Behavioral Economics – Neuroökonomie

Immer häufiger rücken psychologische Aspekte des Handelns stark in den Blickpunkt der Wirtschaftspraxis.  Die traditionelle Wirtschaftswissenschaft, die meist nur von “Anomalien” spricht, wenn das beobachtbare Verhalten von der eigenen Modellwelt abweicht, wird zunehmend ergänzt und erweitert durch Erkenntnisse der Verhaltensforschung und Neuroökonomie. Auf dieser Seite trägt das Blick Log in chronologischer Reihenfolge Links auf Beiträge zum Verhalten in der Wirtschaft und mögliche Erklärungsansätze zusammen. Die Beiträge sind dabei nicht ausschließlich auf Neuroökonomie und Behavioral Economics im engeren Sinne beschränkt, sondern decken ein breites Spektrum vom Verhalten in der Wirtschaft incl. soziologische Aspekte ab.

NZZ: Aufschlussreiche wirtschaftswissenschaftliche Experimente (4.7.14): Von (un)ehrlichen Bankiers und pragmatischen Frauen. Experimentell arbeitende Wirtschaftswissenschafter versuchen das Verhalten der Finanzmärkte und ihrer Teilnehmer in Laboratorien zu untersuchen. Der Ansatz hat schon viel Interessantes produziert. Doch bei der Interpretation ist Vorsicht angebracht.

Handelsblatt: Die Börsen – viel Psychologie, kaum Fakten? (02.07.14): Emotionen bestimmen das Treiben an den Märkten. Das wusste schon André Kostolany. Er war überzeugt, die Börse reagiere gerade mal zu zehn Prozent auf Fakten. Doch wie viel Psychologie steckt wirklich in den Kursen?

ZEIT: Soziale UngerechtigkeitDie Krise macht uns zu Egoisten (10.06.14): Weltweit wird über die steigende Vermögensungerechtigkeit diskutiert. Aber sind wir dazu bereit, mehr umzuverteilen? Ein Experiment von Berkeley-Ökonomen nährt Zweifel.

Wiwo: Positive Psychologie – Wie negative Gefühle das Gehirn vernebeln (12.05.14): Das allgegenwärtige Gefühl des Mangels vernebelt unser Denken und führt zu Stress. Doch es ist selbstgemacht. Wie wir solche negativen Emotionen überwinden und wieder klar sehen können, schreibt die Psychologin Ilona Bürgel in einem Gastbeitrag.

Zeit: Steuerhinterziehung”Wir spüren den Zorn der Enttäuschten” (5.2.14): Die Steuerhinterziehung von Alice Schwarzer löst extreme Reaktionen aus. Männlicher Frust trifft auf eine Vertrauenskrise, sagt der Psychologe Stephan Grünewald.

HB: Börsenpsychologie – Vorsicht Gier! (31.01.14): 1,4 Milliarden Euro deutscher Anlegen sind derzeit bei Prokon in Gefahr. Wurde den Investoren ihre Sucht nach Rendite zum Verhängnis? Wann sind sie zu gierig, wann nicht gierig genug? Wie viel Rendite-Hunger ist gut?

FAZ: Wie kommt das Neue in die Welt? (01.02.14): Der Homo Oeconomicus hat ausgedient und Vorlieben fallen nicht vom Himmel, sondern richten sich nach den herrschenden Verhältnissen. Um so schwerer hat es der Fortschritt in dieser Welt.

FAZ: Robert Shiller Gier und Panik (4.1.14): Nobelpreisträger Robert Shiller zeigt, was die Börsenkurse treibt: periodisch wiederkehrender Wahnsinn. Seine Ideen sorgten für eine psychologische Revolution an den Kapitalmärkten. Anleger können von ihnen einiges lernen.

2013

HB: Wissenswertes aus der ÖkonomieDie verlorene Ehre des Weihnachtsmannes (23.12.13): Weihnachten gehört abgeschafft – zumindest wenn es nach einigen Ökonomen geht. Sie sind überzeugt: Das Fest der Liebe ist eine gigantische Geldverschwendung. Doch das ist nur die halbe Wahrheit

Zeit: Ökonomie – Schenken bringt nichts (23.12.13): Weihnachtsgeschenke sind in der klassischen Ökonomie Quatsch. Sie führen allein zu Wohlfahrtsverlusten. Aber wie schenkt man volkswirtschaftlich effizient?

Inc. Why Lottery Dreams Are Good for You–and Your Business (16.12.13): “What would I do if I won?” is a healthy question to ask, if asked the right way.With the Mega Millions jackpot set to top $550 million for tomorrow night’s drawing, you’ve probably given some thought to what you might do with the

Computerwoche: Warum “das Wir” nicht gut entscheidet (3.12.13): Entscheidungen werden oft unter einem verheerenden Gruppenzwang getroffen, der blind macht für Alternativen. Sozialpsychologen wissen, wie Organisationen das verhindern können.

Scilogs: Rückschaufehler und schleichender Determinismus (18.11.13): In meinem aktuellen Buch „Offline“ führe ich aus, dass bereits in fünfzig Jahren das Internet verschwunden sein könnte. Die Informationsgesellschaft wäre damit am Ende. Inzwischen habe das hier im Blog, in Vorträgen und in einem Artikel in Telepolis erläutert und jeweils lebhafte Diskussionen ausgelöst. Eine Linie der Argumentation gegen meine Warnung lautete, dass die Menschen immer rechtzeitig einen Ausweg gefunden haben. Schon in der Vergangenheit habe es immer wieder düstere Warnungen gegeben, die aber stets von der Realität widerlegt worden seien.

Scilogs: Homo Neurobiologicus: Ist der Mensch nur sein Gehirn? (18.11.13): Wer erklärt den Menschen? In der öffentlichen Diskussion um das Menschenbild und Willensfreiheit aber auch über Schule und Erziehung, Lernen und Gehirndoping haben die Neurowissenschaften in den letzten Jahren eine große Rolle gespielt. Auch jüngerem Neuroskeptizismus zum Trotz zeigen Großprojekte wie das Human Brain Project, dass die Hirnforschung noch stets als bedeutender Wissenschafts-, Innovations- und Technologiebereich angesehen wird. In dem jetzt veröffentlichten und frei verfügbaren Tagungsband Homo Neurobiologicus diskutieren deutschsprachige Expertinnen und Experten über das Verhältnis von Selbst und Gehirn

HB:Was wird mit dem Gorilla-Experiment dokumentiert? (8.11.13): Welcher Gorilla? – Schneller schlau entführt Sie in die Welt des Wissenswerten.

