Kommentare zu: Kann die Finanzbranche das versenkte Vertrauen eigentlich noch zurück gewinnen? http://www.blicklog.com/2012/08/14/kann-die-finanzbranche-das-versenkte-vertrauen-eigentlich-noch-zurck-gewinnen/ Notizen über Wirtschaft, Finanzen, Management und mehr Thu, 09 Oct 2025 13:01:47 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.0.25 Von: Martin Burch http://www.blicklog.com/2012/08/14/kann-die-finanzbranche-das-versenkte-vertrauen-eigentlich-noch-zurck-gewinnen/comment-page-1/#comment-86065 Tue, 02 Oct 2012 14:50:55 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28630#comment-86065 Wie hat schon Bill Gates gesagt: „Wir brauchen Bankgeschäfte, aber keine Banken.“

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Von: Geraldine http://www.blicklog.com/2012/08/14/kann-die-finanzbranche-das-versenkte-vertrauen-eigentlich-noch-zurck-gewinnen/comment-page-1/#comment-76909 Fri, 24 Aug 2012 14:38:03 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28630#comment-76909 „Die Banken brauchen für Staatsanleihen (fast) keinen ¢ an Sicherheit. “ – Das war Basel II. Nichtsdestotrotz wird auch Basel III das Problem nicht auffangen können, da sich realistische Eigenkapitalabdeckungen nicht finanzieren lassen.

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Von: nigecus http://www.blicklog.com/2012/08/14/kann-die-finanzbranche-das-versenkte-vertrauen-eigentlich-noch-zurck-gewinnen/comment-page-1/#comment-75456 Wed, 15 Aug 2012 18:07:51 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28630#comment-75456 Brauchen Banken überhaupt „Vertrauen“ i.S. eines „tollen Image“? Ich meine als Gegenpartei kann einem das Image total egal. Gerade die Geschichte mit Knight Capital zeigte zumindestens mir worauf es ankommt: Was steht in der Bilanz bzw. fehlt in der Bilanz. Wenn mal eben ein beträchtlicher Teil des Eigenkapitals meiner Gegenpartei verpufft ist, dann „verliere ich Vertrauen“. Es geht da doch schon etwas „rationaler“ zur Sache (damit meine ich, dass man auf Pinke Pinke achtet und weniger auf PR-Schlagzeilen).

Wenn nun Chartered illegale Dienstleistungen (aus Sicht der USA) vollbrachte, dann ist das immer noch ein begrenztes Risiko, weil man ja weiß dass da vielleicht ein dreistelliger Mio-Betrag Strafe fällig wird. Mehr würde absurd oder existenzgefährend sein (Hier ist die Frage: Wieviel ist Charted eine US-Bankenlizenz wert?)

Oder noch billiger ist Rogue Trading. Klar kann eine Bank damit Millarden verlieren, was aber Relation zur Bank nicht viel ist. Das Risikomanagementsystem zu gamen und directional zu traden, kann halt auch zu Gewinnen führen. Man lässt also einen ganzen Handelssaal (also ganz häufig) ein bisschen Rogue sein, und das Gesetz der großen Zahlen wird das Management schon gut aussehen lassen. Und wenn schief geht, dann wandert halt ein Trader mit ein bisschen Schweigegeld (ansonsten schreibt er Buch oder so) in den Knast. Mehr passiert da nicht.

Oder diese Libor-Ding mit Fantastillionen an betroffenden Exposure. Erstens wird dagegen keiner klagen (Selbst Goldman nicht). Die Tradingwelt für Kredite ist immer Long und Short. Daher ist es auch sehr wahrscheinlich, dass Marktteilnehmer die nicht aktiv den Libor manipuliert haben (weil sie nicht zum Club gehören) trotzdem gewonnen haben. Zweitens ist es viel zu aufwändig das alles nachzurechnen. Am Ende gibt es Geldstrafen. Wie immer.

Alle Misstaten haben ein Preisschild (Strafen). Und wenn man halbwegs Macht hat (bzw. eine riesengroße Bilanz hat), dann macht man damit einen Trade-Off.

