Kommentare zu: Schlankheitskur gefällt mir nicht: Wirtschaftspresse wird immer dünner http://www.blicklog.com/2012/09/03/schlankheitskur-gefllt-mir-nicht-wirtschaftspresse-wird-immer-dnner/ Notizen über Wirtschaft, Finanzen, Management und mehr Thu, 01 Oct 2026 11:02:11 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.0.30 Von: Warum mich das mutmaßliche AUS der FTD wehmütig stimmt http://www.blicklog.com/2012/09/03/schlankheitskur-gefllt-mir-nicht-wirtschaftspresse-wird-immer-dnner/comment-page-1/#comment-96697 Wed, 21 Nov 2012 01:35:35 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28786#comment-96697 […] in Deutschland zu oft am Bedarf vorbei schreibt und hatte das bereits vor einigen Wochen hier skizziert. Horst von Buttlar schrieb einmal in einer FTD-Kolumne über das Versage der Wirtschaftselite: […]

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Von: nigecus http://www.blicklog.com/2012/09/03/schlankheitskur-gefllt-mir-nicht-wirtschaftspresse-wird-immer-dnner/comment-page-1/#comment-79408 Tue, 04 Sep 2012 18:05:41 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28786#comment-79408 „… die Wirtschaftsmedien müssen sich deutlich mehr Gedanken über ihre Zielgruppen machen und aufspüren, was diese mögen und vor allem brauchen…“

Ich würde der Kritik zustimmen, dass Artikel/Zusammensetzung des HB nicht ganz immer zum Informationsbedürfnis passt (mir geht es so). Auf der Arbeit liegt immer so ein HB herum, was man sich manchmal in einer kleinen Pause anguckt. Ich finde meistens 1 Artikel, den ich interessant finde, sei es persönlich oder für die Arbeit. Aber das ist ein bisschen wenig ehrlich gesagt.

Ich würde mal behaupten, dass das HB für jemanden der in der Finanzbranche arbeitet zu öberflächig ist, weil die Finanzbranchen hinsichtlich Aufgabenfelder, Marktsegmente (Risikoarten), usw. sehr stark zersplittert ist. Ich habe garnicht die Zeit mir jeden Tag 48 Seiten an Artikeln reinzuziehen, von denen gerade mal 0 bis 2 Artikel interessant sein könnten.

Ich geben mal ein nicht ganz faires Beispiel anhand von Bloomberg wie man es richtig(er) macht (Es ist nicht fair, weil Bloomberg mit ihren Terminal-Abos alles mögliche quersubventionieren kann, und irgendwie „im Preis enthalten“ ist. Die verdienen mit Zeitungen kein Geld…):
– Bloomberg BRIEF: Nach spezifischen Marksegmenten (wo die Leser drin arbeitet) mit der passenden Publikationsfrequenz (i.d.R. täglich, aber mache wöchentlich, z.B. Regulierung),
– Business Week: Ein wöchentliches Magazin
– Bloomberg Markets: Monatliches Magazin

http://www.bloombergbriefs.com/
http://www.businessweek.com/
http://www.bloomberg.com/markets-magazine/

Ich denke dass eine tägliche Wirtschaftszeitung wie eine Regionalzeitung funktionieren sollte. Man nimmt ein Abo auf Zeitung mit allgemeinen/globalen Sachen und klar abgegrenzt einen guten Spezialteil (d.h. bei Regionalzeitungen ist das der Regionalteil, aber es können auch andere Sachen sein, z.B. die Bild-Zeitung hat Sportteil. Nicht wenige Leute kaufen nur deswegen dieses Revolverblättchen). Man kehrt quasi die Wichtigkeiten um. Der allgemeine/globale Teil der Zeitung ist nur ein Cross-Selling-Produkt, weil der Käufer die Zeitung v.a. wegen dem Spezialteil kauft.

