Kommentare zu: Glanz und Elend der Ökonomie Teil 1 http://www.blicklog.com/2013/11/05/glanz-und-elend-der-okonomie-teil-1/ Notizen über Wirtschaft, Finanzen, Management und mehr Sat, 13 Jun 2026 20:58:02 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.0.25 Von: DDD http://www.blicklog.com/2013/11/05/glanz-und-elend-der-okonomie-teil-1/comment-page-1/#comment-212449 Sat, 09 Nov 2013 15:35:33 +0000 http://www.blicklog.com/?p=34272#comment-212449 Okay, angenommen die Ökonomik zerstreut sich friedlich in viele verschiedene Universitäten mit pluralistischen nichtmathematischen unorthodoxen Ansätzen und die Qualität der Forscher wird wieder mit subjektiven Maßstäben gemessen. Glauben Sie dass dann diese Ökonomik eher die nächste Krise vorraussieht und nicht mehr vor den Kameras zerstritten ist?
Wissen Sie eigentlich wie die Veröffentlichungs- und Forschungspraxis in anderen Wissenschaften aussieht, glauben sie da gibt es keine Verknöcherungen? Nur weil man keine streitenden Soziologen im Fernsehen sieht, heißt das nicht, dass bei denen FFEK herrscht.

Die sogenannten Heterodoxen haben in den Talkshows und in den geistigen Untiefen des Webs mindestens so viel Widersprüchliches und Bescheuertes von sich gegeben wie die Mainstreamer.

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Von: Glanz und Elend der Ökonomie | Wirtschaftswurm http://www.blicklog.com/2013/11/05/glanz-und-elend-der-okonomie-teil-1/comment-page-1/#comment-211402 Thu, 07 Nov 2013 12:06:24 +0000 http://www.blicklog.com/?p=34272#comment-211402 […] Glanz und Elend der Ökonomie. […]

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Von: Glanz und Elend der Ökonomie Teil 2 http://www.blicklog.com/2013/11/05/glanz-und-elend-der-okonomie-teil-1/comment-page-1/#comment-211218 Thu, 07 Nov 2013 00:38:55 +0000 http://www.blicklog.com/?p=34272#comment-211218 […] Artikels, in dem die Ursachen für den derzeit schlechten Ruf der Ökonomie behandelt werden. Im ersten Teil ging es um die Entfernung von der Realität sowie um die Ausrichtung der Forschung auf US-Topunis […]

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Von: Kleine Presseschau vom 5. November 2013 | Die Börsenblogger http://www.blicklog.com/2013/11/05/glanz-und-elend-der-okonomie-teil-1/comment-page-1/#comment-210667 Tue, 05 Nov 2013 12:50:38 +0000 http://www.blicklog.com/?p=34272#comment-210667 […] Blick Log: Glanz und Elend der Ökonomie Teil 1 […]

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Von: Stefan Wehmeier http://www.blicklog.com/2013/11/05/glanz-und-elend-der-okonomie-teil-1/comment-page-1/#comment-210660 Tue, 05 Nov 2013 12:32:02 +0000 http://www.blicklog.com/?p=34272#comment-210660 Was ist die “Finanzkrise”?

“Der Sparer erzeugt mehr Ware, als er selbst kauft, und der Überschuß wird von den Unternehmern mit dem Geld der Sparkassen gekauft und zu neuen Realkapitalien verarbeitet. Aber die Sparer geben das Geld nicht her ohne Zins, und die Unternehmer können keinen Zins bezahlen, wenn das, was sie bauen, nicht wenigstens den gleichen Zins einbringt, den die Sparer fordern. Wird aber eine Zeitlang an der Vermehrung der Häuser, Werkstätten, Schiffe usw. gearbeitet, so fällt naturgemäß der Zins dieser Dinge. Dann können die Unternehmer den von den Sparern geforderten Zins nicht zahlen. Das Geld bleibt in den Sparkassen liegen, und da gerade mit diesem Geld die Warenüberschüsse der Sparer gekauft werden, so fehlt für diese jetzt der Absatz, und die Preise gehen zurück. Die Krise ist da.”

