Kommentare zu: Blogparade: Ist der Finanzsektor zu groß? http://www.blicklog.com/2012/09/13/blogparade-ist-der-finanzsektor-zu-gro/ Notizen über Wirtschaft, Finanzen, Management und mehr Thu, 09 Oct 2025 13:01:47 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.0.25 Von: Stefan Wehmeier http://www.blicklog.com/2012/09/13/blogparade-ist-der-finanzsektor-zu-gro/comment-page-1/#comment-87583 Tue, 09 Oct 2012 08:20:32 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28879#comment-87583 „Ist der Finanzsektor zu groß?“

Präzise Frage: Sind die Geldvermögen und Schulden – und damit die Zinslasten – im Verhältnis zum BIP zu groß? Antwort: Ja.

http://www.helmut-creutz.de/pdf/grafiken/034-043b_creutz.pdf

Der blinde Fleck der VWL

Die folgende pdf-Datei, die die Ursache der „Finanzkrise“ (korrekt: beginnende globale Liquiditätsfalle), die systemische Ungerechtigkeit der Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz, erklärt, wurde sowohl an Frau Dr. Merkel als auch an alle Bundestagsabgeordnete sowie eine Vielzahl von „Wirtschaftsexperten“ und Journalisten geschickt:

http://www.swupload.com/data/Merkel_111124.pdf

Obwohl der Inhalt schon für 12-jährige Schulkinder verständlich ist, sind alle, die in „dieser Welt“ (Zinsgeld-Ökonomie, zivilisatorisches Mittelalter) eine „gesellschaftliche Position“ erlangt haben, unfähig, die Zusammenhänge zu verstehen; nicht aus „bösem Willen“, sondern weil sie wirklich zu dumm sind. Dies zeigt in aller Deutlichkeit, welche Macht bis heute die Religion (Rückbindung auf den künstlichen Archetyp Jahwe = Investor), unabhängig von „Glaube“ (Cargo-Kult) oder „Unglaube“ (Ignoranz), auf noch unbewusste Menschen ausübt:

http://www.swupload.com//data/Das-Juengste-Gericht.pdf

]]>
Von: Martin Burch http://www.blicklog.com/2012/09/13/blogparade-ist-der-finanzsektor-zu-gro/comment-page-1/#comment-86762 Fri, 05 Oct 2012 14:28:24 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28879#comment-86762 Das ist genau die richtige Antwort, dass externe Effekte sicher nie internalisiert werden. Ihr Professor von damals sind die drängendsten Probleme der heutigen Zeit wohl ziemlich egal (Stichwort CO2)…

]]>
Von: Bloggparade - Ist der Finanzsektor zu groß? http://www.blicklog.com/2012/09/13/blogparade-ist-der-finanzsektor-zu-gro/comment-page-1/#comment-85855 Mon, 01 Oct 2012 16:28:14 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28879#comment-85855 […] kann, ich sehe mich aber auch mit dem Nachteil konfrontiert, dass einige Ideen schon von anderen Bloggern aufgeworfen und besser beantwortet worden sind, als ich das je könnte. Jetzt aber zum […]

]]>
Von: Ist der Finanzsektor zu groß? Die Blogparade | Wirtschaftswurm http://www.blicklog.com/2012/09/13/blogparade-ist-der-finanzsektor-zu-gro/comment-page-1/#comment-85837 Mon, 01 Oct 2012 14:37:27 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28879#comment-85837 […] Dirk Elsner sind dagegen die staatlichen Rettungsgarantien für die Banken das Hauptproblem. Auf sie gestützt konnten zumindest einzelne Institute ins Ungesunde wachsen. Ob damit der […]

]]>
Von: Steinbrücks Papier zur Bankenregulierung enthält für alle etwas http://www.blicklog.com/2012/09/13/blogparade-ist-der-finanzsektor-zu-gro/comment-page-1/#comment-84191 Tue, 25 Sep 2012 23:15:14 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28879#comment-84191 […] Ich kann mich zwar nicht mit der Finanztransaktionssteuer anfreunden, sehr wohl aber mit der Forderung nach einem von den Banken selbst finanzierten Rettungsschirm auf europäischer Ebene (Zielvolumen 200 Milliarden Euro). Was ich ziemlich spannend finde ist, dass sich die Höhe der Abgabe für die Banken an den "Zinsvorteilen der impliziten Staatsgarantie" orientieren soll. Das ist zwar methodisch nicht ganz sauber, weil sich die Abgabe eher an den Risiken orientieren müsste, aber externe Effekte in Form der impliziten Staatsgarantie abzuschöpfen, gehört in jedem Fall zu den intelligenteren Regulierungen, die ich unterstützte. Sowohl über Vorteile der impliziten Staatsgarantie als auch über die Einschränkung externer Effekte hatte ich vor zwei Wochen etwas in einem Beitrag über Bankenregulierung geschrieben. […]

