Kommentare zu: Das Sim City Desaster oder wenn das Management nicht zuhören will http://www.blicklog.com/2013/03/22/das-sim-city-desaster-oder-wenn-das-management-nicht-zuhren-will/ Notizen über Wirtschaft, Finanzen, Management und mehr Thu, 09 Oct 2025 13:01:47 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.0.25 Von: Über die Inkompetenz der großen Player in der Spieleindustrie | fein und knusprig http://www.blicklog.com/2013/03/22/das-sim-city-desaster-oder-wenn-das-management-nicht-zuhren-will/comment-page-1/#comment-139298 Sun, 28 Apr 2013 18:00:02 +0000 http://www.blicklog.com/?p=31429#comment-139298 […] Zahlen sehen. Die Qualität und Nutzerfreundlichkeit bleibt aber auf der Strecke, wie jüngst  das Sim City Desaster gezeigt hat. TheGentlemanCritic hat sich deshalb hingesetzt und einige Gedanken zu diesem Thema in […]

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Von: Steffen S. http://www.blicklog.com/2013/03/22/das-sim-city-desaster-oder-wenn-das-management-nicht-zuhren-will/comment-page-1/#comment-129315 Sun, 24 Mar 2013 18:57:04 +0000 http://www.blicklog.com/?p=31429#comment-129315 Das schlimmste ist insbesondere der Einfluss auf die Motivation der Mitarbeiter, und viel mehr noch die Kultur des Unternehmens. Es sagt viel aus, wenn keine internen Kommunikationskanäle genutzt werden, und an Stelle dessen externe Plattformen zur Veröffentlichung herangezogen werden (vgl. EA oder auch Microsoft [1,2]).

Insbesondere große Unternehmen „verrotten“ innerlich. Sie haben schön den äußeren Einfluss darauf beschrieben, u.a. aufgrund der aktuell vorherrschenden Interpretation des Shareholder Value. Ich frage mich ernsthaft, wie dies zu korrigieren ist?

Kultur zu ändern ist unglaublich schwierig, erfordert vor allem Kommunikation. Leider findet innerhalb der Unternehmen und insbesondere zwischen den Hierarchieebenen maximal Interaktion statt.

Jedem, der heute einen Einblick in große Konzerne (abseits CSR & anderem Marketing-Geschwätz) nehmen will, dem sei der Artikel „A Stupidity-Based Theory of Organizations“ [3] empfohlen.

[1] http://www.news.com.au/technology/gaming/employee-writes-open-letter-to-ea-over-embarrassing-simcity-launch/story-e6frfrt9-1226594600799
[2] http://techcrunch.com/2012/04/22/frustration-disappointment-and-apathy-my-years-at-microsoft/
[3] http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1467-6486.2012.01072.x/abstract

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Von: Sascha M. http://www.blicklog.com/2013/03/22/das-sim-city-desaster-oder-wenn-das-management-nicht-zuhren-will/comment-page-1/#comment-128540 Fri, 22 Mar 2013 07:23:57 +0000 http://www.blicklog.com/?p=31429#comment-128540 Schöner Text. Und danke, dass Sie darauf hinweisen, dass man im Unternehmen selber wohl schon wusste was passiert. M.E. hätte EA, dies auch schon aus der Vergangenheit und von anderen Herstellern/Publishern wissen können.

EA ist ja ein Riesenunternehmen in der Branche und existiert ja nicht im luftleeren Raum. Ich mein es war vor inzwischen ein, oder zwei Jahren, wo Ubisoft auch anfing bei seinen Produkten (u.a. das damals neue Siedler) einen Onlinezwang einzuführen. Das Spiel musste Online aktiviert werden, es brauchte eine ständige Internetverbindung und Spielstände wurden auch nicht mehr lokal, sondern auf Ubisoft-Servern gespeichert.

Auch damals hat sich das Unternehmen komplett in die Nesseln gesetzt und falsch kalkuliert, sich den Unmut der Kunden zugezogen und auch hier war bereits etwa eine Woche nach Verkaufsstart eines Spiels der erste Crack verfügbar, mit der man das Spiel offline spielen konnte.
Ähnliches (nur ohne Crack) passierte Blizzard beim Start von Diablo 3, dass aufgrund von massiven Fehlkalkulationen bei den Serverkapazitäten mehrere Tage, wenn nicht gar Wochen, für viele Spieler nicht spielbar war. Bei Diablo 3, wie auch jetzt zuletzt bei Heart of the Swarm (Addon zu Starcraft 2) handelte es sich um einen zeitlichen weltweiten Release, nur hat es Blizzard bei HotS diesmal wohl reibungslos geschafft.

Die Sim City-Geschichte ist natürlich nicht das einzige, wo sich EA zuletzt blamiert hat. Wir erinnern uns sicherlich noch an die Orgin-Geschichte. Eingeführt mit Battlefield 3 sollte Orgin sowas wie Steam für EA-Spiele werden. Auch hier Online- und Orginzwang, Aktivierungsserver die nicht funktionierten, zuvor Online gekaufte Spiele und Addons die verschwinden und AGBs, in denen die Kundendaten an dritte weiterverkauft werden sollten.

Scheinbar leidet EA immer noch unter dem Orgin-Desaster, da man damals oft hörte, dass sich viele BF 3 und andere Spiele, welche unter diesen Bedingungen veröffentlicht wurden, nicht kaufen werden (wenn EA Umsatzeinbrüche hatte, scheinen dies wohl auch einige Leute in die tat umgesetzt zu haben).

Alle großen Publisher scheinen wohl derzeit Probleme zu haben. Dies liegt aber m.E. nicht nur daran, dass sie auf dem PC Raubkopien fürchten. Es ist eher soetwas wie der „Steam-Schock“. Valve hat mit Steam wohl den größten Spiele- (und demnächst auch allgemein Software-) Distributionsdienst den es gibt erstellt und viele versuchen (wie nun EA mit Orgin, aber auch Blizzard im begrenzten Umfang mit der Erweiterung ihres Battle.nets) dem nachzueifern.

Für Steam seinerseits muss man natürlich auch Online sein um es zu nutzen. Wenn Steam allerdings feststellt, dass keine Verbindung aufgebaut werden kann, bietet es an im Offline-Modus zu starten. Die erhobenen Daten der Kunden werden transparent eingesetzt (etwa Hard- und Softwareumfragen, in denen das System der Kunden ermittelt wird, wirkt sich sofort auf das aus was Steam supportet). Zudem hat Valve angekündigt, dass wenn die Steamserver eines Tages mal abgestellt werden (etwa weil Valve pleite ist), wird es zuvor noch einen „No-Steam-Patch“ anzubieten, mit denen man die gekauften Spiele anschließend auch ohne Steam nutzen kann.

Auch ist bei Steam in meinen Augen natürlich nicht alles perfekt, allerdings scheint man dort zu wissen, wie man mit seinen Kunden umgehen sollte. Nämlich ohne Gängelung. Dann klappts auch mit den Umsätzen.

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