Kommentare zu: Sollte die Debatte um die Eurokrise breiter werden? http://www.blicklog.com/2012/07/05/sollte-die-debatte-um-die-eurokrise-sollte-breiter-werden/ Notizen über Wirtschaft, Finanzen, Management und mehr Thu, 09 Oct 2025 13:01:47 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.0.25 Von: nigecus http://www.blicklog.com/2012/07/05/sollte-die-debatte-um-die-eurokrise-sollte-breiter-werden/comment-page-1/#comment-66497 Tue, 10 Jul 2012 19:52:53 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28342#comment-66497 schöne übersicht.

unter Ursachen, kann man folgendes hinzufügen:
(a) die Zwänge und Investitionskalküle der Investoren hinzufügen (z.B. Mindestverzinsungsanforderungen vs. Niedrigzinsumfeld, echte Welt vs. regulatorische Welt, usw.)
(b) Warum fällt in Europa niemals irgendetwas aus? (Die Politik rettet schon seit Jahrzehnten alles mögliche. Denke sie mal daran wie oft die nun-jetzt-wirklich-tote-WestLB in seiner Geschichte wiederbelebt wurde. Das ist keineswegs ein deutsches Phänomen).

Schönen Urlaub

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Von: Dirk Elsner http://www.blicklog.com/2012/07/05/sollte-die-debatte-um-die-eurokrise-sollte-breiter-werden/comment-page-1/#comment-65415 Fri, 06 Jul 2012 07:05:14 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28342#comment-65415 Hallo Robert,
Danke für die Anregungen. Das Thema Moral Hazard habe ich in einer anderen Mindmap-Serie enthalten, nämlich in den Mindmaps zur Finanzkrise. Dort gibt es die Übersicht mit dem „Mindset der Finanzkrise“, darin wiederum taucht Moral Hazard auf. Ich werde diese Mindmaps gerade noch einmal verlinken.
Goldman Sach habe ich jetzt eingefügt unter „beteiligte Institutionen und weitere Akteure“ und einem neuen Ast Investmentbanken.

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Von: FDominicus http://www.blicklog.com/2012/07/05/sollte-die-debatte-um-die-eurokrise-sollte-breiter-werden/comment-page-1/#comment-65399 Fri, 06 Jul 2012 05:54:26 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28342#comment-65399 Erst mal mein vorerst letzter Kommentar. Die im Paper zitierten Autoren lassen eins völlig außer acht, die beliebige Manipulierbarkeit der Währung die die Grundlage für Booms ist. Dies wurde nur von den Österreichern stringent erklärt. Wie kann es zu einer „Überinvestition“ kommen. Doch nur wenn Geld billiger ist wie auf einem „freien“ Markt. Die Fed hat ja mit ganz lockerem Geld nach jeder Bust geantwortet, und damit den Grundstein inflationiert. Das „Geld“ sucht sich dann Anlagemöglichkeiten mit zusätzlicher freundlicher Unterstützung durch den Staat wurden die Kreditbedingungen ebenfalls noch mal erleichtert. Und 100 % Fremdfinanzierung war möglich. Dies Geld bekam man einfach durch neu geschaffenes Geld aber nicht durch Sparen in die Hand und von da an ist der Weg unvermeidbar.

Es zeigt sich also mal wieder wie überlegen die Erklärungen aus dem Lager der Österreicher ist. Dazu schrieb heute jemand in Zettels kleinem Zimmer:
Frankenstein in http://83273.homepagemodules.de/t2959f5-Waehrungsreform.html
„Ich würde mal behaupten, die Austrians (in deren Fahrwasser Eichelburg schwimmt) lagen (und liegen) mit ihren Analysen und Prognosen gegenüber den Keynesianern deutlich vorne. Ich würde sogar behaupten, der Unterschied ähnelt von seinen Ausmassen her fast dem zwischen Astronomie und Astrologie.“

Man achte speziell auch auf die vom „Finanzexperten“ vorgebrachte Meinung über die „Erfolge“ die sich aber so etwas von daneben präsentieren. Hier greift das Paper genau diese Unfähigkeit der „mainstream“ VWL/BWL er auf.

Somit ist das Grundübel ohne Zweifel die Manipulierbarkeit des Geldes und jede Lösung ohne dieses zu ändern kann keine Lösung sein.

Also reduziere ich meine ehemaligen Vorschläge auf genau 3 Punkte
1) Abschaffung des Fiat-Geldes
2) Abschaffung der Manipulateur der Zentralbank.

Damit verschwindet auch das Mindestreservesystem. Idealerweise dürfen Banken eben nur das ausleihen was Sie haben und/oder was Ihnen von Sparern zu Verfügung gestellt wurde.

So wie ich das derzeit sehe, macht die Zentralbank weiter mit dem was zum Crash geführt hat. Sie manipuliert den Zins nach unten und zementiert die Kreditexpanion was niemals funktionieren kann. Der ESM als neue Kreditquelle ist deshalb von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Keine finanzielle Ausstattung der Welt kann die Geldgier der Staaten befriedigen…..

