Wunschanalyse ThyssenKrupp AG

by sharewise on 30. August 2013

Herzlich Willkommen zu unserer Wunschanalyse in Zusammenarbeit mit Stephan Heibel vom Heibel-Ticker.de Börsenbrief (www.heibel-ticker.de) und Terrell Trowbridge von LRT-Finanzresearch.de. Unsere Mitglieder haben sich diese Woche eine Analyse der Aktie des deutschen Stahlkonzerns ThyssenKrupp AG gewünscht.

 

ThyssenKrupp AG – Sentiment:

  Prognostiziertes Kursziel kaufen halten verkaufen
29 Mitglieder Ø ca. 16,56 € 17 12
19 Analysten Ø ca. 17,93 € 8 8 3

ThyssenKrupp AG (WKN 750 000, ISIN DE0007500001, Marktkapitalisierung: ca. 8,23 Mrd. €)

 

   

Firmenlogo der ThyssenKrupp AG

Expansion zum falschen Zeitpunkt

Eigentlich sollte die globale Diversifizierung der Stahlproduktion ein bisschen konjunkturelle Unabhängigkeit bringen, denn Brasilien als Schwellenland versprach große Wachstumsraten zu günstigen Produktionskosten. Die USA als Absatzmarkt versprachen gute Verkaufspreise und eine ebenfalls robustere Wirtschaft als in Europa. Doch dann kam alles anders!

Das bis vor wenigen Jahren ungezügelte Wachstum Chinas wurde schließlich doch gezügelt und schnell zeigte sich, dass viele Stahlproduzenten zusätzliche Kapazitäten aufgebaut hatten, die vom Wachstum abhängig waren. Umgehend gab es deutliche Überkapazitäten und der Stahlpreis sackte ab.

 

Vorgetäuschter Verkauf an Outokumpu

Den Geschäftsbereich Edelstahl konnte die ThyssenKrupp AG Anfang diesen Jahres endlich an den finnischen Wettbewerber Outokumpu verkaufen. Allerdings wurde der Kaufpreis mit Aktien und einem Kredit beglichen. Der Wert der 29,9%igen Beteiligung der ThyssenKrupp AG an Outokumpu war zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses 998 Mio. Euro wert, nach einem Kurssturz der Aktien dürfte es heute schwer sein, noch mehr als 320 Mio. Euro dafür zu bekommen. Abgeschrieben ist die Beteiligung allerdings bereits auf 457 Mio. Euro.

Ein weiterer Teil des Verkaufspreises wurde von der ThyssenKrupp AG dem Käufer Outokumpu als Kredit zur Verfügung gestellt. Wenn ich mir diese Dinge anschaue, könnte man meinen, die ThyssenKrupp AG hat nach dem Milliarden-Verkauf nichts mehr in der Hand. Vor ein paar Wochen kamen nun Berichte an die Öffentlichkeit, dass Outokumpu von der ThyssenKrupp AG aufgrund der schlechten Geschäftsentwicklung einen Nachlass beim Kredit erwirken wolle – natürlich wurden diese Berichte umgehend dementiert. Doch dabei stellte sich heraus, dass der Kredit der ThyssenKrupp AG vergleichsweise schlecht besichert ist.

Den ganzen Artikel lesen

Comments on this entry are closed.

Previous post:

Next post: