Neue Institutionenökonomik

Zum Überblick siehe auch Wikipedia und Gablers Wirtschaftslexikon

Zeitungs- und Blogartikel

NYT: Ronald Coase, a Pragmatic Voice for Government’s Role (14.9.13)

Kaminski, Hans:  Grundgedanken der Neuen Institutionenök (o.Jg:): Die Grundgedanken erscheinen auf den ersten Blick eher trivial, und es erstaunt, wie

wenig sie bisher integraler Bestandteil ökonomischer Theoriebildung geworden sind. (vgl. Richter1994, 1993, …

Stader´s Welt: Neue Institutionenökonomie – eine Zusammenfassung (17.10.09)

BL: Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften: Integration des Opportunismus in die Ökonomie (20.10.09): Die Vergabe des von der schwedischen Reichsbank gestifteten Nobelpreises für Wirtschaftswissenschaft in diesem Jahr hat mich in diesem Jahr aus zwei Gründen gefreut. Mit Elinor Ostrom erhält erstmals eine Frau diesen Nobelpreis, die zudem wichtige Anstöße für ihre Arbeit während eines Aufenthalts an der Universität Bielefeld erhalten hat. Mit Oliver E. Williamson wird einer der Väter der Institutionenökonomik ausgezeichnet. Die Modelle dieser Forschungsrichtung liegen wesentlich dichter an der Realität und bauen außerdem eine hilfreiche Brücke zwischen Volks- und Betriebswirtschaftslehre. Beide Preisträger haben zwar unterschiedliche Schwerpunkte, sind jedoch durch das Leitthema wie Entscheidungen außerhalb konventioneller Märkte getroffen werden, miteinander verbunden.

Wiwi-Werkbank: Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften 2009: Neue Institutionenökonomik (10/2009): Elinor Ostroms und Oliver E. Williamsons werden in diesem Jahr mit dem Preis für Wirtschaftswissenschaften der schwedischen Reichsbank in Gedenken an Alfred Nobel, dem „Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften“, ausgezeichnet. Hier nun weitere Titel anderer Wissenschaftler zu den Teilbereichen der Neuen Institutionenökonomik, denen sich die Preisträgerin und der Preisträger widmen. Ostroms Spezialgebiet ist die Eigentumsrechtstheorie (theory of property rights), Williamsons die Transaktionsökonomik (transaction cost economics).

Risknet: Moral Hazard und Verhaltensrisiken als Ursachen der Finanzkrise (2.3.09)

BL: Einstieg in die Neue Institutionenökonomik (6.9.08): In den letzten Jahren haben verschiedene Autoren die Neue Institutionenökonomik im Allgemeinen und den Property Rights-, den Transaktionskostenansatz sowie die Principal-Agent-Theorie im Besonderen für eine theoretische Fundierung der Managementpraxis eingesetzt. Ein Großteil der Faszination dieser Forschungsrichtung rührt daher, dass mit Hilfe vergleichsweise einfach gehaltener Ansätze in logisch stringenter Weise eine Fülle von Ergebnissen abgeleitet werden kann. Diese beziehen sich nicht nur auf den klassischen Anwendungsbereich der Ökonomik, die Wirtschaft. Vielmehr werden auf Fragen des Rechts, der Politik, der Geschichte und vieles mehr behandelt.

Zeit: Wirtschaftstheorie Totes Kapital (27.11.03): Die Neue Institutionenökonomik verändert das Denken von Wissenschaftlern und Politikern. Ihr Credo: Freie Märkte allein reichen nicht. Eine Volkswirtschaft ist nur so gut wie ihre Behörde, Regeln und Gepflogenheiten

