Hier sind Beiträge zur gesellschaftlichen und ethischen Debatte zur Wirtschaftsordnung zusammengestellt.
SZ: Bundespräsident: Strengere Kontrollen Köhler geißelt den Finanzkapitalismus (29.4.10): Rendite, Rendite, Rendite – ohne Rücksicht: Der Finanzkapitalismus dürfe kein Leitbild mehr sein, poltert Bundespräsident Horst Köhler. Er fordert drastische Konsequenzen – vor allem “Abrüstung” bei finanziellen “Massenvernichtungswaffen”.
MM: Philosophie des Geldes – Wir haben die Vernunft verloren (18.4.10): Geld ist der bedeutsamste Leitstern unserer Gesellschaft, sagt Gerhard Hofweber – ein Fehler. Wie es dazu kommen konnte und warum wir dennoch hoffen können, schildert der Philosoph in einem Gastbeitrag für manager magazin.
Zeit: Soziale Gerechtigkeit – “Die Mittelklasse irrt” (26.3.10): Je ungleicher eine reiche Gesellschaft, desto größer ihre sozialen Probleme: Der britische Sozialforscher Richard Wilkinson über die Frage, warum der wachsende Abstand zwischen Arm und Reich schlecht für alle ist
HB: Forschungsprojekt: Ist das BWL-Studium schlecht für die Moral? (4.3.10): Das Urteil über Banker, Boni und Skandale ist längst gefällt. Die Gier, das kurzfristige Profitdenken und die fehlende Moral seien salonfähig geworden. Falsche Anreize führten zu falschem Wirtschaften. Manche Wissenschaftler aber schauen noch ganz woanders hin. Sie erforschen, ob nicht auch die betriebswirtschaftliche Lehre Schuld auf sich geladen hat. Werden durch das Studium Menschen ausgebildet, die weniger moralisch denken und handeln?
HB (Paid Content): ETHISCHE GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMERTUMS” Wie ein Zahnrad in einer komplexen Maschine (25.2.10): Warum der nur auf Zahlen fixierte Kaufmann nicht die besten Entscheidungen trifft und warum dem ganzheitlich denkenden Unternehmer die Zukunft gehört
HB: „Unternehmer brauchen die Akzeptanz der Gesellschaft“ (18.2.10): Verantwortungsvolles Handeln stand im Mittelpunkt von Alfred Herrhausens Denken. Moderne Unternehmer sollten das wiederentdecken, schreibt Stefan Heß, Preisträger des vom Initiativkreis Ruhr und vom Handelsblatt ausgeschriebenen Essay-Wettbewerb für Studenten und Nachwuchswissenschaftler.
HB: „Wir verlieren Zeit, weil wir nicht zu Ende denken“ (16.2.10): Der Lohn eines Arbeiters soll seiner Produktivität entsprechen. Dieser simple ökonomische Grundsatz trifft bei vielen Arbeitnehmern in Deutschland nicht zu, 400-Euro-Jobs und Mehrfachbeschäftigung breiten sich aus. Warum Unternehmer vor allem dann ethisch handeln, wenn sie menschenwürdige Löhne zahlen. Ein Essay aus dem Herrhausen-Laureate-Wettbewerb.
Wirtschaftsblatt: Ethisch wirtschaften – eine Unmöglichkeit? (1.2.10): Was ist das überhaupt? Ein Paradoxon? Ein Widerspruch? Unmöglich zu definieren? Oder ein Konzept für ein Wirtschaften über die Generationen hinaus? Das Wirtschafts- Blatt versucht eine Annäherung.
Telegraph: Joseph Stiglitz: Why we have to change capitalism (23.1.10): In an exclusive extract from his new book, Freefall, the former World Bank chief economist, reveals why banks should be split up and why the West must cut consumption.
DRW: John Searle Keine Angst vor Wissen – Der amerikanische Philosoph fordert Respekt vor objektiven Wahrheiten (18.1.10): John Searle, 77 Jahre alt, ist einer der bekanntesten, aber auch ein ziemlich umstrittener Philosoph aus den USA. Er lehrt seit nun über 50 Jahren an der University of California at Berkeley. Was hat John Searle berühmt gemacht? – Seine sogenannte Sprechakttheorie. Darin geht es um Sätze, mit denen wir die Welt verändern. Befehle wie zum Beispiel: “Liebe Mama, kauf’ mir einen iPod!” Diese Äußerung kann nicht wahr oder falsch sein – sie kann nur erfüllt werden – oder eben nicht. Aber John Searle hat nicht nur über die verzwickten Wirrungen der Sprachphilosophie nachgedacht – er hat geschrieben über Bewusstsein, über das Verhältnis von Geist und Gehirn, über Computertheorien des Geistes. Jetzt hat er sich einem neuen Thema zugewandt: Wissen und Wahrheit in Zeiten des Relativismus. Und genau darüber möchten wir heute hier auf DRadio Wissen mit John Searle sprechen.
FTD: Die Rendite der Entmenschlichung (19.1.10): In der Freizeit konsumieren wir, und während der Arbeitszeit steigern wir unsere Produktivität dermaßen, dass wir morgen noch mehr unnützes Zeugs kaufen können. Die Schwachen bleiben auf der Strecke: Aus der ökonomischen wird eine Sinnkrise: Und die Anleger schauen wie immer weg.
FAZ: Marktwirtschaft gibt es nicht ohne Haftung (17.1.10): Amerikanische Ökonomen lesen in der Regel keine deutsche Fachliteratur. Wie schade! Sie hätten bei Walter Eucken nachlesen können, dass eine Marktwirtschaft ohne das Prinzip „Haftung“ nicht funktionieren kann. Wenn das Prinzip in der Finanzwelt nicht reaktiviert wird, werden auch die schärfsten Kontrollen nichts nutzen.
