Kommentare zu: Debatte über die Lösungsvorschläge zur Schuldenkrise (2): Transfers und ökonomisches Chaos http://www.blicklog.com/2012/06/28/debatte-ber-die-lsungsvorschlge-zur-schuldenkrise-2-transfers-und-konomisches-chaos/ Notizen über Wirtschaft, Finanzen, Management und mehr Thu, 09 Oct 2025 13:01:47 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.0.25 Von: Euro-Rettung: Kosten-Nutzen-Frage muss beantwortet werden! | INSM Blog http://www.blicklog.com/2012/06/28/debatte-ber-die-lsungsvorschlge-zur-schuldenkrise-2-transfers-und-konomisches-chaos/comment-page-1/#comment-68894 Wed, 18 Jul 2012 12:48:28 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28166#comment-68894 […] heute stützen die Steuerzahler die internationalen Banken über staatliche Rettungsfonds, implizite Rettungsversprechen der […]

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Von: FDominicus http://www.blicklog.com/2012/06/28/debatte-ber-die-lsungsvorschlge-zur-schuldenkrise-2-transfers-und-konomisches-chaos/comment-page-1/#comment-64539 Tue, 03 Jul 2012 05:15:42 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28166#comment-64539 Ich beziehe mich auf einen Link:
„Deutschland sollte sehr ernsthaft darüber nachdenken, ob es willens ist, die Euro-Zone überleben zu lassen. Falls ja, muss es folgende Schritte unternehmen: Die Garantien für den Rettungsschirm müssen verzehnfacht werden, um Italien und Spanien auffangen zu können. Zweitens muss Deutschland die Einführung von Euro-Bonds, also einer gemeinschaftliche Haftung, erlauben, etwa bis zu einer Schuldenquote bis zu 60 Prozent. Griechenland wird darüber hinaus einen weiteren Schuldenerlass benötigen.“

Der ESM beträgt 700 Mrd (ich habe darauf hingewiesen, daß es nur für maximal 6-12 Monate reichen kann) eine Verzehnfachung sind 7 Billionen. Davon tragen wird (solange kein anderes Land ausfällt ca 30%) also 2,1 Billionen.

Somit haben wir also die 4,8 Billonen aus meiner Überschlagsrechnung + 2,1 Billionen aus dem Rettungsschirm. Also kostet uns der zeitlich abzusehende Verbleib im Euro mindestens 50% mehr als wenn wir „den Stecker ziehen“…

Ich weiß diese Summen sind rein fiktive und selbst eine Verzehnfachung kann nicht „reichen“ wenn nicht das Neuanhäufen von Schulden unterbleibt. Und davon ist nirgendwo die Rede. Es geht also „nur“ darum wie können wir noch so weitermachen wie bisher….

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Von: FDominicus http://www.blicklog.com/2012/06/28/debatte-ber-die-lsungsvorschlge-zur-schuldenkrise-2-transfers-und-konomisches-chaos/comment-page-1/#comment-64219 Mon, 02 Jul 2012 07:19:49 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28166#comment-64219 Ich möchte eine kleine Ergänzung hinzufügen. Im Euro bleiben wird und mehr Kosten weil
a) der Ausstieg irgendwann sowieso kommt
b) wir uns immer um unser eigenen Schulden kümmern werden müssen. (Wer glaube wir würden Unterstützung finden

Wir können die bisherigen Kosten also einfach auf die Kosten „aufschlagen“ die das Euro Ende für uns bedeutet. Gehen wir mal einfach davon aus wir bewegen uns inzwischen auf 1 Billion an Hilfen zu. Deutschland trägt davon ein Drittel (grob gerechnet) also haben wir inzwischen folgende realisierten Kosten
333 Mrd
und Kosten die wir noch tragen werden müssen (Ausstiegskosten). Also ist der Verbleibt jetzt schon eine Drittel Billion teurer.