HB: Dax 10.000 – Die Magie der runden Zahlen (8.11.13): Der Dax ist auf Rekordjagd und Anleger schauen gebannt zu. Erst 9.000, bald schon 10.000 Punkte? Jede „runde Marke“ wird gefeiert – mehr noch als neue Allzeithochs. Worin liegt der Reiz dieser Zahlen?

FAB: Selbstüberschätzung: Fluch oder Segen? (16.9.13): Viele Menschen überschätzen sich systematisch selbst. Dieses Verhaltensmuster muss nicht immer von Nachteil sein. Es hängt immer vom jeweiligen Kontext ab – auch in Unternehmen

Scilogs: Hirnforschung ist Königin aller Wissenschaften – ein Lapsus der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (13.9.13): Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie hat zwei Beiträge über Hirnforschung mit einem Journalistenpreis ausgezeichnet. Ein Artikel beschäftigt sich mit den Möglichkeiten und Grenzen der bildgebenden Hirnforschung. Allerdings wird beim Lesen schnell deutlich, warum die Hirnforschung nicht die…

Spon: Negative Gedanken: Raus aus der Grübelfalle (5.7.13): “Bin ich gut genug dafür?” “Wieso bin ich so ein Versager?” Ziellos kreisen die Gedanken, eine Lösung ist nicht in Sicht – und das Risiko für depressive Verstimmungen steigt. Doch das Gedankenkarussell kann man stoppen.

Spon: Psychologiestudie: Selbstkontrolle macht Menschen glücklich (3.7.13): Pauken statt Party, Sparen statt Shopping, Brause statt Bier – das kann doch keinen Spaß machen. Und ob, sagt jetzt ein deutsch-amerikanisches Forscherteam: Wer seltener Verlockungen nachgibt, ist zufriedener mit dem Leben.

Scilogs: Per Anhalter durch das Irren menschlicher Entscheidungen: Von Rationalität und Heuristiken (1.7.13): Wie bereits von Tarek angekündigt, weht mit mir hier nun ab und an ein etwas menschlich-kognitiver Wind. Mein erster Beitrag dreht sich um eins der Urthemen der kognitiven Psychologie: das Treffen von Entscheidungen im Spannungsfeld zwischen Rationalität und Intuition. Ich freue mich sehr, als Gastautorin an Analogia mitwirken zu dürfen und begrüße jede Form der Diskussion, die sich aus meinen Blogposts entspinnen wird.

NZZ: Extrinsische Anreize – Die Macht der Auszeichnung (12.6.13): Auszeichnungen eignen sich immer dann, wenn monetäre Anreize zu strategischem Verhalten führen und Leistung nur vage definier- und messbar ist. Sie sind zwar nicht in jeder Situation ideal – aber ebenso wenig sind es monetäre Anreize.

Finanz u. Wirtschaft: Kopflastigkeit hilft gegen «1:12» wenig (10.6.13): Rein rationale, ökonomische Argumente reichen für die Ablehnung nicht – Emotionen und Fairnesspräferenz sind ernst zu nehmen. Ein Kommentar von Roland Waibel.

Capital: Das Molekül der Moral (27.5.13): Spott und Häme mussten Philipp Rösler und Kai Diekmann über sich ergehen lassen. Dabei machen Umarmungen die Menschen glücklicher und die Welt ein bisschen besser.

SZ: Psychologie zur Frage der Steuermoral “Niemand hat jemals genug” (24.5.13):  Uli Hoeneß ist reich und hat trotzdem Steuern hinterzogen. Warum? Mit dieser Frage beschäftigt sich Steuerpsychologe Stephan Mühlbacher von der Sigmund-Freud-Privatuniversität in Wien. Im Gespräch mit SZ.de spricht er über den sportlichen Reiz, möglichst wenig Steuern zu zahlen und was zumindest ansatzweise hilft, Steuerhinterziehung zu unterbinden.

sciencefiles: Untersuchung zeigt die wahre Motivation der Gutmenschen (29.4.13)

Daily Beast: Daniel Kahneman’s Gripe With Behavioral Economics (26.4.13): Nobel-winning psychologist Daniel Kahneman explains his problem with people using the term ‘behavioral economics.’

NMTM: Der irrationale Antrieb des Kapitalismus (24.4.13): In den letzten Jahrzehnten haben Ökonomen stark auf dem Modell von rationalen Individuen aufgebaut. Tatsächlich sind es aber irrationale Verhaltensweisen, die den Erfolg des Kapitalismus ausmachen.

Spiegel: Verschwörungstheorien: Was Faktenleugner bewegt (29.3.13):  Ist der Klimawandel eine reine Fiktion, geboren durch ein Forscherkomplott? Psychologen haben Anhänger dieser These nun ausführlich befragt und interessante Erkenntnisse gewonnen. Wer an eine Verschwörungstheorie glaubt, glaubt meist auch an andere – und an die Kraft des freien Marktes.

HB: HirnforschungWie Online-Käufer ticken (18.03.13): Millionen mit Neuronen: Wer wissen will, wie wie Besucher von Online-Shops am Ende auch zu Käufern werden, sollte sich mit dem menschlichen Hirn beschäftigen. Das eröffnet völlig neue Chancen, um Kunden zu gewinnen.

ZEIT: Hirnforschung – Die Kunst des Teilens (15.3.13): Kinder verhalten sich egoistisch. Es mangelt ihnen nicht an Einsicht – ihr Gehirn kann noch nicht anders.

