Kommentare zu: Wie geht es in der Eurokrise weiter? http://www.blicklog.com/2013/01/11/wie-geht-es-in-der-eurokrise-weiter/ Notizen über Wirtschaft, Finanzen, Management und mehr Thu, 09 Oct 2025 13:01:47 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.0.25 Von: Joachim Rybol http://www.blicklog.com/2013/01/11/wie-geht-es-in-der-eurokrise-weiter/comment-page-1/#comment-158064 Thu, 13 Jun 2013 11:39:51 +0000 http://www.blicklog.com/?p=30501#comment-158064 Das ist ja nun schon alles Monate her, aber dennoch … ich finde dass hier viele Autoren und Kommentatoren zu tun, als gäbe es nur Europa und keinen Rest der Welt. Wenn der „Norden“ Europas, und insbesondere Deutschland Wettbewerbsfähigkeit aufgäbe, dann käme das ja nicht nur dem „Süden“ Europas zugute, sondern vor allem auch anderen Wirtschaftsräumen ( Asien, USA, Südamerika) Per Saldo wäre Europa damit kaum geholfen, ganz im Gegenteil. Den Chinesen wird man sog. „neoliberales“ Wirtschaften wohl kaum ausreden können, nicht mal der Kommentator , der sich ironischerweise das Pseudonym „Popper“ zugelegt hat ( Sir Karl wird sich im Grabe umdrehen vermute ich ).

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Von: Marunin http://www.blicklog.com/2013/01/11/wie-geht-es-in-der-eurokrise-weiter/comment-page-1/#comment-124528 Sat, 09 Mar 2013 11:23:32 +0000 http://www.blicklog.com/?p=30501#comment-124528 Das Lieblingsthema, die so genannte Krise, wird auch hier mal wieder beschrieben. Und das ziemlich einseitig. Lange Rede kurzer Sinn.

Seit wann MUSS denn ein Staat eine Bank retten? Seit wann dürfen Staaten denn nicht insolvent werden? Warum müssen den Verluste sozialisiert werden? Und was soll das bitte mit Marktwirtschaft zu tun haben?

Es wird hier viel über Strukturanpassungsprogramme geschwafelt ohne konkret zu benennen wie denn solche in den unterschiedlichen Ländern aussehen.
Vielseitiger Blog Beitrag der ohne eine einzige Quelle auskommt, ohne wirklich Zahlen zu vergleichen und Zeiträume einzugrenzen und zu benennen. Und das wird dann auch noch hoch gelobt?
@Vorwurf Text sei neoliberal: Ich hab schon schlimmeres gelesen und gehört in diese Richtung. Dennoch konnte der Vorwurf nicht wirklich entkräftet werden. Denn wer offen gegen Arbeitsplatzsicherheit fabuliert, der muss sich auch den Vorwurf neoliberaler Phrasendrescherei gefallen lassen.

Man sollte sich doch mal die Frage beantworten, warum „wir“ Europäer denn alle so wild auf die gemeinsame Währung waren. Und eben auch warum Deutschland zu den führenden Wirtschaften in der Welt gehört.
Das Troika Kürzungsprogramm geht zu Lasten der kleinen Leute, die nicht über ihren Verhältnissen gelebt haben, wie man gerne suggeriert.
Die Defizite der PIIGS, wie sie gerne genannt werden, sind jahrelang unsere Überschüsse gewesen – und da hat keiner groß gejammert.

Hier ein Faß aufzumachen, Deutschland und Italien oder gar Griechenland miteinander vergleichen zu wollen, ohne sich den Vermögen und Sicherheiten zu widmen, der kann sich das abschreiben alt bekannter „Weisheiten“ auch sparen äh kürzen.

Das sich allerdings alle Staaten von den Finanzinstituten erpressen lassen, das lässt mich nicht nur an der proklamierten Marktwirtschaft, sondern auch vehement an unserer Ausprägung der Demokratie zweifeln.

