Kommentare zu: Die „Lösung“ der europäischen Krise http://www.blicklog.com/2012/10/12/die-lsung-der-europischen-krise/ Notizen über Wirtschaft, Finanzen, Management und mehr Thu, 09 Oct 2025 13:01:47 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.0.25 Von: nigecus http://www.blicklog.com/2012/10/12/die-lsung-der-europischen-krise/comment-page-1/#comment-88413 Fri, 12 Oct 2012 19:47:37 +0000 http://www.blicklog.com/?p=29386#comment-88413 Ja sicherlich gibt es „Lösungen“ und „Auswege“, Herr Augustin. Nur muss man sich für jede „Lösung“ erstmal ehrlich die Ursache, das Problem, verständlich machen, und natürlich auch sich über das Ausmaß bewusst werden, um eine „Lösung“ zu entwickeln. In den Weiten der Kreditwelt, gibt es ganz viele Ideen, die hätten an zu einer „Lösung“ zusammengebastelt werden können.

Was ist eigentlich das Problem? Kennen Sie die Simpson Folge wo Bart ein magische Stopuhr erwirbt, mit der er „die Zeit“ anhalten kann? Die ist dann kaputt gegangen, während die Welt stehen blieb, und er braucht ca. 10 Jahre (auf jedenfall war dann erwachsen) bis er die Uhr repariert hat.
In der Eurokrise sind die Politiker als ein bisschen wie Bart. Nur ist die Zeit nicht stehen geblieben, und sie müssten nur die richtigen Uhrenmacher machen lassen. Stattdessen diskutieren sie mit ganz vielen anderen Barts und lassen sich (erfolglos) von Uhrenmachern beraten (die sie eigentlich nicht verstehen).

… es ist mittlerweile egal was die Poltiker machen, weil Zeit irreversibel ist, und das Kind einfach in den Brunnen gefallen ist … (Es gibt nicht mehr viele Optionen)

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Von: FDominicus http://www.blicklog.com/2012/10/12/die-lsung-der-europischen-krise/comment-page-1/#comment-88321 Fri, 12 Oct 2012 13:24:44 +0000 http://www.blicklog.com/?p=29386#comment-88321 „Sie haben sich einer betriebswirtschaftlichen Logik untergeordnet“

Wohl kaum.

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Von: Nixda http://www.blicklog.com/2012/10/12/die-lsung-der-europischen-krise/comment-page-1/#comment-88278 Fri, 12 Oct 2012 09:12:57 +0000 http://www.blicklog.com/?p=29386#comment-88278 Man kann sicher viel zu dem Thema sagen. Mein zwei Cents wären diese.

Erstens sollte man mal ehrlich zu sich sein und davon wegkommen die Krise als Eurokrise oder Staatsschuldenkrise zu betrachten. Eine Währung kommt dann in die Krise, wenn in den Währungsraum mehr Importiert wird, als das Ausland Güter aus dem Währungsraum nachfragen. Das ist beim Euro nicht der Fall. Wenn ein Teilnehmer, der die Währung verwendet Pleite geht, ist das noch kein Grund für eine Währungskrise. (Allerdings könnte das ganze Thema „Eurokrise“ durch eine irrationale Kapitalflucht zur Währungskrise werden).

Der zweite Punkt, den man sich immer vor Augen halten sollte ist der, dass die Krise nur in der Buchhaltung besteht. Im Grunde haben wir genug Produktionspotenzial und Know-How um alle auf einem sehr hohem Niveau zu leben.

Ihrem letzten Absatz würde ich hingegen zustimmen, Die Krise liegt im System, wie wir die Wirtschaft organisieren, und da insbesondere im Finanzsystem. Ohne eine Reform bestimmter, heute sehr zentraler Themen wird man aus der Krise nicht herauskommen. Aber im Moment ist kein politischer Wille erkennbar – weder in der Führung noch in der Bevölkerung.

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Von: Oliver Tausend http://www.blicklog.com/2012/10/12/die-lsung-der-europischen-krise/comment-page-1/#comment-88262 Fri, 12 Oct 2012 08:05:35 +0000 http://www.blicklog.com/?p=29386#comment-88262 Hallo Herr Augustin,

die von Ihnen beschriebenen Parolen über die Probleme, die wir lösen „müssen“, erinnern mich an eine Kombination aus Machbarkeitswahn und negativem Grössenwahn – die gleiche Kombination, die die Probleme auch geschaffen hat. Wie sollten dadurch die Probleme gelöst werden?

Die Hauptakteure – namentlich Staaten und Regierungen – erkennen ja nicht (wollen nicht erkennen), dass sie die Hauptverursacher der Probleme sind. Sie sind mehr Bestandteil des Problems als einer wie auch immer gearteten Lösung. Staaten und Regierungen sind historisch schlecht darin, Probleme zu lösen, die wir ohne sie gar nicht hätten.

Im übrigen finde ich Ihre Sichtweise nicht schwarzseherisch, sie ist einfach eine Perspektive, ein Szenario, dem eine gewisse Eintrittswahrscheinlichkeit leider nicht abgesprochen werden kann.

Beste Grüsse

Oliver Tausend

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