Es ist ja nicht so als ob es nur Banken sind, die imagefeindlich vorgehen. Man findet astrakt gesehen, sowas in jeder Branche (Über wo große Firmen/Organisationen mit Macht sind, da ist das „Böse“… uuhhhuuuu …)

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Von: FDominicus http://www.blicklog.com/2012/08/14/kann-die-finanzbranche-das-versenkte-vertrauen-eigentlich-noch-zurck-gewinnen/comment-page-1/#comment-75394 Wed, 15 Aug 2012 05:06:22 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28630#comment-75394 Das meinte ich eben nicht. Eine Bank die mehr an Ihre Sparer ausschüttet als Sie einnimmt wird wohl nicht allzu lang im Geschäft bleiben.

Ich meinte eher, daß eine Bank ungefragt Sichteinlagen der Kunden verleihen kann. Ich meinte die „enge“ Zusammenarbeit mit dem Staat für dessen Anleihen braucht die Bank wenig oder keine Risikovorsorge bekommt dafür aber Zinsen und diese Zinsen sind von wem zu bezahlen? Von allen Steuerzahlern.

Folgendes ist für eine Bank völlig legitim: Die Bank nimmt Ihre Einlagen kauft dafür Anleihen und das war’s. Klar sie können morgen kommen und Ihre Geld holen, aber eben nur vielleicht 5-10 % aller Kunden, danach hat die Bank keine Mittel mehr die anderen Sichteinlagen sofort auszuzahlen. Sie können sich das ja gerne einmal durchrechnen, wieviele Zinsen eine Bank auf diese Weise für Geld einnimmt, das Ihr (der Bank) gar nicht gehört.

Weiterhin das Fakt, daß Banken weiter im Geschäft bleiben und alle ausstehenden Forderungen weiter eintreiben kann/darf aber Ihre eigenen Verbindlichkeiten nicht begleichen müssen.

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Von: Karl http://www.blicklog.com/2012/08/14/kann-die-finanzbranche-das-versenkte-vertrauen-eigentlich-noch-zurck-gewinnen/comment-page-1/#comment-75338 Tue, 14 Aug 2012 20:35:58 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28630#comment-75338 > Die heutigen Banken in dieser Form sind reine Diebstahlmaschinen.
Offensichtlich ist es so.
Nur ein Blick auf die (bspw. AT-) Situation der
Verbraucher, Onlinebank: Spareinlagen 1,5 %, Kredit 7 %.
Eine Bankentrennung wäre längst schon überfällig, aber die Politik traut sich nicht.
Ähnlich ist es bei der Tobin-Steuer als Dämpfungsmaßnahme für den Spekulationsirrsinn.
Wenn sich (systemimmanent) niemand traut, werden irgendwann Andere kommen.
Davor fürchte ich mich auch.
Grüße, Karl

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Von: FDominicus http://www.blicklog.com/2012/08/14/kann-die-finanzbranche-das-versenkte-vertrauen-eigentlich-noch-zurck-gewinnen/comment-page-1/#comment-75303 Tue, 14 Aug 2012 15:18:11 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28630#comment-75303 Es betrifft zwar jetzt nicht direkt deutsche Banken, aber:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/08/14/frankreichs-staatsanleihen-massive-stuetzung-durch-die-pariser-banken/

Wie soll man das finden. Banken die über beide Ohren verschuldet sind nehmen dem Staat „Anleihen“ ab und da die Staatsanleihen ja „sicher“ sind …. Wirklich meine letzter Eintrag trifft es schon ziemlich gut.

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Von: Kleine Presseschau vom 14. August 2012 | Die Börsenblogger http://www.blicklog.com/2012/08/14/kann-die-finanzbranche-das-versenkte-vertrauen-eigentlich-noch-zurck-gewinnen/comment-page-1/#comment-75285 Tue, 14 Aug 2012 13:07:42 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28630#comment-75285 […] Blick Log: Kann die Finanzbranche das versenkte Vertrauen eigentlich noch zurück gewinnen? […]