]]>
Von: Vor Steinbrücks Bankenpapier: Aktuelle Regulierungsvorhaben der Finanzbranche http://www.blicklog.com/2012/09/13/blogparade-ist-der-finanzsektor-zu-gro/comment-page-1/#comment-84152 Tue, 25 Sep 2012 16:57:44 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28879#comment-84152 […] als auch über die Einschränkung externer Effekte hatte ich vor zwei Wochen etwas in einem Beitrag über Bankenregulierung geschrieben. Würde ich ja gut finden, wenn sich Steinbrück daraus Anregungen geholt […]

]]>
Von: Frisbee mit den Märkten: Zu Beates Reszats Finanzmärkte und Komplexität http://www.blicklog.com/2012/09/13/blogparade-ist-der-finanzsektor-zu-gro/comment-page-1/#comment-82625 Mon, 17 Sep 2012 23:07:25 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28879#comment-82625 […] ist jetzt kein Statement gegen eine Regulierung. Ich habe in der letzten Woche in einem Beitrag “Ist der Finanzsektor zu groß?” versucht deutlich zu machen, dass wir Regulierung brauchen, wenn Finanzmarktakteure externe Effekte […]

]]>
Von: nigecus http://www.blicklog.com/2012/09/13/blogparade-ist-der-finanzsektor-zu-gro/comment-page-1/#comment-81820 Fri, 14 Sep 2012 21:43:26 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28879#comment-81820 So jetzt kommt der Erzählbär…

Wenn ich die Aufgabe bekomme zwei Corporate Balance-Sheet Verbriefungen anzugucken könnten folgende Unterschiede auf treten:
– Deal A ist ein SME-Deal mit ein paar 1000 unbekannte Schuldner, alle „gleich klein“
– Deal B hat nur 50 bekannte Schuldner und davon ist 1 Schuldner mit fragwürdiger Bonität und Rangigkeit ca. 1/5 des Deals.

Deal A ist eine homogene Blackbox, sodass ich nur aggregierte Statistiken angucke, und simuliere den Pool wie eine einzige große Klebemasse mit irgendwelchen Risikofaktoren die ich am sinnvollsten betrachte, um zu gucken welche Tranche wohl am dollsten ist. Ist alles nur Quantkrams. Die Gefahr ist, dass die Schuldner zusammen Eigenschaften aufweisen (z.B. stärkere Default-Recovery-Korrelation als normal, usw.). Kurzum: Vom großen Sample „Wirtschaft“ könnte man auch genau die große „Sch***e“ erwischt haben…
Der Deal B ist dagegen heterogen, mit alle möglichen Detailinfos zum Kredit. Als 1. gucke ich nur auf die 20% Position und lasse die ordentlich krachen. Selbst bei den anderen 49 Positionen gucke ich mir ganz genau Annahmen über die Recovery an. Ist alles nur Fundikrams Position für Position und ein bisschen zusammenrechnen. Mehr Informationen verursacht aber auch manchmal mehr Angst (Man sieht den Tod, man vermutet ihn nicht).

Gemeinsam ist, dass sowohl bei Deal A und B sind Annahmen er IB und CRA totaler Mist (Immer!), nur manchmal weniger schlimm, ein anderes mal garnicht so schlimm. Beim Angst-Deal B sieht man schon den 20% Hit kommen, aber das heißt nicht dass in der Deal-A-Blackbox ein Gesamthit von 40% drin sein könnte.

Was ist Moral der Geschicht? Diese ganzen Verbriefungen sind wie „kleine Banken“ (aka „Schattenbanken“). Der Punkt ist, es geht am Ende immer nur um die Frage: Wo verliere ich „weniger“ Geld? (Um langfristig mehr Geld als die Konkurrenz zu haben, reicht es aus, weniger Geld als die Konurrenz zu verlieren. Denn Reichtum ist immer relativ… In einer Welt von Fantastillionären ist jeder ein armer Mann).
Es geht nicht darum „kein Geld zu verlieren“, weil das ist unvermeindbar. Es ist die unvermeidbare, unschöne Seite des Kapitalismus, der Marktwirtschaft: Firmen gehen pleite, und irgendwer verliert Geld (bekommt einen Hit).