Wer glaubt mit einer solch dummen Wirtschaftspolitik noch Kasse zu machen, der hat immer noch nicht gelernt in der langen Frist zu denken. Das wird noch eine hübsche Katastrophe geben – vor allem für Deutschland. Wer anderen eine Grube…

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Von: Guenni7 http://www.blicklog.com/2013/01/11/wie-geht-es-in-der-eurokrise-weiter/comment-page-1/#comment-106670 Mon, 14 Jan 2013 00:39:44 +0000 http://www.blicklog.com/?p=30501#comment-106670 @Popper
Wenn das, was der Author schreibt „neoliberal“ ist, muß man ihre Schreibweise wohl als „neosozialistisch“ bezeichnen? Ich bin nicht sicher, wer hier einer Ideologie anhängt, ihr agressiver Schreibstil deutet da aber mehr in ihre Richtung.

Das „saldenmechanische Grundprinzip der Ökonomie“ (hört sich toll an…) wurde m.E. sehr wohl vom Author beachtet, denn er ist für die Arbeitskostenabsenkung in den Problemländern, schreibt jedoch auch:

„Die starken Länder der Eurozone können eine Angleichung der Wettbewerbsfähigkeit beschleunigen, in dem sie ihre eigene Kostenbasis schwächen, z. B. durch massive Lohnerhöhungen. Auch wenn dies offiziell kategorisch bestritten wird, so zeigt die Unterstützung der Politik für die jüngsten Lohnerhöhungen, dass zumindest in Deutschland dieser Weg jetzt beschritten wird.“

Man wird sich in Europa wohl irgendwo in der Mitte zwischen den beiden Extremen treffen.

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Von: Häschen http://www.blicklog.com/2013/01/11/wie-geht-es-in-der-eurokrise-weiter/comment-page-1/#comment-106582 Sun, 13 Jan 2013 13:08:17 +0000 http://www.blicklog.com/?p=30501#comment-106582 Ich finde es sehr schade, dass sich die Welt so seltsam entwickelt.

Der simple Grund für all diese Maßnahmen ist genau der selbe wie zu Beginn des Euros. Billiges Geld. Was war die Vorbedingung
a) Keine Abwertung
b) Kein Default
Darum geht es und sonst gar nichts. Die sog. Neoliberalen brauchen billiges Geld sonst sind sie mit ihrem Latein am Ende, denke aber nicht dass die jemals eine Humanistische Ausbildung haben genossen.

Ich mache ihnen soweit nicht den ‚Vorwurf‘, der bei Herrn Popper durchschien zwischen den Zeilen ganz blass aber doch, blind oder mit Vorsatz Neoliberales Gedankengut in einem Artikel strukturiert zusammenzufassen. Der Verführung und Propaganda lauert an jeder Ecke, es ist schwierig den Überblick zu behalten.

Ich bin kein Ökonom – ein wenig informiert habe ich mich mich wohl, sei es die ersten Schritte mit Vorträgen auf Videos von Bernd Senf bis hin zu Betrachtungen aus U.K. von einer ehem BankerIn Frances Coppola. Die hat just diesen Moment einen Beitrag verfasst, der auch mit diesem Thema anverwandt ist, aber nicht den Euro Raum beleuchtet.

http://coppolacomment.blogspot.co.at/2013/01/consumption-booms-and-austerity.html

Exkurs Europa:

Ich denke es ist egal und es soll sowohl .de als auch .at egal sein können wie sich die südeuropäischen Länder entwickeln und umgekehrt. Sollen diese abwerten, wie sie wollen und sollen. Jeder soll mit seiner Geschwindigkeit voranschreiten.

Sie können sowieso nicht mehr mit der Ausweitung der Geldmenge schritthalten, keiner.

Anstatt Scheinregelungen zu erfinden und die netten Fischer in Spanien dem Wettbewerb auszusetzen könnte man ja eine Europäische U-Petticoat Staffel bilden und die großen schwimmenden Fischfabriken, nachdem die Mannschaft evakuiert und der Treibstoff abgepumpt wurde, einfach versenken, damit die Fischer wieder ruhig ihrem Tagwerk nachgehen können auf der ganzen Welt. Aber von Gemeinschaftssinn ist die EU weit entfernt.

Zusammenzuarbeiten um die Artenvielfalt zu erhalten sei es bei Tieren oder bei Berufen und Unternehmen zu schützen die Regional wertvolle Beiträge leisten. Die Fischerei zu subventionieren macht wenig Sinn, den Fisch zu transportieren nach Westeuropa noch weniger.