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Von: Johannes Cremer http://www.blicklog.com/2012/08/14/kann-die-finanzbranche-das-versenkte-vertrauen-eigentlich-noch-zurck-gewinnen/comment-page-1/#comment-75247 Tue, 14 Aug 2012 06:57:10 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28630#comment-75247 Guten Morgen – ich möchte hier keine Bankenschelte betreiben, sondern einen Erklärungsansatz für das Verhalten suchen:
Banken werden in den kommenden Jahren voraussichtlich weitere größere Probleme auf Grund ihrer Ausleihungen bekommen und müssen sich davor schützen. Wenn man sich vorstellt, dass im Kreditgeschäft das Neugeschäft nur 10% des Gesamtertrages einer Bank in einem Jahr bewegt, wird klar, warum (sicher eine vereinfachte Betrachtung…)
Im Moment finanzieren die Banken mit preiswerten Tagesgeldern die Ausleihungen, die vor 7 oder 8 Jahren zu 5% im Hypothekengeschäft oder teurer im Gewerbekundengeschäft gemacht wurden und erzielen damit enorme Fristentransformationsgewinne. Fallen diese Finanzierungen in ein, zwei oder drei Jahren heraus und werden zu aktuell um 3% für 15 Jahre fest oder noch niedriger für 5 oder 10 Jahre fest refinanziert, brechen der Bank enorme Gewinne(potenziale) aus Fristentransformationen weg. Würde gleichzeitig das Zinsniveau im kurzfristigen Bereich steigen, möchte ich nicht Bankvorstand sein. Und wer mag vorhersagen, dass bei einer möglichen Vergemeinschaftung von Euro-Verbindlichkeiten der Staaten das kurzfristige Zinsniveau niedrig bleibt?
Faktisch kaum noch vorhandene Provisionsergebnisse im Wertpapiergeschäft und Versicherungsvermittlungsgeschäft der Banken, drohende Erlös-Schmälerungen durch neue Wettbewerber im Zahlungsverkehr, sprich Kartengeschäft oder besser dem Ersatz des Geschäftes durch Google & Co. (NFC-Chips) würden mich ebenfalls unruhig schlafen lassen (als Bankvorstand… was ich Gott sei Dank nicht bin 🙂
Was also ist die Alternative für die Bank? Ich glaube, es geht eben für eine Bank um nichts anderes als: Risiken vermeiden, abbauen, und vor allem in den nächsten Jahren: Kosten senken, Kosten senken und nochmals Kosten senken… Die Banken wurden zwar nicht die Stahlbranche der 90er Jahre, wie ein DB Vorstand einmal sagte, aber sie werden wohl Entwicklungen wie die Stahlbranche der 80er Jahre bis 2020 erleben (bietet jemand eine Option darauf an? ich würde kaufen…)
Banken werden gleichwohl benötigt, jede gesunde Volkswirtschaft benötigt gute Banken – vielleicht werden sie aber, und das ist das worauf wir von moneymeets setzen, gute Produzenten sein (und kein Vertrieb mehr…). Das geht dann mit viel weniger Mitarbeitern (in Filialen, die eh kein Mensch mehr besucht… oder braucht…) und mit einer fokussierteren Risikostrategie – statt einer Gemengelage zwischen Vertrieb und Risiko – und einem Schlingerkurs, der gesunde Banken für eine gesunde Volkswirtschaft gefährdet.

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Von: FDominicus http://www.blicklog.com/2012/08/14/kann-die-finanzbranche-das-versenkte-vertrauen-eigentlich-noch-zurck-gewinnen/comment-page-1/#comment-75239 Tue, 14 Aug 2012 05:52:59 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28630#comment-75239 Ich habe mich über Banken hier schon ausgelassen. Die Banken agieren nicht wie „normale“ Firmen sondern im Zusammenschluss mit den Politikern. Banken sind Großabnehmer der „Kredite“ von Staaten, Staaten definieren Ihre Schulden als sicher. Die Banken brauchen für Staatsanleihen (fast) keinen ¢ an Sicherheit. Was ja nur heißt Kapitaleinsazt 0 aber daraus 1 – 10 % an Zins.

Verspekulieren sich die Banken mit Staatsanleihen ist da auch nicht „dramatisch“ denn dann revanchieren sich die Staaten. Die faulen Anleihen andere Staaten werden aus den Bilanzen der Bank genommen in „Bad banks“ gesteckt und der Staat „garantiert“ die Rückzahlungen dieser faulen Kredite.

Klappt das nicht ist das auch nicht schlimm, dann wird es erst richtig „lustig“. Die EZB bekommt neue Anleihen auf den Nennwert der Schulden und den Privaten werden 70 % einfach weggenommen. Und weil das ein „kleines“ Enteignunsgeschmäckle hat wird noch ein Gesetz erstellt, was diesen Diebstahl legalisiert. Und wenn das alles nicht reicht, hat man ja immer noch die Zentralbank. Die Bank der Banken also die Vervollkommnung des Betrugs….

Die heutigen Banken in dieser Form sind reine Diebstahlmaschinen.

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