Kommentare zu: Debatte um deutsches Importdefizit (= Exportüberschuss) mit falschen Prioritäten? http://www.blicklog.com/2013/11/25/debatte-um-deutsches-importdefizit-frher-exportberschuss-mit-falschen-prioritten/ Notizen über Wirtschaft, Finanzen, Management und mehr Fri, 18 Sep 2026 06:09:21 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.0.28 Von: Schwellenlandkrise und Investitionsschwäche deutscher Unternehmen http://www.blicklog.com/2013/11/25/debatte-um-deutsches-importdefizit-frher-exportberschuss-mit-falschen-prioritten/comment-page-1/#comment-247984 Mon, 10 Feb 2014 01:58:02 +0000 http://www.blicklog.com/?p=34597#comment-247984 […] Debatte um deutsches Importdefizit (= Exportüberschuss) mit falschen Prioritäten? […]

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Von: Burning Other People’s Money http://www.blicklog.com/2013/11/25/debatte-um-deutsches-importdefizit-frher-exportberschuss-mit-falschen-prioritten/comment-page-1/#comment-247950 Wed, 05 Feb 2014 00:50:30 +0000 http://www.blicklog.com/?p=34597#comment-247950 […] einigen Wochen gab es in der internationalen Öffentlichkeit eine erregte Diskussion über die deutschen Exportüberschüsse. Was leider in den meisten Beiträgen hierzu unterging, war, dass diese hohen Warenausfuhren auch […]

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Von: Tim http://www.blicklog.com/2013/11/25/debatte-um-deutsches-importdefizit-frher-exportberschuss-mit-falschen-prioritten/comment-page-1/#comment-222207 Thu, 28 Nov 2013 12:30:08 +0000 http://www.blicklog.com/?p=34597#comment-222207

Deutschland hat ein riesiges Nachfragedefizit.

Wird oft und gern behauptet, entspricht aber nicht der empirischen Realität. Die deutsche Konsumquote liegt ziemlich genau im europäischen Durchschnitt. Deutlich darüber liegen lediglich Haudrauf-Volkswirtschaften wie die USA oder UK.

Es gibt kein deutsche Nachfragedefizit. Es gibt lediglich ein Investitionsdefizit in Deutschland – und das allerdings schon seit Jahrzehnten.

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Von: Debatte um deutsches Importdefizit mit falschen Prioritäten? | Carta http://www.blicklog.com/2013/11/25/debatte-um-deutsches-importdefizit-frher-exportberschuss-mit-falschen-prioritten/comment-page-1/#comment-221627 Wed, 27 Nov 2013 08:46:30 +0000 http://www.blicklog.com/?p=34597#comment-221627 […] Crosspost vom Blick Log […]

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Von: mister-ede http://www.blicklog.com/2013/11/25/debatte-um-deutsches-importdefizit-frher-exportberschuss-mit-falschen-prioritten/comment-page-1/#comment-221401 Tue, 26 Nov 2013 19:59:01 +0000 http://www.blicklog.com/?p=34597#comment-221401 @Dirk Elsner
Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Ich stimme Ihnen voll zu. Worauf ich mit den Fragen hinaus will, ist zu sagen, dass die Marktwirtschaft einen Rahmen braucht, weil die Marktwirtschaft von sich aus nicht alle Probleme lösen kann – also nicht „vollkommen“ ist. Die Externalitäten sind ein Beispiel, wo staatliche Eingriffe nötig sind. Da sind wir uns absolut einig.

Auch der Zins ist ein Preis, da werden Sie mir sicherlich zustimmen. Ähnlich wie z.B. bei Gütern die Umweltverschmutzung in den Preis hineingerechnet werden sollten, scheint es mir nun angebracht auch die Externalitäten des „Euro“ in den Zins einzupreisen. Mit der Euro-Zone wurde ein großer Kapitalmarkt geschaffen, der Anlegern (z.B. aus Fernost) und Kreditnehmern (europäische Staaten, Banken und Unternehmen) ein hervorragendes Marktumfeld bietet. Durch einen Finanztransaktionssteuer könnte man dies ein wenig einpreisen. Auch Zinsaufschläge für besonders gut bewertete Banken erscheinen mir sinnvoll, da gerade jene Institute besonders vom einheitlichen Euro-Markt profitieren.