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Von: FDominicus http://www.blicklog.com/2012/07/05/sollte-die-debatte-um-die-eurokrise-sollte-breiter-werden/comment-page-1/#comment-65394 Fri, 06 Jul 2012 05:30:45 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28342#comment-65394 @habe noch mal danke für den Link auf das erste paper. Das ist wirklich klasse. Hab mir gleich darauf etwas von Godley bestellt 😉

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Von: FDominicus http://www.blicklog.com/2012/07/05/sollte-die-debatte-um-die-eurokrise-sollte-breiter-werden/comment-page-1/#comment-65390 Fri, 06 Jul 2012 04:41:14 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28342#comment-65390 @hape, Ganz herzlichen Dank.
Baader wird „natürlich“ nicht genannt. Dabei hat der eine Punktlandung hingelegt in seinem Buch „Geld, Gold, Gottspieler“ und nun ja den gesamten Ablauf haben in dieser Form die Österreicher beschrieben. Man müsste jetzt die Begründungen der einzelnen „Vorhersager“ finden. Mal schauen vielleicht habe ich „Glück“

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Von: Robert http://www.blicklog.com/2012/07/05/sollte-die-debatte-um-die-eurokrise-sollte-breiter-werden/comment-page-1/#comment-65318 Thu, 05 Jul 2012 21:44:03 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28342#comment-65318 Das Mindmap ist ein sehr gelungener Ansatz, die Informationsflut in den Griff zu bekommen. Wir sollten kollektiv durch Anregungen daran arbeiten, es weiterzuentwickeln. Mir fehlen auf den ersten Blick noch folgende Elemente:
– Die moralische Komponente, die unter dem Begriff Moral Hazard diskutiert wird. Wird oft tabuisiert, führt aber zu nicht zu unterschätzender psychopolitischer Erregung, enthält aber auch ein wichtiges zentrales Problem. Auf jeden Fall m.E. ein eigener Strang
– Goldman Sachs taucht nur unter anderem unter Wirkungen auf. Man müsste einen neuen Strang „Akteure“ einfügen, und dort müsste Goldman Sachs mit mehreren Elementen auftauchen: Agieren in Griechenland, Personal, das die wichtigen Schaltstellen in Europa übernimmt, Konzepte. „Goldman Sachs takes over Europe“: Wie auch immer man das einschätzt, ein Mindmap-Strang ist es schon wert
Bezüglich der Links möchte ich auf meine Linksammlung auf meiner Webseite hinweisen: http://www.robertmwuner.de/materialien_euro_literatur_krise.html

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Von: Dirk Elsner http://www.blicklog.com/2012/07/05/sollte-die-debatte-um-die-eurokrise-sollte-breiter-werden/comment-page-1/#comment-65301 Thu, 05 Jul 2012 19:45:25 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28342#comment-65301 Sorry, für die späte Freischaltung. Habe ich erst jetzt gesehen.
Aber besten Dank für die ganzen Hinweise.

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Von: Dirk Elsner http://www.blicklog.com/2012/07/05/sollte-die-debatte-um-die-eurokrise-sollte-breiter-werden/comment-page-1/#comment-65252 Thu, 05 Jul 2012 14:46:04 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28342#comment-65252 Ich sammele ja viele Vorschläge. Deswegen auch die Mindmap.
Darin finden Sie eine Übersicht im Ast diskutierte Maßnahmen. Und darunter wieden einen Ast Vorschläge. Da sind derzeit ca. 40 Vorschläge gesammelt. Eine umfassendere Zusammenstellung habe ich bisher nirgends gefunden, dennoch ist der Überblick über alle Lösungsvorschläge natürlich nicht vollständig.
Das Buch von Rothbards habe ich da nicht verlinkt, weil das nicht explizit auf die aktuelle Schuldenkrise bezogen ist, wenn Sie einen Link mit einem Text hast, der das aufgreift, nur her damit.

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Von: Aus anderen Blogs – KW 27 | Kapitalmarktexperten.de | http://www.blicklog.com/2012/07/05/sollte-die-debatte-um-die-eurokrise-sollte-breiter-werden/comment-page-1/#comment-65250 Thu, 05 Jul 2012 14:20:12 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28342#comment-65250 […] BlickLog findet, dass der Diskussion um die Euroschuldenkrise nicht die Tiefe, sondern die Breite fehlt und nähert sich dieser deshalb  mal grafisch an, d.h. entwickelt ein Mindmap von […]

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Von: Mos http://www.blicklog.com/2012/07/05/sollte-die-debatte-um-die-eurokrise-sollte-breiter-werden/comment-page-1/#comment-65239 Thu, 05 Jul 2012 13:39:16 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28342#comment-65239 Ich bin fest davon überzeugt, dass eine breite Debatte zum Thema Schulden- und Finanzkrise notwendig ist. Die jetzt anstehenden politischen Entscheidungen sind so fundamental, dass sie massive Auswirkung auf die Gesellschaft die nächsten Jahrzehnte haben werden.
Ich denke es ist selbstverständlich möglichst viele Bürger zu diesem Thema zu befragen und am Ende eventuell einen Volksentscheid durchzuführen.
Unser „Bürgerforum“ http://www.krisentalk.de/ haben wir genau deshalb ins Leben gerufen: Die Debatte in die Breite tragen und Informationen, sowie Lösungsmöglichkeiten zu filtern und in die Politik zu tragen. Wir freuen uns über weitere Teilnahme.