Wir leben im Zeitalter des Information Overflow:
– Suchkosten: Die Leser schätzen es, wenn man nicht selber erst „vorsortieren“ muss und direkt den gesuchten Honig serviert bekommt. Um mit Information erschlagen zu werden, brauche ich nur den Browser öffnen oder in meine Mailbox reingucken.
– *Kognition: Wenn Zeit (zum Lesen) knapp ist, dann müssen Aussagen so verpackt sein, diese schnell/klar im Gehirn des Lesers ankommen. Wenn der Content nicht geschmeidig in mein Gehirn fließt, dann schmeiße ich Zeitungen/usw. halt nach 2min in den Mülleimer (Allein mit dem richtigen Grammatikstil, Bilder/Diagramme, Tabellen, kann man viele ermüdene/gequälte Text-Seiten einsparen. Extreme: Man kann jeden Artikel der Welt auch in einem Comic erzählen).
– Interessiert-mich-nicht: Ich würde behaupten, dass die Arbeitsteilung (in allen Branchen) sich ständig erhöht. Daher werden 5 Seiten zum/über speziellen Tätigkeitsgebiet des Leser mehr honoriert (oder zumindenst kausal nah dran), als 50 Seiten Geschwafel über Gott und die Welt.

* Natürlich ist mir auch manchmal nach anspruchsvollen Grammatik-Piroutten, ausschweifenden philosophischen Tiefgang, und komplizierten Kausalzusammenhängen, und auch mal populistischer Tratsch (Eher nicht in der Arbeitswoche…). Ich denke aber, dass nicht jeder Journalist jeden Tag einen Pulitzer-verdächtigen Kracher rausballern kann. Man sollte solche Artikel klarer kennzeichen (Damit solche die Zeit genug haben sich da reinstürzen können, und nicht viel nachdenken müssen um weiterzublättern)

Nochwas zu Online vs. Hardcopy:
– Ich halte von Online-Dossiers nix. Wenn ich ein Dossier kaufe, dann will ich davon eher eine Hardcopy haben (Eine kleine CD mit Doku-Video auch gerne). Dossiers sind ja auch zeitlos, oder?
– Tägliche Nachrichten (Tut mir Leid liebe Tageszeitungen) brauchen für mich auch nur 5 Seiten PDF morgens um 7:30 Uhr in meiner Mailbox sein. Und sollte das Zeug sollte auch nur mit Sachen zu tun haben, die ich beruflich mache. Wenn der Content so gut ist, dass ich mir die 5 Seiten sogar ausdrucken würde, dann ist das Abo sein Geld wert (Konjunktiv… ich drucke so gut wie nix aus…)

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Von: Detlef Guertler http://www.blicklog.com/2012/09/03/schlankheitskur-gefllt-mir-nicht-wirtschaftspresse-wird-immer-dnner/comment-page-1/#comment-79401 Tue, 04 Sep 2012 17:23:42 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28786#comment-79401 Vor fünf Jahren sagte mir einer der Wirtschaftspresse-Chefredakteure: Print ist tot, das kriegen wir nicht mehr gedreht. Mir geht es nur noch darum, dass es erst zum Sterben kommt, wenn ich in Rente bin.
Das könnte für ihn zeitlich knapp werden.

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Von: Guenni7 http://www.blicklog.com/2012/09/03/schlankheitskur-gefllt-mir-nicht-wirtschaftspresse-wird-immer-dnner/comment-page-1/#comment-79273 Tue, 04 Sep 2012 06:32:41 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28786#comment-79273 Das Hauptproblem der Presse ist das Sie gar nicht mehr ihre Arbeit macht.
90% der Inhalte sind einfach abgeschriebene DPA-Meldungen, manchmal werden diese dann noch aufbereitet, meisstens aber einfach 1:1 übernommen.
Investigativer Journalismus? Fehlanzeige!
Hintergründe und Erklärungen? Fehlanzeige!

Stattdessen dpa-Meldungen und Gast-Beiträge von irgendwelchen Promis mit absurden Thesen.

Warum also sollte man soetwas kaufen? Gibt’s doch zuhauf denselben Mist im Internet. Genauso schlecht, möchte ich betonen.
Gruß
Guenni

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Von: Wirtschaftswurm http://www.blicklog.com/2012/09/03/schlankheitskur-gefllt-mir-nicht-wirtschaftspresse-wird-immer-dnner/comment-page-1/#comment-79049 Mon, 03 Sep 2012 12:15:24 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28786#comment-79049 Ich glaube, dass es DEN (auch von Dirk beschworenen) Durchschnittsleser gar nicht gibt. Und vielleicht ist das ja auch die Schwierigkeit der Blätter. Die potenziellen Leser haben sehr unterschiedliche Interessen. Den einen interessiert Branche x, den anderen Branche y. Dann gibt es Leute, die vielleicht die großen wirtschaftlichen Zusammenhänge interessant finden, an Unternehmensnachrichten aber gar kein Interesse haben.