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Von: Dirk Elsner http://www.blicklog.com/2013/11/25/debatte-um-deutsches-importdefizit-frher-exportberschuss-mit-falschen-prioritten/comment-page-1/#comment-221111 Tue, 26 Nov 2013 06:47:26 +0000 http://www.blicklog.com/?p=34597#comment-221111 @mister-ede
Den Begriff Externalität habe ich zwar oben nicht verwendet in dem Text, aber ich mag ihn gern.
a) Ich verstehe darunter externe Effekte, die etwa bei der Produktion von Leistungen entstehen. Negative externe Effekte belasten einen Dritten etwa mit Produktionskosten, ohne dass der eigentliche Verursacher dafür die Kosten trägt. Lehrbuchbeispiele sind die Kosten für die Luft- oder Gewässerverschmutzung, für die etwa ein Chemieproduzent nicht zahlt.

b) Gibt es keine Regelungen, dann bilden die Preise nicht die negativen Externalitäten ab. Im Chemiebeispiel wäre also die Produktion zu günstig, weil der Produzent keine Vorkehrungen trifft, um die Gewässerverschmutzung zu vermeiden.

c) Externalität gehören damit für mich zu den wichtigsten Begründungen für die Rechtfertigung staatlicher Eingriffe. Ziel einer guten Wirtschaftspolitik sollte es sein, externe Effekte zu verhindern bzw. sie den Verursachern zuzuordnen (man spricht dann auch von Internalisierung externer Effekte).

Ein ganz praktisches Beispiel für den Versuch, externe Effekte zu internalisieren ist der Handel mit Verschmutzungsrechten (Emissionszertifikaten). Siehe dazu z.B.
http://tu-dresden.de/die_tu_dresden/fakultaeten/fakultaet_wirtschaftswissenschaften/bwl/ee2/lehrstuhlseiten/ordner_lehre/ordner_ss_04/ordner_energiewirtschaft_1_ss_04/ew1_vl_3-6_emissionshandel.pdf

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Von: Beate http://www.blicklog.com/2013/11/25/debatte-um-deutsches-importdefizit-frher-exportberschuss-mit-falschen-prioritten/comment-page-1/#comment-220877 Mon, 25 Nov 2013 20:58:55 +0000 http://www.blicklog.com/?p=34597#comment-220877 Ich verstehe nicht wie die grandiose Wettbewerbsfähigkeit die Nachfrage der Deutschen nach Gütern und Dienstleistungen erwürgt hat.

Die Inlandsnachfrage steigt/stieg nicht im selben Verhältnis wie die Zunahme der Produktivität.

Aber warum blieb die Inlandsnachfrage zurück?

Selbst 2003, als die Propagandamaschine Deutschland zum kranken Mann Europas medial inszenierte, war die Handelsbilanz positiv.

Sind die Gründe Angst, Angst, Angst, … oder ?????

Ich finde den Begriff Importdefizit sehr undeutlich.

Deutschland hat ein riesiges Nachfragedefizit.

Der Theorie nach, sollte gar kein Nachfragedefizit möglich sein, da das Angebot gleich immer genügend Nachfrage schafft.

Zusätzliche Staatsausgaben wie auch immer finanziert senken also sehr wohl das Nachfragedezit.

Die Lohnpolitik, Mindestlohn (Anpassung per Gesetz oder Kommission, …) ist entscheidend für die bestmögliche Wirkung des fiskalischen Impulses.

Wir sollten nicht mehr von Importdefizit sprechen sondern besser von einem riesigen Nachfragedefizit.

Was aber unerwünscht zu sein scheint.