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Von: Kleine Presseschau vom 5. Juli 2012 | Die Börsenblogger http://www.blicklog.com/2012/07/05/sollte-die-debatte-um-die-eurokrise-sollte-breiter-werden/comment-page-1/#comment-65231 Thu, 05 Jul 2012 13:18:04 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28342#comment-65231 […] Blick Log: Sollte die Debatte um die Eurokrise breiter werden? […]

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Von: hape http://www.blicklog.com/2012/07/05/sollte-die-debatte-um-die-eurokrise-sollte-breiter-werden/comment-page-1/#comment-65219 Thu, 05 Jul 2012 11:56:26 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28342#comment-65219 Dirk Bezemers (Uni Groningen) survey paper „No One Saw This Coming“ wäre ein guter Ausgangspunkt.
http://mpra.ub.uni-muenchen.de/15892/1/MPRA_paper_15892.pdf

Steve Keen faßt in einem Blogeintrag die Vorhersager so zusammen
http://www.debtdeflation.com/blogs/2012/05/22/predicting-the-global-financial-crisis-post-keynesian-macroeconomics-2/

Table 1: Predictors of the Global Financial Crisis (adapted from Bezemer, 2009, Table 1)
Analyst Academic Affiliation School Orientation Model
Dean Baker Yes Center for Economic and Policy Research Neoclassical Keynesian No
Wynne Godley Yes Levy Institute; Deceased 2010 Post Keynesian Lerner Yes
Fred Harrison No UK Media Georgist No
Michael Hudson Yes University of Missouri, Kansas City Classical Marx No
Eric Janszen No US Website Eclectic Austrian No
Stephen Keen Yes University of Western Sydney Post Keynesian Minsky Yes
Jakob Brøchner Madsen & Jens Kjaer Sørensen Yes Copenhagen University (Monash University since 2006) Neoclassical Keynesian No
Kurt Richebächer No Deceased 2007 Austrian No
Nouriel Roubini Yes New York University Neoclassical Keynesian No
Peter Schiff No Euro Pacific Capital Austrian No
Robert Shiller Yes Yale University Neoclassical Behavioural No

Die ‚Warner‘ lassen sich also nicht konsistent nur einer Schule zuordnen, kommen aber eben generell nicht aus dem Mainstream. Ob jetzt die Vorhersagen immer „so genau zutrafen“, können Sie ja nach Ihren Maßstäben selbst validieren.

Auch interessant
James K. Galbraith,
Who Are These Economists, Anyway? (2009)
http://www.levyinstitute.org/pubs/Thought_Action.pdf

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Von: FDominicus http://www.blicklog.com/2012/07/05/sollte-die-debatte-um-die-eurokrise-sollte-breiter-werden/comment-page-1/#comment-65173 Thu, 05 Jul 2012 07:29:34 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28342#comment-65173 Warum sammeln Sie nicht die Literaturempfehlungen und geben uns die Möglichkeit nachzulesen? Ich lese hier regelmäßig mit und kann mich nicht erinnern etwas von anderen gelesen zu haben die die Krisen so vorhersagten. Ich weiß auch von keinem anderen Bereich der nicht aus der Ecke der Österreicher kommt, die so genau zutrafen. Also bitte sagen sie mir einfach wo ich das nachlesen kann und ich werde es tun…

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Von: Andreas Bangemann http://www.blicklog.com/2012/07/05/sollte-die-debatte-um-die-eurokrise-sollte-breiter-werden/comment-page-1/#comment-65163 Thu, 05 Jul 2012 06:17:55 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28342#comment-65163 Die Mindmap ist ein ausgezeichneter Beitrag, um innerhalb der theoretischen Grundlagen – sagen wir im bestehenden System – einigermaßen Orientierung zu finden. Wenn jedoch stimmt, was beispielsweise Einstein sagte, dass ein Problem nicht mit jenen Denkstrukturen lösbar ist, die zu seiner Entstehung geführt haben, brauchen wir zumindest eine weitere Ebene der Sicht.
Vielleicht so ganz gut ausgedrückt:
http://www.humane-wirtschaft.de/wp-content/uploads/2012/hw_2012_02.jpg
Ich bitte um Verzeihung wegen der „Schleichwerbung“

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