Goldman Sachs und Abacus

Der Fall des Abacus-CDO seziert im Detail öffentlich den Umgang mit bestimmten verbrieften Forderungen, deren Krise ein wichtiger Teilaspekt (viele meinen Ursache) der Finanzkrise ist.

Sonderseiten

Sonderseite der New York Times zu den Ermittlungen gegen Goldman Sachs

Alphaville-Abacus Serie

WSJ: Complete Coverage: SEC v. Goldman Sachs

Dokumente
Berichterstattung

HB: Goldman-Banker Der fantastische Fabrice muss zahlen (12.03.14): Der „Wolf of Wall Street“ lässt grüßen. Fabrice Tourre lebte in Saus und Braus. Doch er führte auch Investoren in die Irre. Dafür brummte ihm ein Gericht eine Geldstrafe auf. Ein Bauernopfer, finden Kritiker.

WSJ: SEC fordert Millionenstrafe für Goldman-Händler Tourre (17.12.13)

NYT-Dealbook:S.E.C. Calls for Stiff Penalties Against Tourre (16.12.13): Four months after being found liable for defrauding investors in a soured mortgage deal, the former Goldman Sachs trader faces $910,000 in fines.

NYT-Dealbook: In One Bundle of Mortgages, the Subprime Crisis Reverberates (12.8.13): A Goldman Sachs bond with a complex name — GSAMP Trust 2007 NC1 — has wide-ranging impact, on the bankers who sold the deal, the struggling homeowners, and taxpayers who helped pick up the bill.

NYT-Dealbook: In Complex Trading Case, Jurors Focused on Greed (2.8.13):Jurors expressed sympathy for Fabrice Tourre, but their decision to find him liable in a toxic mortgage deal came down to what they saw as the letter of the law and concern about Wall Street greed.

NYT-Dealbook: The Penalties, and Possible Appeal, for Fabrice Tourre (2.8.13): Now that Fabrice Tourre, the former Goldman Sachs trader, has been found liable for securities fraud, the case shifts to determining what remedies the court should impose.

HB: Urteil gegen Ex-Goldman-HändlerFabrice Tourre muss für Millionenbetrug büßen (1.8.13): Sieg für die US-Börsenaufsicht SEC: Nach Ansicht der Jury hat der Ex-Goldman-Händler Fabrice Tourre absichtlich Anleger getäuscht. Der „Fabelhafte Fab“ sieht sich dagegen als Sündenbock für die Skandale der Finanzkrise.

NYT-Dealbook: Former Trader Is Found Liable in Fraud Case (1.8.13): Fabrice Tourre, the former Goldman Sachs trader at the center of a toxic mortgage deal sold to investors on the eve of the financial crisis, was found liable on six of the seven civil charges against him.

WSJ: ‘Fab’ Trader Liable in Fraud (1.8.13): A jury found former Goldman trader Fabrice Tourre liable for misleading investors in a mortgage-linked deal that collapsed during the financial crisis, delivering a big win for U.S. regulators.

NYT-Dealbook: Banks as Bookies (1.8.13): The security that Fabrice Tourre helped to create while he worked at Goldman Sachs was a pure gamble. One side bet that the mortgage market would collapse; the other bet it would not. What’s the difference between that and betting on a football game?

BörseGo: Weitere Klagen wegen CDS-Handel – Deutsche Bank betroffen (30.7.13)

NYT-Dealbook: After Filling in a Blank, Trader Finishes Testimony (26.7.13):  In February 2007, Fabrice Tourre sent an e-mail to his boss at Goldman Sachs, calling a meeting he was attending “surreal.” He was at the meeting with ACA Management and the hedge fund Paulson & Company to see if ACA was interested in managing a complicated mortgage trade that Goldman hoped to offer.

Wiwo: Ex-Goldman-Sachs-Banker vor GerichtFabrice Tourre hat große Gedächtnislücken (25.7.13):  Am ersten Tag im Zeugenstand windet sich der smarte Banker, mit dessen Wertpapier Abacus Investoren Milliardenverluste erlitten, wie ein Aal im trüben Gewässer. Die Aufarbeitung der Finanzkrise nimmt mit dem Gerichtsverfahren gegen Fabrice Tourre einen neuen Anlauf. Die US-Börsenaufsicht wirft dem Ex-Goldman-Sachs-Banker Anlagebetrug vor.