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Von: Quo vadis Wirtschaftsmedien? | Die Börsenblogger http://www.blicklog.com/2012/09/03/schlankheitskur-gefllt-mir-nicht-wirtschaftspresse-wird-immer-dnner/comment-page-1/#comment-79040 Mon, 03 Sep 2012 11:42:03 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28786#comment-79040 […] wäre hier der Wirtschaftsblogger Dirk Elsner, der auf seinem Blog Blick Log unter der Überschrift Schlankheitskur gefällt mir nicht: Wirtschaftspresse wird immer dünner die Sicht eines unternehmerisch denkenden, mittelständisch orientierten Lesers verdeutlicht. Zum […]

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Von: Mathias Täge http://www.blicklog.com/2012/09/03/schlankheitskur-gefllt-mir-nicht-wirtschaftspresse-wird-immer-dnner/comment-page-1/#comment-79018 Mon, 03 Sep 2012 09:29:45 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28786#comment-79018 Ich vertraue da auf Innovationskraft.
Bin mal böse..
Narritiv Science Impact hat noch garnicht eingeschlagen, und wenn der erstmal auf im Deutschsprachigen Raum kommt, dann wird es Lustig. Da kommt Innovation/Umbruch in einer Zeit, wo die großen Verläger selber in einer tiefen Krise stecken, und das wird dann den kompletten Markt umflügen.
Spannend zu beobachten, wie dann die Häuser reagieren werden. Und welche noch am Markt bestehen werden. Online wie Offline, wird das mehr als Interessant.
Dazu noch der Boom im Smartphone/App-Markt, inkl des schwächelenden Printsegments, dass wird noch sehr interessant.
In 2-5 Jahren werden wir unsere Medienlandschaft wohl kaum wieder erkennen..

Can an Algorithm Write a Better News Story Than a Human Reporter?
http://www.wired.com/gadgetlab/2012/04/can-an-algorithm-write-a-better-news-story-than-a-human-reporter/

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Von: Dirk Elsner http://www.blicklog.com/2012/09/03/schlankheitskur-gefllt-mir-nicht-wirtschaftspresse-wird-immer-dnner/comment-page-1/#comment-79011 Mon, 03 Sep 2012 09:05:35 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28786#comment-79011 Habe noch kein Exemplar in den Händen gehalten. Wurden denn die Bücher eingedampft?

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Von: Timm http://www.blicklog.com/2012/09/03/schlankheitskur-gefllt-mir-nicht-wirtschaftspresse-wird-immer-dnner/comment-page-1/#comment-79009 Mon, 03 Sep 2012 09:01:19 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28786#comment-79009 Naja, gut informierter Bülend Ürük ist offenbar relativ. Denn meine FTD hat heute genau den gleich Umfang wie zuvor. War also offensichtlich eine Ente… Jedenfalls was das Timing angeht…

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Von: Eric B. http://www.blicklog.com/2012/09/03/schlankheitskur-gefllt-mir-nicht-wirtschaftspresse-wird-immer-dnner/comment-page-1/#comment-79007 Mon, 03 Sep 2012 08:59:52 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28786#comment-79007 Das Hauptproblem unserer Wirtschaftspresse ist, dass sie nicht weiß, wo sie steht. Das Handelsblatt hat keine Ahnung von seinen Lesern und keinerlei Positionierung im Markt – sieht man von Sprüchen wie „Substanz entscheidet“ oder „Stimme der ökonomischen Vernunft“ ab. Ex-Chefredakteur Ziesemer war Anhänger der Neocons um Bush jr., sein Nachfolger Steingart empfiehlt nun offen Romney – dabei haben die Republikaner die USA und die gesamte Weltwirtschaft mit ihrer abenteuerlichen Politik in den Abgrund gezogen. Was hat das mit „ökonomischer Vernunft“ zu tun??? Wenn es um Europa geht, nimmt das HB zunehmend einen nationalliberalen Kurs ein, der – wenn er zu Ende gedacht wird – Deutschland ins Desaster führt. Bei der FTD ist es deutlich besser, aber da fehlt die Masse – in jeder Hinsicht. Was online betrifft, so kann ich mich Deiner Kritik nur anschließen…

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