Kommentare zu: Warum ökonomische Vorhersagen Anekdoten sind (II): Verhalten und Chaos http://www.blicklog.com/2013/12/30/warum-konomische-vorhersagen-anekdoten-sind-ii-verhalten-und-chaos/ Notizen über Wirtschaft, Finanzen, Management und mehr Sat, 13 Jun 2026 20:58:02 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.0.25 Von: Zum neuen Jahr: Wieso sich nicht (einmal) neue Fragen stellen? « LGT Finanzblog http://www.blicklog.com/2013/12/30/warum-konomische-vorhersagen-anekdoten-sind-ii-verhalten-und-chaos/comment-page-1/#comment-243000 Thu, 09 Jan 2014 15:47:38 +0000 http://www.blicklog.com/?p=34930#comment-243000 […] Der Blicklog beschäftigt sich mit der Frage, warum ökonomische Prognosen «Anekdoten» sind (30. Dez. 2013) function zbpShare(url) { var sharer = […]

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Von: Meine irrationale Konjunkturprognose für 2014: Wachstum wird bei knapp 3 Prozent liegen | Ich sag mal http://www.blicklog.com/2013/12/30/warum-konomische-vorhersagen-anekdoten-sind-ii-verhalten-und-chaos/comment-page-1/#comment-242455 Wed, 08 Jan 2014 13:25:57 +0000 http://www.blicklog.com/?p=34930#comment-242455 […] Nachzulesen im Blog von Dirk Elster. […]

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Von: Wahrnehmungen (zur Frage nach der Zukunft) http://www.blicklog.com/2013/12/30/warum-konomische-vorhersagen-anekdoten-sind-ii-verhalten-und-chaos/comment-page-1/#comment-241779 Tue, 07 Jan 2014 09:59:06 +0000 http://www.blicklog.com/?p=34930#comment-241779 […] Sie schaffte es taggleich ins Radio. Zumindest als Frage. Ebenso wurde sie mittlerweile in mehreren Wirtschaftsblogs behandelt und sonstewo. Dies nur deswegen als kleiner Hintergrund, weil mich […]

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Von: PotzBlitzDonner http://www.blicklog.com/2013/12/30/warum-konomische-vorhersagen-anekdoten-sind-ii-verhalten-und-chaos/comment-page-1/#comment-239591 Fri, 03 Jan 2014 11:56:50 +0000 http://www.blicklog.com/?p=34930#comment-239591 Blaßen sind wie Frauen, wenn man meint sie verstanden zu haben, machen sie das Gegenteil von dem was man erwartet hat.

Wir müßen also nur eine Frau finden die analog dem Markt funktioniert ihm allerdings zeitlich vorher eilt. Wir würden dann zwar immer noch nicht verstehen warum und wieso, aber trotzdem wäre eine Prognoße möglich.

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Von: Jens http://www.blicklog.com/2013/12/30/warum-konomische-vorhersagen-anekdoten-sind-ii-verhalten-und-chaos/comment-page-1/#comment-237885 Tue, 31 Dec 2013 12:48:23 +0000 http://www.blicklog.com/?p=34930#comment-237885 Ist das makroökonomische Geschehen das Ergebnis von Emergenz, ist ihre Mikrofundierung ein ziemlich sinnloses Unterfangen..
Guten Rutsch,
Jens

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Von: Jörn Budesheim http://www.blicklog.com/2013/12/30/warum-konomische-vorhersagen-anekdoten-sind-ii-verhalten-und-chaos/comment-page-1/#comment-237139 Mon, 30 Dec 2013 09:31:09 +0000 http://www.blicklog.com/?p=34930#comment-237139 Vielen Dank für die interessanten Beiträge. Mit folgendem bin ich (selbstverständlich) einverstanden: Wir kommen – wenn wir irgendetwas in der Welt verstehen wollen – nicht um „Komplexitätsreduktionen“ herum. Und diese Reduktionen können bei sehr feinkörnigen Systemen dazu führen, dass die Prognosen nur einen begrenzten Wert haben – vorsichtig formuliert. Da die „weggelassene“ fünfte Stelle hinter dem Komma uns sehr schnell einen Strich durch unsere vereinfachte Rechnung machen kann.

