Kommentare zu: Repressive Easing http://www.blicklog.com/2013/07/03/repressive-easing/ Notizen über Wirtschaft, Finanzen, Management und mehr Thu, 09 Oct 2025 13:01:47 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.0.25 Von: Stefan Wehmeier http://www.blicklog.com/2013/07/03/repressive-easing/comment-page-1/#comment-181743 Sat, 17 Aug 2013 19:50:35 +0000 http://www.blicklog.com/?p=32579#comment-181743 „Die Kaufkraft des Geldes nimmt ab, das Geld entwertet sich, die Waren werden teurer, die Preise steigen (Inflation), wenn die umlaufende Geldmenge im Verhältnis zur Warenmenge vergrößert wird, und wenn das Geld schneller umläuft. Umgekehrt: Die Kaufkraft des Geldes nimmt zu, das Geld wird „besser“, die Waren werden billiger, die Preise fallen (Deflation), wenn die umlaufende Geldmenge im Verhältnis zur Warenmenge verkleinert wird, und wenn das Geld langsamer umläuft.
Kann man aber durch Vermehrung oder Verminderung der umlaufenden Geldmenge die Kaufkraft des Geldes senken oder heben, so muss es auch möglich sein, durch planmäßige Verwaltung des Geldes seine Kaufkraft zu festigen, den Durchschnitt der Warenpreise (den Index) auf gleicher Höhe zu halten (Indexwährung), – vorausgesetzt, dass die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes geregelt ist!
Gerade an dieser zuletzt genannten Voraussetzung hapert es aber beim Dauergeld (Zinsgeld mit Wertaufbewahrungs(un)funktion). Nehmen wir an, das einzurichtende staatliche Währungsamt, dem die Aufrechterhaltung der Indexwährung obliegt, stellt fest, dass der Index Neigung hat zu steigen. Es wird daher Geld aus dem Verkehr ziehen und umgekehrt, wenn der Index Neigung zeigt zu sinken, wird es zusätzlich Geld in den Verkehr geben. Diese Maßnahmen werden solange wirksam sein, als das Lockmittel des Zinses hoch genug ist, um das Geld umlaufen zu lassen. Sinkt aber bei Vollbetrieb der Wirtschaft die Rentabilität, so wird das Geld immer zögernder investiert werden. Die Geldbesitzer können dieses Geld, das ja keinen Zins mehr bringt, ohne Schaden aus dem Verkehr ziehen, aufhäufen (auf Girokonten liquide halten), unregelmäßig auf den Markt werfen und dadurch die Festwährung stören, woran sie schon deshalb ein Interesse haben, weil sie der Konjunkturschwankungen zur Erlangung der Differenzgewinne (Spekulationsgewinne) bedürfen.“

Otto Valentin (aus „Warum alle bisherige Politik versagen musste“, 1949)

Daran hat sich bis heute nichts geändert. Der Zusammenbruch einer Zinsgeld-Ökonomie (zivilisatorisches Mittelalter) erfolgt nach dem Schema: Liquiditätsfalle > Deflation > Hyperinflation. Weil die Zentralbank keinen Einfluss auf die Umlaufgeschwindigkeit (effektive Umlauffrequenz) des Zentralbankgeldes hat, kann sie immer nur Währungspfusch betreiben und durch Geldmengenausweitung die Liquiditätsfalle (kollektiver Rückzug der Ersparnisse aus der langfristigen Anlage) hinauszögern, auf Kosten einer Verkürzung der Zeitspanne von der einsetzenden Deflation bis zur anschließenden Hyperinflation, bei der alle auf Geld lautenden Forderungen vernichtet werden.

Damit das Geld unter allen Umständen sicher umläuft und die Zentralbank überhaupt die Möglichkeit hat, den Geldwert anhand eines repräsentativen Konsumgüter-Preisindex auf unbegrenzte Zeit absolut stabil zu halten, müssen die destruktiven Umlauf“sicherungen“ Urzins und schleichende Inflation durch eine konstruktive Geldumlaufsicherung ersetzt werden.

http://opium-des-volkes.blogspot.de/2012/10/geld.html

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Von: Zentralbanken – Die Retter der Welt? http://www.blicklog.com/2013/07/03/repressive-easing/comment-page-1/#comment-173742 Mon, 29 Jul 2013 23:02:26 +0000 http://www.blicklog.com/?p=32579#comment-173742 […] costs, FT 9.7.2013 Quantitative easing and the curious case of the leaky bucket, FT 9.7.2013 Repressive Easing, Dirk Elsner auf dem Blicklog, 3. Juni 2013 Europe’s gear up for a final, toxic confrontation, FT 9.7.2013 Japanisches Europa, in: Fazit – […]