Vor dem Unvermeidbaren kann keiner entfliehen, niemand! Noch nichtmal Staaten, die versuchen durch alternative Wirtschaftsystem dem Kapitalismus zu entfliehen (Das funktioniert nur für ein paar Jahrzehnte, z.B. die DDR, UdSSR, usw. mir ihren Planwirtschaften). Überall wo Kredite zur Finanzierung von Wertschöpfungssystemen vergeben werden, werden auch manche Kredite/Kreditnehmer scheitern, und die Gläubiger zusehen was zurückzuholen ist (=Recovery).

Und nun kommt der Erzählbär zum Finale …

Die meisten Organisationen scheitern mit ihren Wertschöpfungssystemen, weil sie zu ineffizient sind (ohh hooo wat ne überraschung). Kurzum diese Organisationen sind zu verschwenderisch mit den Ressourcen (Menschen, Energie, Materialien, Verschmutzung, usw.), die dieser Planet zu bieten hat oder deren Output/Leistungen will die Menschheit in der Menge garnicht haben. Sollte die Öffentlichkeit/Menschheit solche Ineffizienz am Laufen halten? Via Subvention, Kreditgarantien, … Jede solcher politischen Maßnahmen/Programme, bedeutet dass die Öffentlichkeit/Alle Verluste/Hits und Nebenwirkungen jetzt und zukünftig solcher „Saftläden“ akzeptiert/toleriert.

Wenn etwas soooo wichtig, dass die Öffentlichkeit alle Verluste einer Organisationen schluckt oder unvermeidbar schlucken wird, sollte die Organisation verstaatlicht werden und der Wettbewerb unterbunden werden (d.h. ein Staatsmonopol). Alles andere sollte man auch konsequent pleite gehen lassen. Sollte eine Organisation zu groß sein (Siehe Deal B), dass kurzfristig (1 bis 3 Jahre) zu große negativen Folgen für die Öffentlichkeit haben (Daran sollte man TBTF messen), dann sollte die Organisation zerschlagen werden, um eine höheren Fragmentierungsgrad (Siehe Deal A) der Branche zu erreichen.

]]>
Von: Kai http://www.blicklog.com/2012/09/13/blogparade-ist-der-finanzsektor-zu-gro/comment-page-1/#comment-81489 Thu, 13 Sep 2012 14:31:55 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28879#comment-81489 brillanter artikel

http://www.format.at/articles/1237/931/341808/der-weimarer-republik-2-0-tuer-tor

]]>
Von: Kleine Presseschau vom 13. September 2012 | Die Börsenblogger http://www.blicklog.com/2012/09/13/blogparade-ist-der-finanzsektor-zu-gro/comment-page-1/#comment-81468 Thu, 13 Sep 2012 13:14:09 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28879#comment-81468 […] Blick Log: Blogparade: Ist der Finanzsektor zu groß? […]

]]>
Von: Nixda http://www.blicklog.com/2012/09/13/blogparade-ist-der-finanzsektor-zu-gro/comment-page-1/#comment-81433 Thu, 13 Sep 2012 09:31:21 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28879#comment-81433 Es ist richtig, dass es keinen Schwellwert in irgendeiner Metrik gibt, ab wann der Finanzsektor zu groß ist. Trotzdem gibt es in den Symptomen der Krise klare Hinweise darauf, dass er zu groß ist.

Deshalb ist das Argument, man könne die optimale Größe nicht bestimmen gefährlich, weil es dazu genutzt werden könnte das notwendige Schrumpfen des Sektors nicht anzugehen.

]]>
Von: Dimitri http://www.blicklog.com/2012/09/13/blogparade-ist-der-finanzsektor-zu-gro/comment-page-1/#comment-81415 Thu, 13 Sep 2012 08:20:09 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28879#comment-81415 Ich persönlich überlege, eine öffentliche Kampagne zur Unterstützung der Banken zu starten. Genauso wie ein Instrument „Verbriefung“ als Verursache der Sub-Prime Krise abgestempelt wurde, werden jetzt die Banken als Sündenböcke dargestellt.

Was macht die Bank? Vergibt die Kredite an jeden normalen Menschen. So einfach ist das. Deswegen wachsen sie, weil die normalen Menschen die Kredite bekommen wollen. Wenn die Bankkritiker den Finanzsektor als zu groß empfinden, dann sollten sie lieber nicht zur Bank gehen, wenn sie die Wohnung kaufen wollen. Dann sollten sie lieber in der Laubhütte leben. Ist das nicht fair, zuerst auf sich zu schauen?