NYT-Dealbooks: Witness in Tourre Case Describes Difficulty in Knowing Deal’s Friends From Foes (23.7.13):

WSJ: Für Goldman-Händler Tourre naht die Stunde der Wahrheit  (22.7.13): Der Prozess gegen den ehemaligen Goldman-Sachs-Händler Fabrice Tourre fesselt die Wall Street. Er muss sich vor Gericht gegen den Vorwurf verteidigen, Investoren absichtlich in die Irre geführt zu haben.

Economist: The trial of Fabrice Tourre (20.7.13): Not so fabulous. A symbolic prosecution begins

NYT-Dealbook : S.E.C. Tries to Use Trader’s Goldman Colleague to Bolster Case (18.7.13):

NYT-Dealbook: After Goldman and Before Trial, a Global Education for Fabrice Tourre (14.7.13): After taking a leave from Goldman Sachs, Fabrice Tourre worked as a volunteer creating business plans for farmers in Rwanda, where he was known as “Breezy.”

NYT-Dealbook: Trader’s Day in Court May Lack Some Details (8.7.13): A case is seen within the S.E.C. and on Wall Street as a referendum on Goldman Sachs. But all of the details might not be presented.

WSJ: “Fabulous Fab” sucht Zuflucht an der Uni (26.4.13):  Seitdem Fabrice Tourre als Manager bei Goldman Sachs angeblich Anleger geschädigt hat, ist seine Karriere zumindest vorerst beendet. Derzeit schreibt er an seinem Doktortitel. Doch seine Schlacht vor Gericht geht weiter – auf Kosten von Goldman.

HB: US-BankGoldman gerät wegen Ermittlungen unter Druck (12.05.11): Analysten reagieren wegen der Untersuchungen der Börsenaufsicht zunehmend alarmiert und warnen vor den Folgen. Die Goldman-Aktie bricht nach Herabstufungen deutlich ein.

HB: Inside Goldman Sachs: Als Vorbild für die Branche ausgedient (21.1.11): Das Erfolgsrezept der Investmentbank stößt durch neue Auflagen an seine Grenzen. Risiko ist nicht mehr gefragt, und mit weniger RIsiko läuft es nicht mehr wie gewohnt.

HB: Neue Regeln für die US-Bank: Goldman Sachs lässt die Hosen runter (11.1.11): Black Box Goldman Sachs: Selbst Experten taten sich bislang schwer, im Detail nachzuvollziehen, wie die US-Bank ihre Einnahmen erzielt. Nach jahrelangem Druck hat das mächtige Geldhaus nun zugesichert, künftig mehr Details über die Herkunft der Einnahmen im Handelsgeschäft zu liefern. Damit will Goldman von seinem schlechten Image loskommen. Der Report von Goldman hier

Siehe dazu auch

Zero Hedge: Goldman Announces Change In Reporting Units, Split Of “Trading And Principal Investments” Group.

Business Insider: 8 Ways Life At Goldman Sachs Will Never Be The Same Again

Die Presse: Goldman Sachs von alten Betrugsvorwürfen eingeholt (07.01.11): Im vergangenen Juli hatte die US-Bank 550 Mio. Dollar Strafe wegen unvollständiger Aufklärung über hochriskante Produkte kassiert. Nun gibt es eine neue Klage von der US-Versicherungsfirma ACA.

WSJ Deal Journal: The Surreal Lawsuit Over Goldman’s Abacus Deal (6.1.10): It’s surrealism day over at ACA Financial. The bond insurer today sued Goldman Sachs over the now-infamous mortgage securities investment known as “Abacus 2007-AC1.” (Read ACA’s lawsuit against Goldman Sachs HERE.)

FTD: Teure Beteiligung Goldman will Buffett loswerden (21.10.10): Als im Herbst 2008 die Panik um sich griff, lieferte Warren Buffett der Bank mit einer Geldspritze von 5 Mrd. Dollar den ultimativen Vertrauensbeweis. Nun liebäugelt Goldman Sachs mit einer Trennung – denn mit 15 Dollar je Sekunde ist das Investment mächtig teuer.