Telepolis: “Der Rückblick auf die Alten macht einfach schlauer” (10.1.10): Interview mit dem Philosophen Peter Zudeick über Gerechtigkeit.Das Thema Gerechtigkeit spielt momentan in unserer Gesellschaft eine große Rolle. Gerechtigkeit wird bei den Verwerfungen der kapitalistischen Wirtschaft vehement eingefordert, aber kaum einer kann genau erklären, um was es sich dabei überhaupt handelt. Gerechtigkeit scheint emotional ein sehr starker Begriff und analytisch eine recht verschwommene Kategorie zu sein. In seinem neuesten
Buch “Tschüss ihr da oben. Vom baldigen Ende des Kapitalismus” hat sich der Journalist und Philosoph Peter Zudeick neben einer Beschreibung der politischen und sozialen Widersprüche im gegenwärtigen Crashkapitalismus sowie Vorschläge zu deren Lösung dem gerechtigkeitstheoretischen Diskurs von Aristoteles bis zu John Rawls gewidmet und versucht, das ideologische Knäuel zu entwirren.
SZ: Unternehmen in der Gesellschaft ”Pervertierung des Systems” (6.1.10): Die Erosion gemeinschaftlicher Werte ist in der Wirtschaft weit fortgeschritten – und sie war ein Auslöser für die Wirtschaftskrise. Die Unternehmen haben sich gewandelt. Ein Gastbeitrag von Klaus Schwab
HP: Now: Muscular Communitarianism (4.1.10): By Amitai Etzioni: The time for muscular communitarianism has come. In his second year, President Obama best reveal that his communitarianism is not powerless, but indeed has muscles of its own, although these have so far been rarely exercised.
Zeit: Wirtschaftsethos – »Erfolg rechtfertigt gar nichts« (4.1.10): Der Theologe Hans Küng über Lug und Trug in Management und Politik, den Geist der Fairness und seine Forderung nach einem globalen Ethos
FAZ: „Der Sozialismus ist gar nicht so übel“ – Debatte über eine Provokation (3.1.10): Spezial Es war eine Provokation, aber sie war ernst gemeint: „Der Sozialismus ist gar nicht so übel“, behauptete die F.A.S. vor wenigen Wochen und sorgte damit für heftige Reaktionen. Lesen Sie hier, was unsere Leser über den Sozialismus denken – und was renommierte Wissenschaftler sagen.
2009
FAZ: Wirtschaft und Moral – Liebe in Zeiten des Marktes (25.12.09): Ein Kapitalismus, der vorwiegend auf die dunkleren Seiten der menschlichen Natur setzt und diese dadurch verstärkt, wird immer äußerst anfällig sein. Nicht nur Konkurrenz fördert Leistung. Auch Solidarität und Gemeinschaft bringen den Menschen voran.
FAZ: Reinhard Marx: Die Soziallehre als Kompass (20.12.09): Auf dem Weg aus der Finanz- und Wirtschaftskrise kann die Katholische Soziallehre Orientierung bieten. Mit ihrer Hilfe lässt sich die Soziale Marktwirtschaft stärken. Es gilt, das Verhältnis von Eigeninteresse und Gemeinwohl wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
FAZ: Gleichheit, Freiheit und Gemeinschaftlichkeit – Der Sozialismus ist gar nicht so übel (20.12.09): Alle Menschen werden Brüder. Das wollen Christen und Sozialisten. Gleiche Chancen für alle wollen sie auch. Der sozialistischen Utopie kann man die Faszination kaum absprechen. Sollten wir es also noch einmal mit dem Sozialismus versuchen? Trotz allem?
HB: Edmund S. Phelps – Der Weg zu Wohlstand und stabilen Märkten ist steil (8.12.09): Nach der schweren Krise können wir einen solideren Kapitalismus aufbauen, der Innovation und gesellschaftlichen Reichtum schafft
Eine Frage der Verantwortung – Moral in der Wirtschaft (23.11.09): Die Wirtschaft – ein “moralfreier Raum”? Sozialethiker Friedhelm Hengsbach erläutert, was die scheinbar entgegengesetzten Pole miteinander zu tun haben.
FAZ: Erzbischof Reinhard Marx: Zuerst kommt der Mensch, dann der Markt (13.11.09): Mit seiner Sozialenzyklika dringt der Papst bis zum Kern der Finanzkrise vor. Denn indem er die Liebe in den Mittelpunkt stellt, fordert er auch eine Ethik, die sich mit individuellen Tugenden und dem Aufbau vernünftiger Institutionen beschäftigt.
Spon: Wirtschaftsethik – Warum Egoismus im Geschäftsleben schadet (12.11.09): Misstrauen ist ein Motivationskiller erster Güte: Ein Bonner Forscher beweist mit schlichten Experimenten, wie ein autoritärer Führungsstil den Unternehmenserfolg gefährdet. Wer seine Mitarbeiter fair behandelt, erreicht mehr – das Menschenbild der gängigen Wirtschaftstheorie gerät ins Wanken.
Spon: Neue Wirtschaftsordnung – Was guter Kapitalismus leisten muss (19.10.09): Wie sieht die Weltwirtschaft nach dem Bankencrash aus? Ein Umdenken ist zwingend, Fehlentwicklungen der vergangenen Jahrzehnte müssen korrigiert werden. Dabei darf aber nicht der Kapitalismus als Ganzes in Frage gestellt werden.