Vor einer Dekade, als ich Student war, in der ersten Betriebswirtschaftsvorlesung hat uns der Professor mit folgender Belehrung begrüßt: „wenn morgen die Welt abartig sein will, dann ist es die Aufgabe des Unternehmers, solche Leistung zur Verfügung zu stellen“. Dementsprechend lautet die Antwort auf die Frage vom Autor: „wenn die Bevölkerung zu viel haben will, dann ist es die Rolle der Bank, diesen Wunsch mit der Größe des Finanzsektors zu beglückwünschen“.

]]>
Von: FDominicus http://www.blicklog.com/2012/09/13/blogparade-ist-der-finanzsektor-zu-gro/comment-page-1/#comment-81390 Thu, 13 Sep 2012 06:08:26 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28879#comment-81390 Ich gehe mit Guenni7 konform. Ich möchte es anders formulieren. Der Banksektor ist weder zu groß noch zu klein sondern einfach nur zu speziell.

Banken bleiben im Geschäft obwohl Sie pleite sind. Banken kaufen Anleihen von Pleitestaaten die unsicher sind aber als sicher behandelt werde um dann durch Staaten den Durchgriff auf jeden Geldbeutel zu bekommen.

Banken müssen nur groß genug sein um „systemrelevant“ zu werden. Für diese gibt es keinen „Markt“ mehr. Mir dann aber was von Konkurrenz unter Banken erzählen zu wollen beleidigt mich dann schon ziemlich. Die CB ist nicht einmal mehr die 25 Mrd wert die vom Staat da rein gesteckt wurden, bleibt aber trotzdem im Geschäft.

Das was mir am sauersten auftößt hat Gunni unter a) zusammengefasst. Das Geld der Kunden muss tabu sein, ist es aber nicht. Darum sind Banken nichts anderes als Betrüger. Somit decken hier Staaten Betrüger und/oder haben den Betrug erst mal erlaubt. Das ist eine Gemeinheit sondergleichen.

Mir ist es völlig egal wieviele Banken es gibt, mir ist es nicht egal, daß ich für deren Erhalt mein Geld einsetzen muß.

]]>
Von: Guenni7 http://www.blicklog.com/2012/09/13/blogparade-ist-der-finanzsektor-zu-gro/comment-page-1/#comment-81336 Thu, 13 Sep 2012 00:38:47 +0000 http://www.blicklog.com/?p=28879#comment-81336 Ein erfreulich sachlicher und ausgewogener Artikel im heutzutage leider alltäglichen Bankenbashing.
Die Frage, ob der Finanzsektor zu groß ist, finde ich tatsächlich ersteinmal völlig uninteressant. Ich frage mich auch nicht, ob unsere Automobilindustrie zu groß ist, obwohl es dort sehr große Überkapazitäten gibt.

Der Unterschied zwischen der Automobilindustrie und dem Finanzsektor, nämlich die von Ihnen angeführten externen Effekte, machen die Sache erst interessant.

So käme wohl kein Politiker auf die Idee, z.B. OPEL zu verstaatlichen, bei einer HRE oder Commerzbank wurde aber genau dies gemacht.

Wenn man sich nun die Argumente der Politik ansieht: Geld der Sparer sichern, Dominoeffekt bis hin zu Lebensversicherern vermeiden etc., offenbaren sich mir da zwei Probleme die ich als Fehler bezeichnen würde:
a) Die Spareinlagen der Kunden sind offensichtlich kein vor Insolvenz geschütztes Sondervermögen, wie kann das sein? Die Kunden haften für Risiken der Bank?
b) Den Bankeninhabern (also den Aktionären) werden die Risiken vom Staat abgenommen, dabei müssten ebendiese das Risiko, welches die Bank eingeht, tragen.

Wären die Kundeneinlagen Sondervermögen und könnten Banken wie jedes andere Unternehmen in Insolvenz gehen, wären die externen Effekte vermutlich kaum mehr zu messen. Und dann würden sich die Marktteilnehmer vielleicht auch mal wieder genauer ansehen, mit wem Sie und vor allem mit was sie Geschäfte machen.

Leider wird in Europa der gleiche Fehler wie mit der Bankenrettung allerdings nocheinmal wiederholt: Jetzt ist es die Staatenrettung, welche eine Bereinigung verhindert.Man darf gespannt sein, bis zu welchem Punkt diese Retterei funktioniert,

Gruß
Guenni

]]>