Kinder verhalten sich egoistisch. Es mangelt ihnen nicht an Einsicht – ihr Gehirn kann noch nicht anders

WSJ: Die Kraft des negativen Denkens  (7.1.13): Ist positives Denken wirklich das Allheilmittel? Sowohl antike Philosophen als auch moderne Psychologen haben erkannt, dass uns auch dunkle Gedanken glücklich machen können – und oft auch mehr Chancen auf Wohlstand eröffnen.

2012

Spon: Erinnerung: Warum wir die ersten Lebensjahre vergessen (31.12.12): Die ersten Jahre im Leben eines Menschen sind ungeheuer wichtig: Das Kind entwickelt Urvertrauen, es lernt elementare Dinge über sich und die Welt. Dennoch verschwindet diese Zeit aus dem abrufbaren Erinnungsspeicher. Warum ist das so?

FAZ: Denkfehler, die uns Geld kosten (45) Weniger schenken ist mehr (22.12.12): Weihnachten wollen wir uns eine Freude machen: Das aber gelingt nicht immer. Verhaltensökonomen wissen Rat

Handelsblog: Die Ökonomie des Schenkens (21.12.12): Wir haben uns angewöhnt, Ökonomie als eine Lehre vom Tauschen zu verstehen. Bis weit in Grenzgebiete hinein: Die politische Ökonomie untersucht, wie man Politik als Tauschgeschäft auffassen kann. Alternative Auffassungen kommen eher aus anderen Disziplinen, von Soziologen, Philosophen oder Anthropologen, von Franzosen wie Marcel Mauss, Jacques Derrida und Michel Serres oder dem Franzosenfreund Peter Sloterdijk, von David Graeber, einem Initiatior der Bewegung “Occupy Wall Street”: häufig Leute, die selbst in ihrer eigenen Wissenschaft oder politisch besehen eher Außenseiter sind.

Spon: Psychologie: Gier schlägt Großzügigkeit (17.12.12):  Wenn jemand Großzügigkeit erlebt, verhält er sich auch anderen gegenüber freigiebiger – das würde jeder unterschreiben. Der Nachahmungseffekt ist bei Gier laut einer Studie jedoch viel größer: Wer unfair behandelt wird, der schlägt auch so zurück.

ZEIT: Ökonomie “Menschen sind keine emotionslosen Optimierungsmaschinen” (13.12.12): Der Kölner Ökonom Carlos Alós-Ferrer lernt viel von Psychologen. Er sagt: Verstünden Volkswirte das Bauchgefühl von Menschen, könnten sie Krisen besser vorhersagen.

FAZ: Emanuel Derman Fehlverhaltensökonomie (13.12.12): Vom Missbrauch einer ganzen Forschungsrichtung: Die verhaltensorientierte Finanzwissenschaft geht einen Umweg über die Psychologie und wird zum Instrument zur Manipulation von Menschen.

European: Betrug macht betrügerisch (26.11.12): Unehrlichkeit ist ansteckend. Nicht die Angst vor Bestrafung hält uns zurück – entscheidend ist die Moral.

Welt: Ernüchternde Bilanz der hippen Verhaltensökonomen (13.10.12):  Vertreter der trendigen Verhaltensökonomie glauben, der Mensch müsse nur leicht angestoßen werden, damit er klug handelt. Als Politikberater ist ihre Bilanz in den USA bisher aber eher ernüchternd.

FAZ: Denkfehler, die uns Geld kosten (34) Auf die Verlierer kommt es an (6.10.12): Anleger schauen nur auf Firmen mit Erfolg. Und vergessen dabei die Unternehmen, die gescheitert sind. Dabei kann man von den Verlierern viel lernen.

FAZ: Denkfehler, die uns Geld kosten (33) Der Blick in die Zukunft führt in die Irre (29.9.12): Alle wollen wissen, was morgen kommt. Doch die Bilanz vieler professioneller Prognostiker ist ernüchternd. Trotzdem glauben ihnen viele.

FAZ: Denkfehler, die uns Geld kosten (32) Lieber nicht vergleichen (24.9.12):  Beim Einkaufen entscheiden wir in einer künstlichen Situation: Kleinen Unterschieden zwischen den Waren geben wir ein zu großes Gewicht. Das führt zu falschen Entscheidungen.

FAZ: Denkfehler, die uns Geld kosten (31) Tricksen mit dem Kontext (15.9.12): Im Winter sind 15 Grad warm, im Sommer eher nicht. Alles hängt davon ab, in welchem Kontext es steht – auch das Verhältnis zwischen Bankberater und Anleger.

FAZ: Denkfehler, die uns Geld kosten (30) Die ansteckende Angst (8.9.12):  Wenn die ersten Anleger ihre Aktien verkaufen, werden andere nervös. Und verkaufen auch. Denn sie vermuten, dass die Verkäufer schlechte Nachrichten haben.

SciLogs: Verschwörungen und ihre Theorien (4.9.12): Jedes Jahr im September erwacht wieder das allgemeine Interesse an Verschwörungen und Verschwörungstheorien. Immer wenn der Jahrestag der Zerstörung der Türme des World Trade Centers und der Angriffe auf das Pentagon naht, rücken erneut die Fragen nach dem genauen Ablauf der Ereignisse und eventueller unaufgeklärter Hintergründe ins Rampenlicht.

SZ Magazin: Die Königin aller Wissenschaften? (4.9.12):  Von der Hirnforschung erhoffen sich alle alles. Zu Unrecht.

FAZ: Aufgepasst! Die Ökonomik der Aufmerksamkeit (28.9.12): Menschen kaufen zu teure Fernseher, zu junge Gebrauchtwagen und zu wenige Aktien. Auf der Suche nach Gründen haben Ökonomen eine neue Masche: Sie achten auf die Aufmerksamkeit. Daran fehlt es oft.

Zeit: Multitasking – Alles gleichzeitig funktioniert nicht (20.9.12): Multitasking ist ein Mythos: Niemand kann mehrere komplexe Tätigkeiten gleichzeitig ausführen, das macht das menschliche Hirn nicht mit.

ZEIT: Der Mensch, das emotionale Tier (149.9.12): Die Philosophie weiß heute, dass Gefühle nicht der böse Gegenspieler der Vernunft sind. Sie können selbst auch sehr vernünftig sein.