SZ: Ungeahnte Relevanz – Theologe Küng ruft Wirtschaftsethos aus (8.10.09): Die Finanzkrise verleiht dem Theologen Hans Küng unvermutetes Gewicht. Sein neuer Wirtschaftsethos, den er vor der UN verkündete, fand prominente Unterstützer aus allen Lagern.
FTD: Wider die Eitelkeit der Wirtschaftseliten (5.10.09): In seinen Büchern nahm der verstorbene Reinhard Mohn nicht nur Stellung zu aktuellen Fragen der Gesellschaft, Wirtschaft und Politik – sondern zog auch gegen selbstherrliche Manager zu Felde.
HB: Stumpfe Pfeile gegen den Kapitalismus (30.9.09) von Jagdish Bhagwati (Ökonom an der Columbia University New York) Manche Kritiker wollten wegen der Krise den globalisierten Kapitalismus beerdigen. Doch die liberalen Reformen haben in den letzten 20 Jahren dazu geführt, 500 Millionen Menschen aus der Armut zu heben. Die Krise darf nicht dazu missbraucht werden, diese Tatsache zu widerlegen. Nötig sind präzise Reformen des Finanzsektors.
TP: Neoliberale Selbstverteidigung (26.9.099): Marktfundamentale Ökonomen weisen jede Schuld an der Finanzmarktkrise zurück – mit eher drolligen Argumenten. Bevor der Finanzmarktcrash den neoliberalen Theorien eine klare Absage erteilt hat, schien die Mainstream-Ökonomie in ein goldenes Zeitalter eingetreten zu sein. Ben Bernanke, zuvor führender Wirtschaftsprofessor und heute Chef der USA-Notenbank, pries die “Great Moderation”, die weltweite makroökonomische Stabilität der vergangenen zwei Jahrzehnte, und führte sie teilweise auf die gelungene Geldpolitik, noch mehr aber auf die inhärente Stabilität der Finanzmärkte zurück.
Zeit: Kapitalismus – Zerstört der Kapitalismus die Demokratie? (20.8.09): Privateigentum und Volksherrschaft gelten Systemkritikern als Gegensatzpaar. Josef Joffe gehört nicht zu ihnen
Zeit: Kapitalismus – Die Luft soll raus (6.8.09): Politiker wollen einen Kapitalismus ohne Spekulationsexzesse schaffen. Geht das?
Wiwo: Philosoph Peter Koslowski – Das Leben in der Hochstapler-Ökonomie (31.7.09): Die Zeiträume zwischen Börsencrashs werden immer kürzer. Doch dadurch kommt es zu einer Umverteilung von oben nach unten, sagt der Philosoph und Wirtschaftsethiker Peter Koslowski. Das Leben zwischen den Blasen ist vielleicht gar nicht so schlecht.
HP: Do We Have Inalienable Responsibilities to One Another? (23.7.09): By Amitai Etzioni. I have a confession to make. I am an avid reader of personal advice columns. When I read those published generations ago, I feel that they provide a great insight what life was really like in those days–and what the prevailing norms were regarding what was considered right and wrong….
Harvard Business School – Ein hippokratischer Eid für Manager? (21.7.09): Im Juni schwor die Hälfte der diesjährigen Harvard-Absolventen, “dem allgemeinen Guten” zu dienen, mit “äußerster Integrität” vorgehen zu wollen und sich gegen Entscheidungen zu wappnen, die dem Unternehmen und der Gesellschaft schaden.
Welt: Soziologische Perspektive – Die Welt leidet unter mehr als der Finanzkrise (17.7.09): Die undurchsichtige Vernetztheit der Finanzmärkte führte die Welt in die schwerste Krise der vergangenen Jahrzehnte. Es braucht eine neue Logik, um zu begreifen, was wahrer Wohlstand ist. Noch sind die weltweiten Kapazitäten groß genug, um die richtigen Lehren aus der jetzigen Krise zu ziehen.
Tagesspiegel: Die verlorene Ehre des Kaufmanns (12.7.09): Ein letzter Essay von Lord Ralf Dahrendorf über Ursachen der Krise – und Schlussfolgerungen für Wirtschaft und Staat.
FAZ: Wirtschaftsethik: „Es gibt eine Alternative zur Gewinnmaximierung“: (12.7.09) In einer neuen Enzyklika prangert der Papst das Profitstreben an. Die Sonntagszeitung hat darüber mit dem Wirtschaftsethiker Peter Ulrich gesprochen. Er verteidigt den Heiligen Vater, kritisiert die Manager und fordert Ökonomie für Fünftklässler.
HB: Der Kapitalismus ist gescheitert“ (12.7.09: Der Managementexperte und Bestsellerautor Fredmund Malik über Konsequenzen aus der Finanz- und Wirtschaftskrise – und warum sich niemand vorzeitig in Sicherheit wiegen sollte.
NZZ: Stets auf Posten – Max Webers «Geist des Kapitalismus» und Jean Calvins Berufsethik (11.7.09)
Zeit: Kapitalismuskritik – Schluss mit dem Theater! (9.7.09): Wolfgang Engler rät inmitten der Krise zur Aufrichtigkeit und predigt uns den Mut vergangener Epochen
NZZ: Papst will Krise durch Regulierung überwinden (7.7.09): Enzyklika «Caritas in veritate» vorgestellt – Am Tag vor dem G-8-Gipfel in Aquila hat Papst Benedikt XVI. seine dritte Enzyklika vorgestellt. Das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche mahnt darin die Regierungen, die nationalen Ökonomien stärker zu regulieren, um die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise zu überwinden.
SZ: Der unsichtbare Gott(3.7.09): Warum es keinen krisenfesten Kapitalismus geben kann
Welt: Verteidigung des Ungeliebten Warum der Kapitalismus beibehalten werden muss (28.6.09): Der Kapitalismus ist ganz von selbst entstanden, ohne intellektuelle Blaupause. Es ist die Wirtschaftsweise, die sich ergibt, wenn man die Menschen einfach machen lässt. Krisen gehören zum Kapitalismus wie das Bauchweh zum Festschmaus. Zehn Argumente zur Beibehaltung des Kapitalismus – und eines dagegen.
HB: Degeneration der Verantwortung (5.6.09). Was in der Industrie zur Mehrung des Wohlstands beiträgt, die zunehmende nationale wie internationale Arbeitsteilung, scheint im Finanzsystem zum Kern des Problems zu führen.
Zeit: Werte-Debatte – Maßhalten, um zu überleben (25.5.09): Kann eine Gesellschaft, die Wachstum zum Grundsatz hat, Gier und Maßlosigkeit verhindern? Ja – wenn jeder Einzelne mehr Verantwortung dafür übernimmt
NZZ: Die Tausendkünstler der Geldvermehrung (23.5.09): Goethe und die Fiktionen der Finanzwirtschaft. «Es trägt den Namen Geld (nomisma), weil es sein Dasein nicht der Natur verdankt, sondern weil man es als <geltend> gesetzt hat und es bei uns steht, ob wir es ändern oder ausser Kurs setzen wollen.» Das schrieb vor mehr als 2300 Jahren Aristoteles in seiner «Nikomachischen Ethik». Ein Grundsachverhalt der pekuniären Tauschwirtschaft lässt sich besonders prägnant formulieren: Wer Geld für eine Sache oder Leistung entgegennimmt, muss glauben, dass es gilt. Denn für sich genommen ist es nichts (oder allenfalls ein lächerliches Quantum Metall).
Wired: The New Socialism: Global Collectivist Society Is Coming Online (22.5.09): So far, the biggest efforts are open source projects, and the largest of them, such as Apache, manage several hundred contributors—about the size of a village. One study estimates that 60,000 man-years of work have poured into last year’s release of Fedora Linux 9, so we have proof that self-assembly and the dynamics of sharing can govern a project on the scale of a decentralized town or village.
FAZ: Die Zukunft des Kapitalismus – Die nächste Blase schwillt schon an (22.5.09):
Zeit: Kapitalismus – Wir könnten auch anders (20.5.09): Warum brauchen wir Wirtschaftswachstum? Weil sonst Firmen sterben. Weil dann Menschen arbeitslos werden, arm und unglücklich. Ist das unausweichlich? Eine Alternative muss her
WF: Marktversagen – ein Wort in der Krise (18.5.09): Die Finanzmarktkrise hat erneut gezeugt, in welch verwirrender Weise der Marktversagensbegriff inzwischen benutzt wird. Die öffentliche Diskussion – aber zumeist auch die vieler Soziologen und Politikwissenschaftler – verwendet ihn „freischwebend“, nämlich als allgemeine Abkürzungsformel für eine Mißbilligung von Marktgeschehen: Marktkritiker finden, dass bessere Marktergebnisse vorstellbar gewesen wären und fordern eine politische Korrektur. Der Staat wird in der Pflicht gesehen, da vermeintlich keine andere Chance auf Verbesserung von Marktergebnissen besteht. Nach dieser Sichtweise – auf sie greifen auch Ulrich Beck und Jürgen Habermas zurück – versagen die Märkte latent immer.
Der Spiegel: Lob der Gier (11.5.09): Für die einen schon wieder 25 Prozent Rendite, für die anderen Kurzarbeit und Entlassungen – die Wirtschaftskrise verschärft die soziale Kluft und wird zur Systemkrise. “Gegen grenzenlose Profitgier” marschierten Millionen am 1. Mai – aber kann man die Jagd nach Rendite begrenzen in einem Kapitalismus, der nur von Profit angetrieben wird? Von Cordt Schnibben
NZZ: Islam und Kapitalismus – eine türkische Symbiose (9.5.09): Eine neue religiöse Mittelschicht drängt nach oben und irritiert das alte Establishment – In der Türkei gewinnt ein neuer religiöser Mittelstand zusehends an Gewicht. Er bezieht sich in seinem Wirtschaften explizit auf den Islam; gleichzeitig plädiert er für den freien Markt und gegen staatliche Einflussnahme. Fleiss und Askese erscheinen als religiöse Pflichterfüllung – nicht selten ist denn auch von «islamischen Calvinisten» die Rede.
Spon: FOLGEN DER WIRTSCHAFTSKRISE Der neue Mensch (1.5.09): Nieder mit dem System? Eine Parole von gestern. Brillante Intellektuelle wie Peter Sloterdijk und Ralf Dahrendorf fordern stattdessen eine neue Ethik für den spätkapitalistischen Menschen, rufen in der Wirtschaftskrise nach Mäßigung, Gelassenheit und Übung. Es wird Zeit für neues Denken.
FAZ: Die Zähmung der Investmentbanker (27.4.09): Die Finanzmärkte brauchen nach der Krise neue Regeln. Die wirken aber nur dann, wenn sie so gut ausgedacht sind, dass die Banker sich freiwillig – also aus Einsicht – daran halten.
Der Spiegel: Schwer entflammbar (27.4.09): Anders als in Frankreich gibt es in Deutschland bislang wenig Protest gegen die Folgen der Krise. Linke Anheizer kommen nicht recht in Tritt – träumen aber von einem Generalstreik.