Wissenschaftliche Artikel

Working Paper: Reflections on Efficiency of Institutions from the Perspective of New Institutional Economics with Emphasis on Knightian Uncertainty by Rudolph Richter (2.1.2012): Efficiency of institutions, understood in the sense of constraint optimization, does not make much sense under conditions of the New Institutional Economics (NIE), i. e., under conditions in which institutions matter. For such a world one has to use non-optimizing methods to assess the economic effectiveness of institutions. That is how representatives of the NIE proceed. While the earlier literature on the NIE laid its emphasis on the role of transaction costs in its explanation of the economic effectiveness of institutions (e.g., Coase 1937), concentrates this paper on the role of incomplete foresight (Knightian uncertainty). We consider the answers of five well-known economists – among them two representatives of the NIE – to the problem of Knightian uncertainty. Taking their solutions into account, we discuss stepwise the economic effectiveness of the following institutions: Competitive markets, money, contracts, firms and institutions in general. The importance of cultural beliefs of the users of institutions and of entrepreneurial (or political) leadership is worked out. Efficiency of economic institutions under conditions of Knightian uncertainty depends not only on the quality of institutional rules (governance structures) but also on cultural beliefs of their users, and the skills of entrepreneurial (or political) leadership. There is no clear-cut concept of economic efficiency of institutions comparable with Pareto efficiency. Prudent economists have no other choice but to carefully guess and weigh the economic effectiveness of feasible alternatives

ZfSÖ: Wie eine „unsichtbare Hand“ nach der „Allmende“ greift –  Eine Kritik der Property-Rights-Theorie (12/2007)

Wolfgang Denkhaus: Die neue Institutionenökonomik und das Governancekonzept im Verwaltungsrecht (2004)

Diskussionspapier Uni Hannover: Einbettung von Merger und Akquisition in wirtschaftstheoretische Erklärungsansätze (2/2003): Die Verbindung von Unternehmen ist keine Erscheinung der letzten Jahre. Vielmehr beruht das Konzept der Merger & Akquisition (M&A) auf grundlegenden wirtschaftstheoretischen Theorien, die in der Diskussion allerdings oftmals von populistischen Motiven für die Fusion im vorliegenden Fall überlagert werden. Dieser Artikel bringt eine theoretische  Struktur in die vorliegenden Begründungen für Fusionen, wobei insbesondere auf Erkenntnisse der Neueren Institutionenökonomik zurückgegriffen wird. Den Königsweg für  oder gegen Fusionen wird es nicht geben, vielmehr muss in der individuellen Entscheidungssituation zwischen den verschiedenen Stufen der Kooperation bis hin zur Übernahme eines Unternehmens genau abgewogen werden.

Sabine Greindl und Petra Hiermansperger: Opportunismus in der Neuen Institutionenökonomik  (o.J.): Das Auftreten von Opportunismus wird von der Wirtschaftswissenschaft vor allem in der Neuen Institutionenökonomik und dort speziell im Transaktionskostenansatz thematisiert. Das wirtschaftswissenschaftliche Forschungsprogramm der Neuen Institutionenökonomik, das sich als Gegenprogramm zur „sonderbaren Welt“ (RICHTER UND FURUBOTN 2003, S. 9) der neoklassischen Ökonomik versteht, traf in den letzten zwei Jahrzehnten auf großen Widerhall (GÖBEL 2002, S. VII) und soll im Folgenden dargestellt werden.

Peter G. Klein: New Institutional Economics (1998): This essay surveys the new institutional economics, a rapidly growing literature combining economics, law, organization theory, political science, sociology, and anthropology to understand social, political, and commercial institutions. This literature tries to explain what institutions are, how they arise, what purposes they serve, how they change, and how they may be reformed. Following convention, I distinguish between the institutional environment (the background constraints, or rules of the game that guide individuals’ behavior) and institutional arrangements (specific guidelines designed by trading partners to facilitate particular exchanges). In both cases, the discussion here focuses on applications, evidence, and policy implications.

Klaus Möller, Gestaltungsbeitrag der Neuen Institutionenökonomik für das Controlling (2002): Controlling und Koordination sind zwei untrennbar miteinander verbundene Begriffe. Das Controlling hat die Aufgabe zu koordinieren und stellt gleichzeitig den system(at)ischen Rahmen für eine zielorientierte Abstimmung bereit. Die permanent steigende Bedeutung dieser Disziplin in Wissenschaft und Praxis demonstriert die Relevanz und Notwendigkeit einer Unterstützung der Führung durch ziel- und ergebnisorientierte Koordination.

Moldaschl, Diefenbach: Regeln und Ressourcen Zum Verhältnis von Institutionen- und Ressourcentheorien (2002)

North, Douglass C. (1993 working paper). “New Institutional Economics and Development“.