Voxeu: Understanding bubbly episodes (9.9.12):Over the last two decades, US aggregate wealth has fluctuated substantially. This column presents research that takes a first step towards measuring the reasons why. It finds that most recent fluctuations are driven by bubbles and argues that models of rational bubbles with financial frictions can improve our understanding of recent macroeconomic history.

FAZ: Denkfehler, die uns Geld kosten (28) Verführt durch die Flatrate (28.8.12): Menschen lieben Flatrates. Und zahlen damit zu viel. Dabei müssen wir uns nur vor Augen führen, wie viel Geld die Flatrates pro Jahr kosten – das kann zu bösen Überraschungen führen.

FAZ: Keiner will der Letzte sein (27.8.12): Kunden können nie ganz sicher sein, ob ihr Geld bei der Bank wirklich sicher ist. Allein, weil sie Angst haben vor einem Sturm auf die Geldhäuser, stürmen sie dorthin. Das hält keine Bank aus.

FAZ: Die Liebe zum eigenen Land (11.8.12): Über Unternehmen in Deutschland wissen wir viel. Darum kaufen wir diese Aktien. Oft machen deren Anteil fast die Hälfte des eigenen Depots aus. Das ist gefährlich.

FAZ: Im Dickicht der Informationen (4.8.12) Wer entscheiden muss, braucht Informationen. Aber zu viele davon können Menschen verwirren. Oft ist es sinnvoller, vorhandene Informationen gut auszuwerten als immer neue heranzuschaffen

FAZ: Nicht immer gewinnt der Klügste (28.7.12): Wer eine Aktie kauft, darf nicht auf die Bilanz blicken. Sondern auf das, was andere Anleger über die Aktie denken.

Plos One: Dissociated Neural Processing for Decisions in Managers and Non-Managers (23.7.12): Functional neuroimaging studies of decision-making so far mainly focused on decisions under uncertainty or negotiation with other persons. Dual process theory assumes that, in such situations, decision making relies on either a rapid intuitive, automated or a slower rational processing system. However, it still remains elusive how personality factors or professional requirements might modulate the decision process and the underlying neural mechanisms. Since decision making is a key task of managers, we hypothesized that managers, facing higher pressure for frequent and rapid decisions than non-managers, prefer the heuristic, ….

FTD: Unglücke Mythos der männlichen Ritterlichkeit entarnt (30.7.12): Von wegen „Frauen und Kinder zuerst“! Schwedische Forscher zeigen: Bei Schiffskatastrophen haben Frauen und Kinder grundsätzlich schlechtere Überlebenschancen als Männer. Nur nicht beim Untergang der “Titanic”.

PS: Bubbles without Markets (23.7.12): von Robert Shiller: A speculative bubble is a social epidemic whose contagion is mediated by price movements. News of price increase enriches the early investors, creating word-of-mouth stories about their successes, which stir envy and interest. The excitement then lures more and more people into the market, which causes prices to increase further, attracting yet more people and fueling “new era” stories, and so on, in successive feedback loops as the bubble grows. After the bubble bursts, the same contagion fuels a precipitous collapse, as falling prices cause more and more people to exit the market, and to magnify negative stories about the economy. …

HB: WirtschaftswissenschaftenForscher finden das „Wirtschafts-Gen“ (18.7.12): Die Genetik und die Wirtschaftswissenschaften arbeiten immer enger zusammen. Nun glauben Forscher ein Gen gefunden zu haben, das verantwortlich für den wirtschaftlichen Erfolg eines Menschen sein könnte.

WSJ: Was im Kopf eines Justin-Bieber-Fans los ist (27.6.12): Sie schreien sich die Kehle aus dem Hals, fallen in Ohnmacht und campen vor einem Konzert tagelang auf den Gehwegen: Fans des Teeny-Idols Justin Bieber sind leidensfähig. Doch ist ihre Bewunderung vielleicht krankhaft? Darüber sind sich die Wissenschaftler nicht einig. Sicher ist: Das Phänomen ist nicht neu.

INSM:Im Wein liegt die Wahrheit: Der ökonomische Nutzen von Alkohol (23.6.12): Unter Alkohol sagen wir häufiger die Wahrheit. Das schafft Vertrauen. Deswegen hilft Alkoholkonsum auch zwischen Geschäftspartnern. Weil Vertrauen ein wichtiger Pfeiler von Geschäftsbeziehungen ist. Eine Studie belegt nun diesen Zusammenhang.

DRadioWissen: Neurowissenschaften Der Allmachtswahn der Hirnforschung (18.6.12): Der Soziologe Torsten Heinemann kritisiert den Hype um die Neurowissenschaften

Voxeu: Do ‘animal spirits’ matter to firms’ internationalisation? (7.6.12): How do firms go international? This column reviews evidence from industrialised and emerging economies, including Japan and China, with some surprising findings

HB: Vertrauen in der WirtschaftVertrauen ist Gefühlssache (22.5.12): Es ist der Stoff, aus dem Beziehungen sind: Vertrauen. Forscher versuchen, das schwer greifbare und hochemotionale Gut zu erklären: wie es entsteht, was es bestärkt und was es zerstört. Eines steht dabei fest: Das Element ist kostbar – und leicht flüchtig.

ZEIT: Psychologie Schreck der Ökonomen (20-5-12):  Der Nobelpreisträger Daniel Kahneman erklärt, warum wir oft anders denken, als wir gerne denken möchten.

ZEIT: Psychologie “Denken ist die Simulation gemachter Erfahrungen” (9.5.12): Auf welche Weise verändert unser Erleben das Gehirn? Ein Gespräch mit dem Ulmer Kognitionspsychologen Markus Kiefer

HB: Börsenpsychologie – Warum sich Anleger oft überschätzen (22.4.12): Wenn die Kurse steigen, werden Kleinanleger risikofreudig. Trotz sachlicher Informationen kann der Anleger das wahre, objektive Risiko dann gar nicht einschätzen, wie eine Studie zeigt.

FAZ: Das Auswahl-Problem Die Qual der Marmeladenwahl (14.4.12): Zu viel Freiheit macht auch keinen Spaß: Wer unzählige Optionen hat, fühlt sich am Ende wie gelähmt.