NZZ: Das Desaster der Erfolgskultur (27.4.09): Das grosse Gewinnspiel ist – vorerst – zu Ende. Der soziale Kitt, der alle Beteiligten an diesem Spiel verband, war eine Kultur des Erfolgs, der mehr als nur ein ökonomischer Erfolg sein sollte. Geldgewinn und psychisch-sozialer Mehrwert gingen Hand in Hand. – Und nun?
Spon: Das Geheimnis der Moral (23.4.09): Mensch sein heißt verletzlich sein, mit anderen mitzufühlen – doch was wird aus Kindern, denen diese Gabe genommen wird? Im Tierreich suchen Forscher nach den Spuren der Moral – und entdecken dabei eine Art Kompass der Evolution.
FTD: Phelps – Die vergessene Unsicherheit (24.4.09): Der Kapitalismus ist längst nicht am Ende: Wie kein anderes System sorgt er für mehr Wissen, höheres Einkommen und größere Zufriedenheit mit der Arbeit. Die Menschen müssen seine Dynamik nur besser verstehen.
DeLong: Understanding Marx Lecture (20.4.09):
FTD: Kampf dem Kasinokapitalismus (17.4.09): Die Weltwirtschaftskrise stürzt die etablierte Ökonomie in eine Sinnkrise – und gibt denen Auftrieb, die bisher eher als Außenseiter galten. Einer der Profiteure: US-Ökonom Joseph Stiglitz mit seiner Globalisierungskritik.
FTD: Der innere Feind des Kapitalismus (12.4.09): Der Kapitalismus ist nicht von außen gefährdet, er kann nur von innen geschwächt werden – von Intellektuellen, die das System verdammen und vom Staat fordern, die Märkte zu bändigen.
NZZ: Kein Ende des globalen Kapitalismus (9.4.09):Für viele Zeitgenossen, keineswegs nur doktrinäre Marktkritiker, belegt die Finanz- und Wirtschaftskrise das Versagen der Marktwirtschaft. Diese müsse gezähmt und gebändigt oder gar durch ein besseres System ersetzt werden. Die Anhänger einer freiheitlichen, offenen Ordnung befinden sich in der Defensive. An einer Tagung der liberalen Mont Pèlerin Society in New York tönte es jedoch ganz anders.
ÖB: Dritter Weg führt in die Irre (1.4.09):
Blätter: Die Lähmung der Linken (4/2009) Ausgerechnet in der Krise ist es still geworden um „Die Linke“. Dabei war noch vor Jahresfrist ihr Aufstieg in aller Munde. Die anhaltende gesellschaftliche Kritik insbesondere an den Hartz-Reformen trieb ihr Tausende neue Mitglieder zu, und die Erfolge bei den Landtagswahlen in Niedersachsen und Hessen sowie der Bürgerschaftswahl in Hamburg markierten den Durchbruch der neuen Partei im Westen
Prospect: After capitalism (April 2009)
FAZ: „Der Markt hat überhaupt nicht versagt“ (31.3.09)
FAZ: Ist der Kapitalismus noch zeitgemäß? (29.3.09) Nie ging es uns so gut wie heute. Das verdanken wir der entfesselten Marktwirtschaft. Dass der Erfolg seinen Preis hat, spüren wir jetzt in der Krise. Doch die Totengräber des Kapitalismus irren.
Time: The End of Excess: Is This Crisis Good for America? (26.3.09)
HB: Den Kapitalismus neu definieren (24.3.09) : Die Wirtschaftskrise zeigt, wie eng Markt und Staat zusammengehören: Beide sind Teile eines Gesamtsystems, die untereinander in vielfältigen Wechselwirkungen stehen. Beide Seiten müssen ihre Beiträge leisten, haben aber auch Schwächen. Daraus müssen wir politische Konsequenzen ziehen.
WF: Wolfgang Ockenfels: Noch einmal davongekommen? Wer heute einen Artikel über das Thema „Markt und Moral“ schreibt und mit der Überschrift „Noch einmal davongekommen?“ versieht, kann nicht wissen, wie morgen die Aktien stehen, und ob wir nicht längst für einen weltweiten Crash vorgesehen sind. Das kommt davon, daß die Zukunft unter anderem den Nachteil hat, daß sie noch nicht ist, und daß besonders die Ökonomiker sich als Komiker entpuppen, wenn sie einen prognostischen Blick in die Zukunft werfen.
HB: Eine Last für Generationen (10.3.09): Die Finanzkrise macht den Staat zur Geisel des Kapitalismus. Er versinkt noch weiter in Schulden und verliert jeden politischen Spielraum.
HB: Warum die Krise Wirtschaftsethiker spaltet (10.3.09): Die Finanzkrise verschafft Wirtschaftsethikern Auftrieb – dabei blicken Amerikaner ganz anders auf die Misere als Europäer. Hierzulande sprechen sich Vertreter des Fachs für eine Zähmung der Marktwirtschaft aus. Auf der anderen Seite des Atlantiks sind Wirtschaftsethiker dagegen überzeugt: Erst der Kapitalismus macht Menschen tugendhaft.
Wirtschaftliche Freiheit: Das Prinzip Haftung – wie weiter mit der markwirtschaftlichen Ordnung? (2.3.09): Die Weltfinanzkrise hat zu einer tiefgreifenden Verunsicherung über die Tragfähigkeit marktwirtschaftlicher Ordnungsprinzipien geführt. Nicht von ungefähr fallen die Einwände liberaler Ökonomen gegen die massiven Verstöße der Wirtschaftspolitik an den marktwirtschaftlichen Ordnungsprinzipien, wie wir sie gegenwärtig registrieren, vergleichsweise verhalten aus.