Es gibt jedoch einen Punkt, der nach meinem Gefühl deutlicher heraus gearbeitet werden sollte. Dazu ein Zitat aus einem anderen Beitrag dieses Blogs:

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[Fama] äußerte darin eine Auffassung, dass es keine Blasen an den Finanzmärkten gäbe. Diese Position teile ich nicht. Ich bin sehr sicher, dass es spekulative Blasen an Finanz- und Gütermärkte gibt. Aber vielleicht ist die Begrifflichkeit gerade aus wissenschaftlicher Sicht nicht richtig. Eher kann ich mich mit dem zweiten Teil seiner Antwort anfreunden, in der er sagt:
“Blasen sind etwas, was Menschen den Märkten verbal anheften, um im Nachhinein einen Krach zu erklären. Aber Blasen sind nicht prognostizierbar. Auch wenn die Preise schon lange gestiegen sind, weiß man nicht, ob sie noch weiter steigen oder zusammenbrechen werden.”
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Ich finde, die Unterscheidung zwischen dem, was der tatsächlich Fall ist und dem, was wir davon wissen können, müsste hier strenger durchgehalten werden:

> „Blasen gibt es nicht.“ Das ist eine Behauptungen über Tatsachen in der Welt.

> „Blasen sind nicht prognostizierbar.“ Hier haben wir eine sehr unglückliche und undurchsichtige Mischung: Zunächst gibt es wiederum eine Tatsachenbehauptung: Es gibt Blasen. Dann folgt – zumindest scheinbar – eine epistemische Einschränkung: Wir können die Blasen nicht vorhersagen.

Will man nicht annehmen, dass Fama sich in einen offenkundigen Selbstwiderspruch begeben hat, steht man vor der Frage, wie man das Zitat überhaupt zu verstehen hat. Die Behauptung „Blasen gibt es nicht“ und „Blasen sind nicht vorhersehbar“ passen schließlich nicht zueinander. Man vergleiche sie mit folgendem: Das Chaos gibt es nicht. Das Chaos ist nicht vorhersehbar. Man kann jedoch annehmen, dass das Chaos zwar deterministisch ist, aber unsere Rechenkünste überschreitet. Ich vermute jedoch, dass etwas analoges bei den Blasen nicht gemeint ist.

Stellen wir uns statt Blasen Seifenblasen vor. Seifenblasen – so wollen wir vermuten – haben klar definierte physikalische Eigenschaften, die zudem in den Grenzen unserer epistemischen Möglichkeiten liegen. Der Platzzeitpunkt der jeweiligen Blasen mag variieren. Aber innerhalb gewisser Grenzen lässt sich (voraus)sagen, wann die Luftblase platzt. Der Grund für unsere Vorhersagemöglichkeit ist: Die Seifen-Blase ist eine bestimmte Gegenstandsart mit tatsächlichen (und zudem bekannten) Eigenschaften.

Zurück zur Spekulations-Blase: „Es gibt keine Spekulationsblase“ heißt demnach: es gibt keine Klasse von „Gegenständen“ die bestimmte wohldefinierte tatsächliche Eigenschaften haben, die man unter dem Begriff Spekulationsblase gruppieren kann. Voraussagen gibt es einfach deshalb nicht, weil es den Gegenstandstyp nicht gibt und nicht, weil unsere epistemischen Beschränkungen es nicht zulassen.

Das bedeutet: Die Sätze „Blasen gibt es nicht“ und „Blasen sind nicht prognostizierbar“ besagen – wohl verstanden – ein und das selbe. Deshalb ist der folgende Absatz – nach meinem Gefühl – inkohärent. Man kann nicht das erste ablehnen und dem zweiten zustimmen, da beides auf das selbe hinweist:

[Fama] äußerte darin eine Auffassung, dass es keine Blasen an den Finanzmärkten gäbe. Diese Position teile ich nicht. Ich bin sehr sicher, dass es spekulative Blasen an Finanz- und Gütermärkte gibt. Aber vielleicht ist die Begrifflichkeit gerade aus wissenschaftlicher Sicht nicht richtig. Eher kann ich mich mit dem zweiten Teil seiner Antwort anfreunden, in der er sagt: “Blasen sind etwas, was Menschen den Märkten verbal anheften, um im Nachhinein einen Krach zu erklären. Aber Blasen sind nicht prognostizierbar. Auch wenn die Preise schon lange gestiegen sind, weiß man nicht, ob sie noch weiter steigen oder zusammenbrechen werden.”

Emergenzen und Chaos: Nach meinem Gefühl spiegelt sich die nicht klar thematisierte Unterscheidung zwischen unseren Wissensbegrenzungen und den Tatsachen der Welt in diesem Begriffspaar wieder. Ich mag mich dabei aber irren. Das Chaos ist deterministisch. Dass wir es nicht vorhersagen können, liegt an uns. Emergenz ist jedoch – wenn überhaupt – etwas in der Welt. Dass wir eine emergente Tatsache nicht vorhersehen konnten, liegt in der Sache begründet und nicht in unserem Wissen darüber.

Nachtrag: Das Problem wird dadurch noch verschärft, dass Vorhersagen, die die Welt des Geistes betreffen selbst etwas in der Welt sind, was deren Verlauf wiederum verändert usw. usf.

Einen guten Rutsch!

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