FAZit: Ausgeschubst. Die Probleme mit dem liberalen Paternalismus (11.4.12): Das Buch “Nudge” hat viele Leute beeindruckt. Es propagiert den liberalen Paternalismus. Doch der ist entweder inhaltsleer oder ganz und gar nicht liberal.

FAZ: Untergang der Titanic Eine geordnete Katastrophe (1.4.12): Vor 100 Jahren ist die „Titanic“ gesunken. Heute wissen wir: Auch in Extremsituationen verhalten die Menschen sich anständig. Und gar nicht egoistisch.

ST:Was man am Goldman-Skandal lernen kann (31.3.12): Schlechte Nachrichten für die Investmentbank Goldman Sachs war das öffentliche Kündigungsschreiben ihres ehemaligen Mitarbeiters. Die entscheidende Frage war dabei nicht, ob Greg Smith der moralische Sieger darüber sei, dass er seinen Austritt medienwirksam inszenierte oder sich damit selbst stigmatisierte, oder gar, ob bei Goldman Sachs Kunden wirklich als Trottel bezeichnet oder gar behandelt wurden …

Economist:  Nudge nudge, think think (24.3.12): The use of behavioural economics in public policy shows promise

FAZit: Die große Bevormundung durch die Verhaltensökonomen (16.3.12): Eine Warnung vor der paternalistischen Gefahr.

Medical Xpress: Bias in decision-making leads to poor choices and possibly depression (8.3.12): When faced with making a complicated decision, our automatic instinct to avoid misfortune can result in missing out on rewards, and could even contribute to depression, according to new research.

HB: Börsenpsychologie – Wenn Gier das Hirn der Börsianer frisst (8.3.12): Die Psyche bestimmt die Börse weit mehr als wir denken. Denn beim Denken ans Vermögen leidet oft das Denkvermögen. Warum sich Anleger meist von Emotionen leiten lassen, und was Börsianer mit Reptilien gemeinsam haben.

Wiwo: Gedacht, getan! Was die Hirnforschung möglich macht (7.3.12): Durch bloßes Denken können wir bald womöglich Autos lenken, Computerspiele steuern oder Mails schreiben. Die technologische Revolution definiert das Verhältnis zwischen Mensch und Maschine neu. Von Jens Tönnesmann.

FTD: Gier und LügenReiche Autofahrer brechen häufiger Verkehrsregeln (28.2.12): Wohlhabende Menschen sind eher dazu bereit, sich zu nehmen, was sie wollen – und dafür auch Regeln zu brechen. Das gilt einer Studie zufolge im Straßenverkehr, aber auch im Sozialleben.

NYT: Moral Hazard: A Tempest-Tossed Idea (25.2.12): THE reports outraged America: In the wake of Hurricane Katrina, people who fled the ravaged Gulf Coast were spending disaster relief, paid for by taxpayers, on tattoos, $800 handbags and trips to topless bars.

DRadioWissen: Psychologie Meinungsmachen schwer gemacht (22.2.12): Ein Gespräch mit dem Psychologen Norbert Schwarz. Der Mensch glaubt an das, was breiten Konsens findet. Das ist schließlich vertraut, weil es viele Male wiederholt worden ist und folglich richtig sein muss. So entsteht Meinung. Ein Gegenargument hat es per se schwer, es kostet Anstrengungen, sich darauf einzulassen. Zum Anhören

FAZ: Denkfehler, die uns Geld kosten (2) Der Anker hält die Preise fest (11.02.12): Wer im Laden zuerst das teuerste Produkt sieht, zahlt am Ende mehr als nötig. Das nutzen Verkäufer aus.

Spon: Rekord-Lottogewinn – Wie es sich mit 100 Millionen Euro lebt (6.2.12):  Mehr als 100 Millionen Euro für 250 Menschen: Das spanische Dorf Sodeto räumte bei der Weihnachts-Lotterie “El Gordo” mächtig ab. Was macht man mit so viel Geld? Hochmut, Neid, Missgunst und teure Sportwagen sucht man dort jedenfalls vergeblich. Ein Ortsbesuch

HB: Dan Ariely – Der Paradiesvogel der Ökonomie (5.2.12): Der US-Volkswirt Dan Ariely zeigt mit Schock-Experimenten, wann der Verstand aussetzt – und wirbt für sein neues Buch.

FAZ: Denkfehler, die uns Geld kosten (1) Wer schneller entscheidet, ist glücklicher (3.2.12):  Warum geben wir immer zu viel Geld aus? Warum sparen wir kaum fürs Alter? Solche und andere Denkfehler behandelt unsere neue Serie. Im ersten Teil: Warum es oft gut ist, nicht auf Argumente zu vertrauen, sondern auf die eigene Intuition.

European: Zu Ende gedacht (25.1.12): Evolutionspsychologische Theorien lösen Abwehrreflexe aus. Warum eigentlich? Denn es geht um Gene, nicht um Ideologie. Unser interner Bauplan verrät vieles; im Guten wie im Schlechten

Physorg: People behave socially and ‘well’ even without rules: study (16.1.12): Fundamentally people behave in a social and rather compassionate and “good” way rather than aggressively, even without specified rules. That is the result of a study from the Institute for Science of Complex Systems at the MedUni Vienna under the leadership of Stefan Thurner and Michael Szell. They analysed the behaviour of more than 400,000 participants of the “Virtual Life” game “Pardus” on the Internet. The findings are that only two percent of all actions are aggressive, even though the game would make it easy for war-like attacks with spaceships, for example.

FAZ: Protestkultur Endlich ist alles schwindlig (27.12.11): Der heroische Anführer steht auf der Liste der bedrohten Arten: Proteste organisieren sich heute ohne ihn. Wer sie verstehen will, muss sich an die Sache halten.