HWWI: Liberalismus trotz allem. Eine Handvoll Bemerkungen zum Umgang mit der Gegenreformation der Staatsanbeter (03/2009, pdf): Bei diesem Beitrag handelt es sich um die Schriftfassung der Dritten Wilhelm-Röpke-Vorlesung, die der stellvertretende Chefredaktor und Leiter der Wirtschaftsredaktion der Neuen Zürcher Zeitung, Dr. Gerhard Schwarz, am 12. Februar 2009 in der Thüringer Aufbaubank in Erfurt gehalten hat. Die jährlich am 12. Februar, dem Todestag des großen Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlers, stattfindende Veranstaltung des Wilhelm-Röpke-Instituts e.V. soll dazu beitragen, Röpkes Wirken als Wissenschaftler, Politikberater und Publizist in Erinnerung zu rufen und seine Ideen auf aktuelle Probleme anzuwenden.
HB: Die Fundamente unserer Ordnung (27.2.09): Verstaatlichung, Enteignung, Staatsbankrott: Die Perspektiven staatlichen Handelns bewegen sich derzeit zwischen beachtlichen Extremen. Wird auf der einen Seite die umfassende Heilung vom Staat erwartet und gefordert, so wird auf der anderen Seite das große Unheil durch den Staat an die Wand gemalt. Beides liegt näher beieinander, als der erste Anschein vermittelt.
Wirtschaftliche Freiheit: Der Staat versagt, nicht der Kapitalismus (23.2.09): Jede schwere Wirtschaftskrise erschüttert auch fundamentale Werte und Ansichten, schreibt Stephen Roach, Präsident von Morgan Stanley Asien, in einem Essay für das Handelsblatt. Doch trotz der Tatsache, dass wir derzeit die schlimmste Krise der Weltwirtschaft seit 75 Jahren erleben, sollten wir den Kapitalismus nicht verteufeln, meint er. Denn es gebe jetzt die Chance, ihm viele Schwächen auszutreiben.
HB: Dem Kapitalismus eine zweite Chance (23.2.09): Jede schwere Wirtschaftskrise erschüttert auch fundamentale Werte und Ansichten, schreibt Stephen Roach, lange Zeit Chefvolkswirt der US-Bank Morgan Stanley, in einem Essay für das Handelsblatt. Doch trotz der Tatsache, dass wir derzeit die schlimmste Krise der Weltwirtschaft seit 75 Jahren erleben, sollten wir den Kapitalismus nicht verteufeln, meint er. Denn es gebe jetzt die Chance, ihm viele Schwächen auszutreiben.
NZZ: Ausserkapitalistisches Material – Auch die Wirtschaft lebt von Voraussetzungen, über die sie selbst nicht verfügt (21.2.09): «Der freiheitliche, säkularisierte Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann.» – So lautet ein berühmtes Diktum des Rechtsphilosophen Ernst-Wolfgang Böckenförde. Der Ökonom Joseph Schumpeter hat von «ausserkapitalistischem Material» gesprochen, aus dem die Pfeiler der kapitalistischen Ordnung bestünden. Lassen sich daraus Fingerzeige für die gegenwärtige Situation gewinnen?
Freitag: Hätte der Wettbewerb Augenmaß (19.2.09): Der Markt ist frei, aber der Diskurs darüber wird streng kontrolliert.
HB: Abschied vom Gucci-Kapitalismus (17.2.09): Die Krise bringt eine neue Form des Kapitalismus hervor: National wie international wird er sich durch Kooperation und ein breiteres Verständnis von Wohlstand auszeichnen.
Feynsinn: Zur Psychologie des Neoliberalismus (11.2.09): In der gegenöffentlichen Debatte spielt der Begriff des “Neoliberalismus” eine zentrale Rolle. Er bezeichnet die Ideologie der westlichen Marktwirtschaft, des zeitgenössichen Kapitalismus. Protoptypisch ist diese Ideologie in Deutschland formuliert und institutionalisiert worden.
HB: Der Glaube ans Geld (11.2.09): Die Verwandtschaft zwischen Kapitalismus und Religion haben Soziologen und Philosophen schon lange erkannt. Sie offenbart sich bereits in der Sprache: Bei beiden geht es um den Glauben (“Kredit”), um Schuld und um (Wert-)Schöpfung. Der Soziologe Christoph Deutschmann geht aber noch sehr viel weiter: Der Kapitalismus ist selbst eine Religion, behauptet er.
NZZ: Was ist ein gerechter Lohn? (8.2.09): Die Frage nach dem gerechten Lohn ist so alt wie die wirtschaftliche, bezahlte Tätigkeit. Die Debatte über Managerlöhne hat sie wieder in unser Bewusstsein gerückt. Ist ein Lohn fair, sobald es sich damit überleben lässt? Ab welcher Höhe ist ein Lohn ungerecht? Eine Suche nach Antworten.
FAZ: Geld und Sinn: Die Krise hat erst begonnen (7.2.09): Ein System, in dem viele Unbeteiligte unter der Risikolust weniger leiden müssen, bekommt bald ein heftiges Problem. Heute geht es längst nicht mehr nur um die Rettung der Bank, sondern um die Abwehr des Zerfalls unserer Gesellschaft. Und das geht nicht mit Geld allein.