(aus “Die Natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld”, 1916)

20 Jahre später bezeichnete der “Jahrhundertökonom” J. M. Keynes in seiner “Allgemeinen Theorie (der Beschäftigung der Politik)” dieses Phänomen, das sich zwangsläufig aus der Verwendung von hortbarem Geld mit Wertaufbewahrungs(un)funktion (Zinsgeld) ergibt, als “Liquiditätsfalle” – und beschrieb zwei Mittel, um sie hinauszuzögern: Erhöhung der Staatsverschuldung mit Ausgabe des Geldes für Projekte, die den Zinsfuß nicht senken (Löcher graben und wieder zuschaufeln, Kriegsrüstung, etc.), und Geldmengenausweitung.

Um aus der Liquiditätsfalle herauszukommen, gibt es bei der weiteren Verwendung von Zinsgeld nur eine Möglichkeit: Eine umfassende Sachkapitalzerstörung muss den Zinsfuß anheben. Diese früher sehr beliebte “Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln” konnte jedoch nur solange der “Vater aller Dinge” sein, wie es noch keine Atomwaffen gab!

Was ist Politik?

“Im Grunde ist Politik nichts anderes als der Kampf zwischen den Zinsbeziehern, den Nutznießern des Geld- und Bodenmonopols, einerseits und den Werktätigen, die den Zins bezahlen müssen, andererseits.”

Otto Valentin (“Warum alle bisherige Politik versagen musste”, 1949)

Was nun?

“Ich finde die Zivilisation ist eine gute Idee. Nur sollte endlich mal jemand anfangen, sie auszuprobieren.”

Sir Arthur Charles Clarke (1917 – 2008)

Der längst überfällige, eigentliche Beginn der menschlichen Zivilisation setzt die Überwindung der Religion voraus, die den Kulturmenschen überhaupt erst “wahnsinnig genug” für das Geld machte, lange bevor diese seitdem grundlegendste zwischenmenschliche Beziehung wissenschaftlich erforscht war:

http://opium-des-volkes.blogspot.de/2013/10/wohlstand-fur-alle.html

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Von: Nixda http://www.blicklog.com/2013/11/05/glanz-und-elend-der-okonomie-teil-1/comment-page-1/#comment-210619 Tue, 05 Nov 2013 10:17:19 +0000 http://www.blicklog.com/?p=34272#comment-210619 Mit der Mathematisierung wird eine wissenschaftliche Fassade aufgebaut. Die Ökonomie ist heute eine potemkinsche Wissenschaft.

Der Kern der Krise der Ökonomie sind die untauglichen Modelle mit der die Ökonomen arbeiten. Die Mathematisierung der Ökonomie hat viel dazu beigetragen dass diese Schwäche vernebelt wird. Wenn ich in meinen Modellen davon ausgehe, dass die Erde in der Mitte des Universums steht, kann ich mit sehr komplexer Mathematik sicher ein paar brauchbare Vorhersagen über die Planetenbahnen machen, aber das Modell wird immer schlecht sein, und die Mathematik immer komplizierter. Das sieht man auch in der Diskussion um die Mikrofundierung der DSGE Modelle, die eine Wissenschaftlichkeit vorgaukelt, die gar nicht vorhanden ist. Das Problem der fehlerhaften Modelle beginnt nämlich schon in der Mikroökonomie, deshalb sind die Ableitungen eben auch falsch. Neben den schlechten Mikro- und Markomodellen blockiert das ideologiehafte Festhalten an der EMH jede Entwicklung.

Die behaviouristischen Ansätze zeigen die Schwäche der Modelle deutlich auf: Menschen handeln nicht rational, den sich an Nutzenkurven orientierten Haushalt gibt es nicht, niemand im Supermarkt kennt alle Preise auswendig, Märkte sind nicht effizient, Firmen setzen Preise nicht zu Grenzkosten sondern an was man am Markt erzielen kann. Die IS Kurve im IS Modell gibt es nicht, wenn man die Geldschöpfung durch die Geschäftsbanken berücksichtigt usw.

Den Konsequenzen, einem grundlegenden Paradigmenwechsel in ihren Modellen, verweigert sich die Ökonomie aus unter anderem aus Gründen, die sie im Punkt 2 aufführen. Sie verweigert sich damit der Wissenschaftlichkeit und der eigenen Modernisierung und wird damit zur Ideologie und lässt sich willfährig von Interessengruppen instrumentalisieren.

Die Ökonomie muss sich komplett neu erfinden. Neben Thomas Kuhns „Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen“ sollte ein Ökonom auch Luhmann lesen zur Autopoesis von Organisationen, um zu verstehen, warum sich bessere Theorien nicht durchsetzen.

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