Die „Finanzausstattung“ des ESM reicht maximal 6 – 12 Monate. Also werden im Laufe dieses Jahres noch einige hundert Milliarden dazu kommen. In spätestens 3 Jahren dürfen die aktuellen Kosten für uns die Billionengrenze knacken. Mal sehen wie falsch ich liegen werde.

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Von: Dirk Elsner http://www.blicklog.com/2012/06/28/debatte-ber-die-lsungsvorschlge-zur-schuldenkrise-2-transfers-und-konomisches-chaos/comment-page-1/#comment-64029 Sun, 01 Jul 2012 14:10:31 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28166#comment-64029 Ich teile die Einschätzung nicht, dass die Target-Salden ohne Risiko sind. Sie sind ein Ersatzkreditinstrument. Im Ergebnis werden darüber unsere Leistungsbilanzüberschüsse finanziert.

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Von: Canabbaia http://www.blicklog.com/2012/06/28/debatte-ber-die-lsungsvorschlge-zur-schuldenkrise-2-transfers-und-konomisches-chaos/comment-page-1/#comment-63974 Sun, 01 Jul 2012 10:39:47 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28166#comment-63974 Das Problem – rechnerisch wie insbesondere leider innenpolitisch – bei den Euhaftungsrisiken ist der Umstand, dass wir für kurze Freude („Befreiungsschlag“ am Kapitalmarkt) mit ewiger Reue (Transferunion) bezahlen werden.
Was das kostet, könnte man der Dimension nach abzuschätzen versuchen, indem man die Transferzahlungen Norditaliens für seinen maroden Mezzogiorno heranzieht.
Oder unsere eigenen Leistungen für Bremer Space Center-Träume (vgl. aktuell FAZ-Kommentar „Zentralwahn“ von Rainer Hank – http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/europaeische-schuldenunion-zentralwahn-11805165.html).

Wir (ich rechne Sie aufgrund Ihres Kommentars dazu) Gegner der Eurettungsfetischisten sollten m. E. ehrlich kommunizieren, wie sich die finanziellen Alternativen für Deutschland darstellen: Schmerzhaftes Fegefeuer bei einem Eurozonenzerfall; ewige Hölle, wenn wir sie erhalten wollen.

Ich selbst habe lange gebraucht um einzusehen, dass ein wahres Leben im falschen nicht möglich ist: Der Fortbestand der Eurozone ist notwendig identisch mit einer Transferunion und der Ausblutung Deutschlands (und der anderen – relativen – ‚Solidländer‘).
Deshalb:
Befreit euch aus dem EZ des Kapitalsozialismus! Verjagt die Berliner Politwärter des Euro-EntZiehungslagers (und ihre medialen Schläferhunde)!

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Von: Canabbaia http://www.blicklog.com/2012/06/28/debatte-ber-die-lsungsvorschlge-zur-schuldenkrise-2-transfers-und-konomisches-chaos/comment-page-1/#comment-63972 Sun, 01 Jul 2012 10:27:41 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28166#comment-63972 „Es gibt übrigens zu den Target-2 Salden auch Stimmen, die es nicht so dramatisch sehen: wirtschaftswunder.ftd.de/2012/06/11/target-rumgejammer/“

Sie wollten sicherlich nicht ernsthaft das deutsche Zentralorgan des internationalen Kapitalsozialismus als autoritative Quelle für eine seriöse Einschätzung unserer Euhaftungsrisiken hinstellen, Herr Fielitz?
(Wobei ich nicht verkenne, dass das rosa Blättchen teilweise durchaus informativ ist – und gelegentlich sogar erfreulicher aggressiver als das manchmal etwas verschlafene Handelsblatt.)