Weil dann auch über Lohnspreizung , etc gesprochen werden müßte.

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Von: mister-ede http://www.blicklog.com/2013/11/25/debatte-um-deutsches-importdefizit-frher-exportberschuss-mit-falschen-prioritten/comment-page-1/#comment-220800 Mon, 25 Nov 2013 17:46:02 +0000 http://www.blicklog.com/?p=34597#comment-220800 1. Kapitaldeckung mit dem demographischen Wandel zu begründen, halte ich für fragwürdig. Wenn man in Deutschland den demographischen Wandel erkennt, dann nicht daran, dass die Jobs wegfallen, sondern daran, dass diese mit ausländischen Fachkräften besetzt werden. Mittlerweile habe ich große Zweifel ob die Story vom demographischen Wandel nicht etwa das moderne Waldsterben ist.
2. Die Kritiker sehen natürlich, dass nicht nur Deutschland sich unausgeglichen entwickelt, sondern auch das Ausland. Es wurden ja nicht nur die Exportüberschüsse (Importdefizite) sondern umgekehrt auch die großen Exportdefizite mancher Länder kritisiert.
3. Die Lohnnebenkosten müssten umgestaltet werden, so wie ich das vorgeschlagen habe, damit geringe Einkommen entlastet werden. Auch so hebt man die Binnennachfrage. Den Rest hatte ich ja hier schon mal angefügt.
4. Im Eurosystem muss die Marktverzerrung durch das „einheitliche Zinsniveau“ ausgeglichen werden. Auch daher sind Steuerungen und Anpassungen notwendig.
5. Herr Elsner, ein paar kurze Fragen:
a) Was sind „Externalitäten“ in einer Marktwirtschaft?
b) Bildet innerhalb einer Marktwirtschaft der Preis auch negative Externalitäten ab?
c) Welche Schlussfolgerung ziehen Sie daraus für eine soziale Marktwirtschaft?

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Von: jens http://www.blicklog.com/2013/11/25/debatte-um-deutsches-importdefizit-frher-exportberschuss-mit-falschen-prioritten/comment-page-1/#comment-220775 Mon, 25 Nov 2013 16:29:43 +0000 http://www.blicklog.com/?p=34597#comment-220775 „In dieser Betrachtung ist Sparen plötzlich keine Tugend mehr, sondern riskant bis dumm. Handelsbilanzüberschüsse werden automatisch letztlich zu Transfers in andere Länder. Deutschland verschenkt Ersparnisse, damit das Ausland Nobelkarossen kaufen kann. Da wäre es vielleicht doch lustiger, wenn die Deutschen ihre Ersparnisse selbst auf den Kopf hauen könnten“.Soweit Winand von Petersdorff, letzter Absatz.
Genau das droht, nachdem der deutsche Kapitalexport die Schwellenländer entdeckt hat und die geretteten Milliarden dorthin transferiert-keine Rettungsschirme-keine hilfreiche EZB-und ein IWF, der sich seit der Asienkrise( kennt die jemand noch?) ziemlich verändert hat.
Das ist auch Marktwirtschaft.
Gruß, Jens

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Von: topperhopper http://www.blicklog.com/2013/11/25/debatte-um-deutsches-importdefizit-frher-exportberschuss-mit-falschen-prioritten/comment-page-1/#comment-220718 Mon, 25 Nov 2013 13:36:22 +0000 http://www.blicklog.com/?p=34597#comment-220718 Zur Frage, wie wir unseren gigantischen Leistungsbilanzüberschuss reduzieren:

Die geringe Investitionsneigung im europäischen Vergleich ist vor allem auf den staatlichen Sektor zurückzuführen.