NZZ: Manche sterben nie aus – Darwins Theorie befreit uns von der Zwangsvorstellung, Leben bedeute Fortschritt (7.2.09): Schneller, höher, weiter – oder jedenfalls voran soll es gehen im Leben der natürlichen Arten. So zumindest suggeriert noch immer eine populäre Version der Darwinschen Theorie. Doch diese Trivialisierung führt in die Irre und geht an der eigentlichen Erkenntnis Darwins vorbei.
SZ: Marx: Lesekreise an Unis Frisches Kapital (29.1.09): Quer durch Deutschland lesen Studenten wieder Marx. Sie wühlen sich durch “Das Kapital” – und das alles in ihrer Freizeit. Die Finanzkrise macht es möglich.
TAZ: Die Finanzkrise nach Karl Marx Die Spielregeln, nicht die Spieler (14.1.09): Profitmaximierung und Konkurrenz werden immer wieder Krisen wie die gegenwärtige hervorbringen. Eine Verstaatlichung tauscht lediglich die Akteure aus, ohne die Strukur anzutasten.
HB: „Manager geraten in Misskredit“(10.1.09): Günter Müller-Stewens, Professor für strategisches Management an der Universität St. Gallen, hält einen Strategie-Wechsel für Unternehmen unumgänglich – im Handelsblatt-Interview spricht er über (das Fehlen gesellschaftlicher Werte und Verantwortung.
FTD: Der große Selbstbetrug (7.1.09): Nach jedem Absturz jammert die Menschheit über das böse Wesen des Kapitalismus. Sie fordert zu viel. Der Kapitalismus ist ein Wirtschaftssystem, kein humanistisches Erziehungsprogramm. Siehe dazu auch diese Reaktion auf die FTD
Teleopolis: Über Zahlungsfähigkeit und Zahlungsunfähigkeit (7.1.09)
NZZ: Glaubwürdige Persönlichkeiten statt staatliche Regulierungen (6.1.09): Heinz Knecht ortet im Finanzsektor einen Vertrauensverlust auf individueller, institutioneller und systemischer Ebene. Um diesem entgegenzuwirken, benötige es statt mehr Regulierung eine Besinnung auf alte Tugenden, die von glaubwürdigen Persönlichkeiten verkörpert würden.
SZ: Peter Sloterdijk über Zukunft (3.1.09)
Blätter: Strategie in der Krise: Nachhaltigkeit als Chance (1/2009): Die Gefahr einer neuen Weltwirtschaftskrise hat der Kritik am globalen Kapitalismus zu neuer Aktualität verholfen. Es greift jedoch zu kurz, die Krisenphänomene auf solche der Wirtschaft zu verengen. Denn die Krisen kumulieren: Die aktuelle Finanzkrise wird zu einer Krise des Wirtschaftswachstums, beides wird wiederum die Armutskrise insbesondere in den Ländern des Südens verstärken. Gleichzeitig zehrt der Klimawandel an den natürlichen Lebensgrundlagen. Bliebe er ungebremst, würden seine Kosten die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit bei weitem übersteigen.
Humane Wirtschaft: Über Krisen und Chancen (1/2009): Weshalb treten im Kapitalismus zyklisch Krisen auf? Wieso verspricht man sich in diesen Krisen immer ausgerechnet dadurch Heilung, dass man den Abermilliarden, die man jahrzehntelang den Reichen und den Finanzmärkten nachgeworfen hat, nun eben noch ein paar Billionen hinterherschmeißt? Könnte es sein, dass es im Kapitalismus eine Art Systemzwang gibt, aus dem heraus Krankheit und deren Therapie stets den gleichen Gesetzen folgen müssen?
Könnte es sein, dass seine Verwertungslogik gar nichts anderes zulässt, als den Reichen immerzu das Geld der Bevölkerungen hinterherzuschmeißen? Und wenn dem so ist – sind die Bevölkerungen masochistisch, dass sie dazu auch noch ständig applaudieren?
TAZ: Debatte Finanzkrise Simulierte Souveränität (1.1.09):
Blätter: Die Kultur des Misstrauens (1/2009): Der Zusammenbruch des globalen Finanzmarktes hat die ganze Welt in Angst und Schrecken versetzt. Auf dem Finanzmarkt herrscht totales Misstrauen, das zwangsläufig in eine Rezession oder sogar Depression führen wird. Inzwischen rufen auch die glühendsten Verfechter der freien, jeder staatlichen Kontrolle entzogenen Märkte nach dem Staat als Retter in der Not.
2008
SZ: Kontrolle muss sein (29.12.08): Ohne Kontrolle geht es nicht.
HB: Zwischen Kreuz und Krise (23.12.08)
Im Gespräch: Erzbischof Reinhard Marx „Eigeninteresse ist nicht gleichzusetzen mit Gier (22.12.08)
FT: By Nassim Nicholas Taleb and Pablo Triana Bystanders to this financial crime were many (8.12.08)
NZZ: Ein Gespräch mit dem Philosophen Peter Sloterdijk über die Finanzmarktkrise (29.11.08)
SZ: Im Weltwirtschaftsgewitter (26.11.08): Marx ist aktuell: Er beschrieb die Gesellschaft, in der wir heute leben – die jetzige Finanzkrise eingeschlossen.
TAZ: Debatte über Neoliberalismus Die erste gerechte Finanzkrise (19.11.08): In der Frage nach dem Auslöser und gar Schuldigen verlässt man sich gerne auf Erklärungen, die dem Alltagsverstand am eingängigsten sind und landet so bei den geldgierigen Spekulanten in den Finanzkonzernen. Und vergisst so, dass die produzierte Schuldenblase durchaus systematischer Bestandteil des Neoliberalismus war.