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Von: Zentralbanken – Die Retter der Welt? « LGT Finanzblog http://www.blicklog.com/2013/07/03/repressive-easing/comment-page-1/#comment-172065 Thu, 25 Jul 2013 09:12:23 +0000 http://www.blicklog.com/?p=32579#comment-172065 […] costs, FT 9.7.2013 Quantitative easing and the curious case of the leaky bucket, FT 9.7.2013 Repressive Easing, Dirk Elsner auf dem Blicklog, 3. Juni 2013 Europe’s gear up for a final, toxic confrontation, FT 9.7.2013 Japanisches Europa, in: Fazit – […]

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Von: Zins-Tief: Wer hat Angst vorm billigen Geld? : pressekompass http://www.blicklog.com/2013/07/03/repressive-easing/comment-page-1/#comment-167165 Wed, 10 Jul 2013 08:31:32 +0000 http://www.blicklog.com/?p=32579#comment-167165 […] das billige Geld eigentlich gefährlich?, fragt Karl-Heinz Thielmann auf Blick Log und konstatiert nüchtern: „Wenn Regierungen die Bürger nicht durch Steuern, Leistungskürzungen […]

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Von: Kleine Presseschau vom 3. Juli 2013 | Die Börsenblogger http://www.blicklog.com/2013/07/03/repressive-easing/comment-page-1/#comment-165088 Wed, 03 Jul 2013 12:14:14 +0000 http://www.blicklog.com/?p=32579#comment-165088 […] Blick Log: Repressive Easing […]

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Von: topperhopper http://www.blicklog.com/2013/07/03/repressive-easing/comment-page-1/#comment-165044 Wed, 03 Jul 2013 09:30:43 +0000 http://www.blicklog.com/?p=32579#comment-165044 Danke für den Artikel. Wegen solcher Schriftstücke hat der BlickLog zu Recht einen Preis bekommen – relativ sachlich, selbstreflektierend und nicht geifernd wie so viele andere Kommentare im Internet.

@ Andreas:
Ich habe den Artikel nicht so wahrgenommen, als dass er einer bestimmten Verschwörungstheorie anhängt oder irgendwas zu stark vereinfacht. Sicher kann man den einen oder anderen Fehler entdecken – das ändert aber nicht an der meiner Ansicht nach ausgewogenen Ausrichtung des Artikels.

VG

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Von: Andreas http://www.blicklog.com/2013/07/03/repressive-easing/comment-page-1/#comment-165016 Wed, 03 Jul 2013 07:09:41 +0000 http://www.blicklog.com/?p=32579#comment-165016 Ja, da ist sie wieder, die, ich nenne es mal so, „Verschwörungstheorie der Geldmenge“. Unabhängigkeit der Notenbanken, papperlapapp. In Wahrheit betreiben die Notenbanken, halt nur über den Umweg von Niedrigzinsen statt über den direkten Ankauf von Staatsanleihen, verdeckte Staatsfinanzierung. Belege hierfür? Nicht vorhanden, versteht sich doch von selbst. Wer braucht schon Fakten, wenn die Wahrheit so klar vor den Augen liegt. Wenigstens dann, wenn man sich eine Wahrheit konstruiert.

Erstaunlich, dass am Anfang des Textes völlig zurecht auf den gestörten Transmissionsmechanismus hingewiesen wird, dieses Thema dann aber keine Rolle mehr spielt. Könnte ja die eigene Theorie stören. Andere Dinge werden der Vorsicht halber garnicht erwähnt. Rezession? Hat vermutlich keinen Einfluss auf die Realzinsen…Liquiditätsfalle? Vermutlich keynesianisches Voodoo-Zeugs.

Und die Wirklichkeit? „Seit 10 Jahren finanzielle Repression“, aber betrug der Leitzins der EZB nicht vor 5 Jahren noch 4,25%? „Der Geldumlauf wird immer träger“, aber wuchs M3 nicht zwischen 2005 und 2008 noch stärker als die Geldbasis? Der Ankauf „risikoloser“ Staatsanleihen im Zuge von Basel II verdrängte Unternehmensfinanzierung, aber gab es vor 2008 nicht eine riesige Schuldenblase im Privatsektor?

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