ZEIT: Verhaltensökonomie Meins ist deins (19.12.11):  Ob Kleidertauschpartys in Berlin, gemietete Gärten in Bonn oder privates Carsharing in Hamburg: Konsumenten wollen nicht mehr alles besitzen, sondern viel erleben. Sie teilen und leihen, statt zu kaufen

Spon: Psychologie – Warum Menschen eine Diktatur verteidigen (16.12.11): Pro-Assad-Demo: Menschen neigen dazu, das System zu verteidigen, in dem sie leben. Von miserablen Ehen bis hin zu Diktaturen: Oft verteidigen Menschen jene Systeme, in denen sie leben – trotz schlechter Bedingungen. Jetzt haben Psychologen herausgefunden, unter welchen Umständen sie das tun.

HB: Wie Testosteron Manager beeinflusst (1.12.11): Aus braven Jungs macht das Sexualhormon Testosteron in der Pubertät raubeinige Rebellen. Drei Forscher zeigen jetzt: Der Botenstoff entscheidet auch in der Unternehmerwelt über Erfolg oder Missverfolg.

PS: The Neuroeconomics Revolution (21.11.11): Die Bemühungen, die Neurowissenschaft mit der Ökonomie zu verknüpfen, stammen im Wesentlichen erst aus den letzten Jahren, und die Entwicklung der Neuroökonomie steckt noch in den Kinderschuhen. Doch sie folgt einem bekannten Muster: Wissenschaftliche Revolutionen haben ihren Ursprung häufig an völlig unerwarteter Stelle. Ein Wissenschaftsbereich kann verkümmern, wenn sich am Horizont keine fundamental neuen Forschungsansätze abzeichnen. Die Wissenschaftler sind dann oft so in ihren Methoden – in der Sprache und den anerkannten Annahmen ihrer Disziplin – gefangen, dass ihre Forschungsergebnisse monoton oder trivial werden. Von Robert J. Shiller

Zeit: Mainstream Der Sog der Masse (14.11.11): Er beherrscht Medien, treibt Minister aus dem Amt und wechselt alle paar Jahre die Richtung: Der Mainstream hat gewaltige Kraft – er ist der Geist der Mehrheit. Aber hat er deshalb recht? Ein Essay

Spiegel: Psychologisches Phänomen – Wenn das Hirn sich auf einen Trip macht (6.11.11): Was passiert, wenn man Menschen aller äußeren Sinneseindrücke beraubt? Die Nervenzellen langweilen sich, und das Gehirn gaukelt Bilder und Geräusche vor. Der Neuropsychologe Erich Kasten beschreibt, wie völlig gesunde Menschen plötzlich Tiere aus der Urzeit sehen – oder Eichhörnchen mit Schuhen.

The Intelligence: Warum die Wahrheit so oft zurückgewiesen wird (1.11.11)

Spon: Kapitalflucht – Euro-Exodus lässt Griechenland ausbluten (24.10.11): Unternehmer tun es, Rentner auch und sogar Nonnen: Viele Griechen schaffen ihr Vermögen ins Ausland, Dutzende Milliarden Euro sind bereits weg. In dem Staat, der am Boden liegt, ist sich jeder selbst der Nächste – selbst Steuerfahnder flüchten sich in blanken Zynismus

Wiwo: Wirtschaftswissenschaft – Abrechnung mit dem Homo oeconomicus (9.10.11): Der US-Ökonom Robert Shiller fordert eine neue Volkswirtschaftslehre, die sich der Psychologie von Menschen und Märkten öffnet. Lange war er ein Rufer in der Wüste – in der Finanzkrise ist er zum Massenprediger geworden.

NZZ: Destruktive Dynamik im Handelsraum – Gemäss einer Studie agieren Händler deutlich rücksichtsloser als Psychopathen (27.9.11): Im Rahmen einer Arbeit an der Uni St. Gallen ist das Verhalten von professionellen Händlern untersucht und mit dem von diagnostizierten Psychopathen verglichen worden. Die Resultate sind beunruhigend.

Carsten Herrmann-Pillath: Neuroökonomik, Institutionen und verteilte Kognition: Empirische Grundlagen eines nicht-reduktionistischen naturalistischen Forschungsprogramms in den Wirtschaftswissenschaften (25.9.11):

Spon: Bundesliga nach Rangnick-Rücktritt – Verletzungen der Seele bleiben tabu (23.9.11): Eine Welle der Betroffenheit schwappte nach Ralf Rangnicks Rücktritt durch die Bundesliga-Szene. Man konnte den Eindruck gewinnen, psychische Probleme und Erkrankungen würden in der knallharten Fußballwelt mittlerweile anerkannt. Was für ein Irrtum!

FAZ-Blog: Die Illusion der Geldillusion (19.9.11): In der Serie „Wirtschaftsbücher” stellt die FAZ heute das neueste Werk „Identity Economics” der Autoren Akerlof und Kranton vor. Darin geht es wohl einmal mehr gegen das neoklassische Postulat des „Homo oeconomicus”, ein Thema, dessen sich George Akerlof schon in „Animal Spirits” gemeinsam mit Kollegen Robert Shiller angenommen hatte. Der Homo oeconomicus ist bekanntlich jenes kühl kalkulierende Fabelwesen, das über perfekte Information verfügt, außerhalb jeder Zeitdimension lebt und stets rational entscheidet. Der selige Friedrich A. Hayek zählte …

Spon: Warum jetzt jeder ein Experte ist (11.9.11): Heftiger Streit über Fakten ist selten geworden. Im Netz lasse sich heute für fast alles ein Beleg finden, sagt der Psychologe Roger Schank. Doch die Informationen aus dem Internet seien oft nicht besser als die des Dorfältesten, der einst seine Rauchwolke um Rat fragte

WCI:  The behavioural economist’s dilemma: induction versus deduction (1.9.11)

Blick Log: Behavioral Economics auf der Lindauer Tagung der Wirtschaftspreisträger: Georg Akerlof´s Identity Economics und Paneldiskussion (28.8.11): Die 4. Lindauer Tagung der Wirtschaftspreisträger der Wirtschaftspreisträger ist gestern zu Ende gegangen. Die Wissenschaftler beschäftigen sich auf der Tagung auch mit den Behavioral Economics, einer Forschungsrichtung, die das Verhalten der Menschen in wirtschaftlichen Situationen in den Vordergrund stellt.