Allerdings muss man ehrlich sein: neue (Infrastruktur-)Investitionsprogramme ziehen auch wieder (zu viele?) neue Schulden nach sich mit den daraus resultierenden Problemen (sh. GIPS-Staaten wie Spanien mit ihren top instandgesetzten Straßen)

VG

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Von: Ralf Sippel http://www.blicklog.com/2013/11/25/debatte-um-deutsches-importdefizit-frher-exportberschuss-mit-falschen-prioritten/comment-page-1/#comment-220666 Mon, 25 Nov 2013 11:02:44 +0000 http://www.blicklog.com/?p=34597#comment-220666 “Die Kritik ist nicht nachvollziehbar”, teilte laut Spiegel Online das Bundeswirtschaftsministerium mit. “
o.k., das Ministerium wird von einem ehemaligen Bundeswehrarzt und nicht von einem Volkswirt geleitet 😉
„1. Die hohen Exportüberschüsse entstehen nicht durch einseitiges Tun von Akteuren in Deutschland.“
Sie entstehen auch durch einseitiges Tun, nämlich die Löhne niedrigst zu halten bzw. das verfügbare Einkommen nicht steigen zulassen. Und da haben auch die Regierungsparteien seit Jahren ihren Anteil dran. Selbst wenn ein Mindestlohn die Sparneigung der Bürger erhöhen würde oder zu so viel mehr Arbeitslosigkeit führt, dass das verfügbare Einkommen nicht ansteigen würde, wären Senkungen der Lohnnebenkosten bei diesen Steuer- und Sozialversicherungsüberschüssen möglich und könnten sofort in den Konsum fließen.
Man kann zwar über Subventionen geteilter Meinung sein, jedoch bliebe zum Schluss natürlich noch Förderung für verbesserte Kühlschränke etc.
Auch ist weiterhi die Frage erlaubt, warum der Staat höchste Steuerüberschüsse produziert, aber Infrastrukturprojekte nicht voran treibt. Vielmehr ist die LKW-Maut schon ausgegeben und man braucht jetzt noch eine PKW Maut, um dann endlich mal wieder ein paar Autobahnen nach der WM2006 zu sanieren.

„[Der] deutsche Sparer geben sich der Hoffnung hin, durch aktuellen Konsumverzicht den späteren Konsum bezahlen zu können. Tatsächlich mögen sich gerade die deutschen Babyboomer denken, die schließlich von 2020 an in Rente gehen, dass Sparen als..“
Das kann natürlich für den klassischen FAZ Leser stimmen. In meinem Bekanntenkreis haben einschließlich uns viele in der Generation 30+, die noch kein Wohneigentum hatten, ihr Vermögen bei der Bank geplündert und die letzten 3 Jahre in Immobilien investiert. Und ob die Bürger bei niedrigem Einkommen Lohnerhöhungen und / oder Sozialversicherungsbeitragssenkungen eher ansparen, können die Ökonomen der FAZ sicher besser beurteilen. Ich persönlich tendiere dazu, dass diese „Überschüsse“ überwiegend in den Konsum fließen und somit den Binnenmarkt fördern.

„Wer sagt denn, dass die Bürger Produkte im Ausland kaufen..“
Was ist schon ohne Risiko. Leider ist der „Ossi“ ja damalig mit dem Geldumtausch ja auch lieber ins Ausland gefahren, nachdem er die ersten Beträge mit dem Aufkauf von (Schrott-)Kfz aus dem Westen investiert hatte. Jedoch wenn man nichts versucht, weil Bedenketräger für Stillhalten, Abwarten und Tee trinken appelieren…
da ist die Versklavung der Arbeitnehmer dann doch die bessere Alternative.

Ansonsten stimme ich mit den meisten Ausführungen überein 🙂

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Von: Kleine Presseschau vom 25. November 2013 | Die Börsenblogger http://www.blicklog.com/2013/11/25/debatte-um-deutsches-importdefizit-frher-exportberschuss-mit-falschen-prioritten/comment-page-1/#comment-220663 Mon, 25 Nov 2013 10:50:29 +0000 http://www.blicklog.com/?p=34597#comment-220663 […] Blick Log: Debatte um deutsches Importdefizit (= Exportüberschuss) mit falschen Prioritäten? […]

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