TAZ: Philosoph Badiou über die Finanzkrise Das Reale dieses Krisenspektakels (13.11.08)
SZ: Die ewige Suche nach der Gerechtigkeit (19.11.08):Vom Corpus Iuris des Kaisers Justinian zum Grundgesetz der Bundesrepublik: Wie die alte Formel “Jedem das Seine” im Sozialstaat einen guten Maßstab erhielt.
HWWI: Die Sozialethik Emil Brunners und ihre neoliberale Rezeption (11/2008, pdf): Der Auseinandersetzung zwischen Katholischer Soziallehre und dem Neolibe-ralismus kommt in der sozialphilosophischen Diskussion der Bundesrepublik Deutschland der 1950er und 1960er Jahre ein hoher Rang zu.2 Die protestanti-sche Herkunft der meisten neoliberalen Ökonomen lässt fragen, inwieweit die Evangelische Sozialethik in die Diskussion einbezogen wurde.3 Im Vergleich zur Katholischen Soziallehre steht das evangelische Pendant weitaus weniger im Fokus der Neoliberalen. Die neoliberalen Ökonomen glauben, dass der Pro-testantismus in dieser Hinsicht wenig ergiebig ist. So sieht Wilhelm Röpke (1899-1966) im Jahre 1944 die evangelische Seite an einem „sozialphiloso-phisch so armen und vor allem so unsicheren Schrifttum“4 leiden.
FR: Daniela Dahn “Gier ist das Wesen des Systems” (27.10.08): Die Schriftstellerin über falsche Sündenböcke und unsere Schuld an der Krise.
Blick Log: Gedanken aus einer wirtschaftsethischen Arbeit über Finanzmärkte (24.9.08)
TAZ: Über die Finanzkrise “Es ist ein Horror”: Mit einem Floh, der von einem Wirt zum nächsten hüpft, vergleicht Saskia Sassen die Urheber der Finanzkrise. Die Stadtsoziologin und Globalisierungstheoretikerin erklärt, wie es dazu kommen konnte.
Blick Log: Eigeninteresse und Opportunismus
HB: Interview mit Erzbischoff Reinhard Marx: “Börse ist nicht moralfrei” (26.12.2008)
SZ: Erzbischof Marx im Interview “Kapitalismus ist ein Ethikfresser!” (26.11.08)
SPIEGEL-Gespräch mit dem Schriftsteller und einstigen Marxisten Hans Magnus Enzensberger (3.11.08)
Swissinfo: Thielemann: Neue Banker braucht das Land, 2008 (7.10.08)
Blick Log: Gedanken aus einer wirtschaftsethischen Arbeit über Finanzmärkte (24.9.08)
Zeit: Kapitalismus Pleite der letzten Utopie (25.9.08)
HWWI: Macht und Wissen als Determinanten: Zur Rolle des Staates in der Wirtschaftspolitik bei Walter Eucken und Friedrich August von Hayek (04/2008, pdf): Walter Eucken und Friedrich August von Hayek werden in der Literatur gemeinsam als Initiatoren der Ordnungsökonomik bezeichnet. Das ist darin begründet, dass beide Autoren parallel und weitgehend unabhängig voneinander Forschungsprogramme entwickelt haben, welche sich der Problematik wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Ordnungen widmen. Eine wichtige Rolle spielt dabei sowohl bei Eucken als auch bei Hayek der Staat in seiner Funktion beim Aufbau und Erhalt einer solchen Ordnung. Das Staatsverständnis und dabei insbesondere die Rolle des Staates in der Wirtschaftspolitik stehen im Mittelpunkt dieses Beitrages. Es wird dabei ein zweistufiges Verfahren vorgeschlagen. In einem ersten Schritt werden die Ordnungstheorien Euckens und Hayeks erörtert und miteinander verglichen. Dabei deuten sich bereits prinzipielle Parallelen und Unterschiede in der Grenzziehung für den legitimen Bereich des Staates an. Anschließend werden als Anwendungen der ordnungstheoretischen Grundsätze vier Bereiche der Ordnungspolitik nacheinander aufgeführt und die jeweiligen Positionen beider Autoren erläutert.
Der Westen: Wirtschaftsethiker: massiver Ansehensverlust der «Wirtschaftselite» (19.2.08)
HWWI: Die Entstehung ordnungsökonomischer Paradigmen – theoriegeschichtliche Betrachtungen (12/2007, pdf): In der bestehenden Literatur wird die Frage nach der Verortung des deutschen Ordo- und Neoliberalismus unterschiedlich beantwortet. Manche Autoren sehen sie vornehmlich in der angelsächsischen Tradition, andere betonen ihre Verwurzelung in den Fragestellungen und Methoden der deutschen Ideengeschichte. Ich will mich in diesem Beitrag auf das Problem konzentrieren, wie die deutschen Neoliberalen die Frage nach der Wurzel gesellschaftlicher Kohäsion beantworteten. Gerade von dieser thematischen Beschränkung erhoffe ich mir, zu einem besseren Verständnis darüber beitragen zu können, wie sich das deutsche Denken in Ordnungen zu seinen angelsächsischen Vorbildern und zu spezifisch deutschen Traditionen verhält.
HWWI: MORAL DER FINANZWELT Gier und Neugier (09/2007)
Rede von Prof. Dr. Wolfgang Gerke: Kapitalmarkt ohne Moral? (4.11.2005)
Zeit: Arbeitnehmer – »Wo bleibt Euer Aufschrei?« (11.11.04): In der globalen Wirtschaft herrscht die pure Anarchie. Die Gier zerfrisst den Herrschern ihre Gehirne. Ein Wutanfall