Physik.org: People are biased against creative ideas, studies find (26.8.11): The next time your great idea at work elicits silence or eye rolls, you might just pity those co-workers. Fresh research indicates they don’t even know what a creative idea looks like and that creativity, hailed as a positive change agent, actually makes people squirm.

FTD: Das Gerücht zum Gerücht um Société Générale (18.8.11): Zum Kurseinbruch der französischen Bank soll eine Falschmeldung einer britischen Zeitung beigetragen haben. Zu deren Entstehung gibt es eine hübsche Theorie – die leider auch falsch ist. Das schreibt jedenfalls die Zeitung “Le Monde”.

HB: Aktien und Fonds – Der Anleger als Lemming (17.08.11): Die Deutschen verhalten sich bei der Geldanlage völlig falsch. Sie kaufen zu Höchstpreisen und verkaufen nach dem Crash. Eine aktuelle Studie zeigt: Privatanleger haben aus den vergangenen Krisen nichts gelernt.

FAZ: Kapitalmärkte – Die Macht des Gerüchtes (15.8.11): Ein Gerücht kann Banken ruinieren, Politiker in die Enge treiben und Spekulanten reich machen. Wenn es Emotionen weckt, plausibel ist und sich schnell verbreitet, wird es für das attackierte Unternehmen schwierig, die Meldung zu ersticken. In der vergangenen Woche war die französische Bank Société Générale dran.

Zeit: Kapitalmärkte – Die Macht des Gerüchtes (14.8.11): Ein Gerücht kann Banken ruinieren, Politiker in die Enge treiben und Spekulanten reich machen. Wenn es Emotionen weckt, plausibel ist und sich schnell verbreitet, wird es für das attackierte Unternehmen schwierig, die Meldung zu ersticken. In der vergangenen Woche war die französische Bank Société Générale dran.

Zeit: Krisenpsychologie Cool durch die Krise (12.8.11): Bankencrash, Schuldenangst, Börsenchaos: Können wir lernen, mit der Gefahr zu leben? Die Börse spinnt, oder? Erst ignoriert sie monatelang die Gefahren, die sichtbar wie Gewitterwolken über der Weltwirtschaft schweben. Dann, auf einmal, sehen die Anleger nichts anderes mehr – und mithin rot. Seither kracht es fast täglich an den Finanzmärkten rund um den Planeten, und mit jedem Krachen wird das wahrscheinlicher, was neuerdings alle fürchten: Der Westen kann nicht mehr, und seine Wirtschaft fällt in eine tiefe Depression

HB: Herdentrieb führt zum BörsencrashWie die Lemminge (09.08.11): Der Dax fällt und fällt, doch für nackte Panik gibt es keinen rationalen Grund, sagen Ökonomen. Denn nicht Griechenland oder S&P haben den Crash ausgelöst, sondern die Finanzkrise. Und die ist längst eingepreist.

HB: Börsenpsychologe„Kollektiver Kontrollverlust“ (09.08.11): Was ist an den Börsen los? Rationale Erklärungen versagen, es sieht nach “kollektivem Kontrollverlust” aus. Börsenpsychologe Joachim Goldberg erklärt, wie dieser Herdentrieb entsteht und was jetzt zu tun ist.

SZ: Stauforschung Was die Menschen von den Ameisen lernen sollten (30.07.2011): Nichts geht mehr: Weil die Menschen auf der Autobahn ständig zu dicht auffahren oder einen Moment lang unachtsam sind, stehen sie permanent im Stau. Tieren passieren derartige Dummheiten nicht – vor allem aus einem Grund.

FAZ: Erfolg – Intelligenz ist nicht alles (18.7.11): Die Besten an der Uni sind nicht zwangsläufig die Erfolgreichsten im Job. Psychologen haben herausgefunden, dass statt Intelligenz eher Extrovertiertheit und Gewissenhaftigkeit darauf deuten, dass jemand zur Führungspersönlichkeit wird.

Wiwo: Psychologie – Die zehn gefährlichsten Denkfallen im Job (10.7.11): Zahlreiche psychologische Phänomene beeinflussen täglich unser Verhalten – die meisten davon jedoch unbewusst. Die WirtschaftsWoche-Redakteure Jochen Mai und Daniel Rettig haben mehr als 120 dieser Effekte in einem neuen Buch gesammelt – und zeigen, wie Sie sie im Job und Alltag nutzen können.

FTD: Nerven-Botenstoffe Wissenschaftler entdecken Angst-Gen(3.7.11): Für Patienten, die an pathologischer Furcht leiden, löst oft schon der Alltag Panikattacken aus. Forscher aus Münster, Hamburg und Würzburg haben ein Gen entschlüsselt, das diesen Menschen helfen soll.

Spon: Rauchverbot – Mit Duftmaschinen gegen den Menschenmief (21.6.11): Altes Bier und Erbrochenes, schlechter Atem, Schweiß und Blähungen: So riecht mancher Nachtclub in Zeiten des Rauchverbots. Das muss nicht sein, dachte sich ein junger Forscher aus den Niederlanden. Er stellte Duftmaschinen in den Tanzschuppen auf – und erzielte überraschende Ergebnisse.

Guardian: Testosterone and high finance do not mix: so bring on the women (19.6.11): Gender inequality has been an issue in the City for years, but now the new science of ‘neuroeconomics’ is proving the point beyond doubt: hormonally-driven young men should not be left alone in charge of our finances…

FAZ: Feldversuch im Straßenverkehr – Wie egoistisch sind die Autofahrer? (18.6.11): Wann sind Autofahrer bereit, auf die Vorfahrt zu verzichten? Und sind Frauen großzügiger als Männer? Das haben unsere Reporter an vier Kreuzungen untersucht. Es ist eine zentrale Frage der Ökonomie.

FAZ: Anlegerpsychologie – Kummer durch emotionale Fehlentscheidungen (7.5.11): Viele Privatanleger lassen sich bei Anlageentscheidungen zu sehr von Gefühlen leiten. Doch professioneller Rat, so zeigen wissenschaftliche Studien, hilft oft nicht weiter. Die Berater sind auf rasche Wechsel im Depot aus, um Provisionen zu kassieren.