Das Beispiel mutet etwas seltsam an und ist auch nicht als Vorbild gedacht. Es geht mir eher darum ein Verständnis für eine friedvolles Zusammenleben in Europa zu entwickeln und dafür zu werben regionale Strukturen aufrecht zu erhalten. Das sehe ich als Chance.

Der aktuell beschrittene und geplant zu beschreitende Weg führt zu keinem Ziel. Die Geldmenge über Staatsverschuldung zu finanzieren führt zu genau dem Ergebnis, das man wollte dadurch vermeiden die Geldmenge über Kredite auf der Privatebene zu verhindern.

.de als Vorbild für Europa, macht keinen Sinn. Die Deutsche Bundesregierung soll schauen, dass es den Deutschen bis Ende der Dekade wieder halbwegs im Rahmen des möglichen besser geht.

Danke, interessanter Artikel.

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Von: Karl-Heinz Thielmann http://www.blicklog.com/2013/01/11/wie-geht-es-in-der-eurokrise-weiter/comment-page-1/#comment-106545 Sun, 13 Jan 2013 07:10:17 +0000 http://www.blicklog.com/?p=30501#comment-106545 Zunächst vielen Dank für die lobenden Worte. Da mein Artikel jedoch anscheinend – wie die Kommentare von „popper“ zeigen – auch gründlich missverstanden wurde, möchte ich doch noch einmal kurz auf das Thema „Sparprogramme“ eingehen. Diese haben in der Tat in der Eurokrise ihre Problematik erwiesen. Zum einen wird der Begriff oft irreführend verwendet, da er sowohl Programme mit Ausgabensenkungen wie Steuererhöhungen umfasst, die jedoch sehr unterschiedlich einzuschätzen sind. Italien hat ein strukturelles Budgetproblem und ist dies mit einem Sparprogramm angegangen, das vor allem auf Einnahmeverbesserungen abzielte. Dies war bisher – soweit ich erkennen kann – relativ erfolgreich. In Spanien ist das Budgetdefizit nicht Grund, sondern Resultat der Krise. Hier haben die Sparmaßnahmen eher wie ein Brandbeschleuniger gewirkt. Auch in Griechenland erscheint es kontraproduktiv, Probleme auf der Einnahmenseite vor allem mit Ausgabensenkungen zu bekämpfen.

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Von: Till http://www.blicklog.com/2013/01/11/wie-geht-es-in-der-eurokrise-weiter/comment-page-1/#comment-106406 Sat, 12 Jan 2013 14:21:45 +0000 http://www.blicklog.com/?p=30501#comment-106406 Ich denke sowohl der Autor als auch „popper“ haben recht. Während der Autor sachlich richtig feststellt, dass das Problem in der Wettbewerbsfähigkeit liegt. Ist seine Schlussfolgerung nur eine Seite der Medaille. Wettbewerbsfähigkeit ist immer relativ. Wir reden von einer hohen Wettbewerbsfähigkeit des Nordens (insbesondere: Deutschland) gegenüber einer niedrigen Wettbewerbsfähigkeit des Südens. Um die Wettbewerbsfähigkeit des Südens zu steigern, muss der Norden Wettbewerbsfähigkeit verlieren. Dies geht einmal, indem der Süden viel effizienter wird als Deutschland, wie der Artikel nahelegt. Insbesondere durch Lohn- und Rentenkürzungen. Steuererhöhungen sind kontraproduktiv. Auf der anderen Seite und das halte ich für langfristig gesünder und da muss ich „Popper“ zustimmen, indem Deutschland weniger effizient wird. Insbesondere durch Lohn- und Rentenanhebungen. Möglich sind aber auch Steueranhebungen in Deutschland. Erstes würde den deutschen und damit europäischen Binnenmarkt ankurbeln und zusätzlich den Südländern helfen. Mehr dazu unter Die Eurokrise, alles eine Frage der Wettbewerbsfähigkeit?