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Von: FDominicus http://www.blicklog.com/2012/06/28/debatte-ber-die-lsungsvorschlge-zur-schuldenkrise-2-transfers-und-konomisches-chaos/comment-page-1/#comment-63944 Sun, 01 Jul 2012 09:02:03 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28166#comment-63944 Entschuldigung es fehlen ein paar 0 en also auf 1 Billion +/- könnte man hinkommen. Auch ziemlich pauschal kann man zumindest eine Schätzung abgeben. Die offiziellen Schulden betragen ca 20 Billionen

Für Deutschland „offiziell“ 2 Billionen die inoffiziellen ungefähr das 3 -4 fache
http://www.petersdurchblick.com/2012/04/der-deutsche-schuldenberg.html. Also dürften sich die Schulden insgesamt auf 60 – 80 Billionen belaufen. Man kann durchweg einfach davon ausgehen die Schulden wurden seit dem 2 WK angehäuft.

Das mir keine genauen Zahlen bekannt sind gehe ich einfach mal von 1- 2 Billionen Schulden nach WWK II aus. Wir haben also eine Schuldensteigerung von
rund 68 Billionen in 2012- 1945 = 67 Jahre. Die Steigerung beträgt also das 34 fache. Oder auf’s Jahr umgelegt irgendwo zwischen 12 – 13 %. Real ging es wenn wir von 3.5 % Wachstum im Schnitt ausgehen um das 10 – fache nach oben.

Ergo sind das 24 fache heiße Luft. Was dann inoffiziell 24 * 2 = 48 Billionen ausmacht. Gehen wir von 1/3 als offizielle Zahlen aus haben wir auch eine untere Grenze nämlich 16 Billionen. Der Schuldenwahnsinn kostet uns also nach meinem dafürhalten 48 Billionen. (der unteren Grenze traue ich überhaupt nicht) Das wir groß gerechnet 10 % davon auf unsere Kappe nehmen müssen (Tendenz ganz klar steigend) belaufen sich unsere Kosten (derzeit) auf mindestens 4,8 Billionen. Bei einem Haushalt irgendwo um 300 Mrd. ist das sicher ein schlechtes Verhältnis.

Damit scheine ich ganz gut zu liegen denn die offiziellen Schulden in Griechenland betrugen ja irgendwo um 300 Mrd. Inzwischen sind wir soweit mir bekannt bei 700 Mrd angekommen. Es ist noch kein Ende in Sicht und wir sind schon beim doppelten der „offiziellen“ Schulden angekommen. Es sind noch 300 Mrd Luft vorhanden um auf meine Zahlen zu kommen. Ich denke damit liege ich ganz „passabel“.

Eine andere Überschlagsrechnung ist es sich die Zahlen der „Assets“ der Fed anzuschauen dort gibt es eine durschnittliche Steigerung um ca 13 -14 % im Jahr. Die Differenz zum Schuldenwachstum des Staates beträgt „nur“ 2-3 %“. Man kann also die Zahlen durchaus für die Vergangenheit zurückrechnen und wird wahrscheinlich auf ähnliche Ergebnisse kommen. Kurioserweise kann man vielleicht festhalten das Schuldenwachstum des Staates + Preissteigerung = Geldmengenwachstum. Wäre mal interessant das tabellarisch/grafisch aufbereitet zu sehen…

Man kann durchaus feststellen, Staaten haben seltenst Ihre Schulden bezahlt sondern kamen über die Runden weil es Zeiten gab wo sie sich weniger neu verschuldeten als es dem Wirtschaftswachsum entsprach. Auch hier müsste man versuchen festzustellen wann und wo dieses auftrat. Dieses Verhältniss ist aber mit Sicherheit seit 20 Jahren nicht mehr gegeben. Was nur heißt die „Zinsfalle“ schnappt zu. Man muß immer mehr neue Schulden aufwenden um andere rollierend auszugleichen.