Jairo J. Parada: Original Institutional Economics and New Institutional Economics: Revisiting the Bridges (or the Divide) (2003): The purpose of this paper is to present the main differences between New Institutional Economics, NIE, and Original Institutional Economics, OIE, and to question some of the proposals that call for the gap between the two approaches to be bridge. This does not preclude the possibilities of a dialogue. Without ignoring some important theoretical developments in North’s work, the author claims that NIE is a school that operates in the periphery of the neoclassical economics paradigm, and shares its ontological and methodological foundations; however these are very different from the evolutionary (Darwinian) economics of Thorstein Veblen. Though the task of integrating the OIE and NIE seems impossible following the road of eclecticism, a dialogue between them could open new perspectives and enrich institutional economics.

Toboso, F. (2001). “Institutional Individualism and Institutional Change: the Search For a Middle Way Mode of Explanation“, Cambridge Journal of Economics, vol. 25, n.6, November, pp. 765-784.

Williamson, Oliver E. (2000). “The New Institutional Economics: Taking Stock, Looking Ahead,” Journal of Economic Literature, 38(3), pp. 595-613

Online (via Google Books) verfügbare Bücher

Adem Alparslan: Strukturalistische Prinzipal-Agent-Theorie: Eine Reformulierung der Hidden-Action-Modelle aus der Perspektive des Strukturalismus (2006, Google Bücher)

Ulrich Blum: Angewandte Institutionenökonomik: Theorien – Modelle – Evidenz, (2005. Google Bücher)

Thomas Döbler: Die Theoriefamilie der Neuen Institutionenökonomik–Transaktionskosten, Verfügungsrechte und Principal Agent in: Politische Ökonomie der Medien: Theorie und Anwendung (2007, Google Books)

H. Döring, Kritische Analyse der Leistungsfähigkeit des Transaktionskostenansatzes, Göttingen 1999

Thomas Eger und Hans G. Nutzinger: Traditionelle Ordnungstheorie, Neue Institutionenökonomik und Evolutorische Ökonomik im Vergleich (1999)

Mathias Erlei, Evolutionsökonomische Inhalte im Rahmen der Lehre der Neuen Institutionenökonomik (2002): Vertreter der evolutionären Ökonomik und der Neuen Institutionenökonomik verbindet ein gemeinsames Anliegen: Sie sind unzufrieden mit der engen Sicht der Mainstream-Ökonomik, die eine Reihe von Aspekten des realen Wirtschaftens ausblendet, die — zumindest aus evolutionsökonomischer bzw. institutionenökonomischer Sicht — über eine hohe Relevanz verfügen.
Institutionenökonomen betonen die Bedeutung von Regeln, Regelsystemen und komplexen Vertragskonstrukten. Sie haben durch ihre Kritik und eigene Beiträge inzwischen zu beachtlichen Teilen den Weg in die Nobelpreisvergabe und in die Standardlehrbücher gefunden. Ökonomen, die sich der evolutionären Ökonomik verschrieben haben, zeichnen sich durch eine erheblich stärker ausgeprägte Heterogenität aus. Dies macht es unmöglich eine gemeinsame, zentrale Eigenschaft dieser Forschungsrichtung herauszustellen.

Mathias Erlei, Martin Leschke, Dirk Sauerland: Neue Institutionenökonomik (2007, Google Bücher)

Elisabeth Göbel: Neue Institutionenökonomik: Konzeptionen und betriebswirtschaftliche Anwendungen (2002, Google Bücher)

Mancur Olson: Die Logik des kollektiven Handelns: Kollektivgüter und die Theorie der Gruppen (2004)

Publikationen von Rudolf Richter

Bernd Schauenberg,Jörg Sydow: Institutionenökonomik als Managementlehre? (2005, Google Bücher)

Albrecht Söllner: Einführung in das internationale Management: eine institutionenökonomische Perspektive (2008, Google Bücher)

Albrecht Söllner: Die Schmutzigen Hände. Individuelles Verhalten in Fällen von institutionellen Misfits, (2000, Google Bücher)

Stefan Voigt: Institutionenökonomik, 2. Aufl. (2009/2002 Google Bücher)

Oliver E. Williamson: Die ökonomischen Institutionen des Kapitalismus: Unternehmen, Märkte, Kooperationen (1985/1990)

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