Kommentare zu: Ist Fairness nur für Muppets (Teil 3): Markt und Macht http://www.blicklog.com/2013/04/02/ist-fairness-nur-fr-muppets-teil-3-markt-und-macht/ Notizen über Wirtschaft, Finanzen, Management und mehr Thu, 09 Oct 2025 13:01:47 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.0.25 Von: Ist Fairness nur für Muppets (Teil 4)? Auf dem Weg zu extraktiven Eliten? http://www.blicklog.com/2013/04/02/ist-fairness-nur-fr-muppets-teil-3-markt-und-macht/comment-page-1/#comment-137502 Mon, 22 Apr 2013 05:36:29 +0000 http://www.blicklog.com/?p=31507#comment-137502 […] ist gegenüber Macht nahezu blind, wie der Ökonom Manfred Tietzel bereits 1985 feststellte[3]. Im dritten Teil ging es darum, wie Macht Ungleichheit verstärken […]

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Von: Nixda http://www.blicklog.com/2013/04/02/ist-fairness-nur-fr-muppets-teil-3-markt-und-macht/comment-page-1/#comment-132160 Tue, 02 Apr 2013 19:27:17 +0000 http://www.blicklog.com/?p=31507#comment-132160 In Kommentaren ist häufig zu lesen, dass eine Umverteilung durch den Staat durch Steuern und Transfers per se ungerecht sei, also mitnichten der geforderten Gerechtigkeit entsprechen würde.

Dieser Standpunkt setzt aber voraus, dass das Verteilungsergebnis der marktwirtschaftlichen Transaktionen gerecht sei. Mit dem hier geschriebenen lässt sich aber feststellen, dass das Verteilungsergebnis wesentlich von den Machtverhältnissen auf den Märkten bestimmt ist. Das betrifft insbesondere den Arbeitsmarkt: Man kann den einzelnen Tätigkeiten keine Wertschöpfung zuweisen. Auch kann man nicht feststellen, ob eine bestimmte Tätigkeit durch den ausübenden besonders wertschöpfend wird, oder durch die Werkzeuge die er verwendet. Jemand, der mit 100 Mio seiner Bank spekulieren kann, wird im Zweifel mehr Wertschöpfung haben, als jemand, der bei gleicher Fähigkeit nur 100 Euro als Werkzeug einsetzen kann. So sind auch die Gehälter keine Aussage über die Wertschöpfung einer Tätigkeit, sondern der innerbetrieblichen Machtverhältnisse bei der Gehaltsfindung.

Darüber hinaus muss man zu Thema Machtverhältnisse auf den Märkten nicht nur den Informationsvorsprung erwähnen, sondern auch, dass viele der uns als Liberalisierung verkauften Gesetzte genau diese Ungleichgewichte verstärken. Ein banales Beispiel ist das Abrücken von den Standardverpackungsgrößen bei den Lebensmitteln und die immer noch mangelnde Deklarationspflicht. Am Ende weiß nur der Produzent genau, welches gepanschte Zeug er in welcher Menge in die Verpackung gesteckt hat.

Marktregulierungen führen in vielen Fällen auch zu transparenteren und damit effizienteren Märkten. Bei Liberalisierungen in oft genug auch genau das Gegenteil der Fall, besonders häufig bei denjenigen, die die Wirtschaftslobbyisten einfordern.

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