Also liebes Blicklog, Sie kommen doch immer so schön an Zahlen 😉

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Von: FDominicus http://www.blicklog.com/2012/06/28/debatte-ber-die-lsungsvorschlge-zur-schuldenkrise-2-transfers-und-konomisches-chaos/comment-page-1/#comment-63930 Sun, 01 Jul 2012 08:21:39 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28166#comment-63930 @Cannabia. Sie haben recht, auf den Cent kann man es nicht abschätzen aber vielleicht auf +/- 10 Mrd. Aber es ist zweitrangig, denn wir wissen eines mit Sicherheit es werden mit dem ESM mindesten 700 Mrd „mehr“. Und da es kein Limit für Nachforderungen gibt, wird es mit jedem neuen Kredit einfach nur teurer. Ohne das im Endeffekt das Ergebnis anders wäre eine wahrscheinlich vollständige Zerrütung des Geldes.

Wir wissen auch, daß die Politiker die gleichen Fehler machen wie vor WWK I. Nämlich Geld zu inflationieren und damit auch die Sparneigung kaputt zu machen. Ohne Sparen keine nachhaltigen Investitionen und somit geht es dahin…

Fakt ist auch wie vor WWK I sind die Löhne nach unten nominal inflexibel, was nur heißt es wird zu Rekordarbeitslolsigkeit kommen in den 30 ern waren 20 – 25% eine Katastrophe. Ich kann nicht sehen, daß es heute anders sein sollte. Spanien ist auf dem Weg, Griechenland sowieso. Und Frankreich wird kräfig nachziehen. Dem Märkten kann man Auswege nicht nehmen, man kann Sie nur früher öffnen oder aber sie werden „öffnen“. Die Eingriffe sind inzwischen mehr als vielfältig und damit staut sich ein Druck auf der sich irgendwann entladen wird. Und dann geht es ganz schnell ganz weit bergab und niemand „kontrolliert“ da noch irgend etwas.

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Von: Canabbaia http://www.blicklog.com/2012/06/28/debatte-ber-die-lsungsvorschlge-zur-schuldenkrise-2-transfers-und-konomisches-chaos/comment-page-1/#comment-63604 Sat, 30 Jun 2012 10:59:43 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28166#comment-63604 Logo, dass niemand die Kosten eines Eurozerfalls auf Heller und Cent abschätzen kann. Jedenfalls sind mit einem Zerfall „unsere“ Auslandsvermögen keineswegs enteignet.
Was man aber m. E. schon jetzt erkennen kann ist, dass der Hase in Richtung einer dauerhaften Transferunion läuft. (Siehe Mezzogiorno; aber auch Neue Bundesländer, Saarland, Bremen …)

Interne Abwertung in den einzelnen Volkswirtschaften wird es dann auch nicht mehr geben; Wettbewerbsnachteile muss dann halt ‚der reiche Onkel aus Berlin‘ ausgleichen.

Unter diesem Gesichtspunkt meine ich: Schnellstens raus aus dem Euro-Irrenhaus!

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Von: Dirk Elsner http://www.blicklog.com/2012/06/28/debatte-ber-die-lsungsvorschlge-zur-schuldenkrise-2-transfers-und-konomisches-chaos/comment-page-1/#comment-63590 Sat, 30 Jun 2012 10:00:02 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28166#comment-63590 Sorry, hat ein wenig bis zur Freischaltung gedauert. Aber wegen der Links ist der Kommentar in das Freigabeverfahren gerutscht.

Ich hatte ja geschrieben, dass diese Kosten fehlen. Ich vermisse sie ebenfalls und hätte sie ganz gern.
Ich glaube aber auch, dass sie derzeit niemand seriös schätzen kann. Schauen Sie doch mal auf den deutschen Auslandsvermögensstatus in den Daten der Bundesbank.
http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Standardartikel/Statistiken/Termine/veroeffentlichungstermine_auslandsvermoegensstatus.html
Dort kann man sehr gut die Vermögenverquickung zwischen Deutschland und dem Ausland sehen. Sicher gibt es solche Daten auch noch für die EU.