HB: CDO-Investment: LBBW verklagt Goldman Sachs (5.10.10): Die Landesbank Baden-Württemberg hat Klage gegen die US-Investmentbank Goldman Sachs und eine Tochter der französischen Großbank Société Générale eingereicht. Es geht um ein Kreditderivat, bei dem sich die Landesbank betrogen fühlt.

HB: Betrugsverdacht: Hedgefonds verklagt Goldman Sachs (1.10.10):Nach einer Rekordbuße droht der US-Großbank Goldman Sachs neues Ungemach im Zusammenhang mit komplexen Investmentprodukten. Der Hedgefonds Dodona I LLC legte am Freitag beim Bundesgericht in New York Klage gegen das Geldhaus ein – wegen Betrugs.

FTD: Goldman droht mit Gutem (1.10.10): Dort gab Lloyd Blankfein, Chef von Goldman Sachs , Europas Regulierern indirekt zu verstehen, dass seine Bank sich aus Europa zurückziehen könne, …

Handelszeitung: ICBC hält an Partnerschaft mit Goldman fest – Amerikaner verkaufen Aktienpaket (30.9.10): Die US-Investmentbank Goldman Sachs und die chinesische Grossbank ICBC wollen trotz des milliardenschweren Anteilsverkaufs durch die Amerikaner weiter zusammenarbeiten. Die strategische Partnerschaft bleibe unverändert, teilte die ICBC am Donnerstag in Schanghai mit. Goldman Sachs hatte sich am Mittwoch von ICBC-Aktien im Wert von mehr als zwei Milliarden US-Dollar getrennt. Deren Kurs rutschte am Donnerstag in Hongkong auf den tiefsten Stand der vergangenen drei Wochen.

Spon: Miese Aufklärung von Anlegeraffäre – Finanzwächter bestrafen Goldman Sachs (9.9.10): Saftige Strafe für Goldman Sachs: Die US-Bank muss 21,2 Millionen Euro zahlen, weil sie die britische Finanzaufsicht FSA unzureichend über Ermittlungen wegen eines möglichen Anlegerbetrugs informiert hat.

HB: Goldman-Chef Blankfein: Der Staatsfeind Nummer eins kommt nicht zur Ruhe (19.7.10): Trotz des milliardenschweren Vergleichs mit der US-Aufsichtsbehörde SEC wächst der Druck auf Goldman Sachs: Kunden klagen, Briten ermitteln, und über den Bankchef Blankfein wird heftig spekuliert.

NYT-DB: Goldman Settlement Is Said to Split S.E.C. (16.7.10): The commissioners of the Securities and Exchange Commission were divided on whether to approve the $550 million settlement with Goldman Sachs, which ended months of negotiations over a securities fraud case, people with knowledge of the vote said Friday evening. The vote mirrored a division on the commission in April, when there was a split over whether to bring the case in the first place, according to the two people, who spoke on the condition of anonymity because the vote was confidential, The New York Times’s Louise Story reports

FTD: Unzureichende Beratung – Peanuts für Goldman, Schlag gegen Wall Street (16.7.10): Mit 550 Mio. Dollar kauft sich die US-Bank von einer Klage der amerikanischen Börsenaufsicht frei. Mag die Summe – gemessen an den Nonstop-Milliardengewinnen des Instituts – eher marginal erscheinen, so ist der Vergleich dennoch ein Erfolg für die Ermittler und ein Menetekel für die gesamte Konkurrenz.

Spon: Goldman-Deal und Finanzreform – Ablasshandel an der Wall Street (16.7.10): Weil sie fragwürdige Papiere verkaufte, muss die Investmentbank Goldman Sachs 550 Millionen Dollar zahlen – eine Summe, die sie in 14 Tagen wieder eingespielt hat. Die US-Geldgiganten strotzen wieder vor Kraft. Nun starten sie die Lobbyoffensive gegen Obamas Finanzreform.