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Von: popper http://www.blicklog.com/2013/01/11/wie-geht-es-in-der-eurokrise-weiter/comment-page-1/#comment-106197 Fri, 11 Jan 2013 11:21:52 +0000 http://www.blicklog.com/?p=30501#comment-106197 Sachlich falsch ist, dass die „Sparprogramme“: „die richtigen Anpassungsprozesse in Gang gesetzt“ haben. Das sieht inzwischen sogar der Chefvolkswirt des IWF. Zudem ist der Begriff Sparprogramm irreführend. Es handelt sich nicht um Sparen, sondern um ein Kürzen von Löhnen, Renten etc. Das Zurückfahren der Primärverschuldung wird erkauft durch eine Absenkung der Wirtschaftsleistung und weitere Erhöhung der Staatsschuld. Das ist bei Betrachtung der wirtschaftlichen Gesamtrechnung nicht zielführend, sondern kontraproduktiv. Gerettet werden nicht Volkswirtschaften, sondern deren Gläubiger, die tendenziell den Schaden/Schulden mit verursacht haben. Und wenn der Autor Südostasien als Beispiel anführt, dann redet er von Äpfeln und Birnen. Dort bestand kein einheitlicher Währungsraum, der eine relativ schnelle Wiederherstellung der Wettbewerbsfähigkeit durch ein Abwerten unterschiedlicher Währungen möglich machte. Der Kern der Problematik wird vom Autor gar nicht berührt. Er bedient sich einer Argumentation, die das saldenmechanische Grundprinzip der Ökonomik, dass die Gewinne des einen immer die Schulden des anderen sind, unberücksichtigt lässt und in neoliberaler Ideologie schwelgt.

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Von: Dennis http://www.blicklog.com/2013/01/11/wie-geht-es-in-der-eurokrise-weiter/comment-page-1/#comment-106185 Fri, 11 Jan 2013 09:27:32 +0000 http://www.blicklog.com/?p=30501#comment-106185 Hm… entweder bin ich jetzt zu blöd oder Sie haben den Artikel gar nicht komplett und aufmerksam genug gelesen. Kann natürlich beides sein. Ich kenne die Wahrheit halt auch nicht. Ich finde nicht, dass der Artikel dem widerspricht, was Sie behaupten bzw. der Autor des Artikels sieht es etwas sachlicher 😉

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Von: popper http://www.blicklog.com/2013/01/11/wie-geht-es-in-der-eurokrise-weiter/comment-page-1/#comment-106184 Fri, 11 Jan 2013 09:14:32 +0000 http://www.blicklog.com/?p=30501#comment-106184 Das, was Sie logische Analyse nennen, ist ein Sammelsurium neoliberaler Weisheiten, die vor lauter marktgläubigen Bäumen den Wald ökonomischer Kern-Realitäten nicht mehr sehen. Wettbewerbsfähigkeit wird in neoliberaler Manier als Wunderheilmittel verkauft, ohne darauf hinzuweisen, dass in einem Wirtschaftsraum mit einheitlicher Währung nur der wettbewerbsfähiger sein kann, der am meisten seine Kosten senkt. Tun das alle, wie derzeit in Europa, verschwindet die Wettbewerbsfähigkeit einzelner Staten hinter einem statistischen Mittel auf niedrigstem Niveau. Was dann dazu führt, dass die Nachfrage untereinander wegbricht und außereuropäisch gesucht werden muss. Dort gelingt dieses Spielchen des Kostendumpings nicht, weil andere Währungen sich mit Abwertung schützen. D Insoweit kann man den Artikel unter neoliberaler Propaganda abhaken. Sinnstiftendes hat er entgegen ihrer Meinung nicht zu bieten.

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Von: Dennis http://www.blicklog.com/2013/01/11/wie-geht-es-in-der-eurokrise-weiter/comment-page-1/#comment-106124 Fri, 11 Jan 2013 01:29:03 +0000 http://www.blicklog.com/?p=30501#comment-106124 Chapeau! Ein Hoch auf den Autoren!
Endlich Mal einer, der nicht allen nach dem Mund redet und sich Mal mit eigenen bzw. anderen Gedanken an die Sache herantraut und einfach Mal logisch analysiert!
Bitte weiter so! Ich werde noch ein richtiger Fan, dieses Blogs!

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