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Von: FDominicus http://www.blicklog.com/2012/06/28/debatte-ber-die-lsungsvorschlge-zur-schuldenkrise-2-transfers-und-konomisches-chaos/comment-page-1/#comment-63535 Sat, 30 Jun 2012 06:39:35 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28166#comment-63535 Peter I hat Ihnen ja die Auszüge geschickt und Thomas das zugehörige PDF und sogar die genaue Seitenangabe. Man kann schon sagen die Eurostaaten tun alles gegenteilige um die Krise fortzuschreiben. In der Tat wird ein Schrecken ohne Ende einem Ende mit Schrecken vorgezogen.

Wenn man sich so die Äußerungen div. EU-Leute anschaut, dann kann man durchaus feststellen: „Das scheint Methode“ zu haben. Junkers „lügen wenn es drauf ankommt“, Eingriffe in den Staatshaushalt, völlig Ausschaltung aller rechtsstaatlichen Mittel der Kontrolle etc. Auch wird uns ja immer eingeredet Armageddon = Euro-Untergang und wie Sie ja selber feststellten. Die Gleichung Euro = Europa.

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Von: Canabbaia http://www.blicklog.com/2012/06/28/debatte-ber-die-lsungsvorschlge-zur-schuldenkrise-2-transfers-und-konomisches-chaos/comment-page-1/#comment-63345 Fri, 29 Jun 2012 18:14:34 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28166#comment-63345 Die versprochene Fortsetzung müsste jene Frage stellen, die für mich einzig und allein entscheidend ist: Was kostet uns ein Zerfall der Eurozone, was kostet uns der Fortbestand?

Die WELT brachte neulich ein Interview mit drei (auslands-)griechischen Ökonomen u. d. T. „Deutschland muss anführen oder den Stecker ziehen“ (http://beltwild.blogspot.de/2012/06/griechenmund-tut-wahrheit-kund-zum-welt.html).

Der Focus hat die Aussagen von zwei der drei Ökonomen als Druck auf Merkel gedeutet (Deutschland soll die Euro-Zone retten. Ökonomen fordern Billionen für Euro-Rettung –
http://www.focus.de/finanzen/news/staatsverschuldung/deutschland-soll-die-euro-zone-retten-oeknomen-fordern-mehrere-billionen-fuer-euro-rettung_aid_774018.html).

In meinen Augen (Griechenmund tut Wahrheit kund! Zum WELT-Interview „Deutschland muss anführen oder den Stecker ziehen“ mit den (auslands-)griechischen Ökonomen Costas Azariadis, Nicholas Economides und Michael Haliassos – http://beltwild.blogspot.de/2012/06/griechenmund-tut-wahrheit-kund-zum-welt.html) beziffern sie aber ganz nüchtern die [vorläufigen: m. E. wird die Transferunion ein Dauerzustand; Vorbild: Italien/Mezzogiorno!] Eurettungskosten und fordern uns auf, eine Kosten-Nutzen-Abschätzung zu machen.

Diesen Aspekt vermisse ich im vorliegenden Blog-Eintrag, d. h. einen Ausblick auf die ‚Eurettungskosten‘. Aber vielleicht folgt der ja in der Fortsetzung?
Aus meiner Sicht wird ein Euro-Austritt das Fegefeuer.
Aber ein Verbleib wäre – die Hölle!

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Von: Tim http://www.blicklog.com/2012/06/28/debatte-ber-die-lsungsvorschlge-zur-schuldenkrise-2-transfers-und-konomisches-chaos/comment-page-1/#comment-63173 Fri, 29 Jun 2012 07:54:09 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28166#comment-63173 @ Dirk Elsner

Das größte Problem wäre wahrscheinlich die Neuverhandlung der Verträge. In den USA gibt es diesen Ausgleich zwischen den Fed-Bezirken, daran könnte man sich technisch orientieren. Was steht Ihrer Meinung nach einer Übernahme des amerikanischen Modells entgegen?