HB: Einigung mit SEC: Millionenstrafe für Goldman (15.7.10): Die US-Börsenaufsicht SEC und die Investmentbank Goldman Sachs haben sich auf einen Vergleich geeinigt. Nach Betrugsvorwürfen muss Goldman 550 Mio. Dollar Strafe zahlen. Das wäre die höchste Geldbuße, die je gegen eine einzelne Bank verhängt wurde.

BL: Dokumentation: Vergleich SEC mit Goldman Sachs (16.7.10)

SEC: Goldman Agrees to Landmark Settlement of SEC Charges (15.7.10): Goldman Sachs has agreed to settle SEC civil charges by paying more than half a billion dollars and reforming its business practices. In agreeing to the SEC’s largest-ever penalty against a Wall Street firm, Goldman also acknowledged that its marketing materials contained incomplete information.

NYT: S.E.C. Settling Its Complaints With Goldman (15.7.10): The bank has agreed to pay $550 million to settle claims that it misled investors in a subprime mortgages.

HB: Goldmans Werbefeldzug: Willkommen im Club der Verstoßenen (24.6.10): Goldman Sachs sein will sein Image mit einer Kampagne aufpolieren. Das hat schon der Ölkonzern BP versucht: Seit Anfang Juni schaltet BP in den USA TV-Spots, die helfen sollen, den Imageschaden durch die Ölkatastrophe zumindest etwas zu begrenzen – mit zweifelhaftem Erfolg.

NZZ: Druck auf Goldman Sachs wächst (10.6.10): Kunden, Behörden und Politiker nehmen die Bankholding verstärkt ins Visier.Goldman Sachs hat die Finanzkrise vergleichsweise gut überstanden, gerät nun aber auch deswegen zunehmend ins Visier der Kritik. Waren Goldmans Gewinne der Kunden Verluste?

Zeit: Betrugsvorwurf – Hedgefonds verklagt Goldman Sachs (10.6.10): Goldman Sachs sieht sich erneut auf der Anklagebank: Nach der US-Börsenaufsicht prozessiert nun auch ein australischer Hedgefonds gegen die Investmentbank.

FTD: Prüfung von Geschäftspraktiken – Goldman wehrt sich mit fünf Terabyte Daten (8.6.10): Von Informationen erschlagen und in ihrer Arbeit behindert – so fühlen sich die Mitglieder eines US-Untersuchungsausschusses zur Finanzkrise. Die Investmentbank habe sie mit 2,5 Milliarden Seiten förmlich zugemüllt. Für das Geldhaus hat das ernste Konsequenzen.

FTD: Nach SEC-Vorwüfen – Goldman Sachs fürchtet Klagewelle (10.5.10): Die Investmentbank schien unantastbar. Doch die Betrugsvorwürfe der US-Börsenaufsicht haben dieses Bild schwer angekratzt. Das Geldhaus erwartet eine ganze Flut weiterer Rechtsstreitigkeiten – und warnt vor “Kollateralschäden” für das Geschäftsmodell.

ZH: Where Was Goldman’s Supplementary Liquidity Provider Team Yesterday? A Recap Of Goldman’s Program Trading Monopoly (7.5.10)

Welt: Gottes Werk hat Goldman das Ansehen gekostet (5.5.10): Die US-Investmentbank verspielte beim Einsatz gezinkter Karten ihr profitables Geschäftsmodell

Sammelklage gegen Goldman Sachs (4.5.10): Aktionäre der US-Investmentbank haben gemeinsam eine Klage gegen das Institut eingereicht. Ihre Vorwürfe könnten Goldman Sachs teuer zu stehen kommen.

SZ: Goldman Sachs: Immobilienblase Späte Reue (3.5.10): Goldman Sachs gerät immer stärker unter Druck – jetzt rudert der Chef der US-Investmentbank zurück, zumindest ein wenig: Lloyd Blankfein hat eine Mitschuld seines Instituts an der Immobilienblase eingeräumt.

WSJ: Four Lessons From the Goldman Case (2.5.10): The disputed investment at the heart of the Goldman Sachs fraud may seem a long way removed from the financial concerns of the rest of us, but there are lessons to be learned from the case.

