Kommentare zu: Mehr Europa ohne mehr Zentralisierung (Teil 2) http://www.blicklog.com/2012/08/09/mehr-europa-ohne-mehr-zentralisierung-teil-2/ Notizen über Wirtschaft, Finanzen, Management und mehr Sat, 13 Jun 2026 20:58:02 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.0.25 Von: causb http://www.blicklog.com/2012/08/09/mehr-europa-ohne-mehr-zentralisierung-teil-2/comment-page-1/#comment-74452 Thu, 09 Aug 2012 10:12:49 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28541#comment-74452 Nun wenn man sich vorstellt, dass es auch Dreieckshandelsbeziehungen geben soll, dann schadet man sich selbst mit einem (periodenweisen) jeweils bilateralen Ausgleich.
Zur Unausgeglichenen Handelsbilanz schreibt er ja auch:
„Alternativ kann das kreditfinanzierte Handelsdefizit ohne Wirkung auf das Produktions­potenzial den laufenden Konsum erhöhen. Nach einigen Jahren wird die Zinslast für die ku­mulierte externe Verschuldung der Region untragbar. Dann kommt es – in welchen Finanz­mänteln auch immer verpackt – zur Transferfrage.“

Womit wir in der laufenden Gegenwart angekommen wären.
Ich freu mich schon auf den morgigen Teil.

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Von: Guenni7 http://www.blicklog.com/2012/08/09/mehr-europa-ohne-mehr-zentralisierung-teil-2/comment-page-1/#comment-74380 Thu, 09 Aug 2012 02:01:22 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28541#comment-74380 @renee

Grundsätzlich geht die Rechung „mit Investition läßt sich der Kapitaldienst decken““ schon auf. Voraussetzung ist aber, das Unternehmer am Werk sind, nicht Staaten.
Im Falle von GR und SP wurden mit dem vielen Investorengeld aber keine Investitionen in Unternehmen getätigt, sondern in Sozialausgaben und Immobilienspekulation. Wäre mit dem Geld eine vernünftige Produktion finanziert worden, sähe es heute ganz anders aus.

Die Argumentation von Prof. Kunze kann ich nicht wirklich teilen.

Zitat: „Ein Ausgleich der Handelsströme zwischen zwei Mitglie­dern der Eurozone wäre also ein gänzlich unvernünfti-ges Ziel. “

Ein dauerhaftes Handelsbilanzdefizit soll nicht schlimm sein? Das gilt aber doch allerhöchstens für den Fall, das das entsprechende Land Handelsbilanzüberschüsse mit einem anderen Land erwirtschaftet, oder?
Eine dauerhaft negative Handelsbilanz bedeutet doch nur, dass man sich mehr leistet, als man könnte, weil man das ja mit gar nichts bezahlen kann (und deswegen Schulden anhäuft). Warum Transferzahlungen daran etwas verbessern können sollen, ist mir nicht ersichtlich. Zumal das konsumieren auf Kredit ja nun auch irgendwo ein Ende hat, wie wir nun sehen….

Ehrlich gesagt, entweder habe ich den Professor mit meinem bescheidenen Intellekt nicht verstanden, oder es handelt sich um einen Aufsatz, der weit ab der Realität ist.

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Von: renee.menendez http://www.blicklog.com/2012/08/09/mehr-europa-ohne-mehr-zentralisierung-teil-2/comment-page-1/#comment-74370 Thu, 09 Aug 2012 00:45:24 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28541#comment-74370 „…können die Zinsen für die externen Kredite aus der dann höheren Produktion geleistet werden.“

Sie formulieren auf recht schöne Weise genau die Falle, welche den „Entwicklungsländern“ zum Verhängnis geworden ist. Denn genau die Vorstellung, daß man nur mehr produzieren müsse, um den Kapitaldienst tragen zu können, hat für 50 Jahre Entwicklungspannen gesorgt. Wo war der Fehler? Der besteht darin zu glauben, daß Produktion auch Einkommen bedeutet. Falsch gedacht! Ändern sich die Marktpreise, geht die Kalkulation ins Minus! Da können Sie noch so viele „Rechnungen“ aufmachen, das haut nicht hin. Wenn Sie es nicht glauben wollen, informieren Sie sich einfachheitshalber mal hinsichtlich der tausendfach fehlgeschlagenen „Entwicklungsprojekte“, die – weil sie den „Weltmarkt“ überflutet haben, wofür jeder einzelne nichts kann(!) – so gut wie allesamt in die Hose gegangen sind. Was wollen Sie mit den Prinzipien, die nur auf der ‚ceteris paribus‘ Klausel beruhen? Ich hatte geglaubt, Sie argumentieren volkswirtschaftlich – da ist aber c.p. nicht erlaubt!

Sie sagen es doch selbst:
„Exportüberschüsse haben sich als neues Entwicklungsmuster etabliert.“
Das wußten die Merkantilisten aber auch schon vor 250 Jahren! Und die Chinesen haben es von F. List abgekupfert! Das ist doch so einfach wie simpel! Die haben halt die Theorie von der Auslandsverschuldung nicht geglaubt – und waren erfolgreich!

Und:
Daß man dann, wenn man nur auf Pump lebt irgendwann in die Bedrouille kommt, ist ja nun auch keine so neue Erkenntnis!

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