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Von: Ulrich Fielitz http://www.blicklog.com/2012/06/28/debatte-ber-die-lsungsvorschlge-zur-schuldenkrise-2-transfers-und-konomisches-chaos/comment-page-1/#comment-63170 Fri, 29 Jun 2012 07:43:50 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28166#comment-63170 Es gibt übrigens zu den Target-2 Salden auch Stimmen, die es nicht so dramatisch sehen: wirtschaftswunder.ftd.de/2012/06/11/target-rumgejammer/

Mal im Ernst, der Börsenstart heute früh (29.06.2012, nach der „Einigung“ zum EU-Krisengipfel) inkl. dem Plus bei den Devisenpaaren EUR/JPY und EUR/USD spricht doch Bände, was der Markt will: Mehr Cash. Womit wir wieder wie oben beschrieben bei L. von Mises oder H. Hoppe „Wettbewerb der Gauner“ wären.
But the show must go on.

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Von: Warum ich dem ESM-Vertrag und der Fiskalunion heute trotz großer Zweifel zugestimmt hätte http://www.blicklog.com/2012/06/28/debatte-ber-die-lsungsvorschlge-zur-schuldenkrise-2-transfers-und-konomisches-chaos/comment-page-1/#comment-63160 Fri, 29 Jun 2012 07:19:14 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28166#comment-63160 […] lassen können. Ich habe gerade in einer ausführlichen Beitragsserie (vorläufig letzter Teil hier) versucht zu begründen, warum wir in jedem Fall von dem betroffen sind, was in Europa passiert […]

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Von: Peter I http://www.blicklog.com/2012/06/28/debatte-ber-die-lsungsvorschlge-zur-schuldenkrise-2-transfers-und-konomisches-chaos/comment-page-1/#comment-63156 Fri, 29 Jun 2012 06:56:01 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28166#comment-63156 In dem Buch ist ab Seite 19 zu lesen:
„If government wishes to see a depression ended as quickly as possible, and the economy returned to normal prosperity, what course should it adopt? The first and clearest injunction is: don’t interfere with the market’s adjustment process. The more the government intervenes to delay the market’s adjustment, the longer and more grueling the depression will be, and the more difficult will be the road to com-
plete recovery. …“
In der Folge, so verstehe ich Rothbards Maßnahmen, zählt er verschiedenen Maßnahmen auf, die die Anpassungsprozesse erschweren. Da ist ja so ziemlich das gesamte Arsenal zu finden, was derzeit angewendet wird.
– Prevent or delay liquidation
– Inflate further
– Keep wage rates up
– Keep prices up
– Stimulate consumption and discourage saving
– Subsidize unemployment.

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Von: Zippo F http://www.blicklog.com/2012/06/28/debatte-ber-die-lsungsvorschlge-zur-schuldenkrise-2-transfers-und-konomisches-chaos/comment-page-1/#comment-63155 Fri, 29 Jun 2012 06:44:35 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28166#comment-63155 Der Schinken scheint etwas älter zu sein. Das Buch ist als PDF Download in der 5. Auflage über das Mises-Institut zum Download erhältlich
http://mises.org/rothbard/agd.pdf

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Von: Dirk Elsner http://www.blicklog.com/2012/06/28/debatte-ber-die-lsungsvorschlge-zur-schuldenkrise-2-transfers-und-konomisches-chaos/comment-page-1/#comment-63152 Fri, 29 Jun 2012 06:35:49 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28166#comment-63152 Danke für den Hinweis. Aber was hat denn denn der Rothbards konkret vorgeschlagen? Ich brauche mal so einen Tipp.

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Von: FDominicus http://www.blicklog.com/2012/06/28/debatte-ber-die-lsungsvorschlge-zur-schuldenkrise-2-transfers-und-konomisches-chaos/comment-page-1/#comment-63134 Fri, 29 Jun 2012 05:25:48 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28166#comment-63134 Sie wollten doch alternative Vorschläge haben. Bitte besorgen Sie sich Rothbards
„The great american depression“ und lesen dort ungefähr bis S. 20. Da haben Sie eine Lösung.