MM: Betrugsverdacht – Weitere Ermittlungen gegen Goldman Sachs (30.4.10): Offenbar ermittelt nach der Klage der US-Börsenaufsicht SEC gegen Goldman Sachs nun auch die Staatsanwaltschaft gegen die US-Bank. Dabei soll es auch um weitere Transaktionen gehen, bei denen Investoren viel Geld verloren. Zwischen Goldman und SEC bahnt sich indes angeblich ein Vergleich an.

BL: Dokumentation: Goldman Sachs vor dem Untersuchungsausschuss (28.4.10)

HB: Goldman Sachs: Die Goldjungs und das Tribunal (28.4.10): Eine kleine Anhörung in Washington – das war der Plan. Doch die Klage der Börsenaufsicht gegen die Investmentbank Goldman Sachs verwandelt einen Routine- Termin in den Showdown eines erbitterten Machtkampfes: Kapital gegen Politik.

NZZ: Abgeordnete fordern Strafverfahren gegen Goldman Sachs (28.4.10): Investmentbank des Betrugs von «historischen Dimensionen» beschuldigt. Wegen der umstrittenen Geschäftspraktiken von Goldman Sachs haben Abgeordnete des US-Kongresses ein Strafverfahren gegen die Investmentbank gefordert. In einem Brief an den Justizminister sprachen sie von einen Betrug von historischen Dimensionen.

NZZ: Mächtigste Bank der Wall Street am Pranger (26.4.10): Goldman-Chef Blankfein muss vor dem Senatsausschuss aussagen. Die amerikanische Investmentbank Goldman Sachs gerät scharf unter Druck. Kritiker werfen ihr vor, die Finanzkrise mit angeheizt und erst noch profitiert zu haben – auf Kosten der Kunden. Am Wochenende sind dazu belastende Mails publik geworden. Am Dienstag muss Konzernchef Blankfein vor dem Senatsausschuss aussagen.

HB: Anschuldigungen: Goldman Sachs steht eine heiße Woche bevor (26.4.10): Umstrittene Emails, Vorwürfe aus dem Senat, Aktionärsklagen: Der Druck auf die Investmentbank Goldman Sachs wird zunehmend stärker. Rechtsexperten erwarten Sammelklagen von Anlegern während sich der Vorstandschef Blankfein Vorwürfen aus der Politik stellen muss.

Welt: Alle gegen Goldman Sachs – Opfer gesucht (25.4.10): Die erfolgreichste Investmentbank der Welt steht am Pranger. Goldman Sachs wird von der US-Börsenaufsicht SEC verklagt, es geht um Bankgeschäfte in der Zeit der Immobilien- und Finanzkrise in den USA. Will Präsident Obama das Vorzeigehaus opfern? Oder ist es ein Schaukampf?

FAZ: Wall Street Amerika gegen Goldman Sachs (24.4.10): Spezial Die amerikanische Börsenaufsicht verklagt die mächtigste Bank der Wall Street wegen Betrugs. Die Goldmänner wollen sich nicht beugen. Der Einsatz ist für beide Seiten hoch.

NYT: Goldman Sachs Messages Show It Thrived as Economy Fell (24.4.10): A Senate panel released messages Goldman Sachs executives sent in 2007 that appear to contradict its suggestion that it lost money on the housing market. Hier die heute veröffentlichten E-Mails von Goldman Sachs CEO Blankfein und anderen zum Immobilienmarkt (pdf) sowie die einleitende Presseerklärung von Senator Carl Levin.

HB: Lehren aus der Finanzkrise: „Die Welt ist noch immer ein gefährlicher Ort“ (22.4.10): Die Weltwirtschaft ist nach Ansicht des Chefs des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Kahn, trotz des begonnenen Aufschwungs noch nicht über den Berg. Auch US-Präsident Barack Obama sieht die Lage kritisch. Er will deshalb die Finanzindustrie für seine Pläne zur Finanzmarktreform gewinnen. Doch es ist fraglich, ob ihn die Bankmanager unterstützen werden.

HB: Joseph Stiglitz: „Die Krise traf die Finanzmärkte nicht schicksalhaft“(22.4.10): Mit dem Ausbruch der Finanzkrise ist auch die Zahl der selbsternannten Wirtschaftsexperten in die Höhe geschossen. Im Chor der Wichtigtuer sind sorgfältige Analysen schwer zu finden. Das neue Buch des Ökonomie-Nobelpreisträgers Joseph Stiglitz verdient daher besondere Aufmerksamkeit. Es ist eins der klügsten zur Krise.

