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Von: Dirk Elsner http://www.blicklog.com/2012/04/11/warum-viele-unternehmen-die-kreditvergabe-nervt/comment-page-1/#comment-45069 Wed, 11 Apr 2012 11:10:20 +0000 http://www.blicklog.com/?p=27000#comment-45069 Danke für die umfangreichen Ergänzungen.
Die Kunden hier haben übrigens alle die Kredite erhalten. Aber obwohl dies Regionalbanken sind und die Betreuer die Kunden lange kennen, hat dies für meinen Geschmack zu lange gedauert. Die Prozesse zwischen Markt und Marktfolge waren dort und sind bei vielen anderen Instituten nicht optimal auf die Kundenbedürfnisse abgestimmt. Hier gibt es in jedem Fall Nachholbedarf.

Klar ist, dass Banken nicht alle Parameter offen legen können. Daher die Idee mit der Ampel.

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Von: Mario Nefischer http://www.blicklog.com/2012/04/11/warum-viele-unternehmen-die-kreditvergabe-nervt/comment-page-1/#comment-45060 Wed, 11 Apr 2012 10:15:13 +0000 http://www.blicklog.com/?p=27000#comment-45060 Vielen Dank für die verständliche Darstellung der Kundensicht. Der Kreditprozess und das Risikomanagement beschäftigen mich nun seit 15 Jahren aus Sicht der Regionalbanken, deshalb erlaube ich mir, ein paar Anmerkungen zu machen:

Die regulatorischen Vorgaben sind für den Kreditprozess inzwischen sehr restriktiv. Mit wenigen Ausnahmen erlaubt das Gesetz (ich spreche hier aus österreichischer Sicht, aber die MaRisk sind wohl vergleichbar) nur Bewilligungen im „Gemeinschafts-Votum“ (Markt + Marktfolge). Dass dabei manchmal unterschiedliche Sichtweisen die Bearbeitung verzögern, ist nicht zufällig: die intensive Diskussion soll die Qualität der Entscheidungsfindung heben. Aber je größer das Institut, desto intransparenter (für den Kundenbetreuer – und in weiterer Folge für den Kunden) findet dieser Vorgang statt.

Der Ratingprozess ist aber meiner Erfahrung nach nicht so geheimnisvoll: dass die „Hard-Facts“ aus der Bilanz des Kunden (Ergebnis, Netto-Cash-Flow, Eigenkapitalausstattung,…) einfließen, ist klar. Und die Soft-Facts (zB Nachfolgeregelung, Qualität der Debitorenbuchhaltung,…) können ohnehin nur in Abstimmung mit dem Kunden bestimmt werden. Die Auswirkungen bei Veränderungen dieser Faktoren werden mMn zumindest in Regionalbanken dem Kunden gegenüber transparent kommuniziert.

Die Intransparenz hinsichtlich der Kreditvergabebestimmungen ist aber nicht einfach zu lösen. Wie im Artikel richtigerweise erwähnt, unterliegen diese einer Vielzahl von Einflussfaktoren, die dem Kunden nicht laufend kommuniziert werden können. Neben den kundenbezogenen Daten (Rating, Besicherung) fließen natürlich auch Ertragskomponenten, bankinterne Höchstgrenzen usw. in die Kreditvergabebestimmungen ein. Diese Faktoren unterliegen ständigen Änderungen. Eine zuverlässige „Bewilligungsprognose“ für Kunden ist daher nicht möglich bzw. würde die Offenlegung aller bankinternen Risikomanagementkennzahlen und -mechanismen erfordern.

Letztendlich zeigt sich mMn, dass die angesprochenen Kritikpunkte eher für größere Banken und bei Neukunden gelten. Das Verhältnis zu Bestandskunden, die von einer Regionalbank betreut werden, lebt üblicherweise von laufender Kommunikation. Die Bank erfährt frühzeitig von den Plänen der Kunden, und die Bank erkennt dabei rasch, wenn gewisse Grenzen überschritten werden. Für (Bestands-)Kunden überraschende Kreditablehnungen gehören daher in Regionalbanken eher zur Ausnahme.

lg Mario Nefischer

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Von: Andreas Buschmeier http://www.blicklog.com/2012/04/11/warum-viele-unternehmen-die-kreditvergabe-nervt/comment-page-1/#comment-45057 Wed, 11 Apr 2012 10:00:00 +0000 http://www.blicklog.com/?p=27000#comment-45057 Guter Beitrag – mal wieder 🙂

Manchmal habe ich das Gefühl, dass die Firmenkundenberater selbst keine Ahnung haben, welche Kriterien in welchem Umfang Einfluss auf die Kreditvergabe haben.
Dafür gibt es ja eine Rating-Software, wo man nur die Zahlen eingeben muss.
Wozu sollte man die Kriterien kennen?

Übrigens: die suboptimale Effizienz der Kreditprozesse sehe ich auch. Und auch innerhalb der Institute ist das bekannt.
Aber aus eigener Erfahrung kann ich nur raten, dieses Thema nicht bei Banken anzusprechen… 😉

Insgesamt bestätigt der Post die Notwendigkeit unseres Geschäftsmodells – Beratung von Firmen VOR (!) Bankgesprächen/Kreditgesprächen.

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