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Von: FDominicus http://www.blicklog.com/2012/06/28/debatte-ber-die-lsungsvorschlge-zur-schuldenkrise-2-transfers-und-konomisches-chaos/comment-page-1/#comment-62915 Thu, 28 Jun 2012 15:42:32 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28166#comment-62915 Nun alle Wege aus dem Euro über die ich bisher so gelesen haben, gehen nur über Papiergeld. Was nur heißt alle VWLer wollen die Sparer enteignen. Und da bin ich sehr empfindlich.

Gold würde dieses Problem nicht haben. Kein Land kann Gold in irgendeiner Form beliebig vervielfältigen. Gold würde speziell diejenigen schützen die bei dem ganzen Kreditwahn nicht mitgemacht haben.

Weil das alle nicht wollten, habe ich immer betont. Im Augenblick ist der Euro für die Sparer der Länder auf der Kippe ein Segen. Mit den eigenen Fiat-Währungen ist der Weg m.E klar. Es geht über Inflation.

Sie können sehen, alle Politiker wollen sparen entgehen. Sie nennen es kaputtsparen und was auch immer. Aber Fakt ist nun mal eine Rekordverschuldung verlangt eine Rekordentstaatlichung. Auch das will keiner der Politiker in den angeschlagenen Ländern. Und damit ist es klar die Rufe nach „leichterem“ Kredit werden immer lauter.

Transfers würden auch nur auf ein hinauslaufen auf eine weitere Kreditexpansion. Denn es gibt doch kein Euro land was ohne Defizite auskommt. Also woher soll das Geld für Transfers kommen, es kann nur über neue Kredite kommen und wie das ausgeht hat Mises ganz klar formuliert:
„Es gibt keine Möglichkeit, den finalen Zusammenbruch eines Booms zu verhindern, der durch Kreditexpansion erzeugt wurde. Die einzige Alternative lautet: Entweder die Krise entsteht früher durch die freiwillige Beendigung einer Kreditexpansion – oder sie entsteht später als finale und totale Katastrophe für das betreffende Währungssystem. “

Ob ESM, EFSF, Transferzahlungen es läuft nur auf eins hinaus mehr und billigeren Kredit um damit Löcher zu stopfen die Kredite gerissen haben.

Sie haben schon recht es gibt keinen „leichten“ Weg daraus. Alle drei aufgeführten Punkte laufen auf dasselbe hinaus weitere und billigere Kredite zu bekommen. Und das kann nicht funktionieren.

Entweder man akzeptiert die Realität das eben eine Kreditexpansion in Ewigkeit nicht funktioniert und zieht daraus die Konsequenzen, und stoppt die Kreditexpansion. Das heißt, daß eben nicht mehr beliebig Subventionen ausgeschüttet werden, es bedeute staatliche Firmen zu privatisieren. Es bedeutet die Korruption zu beenden. Es bedeutet Hindernisse für das Aufnehmen von wirtschaftlicher Tätigkeit aufzuheben. Es bedeutet weniger Einmischung in das Leben jedes Einzelnen. Es bedeutet auch zu sagen. „Wir sind pleite“ und da bedeutet nun mal auch die Gläubiger des Staates werden leer ausgehen.
Nichts wird uns das im Endeffekt ersparen.

Es muß vor allem das größte Problem angegangen werden. Die Möglichkeit beliebig Geld zu drucken. Gold ist da eine Lösung, die diesem Betrug und diesen Möglichkeiten ein Riegel vorschiebt. Dazu muß jeder Kredit 100 % durch Eigenkapital und/oder Zusagen von Sichteinlagenhaltern gedeckt sein. Alles andere fällt unter Kreditexpansion und muß früher oder später scheitern. Die völlig gedeckte Kreditvergabe heißt nämlich, es wurde tatsächlich etwas „gespart“ und nur dieses Geld seht wirklich für die Ausdehnung der Produktionskapazitäten „real“ zu Verfügung.

