Kommentare zu: Griechische Banken mit weniger Schulden und mehr Eigenkapital als deutsche Banken http://www.blicklog.com/2013/12/04/griechische-banken-mit-weniger-schulden-und-mehr-eigenkapital-als-deutsche-banken/ Notizen über Wirtschaft, Finanzen, Management und mehr Sat, 13 Jun 2026 20:58:02 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.0.27 Von: Stefan Wehmeier http://www.blicklog.com/2013/12/04/griechische-banken-mit-weniger-schulden-und-mehr-eigenkapital-als-deutsche-banken/comment-page-1/#comment-226516 Sun, 08 Dec 2013 14:13:10 +0000 http://www.blicklog.com/?p=34667#comment-226516 Was ist die „Finanzkrise“?

„Der Sparer erzeugt mehr Ware, als er selbst kauft, und der Überschuß wird von den Unternehmern mit dem Geld der Sparkassen gekauft und zu neuen Realkapitalien verarbeitet. Aber die Sparer geben das Geld nicht her ohne Zins, und die Unternehmer können keinen Zins bezahlen, wenn das, was sie bauen, nicht wenigstens den gleichen Zins einbringt, den die Sparer fordern. Wird aber eine Zeitlang an der Vermehrung der Häuser, Werkstätten, Schiffe usw. gearbeitet, so fällt naturgemäß der Zins dieser Dinge. Dann können die Unternehmer den von den Sparern geforderten Zins nicht zahlen. Das Geld bleibt in den Sparkassen liegen, und da gerade mit diesem Geld die Warenüberschüsse der Sparer gekauft werden, so fehlt für diese jetzt der Absatz, und die Preise gehen zurück. Die Krise ist da.“

(aus „Die Natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld“, 1916)

20 Jahre später bezeichnete der „Jahrhundertökonom“ J. M. Keynes in seiner „Allgemeinen Theorie (der Beschäftigung der Politik)“ dieses Phänomen, das sich zwangsläufig aus der Verwendung von hortbarem Geld mit Wertaufbewahrungs(un)funktion (Zinsgeld) ergibt, als „Liquiditätsfalle“ – und beschrieb zwei Mittel, um sie hinauszuzögern: Erhöhung der Staatsverschuldung mit Ausgabe des Geldes für Projekte, die den Zinsfuß nicht senken (Löcher graben und wieder zuschaufeln, Kriegsrüstung, etc.), und Geldmengenausweitung.

Um aus der Liquiditätsfalle herauszukommen, gibt es bei der weiteren Verwendung von Zinsgeld nur eine Möglichkeit: Eine umfassende Sachkapitalzerstörung muss den Zinsfuß anheben. Diese früher sehr beliebte „Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln“ konnte jedoch nur solange der „Vater aller Dinge“ sein, wie es noch keine Atomwaffen gab!

Was ist Politik?

„Im Grunde ist Politik nichts anderes als der Kampf zwischen den Zinsbeziehern, den Nutznießern des Geld- und Bodenmonopols, einerseits und den Werktätigen, die den Zins bezahlen müssen, andererseits.“

Otto Valentin („Warum alle bisherige Politik versagen musste“, 1949)

Was nun?

„Ich finde die Zivilisation ist eine gute Idee. Nur sollte endlich mal jemand anfangen, sie auszuprobieren.“

Sir Arthur Charles Clarke (1917 – 2008)

Der längst überfällige, eigentliche Beginn der menschlichen Zivilisation, die Verwirklichung der Natürlichen Wirtschaftsordnung, setzt die Überwindung der Religion voraus, die den Kulturmenschen überhaupt erst „wahnsinnig genug“ für das Geld machte, lange bevor diese seitdem grundlegendste zwischenmenschliche Beziehung wissenschaftlich erforscht war.

http://opium-des-volkes.blogspot.de/2013/11/der-wille-zur-macht.html

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Von: Dimitri http://www.blicklog.com/2013/12/04/griechische-banken-mit-weniger-schulden-und-mehr-eigenkapital-als-deutsche-banken/comment-page-1/#comment-224976 Wed, 04 Dec 2013 19:37:46 +0000 http://www.blicklog.com/?p=34667#comment-224976 Das mit der hohen Eigenkapitalquote ist zwar schön und gut, die Frage bleibt ja, was sie mit dem restlichen Fremdkapital alles für Geschäfte eingehen. Die könne ja trotzdem super riskant sein?!

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Von: logicorum http://www.blicklog.com/2013/12/04/griechische-banken-mit-weniger-schulden-und-mehr-eigenkapital-als-deutsche-banken/comment-page-1/#comment-224768 Wed, 04 Dec 2013 08:27:21 +0000 http://www.blicklog.com/?p=34667#comment-224768 Das ist m,E. kein moral hazard. Zum einen das was Orbiter schreibt, sprich – es ist keine externe Forderung vorhanden. Zum anderen müsste man sich ansehen ob es nicht an Bilanzverkürzungen liegt. Wenn die Bilanzsummen als Berechnungsgröße herangezogen wird spielt auch die Kreditvergabepraxis eine Rolle. Daher hinkt die Kausalität etwas.

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Von: Orbiter1 http://www.blicklog.com/2013/12/04/griechische-banken-mit-weniger-schulden-und-mehr-eigenkapital-als-deutsche-banken/comment-page-1/#comment-224676 Wed, 04 Dec 2013 05:05:19 +0000 http://www.blicklog.com/?p=34667#comment-224676 In dem Artikel fehlen wichtige Informationen. Z. B. dass 3 der 4 größten griechischen Banken nach dem Schuldenschnitt Griechenlands im März 2012 negative Eigenkapitalquoten aufwiesen und seitdem mit Staatshilfen von über 50 Mrd. € rekapitalisiert wurden. Oder dass die Troika bei den systemrelevanten griechischen Banken eine Eigenkapitalquote von mindestens 9 % verlangt.

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