Economist: Goldman Sachs – Vampire squished? (22.4.10): What is bad for Goldman is bad for Wall Street, but good for regulatory reformers

WSJ: Questions Raised About Evidence on Goldman (22.4.10): A Top Paulson & Co. Executive Told SEC That the Firm’s Short Position Had Been Disclosed

HB-FinanceToday-Newsletter: Sündenböcke und Trittbrettfahrer (22.4.10): Erstaunliche Entwicklungen im CDO-Skandal bei Goldman Sachs: Die US-Börsenaufsicht SEC und ihre Chefin Mary Schapiro geraten unter Druck. Angeblich stehen die Argumente der Behörde auf wackeligen Beinen. Laut CNBC wusste die SEC, dass der Hedge-Fonds-Manager John Paulson (re.) nach der Zusammensetzung des Goldman-CDO dagegen wetten wollte. Der frühere SEC-Chef Harvey Pitt sieht große Gefahren für die SEC. Sollte diese vor Gericht verlieren, wäre ihre Chefin schwer angeschlagen. Banken-Chef Lloyd Blankfein (Mitte) gibt dem beurlaubten Fabrice Tourre, Vermarkter des Goldman-CDO-Pakets (Abacus), die Rolle des Sündenbocks. Das Finanzblog Naked Capitalism kritisiert die Verteidigungshaltung von Goldman. Dass die Bank den Angriff der SEC mit der geplanten Regulierungsreform von Barack Obama in Verbindung bringe, ändere nichts daran, dass die Vorwürfe möglicherweise berechtigt seien. Laut Reuters versuchen die Goldman-Rivalen, die Amerikaner als Underwriter beim Börsengang der Agricultural Bank of China auszustechen. Spiegel Online kritisiert die Heuchelei deutscher Politiker. Auch die Deutsche Bank habe der IKB Schrottpapiere angedreht – und sogar dagegen gewettet. Die staatliche BayernLB hat mittlerweile die Zusammenarbeit mit der US-Bank beendet.
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BL: Das Ende der Legende von Goldman Sachs? (20.4.10)

Wiwo: US-Bank Goldman Sachs Gute Geschäfte, moralischer Bankrott (20.4.10): Die überraschend hohen Quartalsgewinne von Goldman Sachs geben der Großbank nur wenig Auftrieb, der Betrugsverdacht steht weiter im Fokus. Auch Politker in Deutschland und Großbritannien fordern Aufklärung.

NYT: The Goldman Defense: Caveat Emptor (19.4.10)

FTD: Aufarbeitung der Finanzkrise – Die Folgen des Goldman-Debakels (19.4.10): Die US-Börsenaufsicht SEC klagt Goldman Sachs wegen Betrugs bei Hypothekenprodukten an. Kapitalmarkt und Politik sind in Aufruhr: Der Fall könnte die gesamte Finanzwelt verändern. FTD.de zeigt die möglichen Konsequenzen auf.

HB: Presseschau: Gottes Werk und Goldmans Betrug (19.4.10): Die internationale Wirtschaftspresse kommentiert den Betrugsverwurf der SEC gegen Goldman Sachs. Business Week erklärt den Zusammenhang zwischen Bier und der US-Finanzreform. Aus Sicht von Les Echos hängt die Rettung der Euro-Zone von Deutschland ab. Der Financial Express glaubt, dass sich Asien nicht allein auf den Export verlassen darf. Fundstück: Ronald McDonald wird in Rente geschickt.

NZZ: Goldman Sachs kämpft um den Ruf (19.4.10): Nach den USA planen auch Deutschland und Grossbritannien Untersuchungen. Der Betrugsvorwurf gegen Goldman Sachs lässt auch Behörden in anderen Ländern aktiv werden. Offen bleibt, ob es sich um einen Einzelfall handelt und ob die erfahrenen Investoren selbst genug getan hatten, um wichtige Informationen einzufordern.