Der Euro als Papierzwangszahlungsmittel gehört weg. Wir brauchen Währungen die nicht beliebig inflationiert werden können. Alles andere ist „Scheinwohlstand“ und so ähnlich wie Mr Furfur. Auf die Weite ein Gigant in Wirklichkeit etwas bös ausgedrückt ein Zwerg.

Es ist klar dies wird auf heftigsten Widerstand der derzeitig profitierenden stoßen, als da wären Staaten als größte Schuldner und Banken die das neu geschaffene Geld immer zuerst in der Hand haben. Und daher werden nur Ihre drei Optionen überhaupt in Erwägung gezogen. Sie alle werden über kurz oder lang (in diesem Fall gehe ich von kürzer) aus scheitern…

Wer nun nach noch mehr Staat verlangt will sich dieser Realität nicht stellen. Wenn es nicht jetzt getan wird, wird es nur umso größere Verwerfungen später geben. Der Rubikon wurde von unseren Staaten in Ihrer derzeitigen Ausdehnung überschritten …..

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Von: Kleine Presseschau vom 28. Juni 2012 | Die Börsenblogger http://www.blicklog.com/2012/06/28/debatte-ber-die-lsungsvorschlge-zur-schuldenkrise-2-transfers-und-konomisches-chaos/comment-page-1/#comment-62876 Thu, 28 Jun 2012 13:05:30 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28166#comment-62876 […] Blick Log: Debatte über die Lösungsvorschläge zur Schuldenkrise (2): Transfers und ökonomisches Chaos […]

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Von: Dirk Elsner http://www.blicklog.com/2012/06/28/debatte-ber-die-lsungsvorschlge-zur-schuldenkrise-2-transfers-und-konomisches-chaos/comment-page-1/#comment-62861 Thu, 28 Jun 2012 12:20:12 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28166#comment-62861 @Tim
Ich kann nicht erkennen, wie der Vorschlag wirken soll.
Den Ausgleich der Target-Salden kann man nicht einfach befehlen. Da hinter stecken real- und finanzwirtschaftliche Marktteilnehmer. Nur mit Importverboten und Kapitalverkehrskontrollen könnte man diese Salden per Gesetzgeber zurück drehen.

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Von: Tim http://www.blicklog.com/2012/06/28/debatte-ber-die-lsungsvorschlge-zur-schuldenkrise-2-transfers-und-konomisches-chaos/comment-page-1/#comment-62760 Thu, 28 Jun 2012 06:00:43 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28166#comment-62760 Vorschlag: Deutschland und die anderen Austeritätsstaaten verpflichten sich für die nächsten Jahre zu hohen Ausgleichszahlungen, gleichzeitig beginnt man, die Target-2-Salden regelmäßig auszugleichen, zumindest teilweise. Es ist klar, daß die Salden nicht von heute auf morgen ausgeglichen werden können, aber die Südstaaten brauchen unbedingt einen ökonomischen und fiskalischen Anreiz, den sie nicht aushebeln können. Eine Fiskalunion, wie sie jetzt im Gespräch ist, ist nicht das Papier wert, auf dem sie bald stehen wird. Europäischen Verträgen glaubt dort draußen in der Welt und hier drinnen in Europa kein Mensch mehr.

Der fehlende Saldenausgleich war ja vermutlich der dramatischste Konstruktionsfehler der Währungsunion, der meiner Meinung nach auch straf- und zivilrechtlich untersucht werden müßte. Es ist mir unbegreiflich, wie ein solcher Fehler geschehen konnte. Da kann man nicht mal mehr von grober Fahrlässigkeit sprechen.

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