Welt: Betrugsvorwürfe – Warum jetzt Goldman Sachs am Pranger steht (19.4.10): Die mächtigste US-Investmentbank ist für viele zum Feindbild geworden. Nun holt die US-Finanzaufsicht zum großen Showdown gegen die Banken aus. Es zeichnet sich ein Kampf ab, in dem es für Staat und Banken um alles geht. Für Goldman-Sachs-Chef Lloyd Blankfein brechen harte Zeiten an.

BL: Zählt der Abacus nach Goldman auch die Deutsche Bank an? (19.4.10)

HB: Goldman-Betrugsaffäre: Ruf nach Ermittlungen gegen deutsche Banken (19.4.10): Die Wirtschaftspolitiker der Union können sich Schadensersatzklagen gegen Goldman Sachs vorstellen. Den Grünen geht das nicht weit genug. Sie fordern, auch zu prüfen, ob nicht auch bei deutschen Banken mit betrügerischen Methoden gearbeitet wurde.

Reuters: In Asia, Goldman clients stay loyal for now (19.4.10)

HB: Goldman Sachs: „Räuberbarone, Vandalen und Geier“ (19.4.10): Lange Zeit galt Goldman Sachs als unangreifbar. Die zuletzt stärker gewordene Kritik an der Rolle des Instituts in der Finanzkrise hoffte die Investemtenbank mit einer PR-Offensive abzubügeln. Doch das hätte sie sich sparen können: Denn jetzt droht die Betrugsklage der US-Aufsicht SEC mehr als nur den guten Ruf der Bank zu ruinieren.

FTD: Goldman Sachs – Die Mitschuld der Käufer (19.4.10): Von Goldman-Sachs-Chef Lloyd Blankfein stammt das Bonmot, seine Bank verrichte “Gottes Werk”. Wenn die Anschuldigungen der US-Börsenaufsicht SEC zutreffen, dann bestand dieses Werk unter anderem im bewussten Täuschen der Anleger.

NYT: Top Goldman Leaders Said to Have Overseen Mortgage Unit (19.4.10): As the bank deals with a fraud suit from the S.E.C., former workers say that in 2006, executives sided with traders who thought home prices would decline.

NYT: S.E.C. Puts Wall St. on Notice (19.4.10): With its case against Goldman, the S.E.C. is sending a signal that it is back on the beat and that it is going after very big targets.

Spon: Wie Goldman die IKB um 150 Millionen Dollar prellte (19.4.10): Das Betrugsverfahren gegen Goldman Sachs erreicht Deutschland: Nach Angaben der US-Börsenaufsicht hat die Mittelstandsbank IKB in der Affäre fast 150 Millionen Dollar verloren. Jetzt schaltet sich die BaFin ein, deutsche Politiker wollen Schadensersatzansprüche gegen das US-Institut prüfen.

BL: Video und Presseupdate: SEC vs. Goldman Sachs (18.4.10)

FTD: Betrugsverdacht SEC klagt Goldman Sachs an (16-.4.10): Das Image der Bank ist angekratzt. Dagegen helfen die erwarteten Milliardengewinne nicht – und schon gar nicht die Klage der Börsenaufsicht: Goldman Sachs soll Kunden bei hypothekenbesicherten Wertpapieren getäuscht haben. Linksammlung von FT-Alphaville:

WSJ: Goldman Sachs Charged With Fraud (17.4.10): SEC Alleges Firm Misled Investors on Securities Linked to Subprime Mortgages; Major Escalation in Showdown With Wall Street

HB: Betrugsklage gegen Goldman Sachs: IKB gehört zu den Geschädigten (16.4.10): Die US-Finanzmarktaufsicht SEC hat Goldman Sachs wegen Betrugs an Kunden im Zusammenhang mit strukturierten Kreditpapieren angeklagt. Der Wall-Street-Primus muss sich damit erstmals wegen der Vermarktung und der Konstruktion von CDO`s in einem großen Verfahren verantworten. Zu den Geschädigten gehört laut Klageschrift die deutsche Mittelstandsbank IKB. SEC vs. Goldman Sachs:  Dokumentation der Klageschrift

BL: Das schmerzt selbst Goldman Sachs: Kreditwürdigkeit plötzlich schlechter als die Kolumbiens (16.4.10): (Dokumentation und viele Links)