FAZ: Risikoforscher Gerd Gigerenzer – „Jedes Volk hat seine eigenen Ängste“ (30.5.11): Spezial Die deutsche Furcht vor dem Atom: Darüber spricht der Risikoforscher Gerd Gigerenzer mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung – und über brennende Weihnachtsbäume und das kompetente Bauchgefühl.

Spon: Sex und Autorität -  “Mächtige Männer haben eine hyperaktive Libido” (25.5.11):  Warum tappen so viele Politiker immer wieder in die Sexfalle? Die Alphatiere leben in einer erotisierten Welt, sind vollkommen egozentrisch, despotisch und gierig auf mehr, sagt der Soziobiologe Johan van der Dennen im Interview – und manche Macher reizt der Nervenkitzel des Verbotenen auch zu Gewalt.

Der Spiegel:  Titel – Sex & Macht: Die Affäre Strauss-Kahn u.a. Anatomie einer gefährlichen Beziehung (23.5.11):  Der Absturz des Dominique Strauss-Kahn steht für Entgleisungen und Grenzüberschreitungen, für einen Politiker, der jedes Maß verlor. Er verweist auf dunkle Zusammenhänge zwischen Sex und Macht und auf die Frage, was diese Macht mit Männern anstellt.

FAZ: Sex-Affären - Die Obsessionen der Alphatiere (22.5.11): Sind mächtige Männer besonders anfällig für sexuelle Eskapaden? Woher kommt der Glaube, Frauen stünden ihnen so selbstredend zu wie Dienstwagen? So unterschiedlich die jüngsten Skandale sind, es gibt ein Muster

Spon: Schwarmintelligenz – Gemeinsam sind wir dümmer (17.5.11): Der Modebegriff Schwarmintelligenz verheißt Positives - aus vielen guten Entscheidungen Einzelner wird die Weisheit der Masse. Wie kam es dann trotzdem zur Finanzkrise? Eine Studie zeigt, woran es liegen könnte: Das Individuum sollte besser nicht wissen, was der andere denkt.

Welt: Psychologie – Warum der Austausch von Wissen in Firmen scheitert (16.5.11): Unternehmen investieren große Summen in den Transfer von Wissen. Doch die Ergebnisse sind ernüchternd – Mitarbeiter behalten ihr Know-how für sich.

HB:Traue niemals einem Taxifahrer (12.05.11): Ein Versuch in Athen zeigt, dass fast jeder zweite teure Umwege fährt. Für Ökonomen, die Vertrauensgüter untersuchen, ist das eine kostbare Information.

Spon: Psychologie des Fehlermachens: Irren ist nützlich (7.5.11): Unser Gehirn hat den Umgang mit komplexen Problemen perfektioniert – oder doch nicht? Immer wieder stolpern wir beim Entscheiden oder Erinnern über dieselben Fallstricke. Anna Gielas von der Harvard University stellt einige vor und erklärt, warum sich die Fehler unterm Strich doch auszahlen

FAZ:  PsychologieDas Leid vom Neid (27.4.11): Dieses Gefühl ist ebenso unerwünscht wie hartnäckig: Neid im Beruf ist ein Tabu. Besser, man gesteht ihn ein und lernt daraus. Eine Prise Humor schadet dabei nicht.

BL: Tierisch! Animal Spirits finden Eingang in ökonomische Modelle (25.4.11)

HB: VWL-Studie Wie egoistisch sind Autofahrer? (19.04.11): Wie sozial ist der Mensch, wie egoistisch ist er? Australische Volkswirte haben das Verhalten von Autofahrern beobachtet – aus ihrer Höflichkeit ziehen sie faszinierende Rückschlüsse darauf, wie wir ticken. Über die Studie mit dem Titel “Alturism in Society: Evidence from a Natural Experiment involving Commuters”

Spon: Riechen – Wie das Hirn Duftnoten unterscheidet (9.4.11): Unsere Nase kann Tausende von Gerüchen auseinanderhalten – auch von Substanzen, die sich chemisch kaum unterscheiden. Wie funktioniert das? Der Neurobiologe Jörn Niessing verortet im Riechhirn eine Art Kippschalter.

Spon: Psychologie: Unordnung lässt Vorurteile wachsen (8.4.11): Heruntergekommene Stadtviertel können Diskriminierung und Vorurteile verstärken. Darauf deutet eine Feldstudie von niederländischen Forschern hin. Während eines Müllabfuhr-Streiks beobachteten sie deutliche Verhaltensänderungen bei ihren Probanden.

Spon:  Mythen über den Geldadel -  Wie die deutschen Millionäre wirklich ticken (29.3.11): 800.000 Deutsche haben ein Vermögen von mehr als einer Million Euro. Über die Lebenswelt der Reichen ist jenseits der Klischees fast nichts bekannt. Was treibt die Oberschicht wirklich um? Dieser Frage ist Christian Rickens nachgegangen.

Spon: Hirnforschung – Warum Liebeskummer schmerzt (29.3.11): Eine Zurückweisung tut weh – und das ist nicht bloß eine Floskel. Hirnforscher haben festgestellt, dass körperlicher Schmerz und verletze Gefühle dieselben Gehirnregionen in Aufruhr versetzen.

HB: Nocebo-Effekt: Die Macht des negativen Denkens (18.3.11): Die Erwartung eines Patienten beeinflusst das Ergebnis einer Behandlung fundamental. Das gilt allerdings nicht nur für den bekannten Placebo-Effekt, sondern auch für seinen negativen Zwillingsbruder, den Nocebo-Effekt.article

Zeit: Katastrophe in Japan Psychologen prophezeien Japan ein “posttraumatisches Wachstum” (17.3.11): Die Japaner haben trotz der schwierigen Lage ihr Urvertrauen nicht verloren. Seelisch ist der Mensch Krisen gewachsen und kann sie meistern. Ein Kommentar

Zeit: Katastrophen-Historiker “Risiken sind bekannt, werden im Alltag jedoch ignoriert” (15.3.11): Die Naturgewalten haben Japan heimgesucht. Seit jeher siedeln Menschen in gefährdeten Gebieten. Warum? Ein Gespräch mit dem Katastrophen-Historiker Gerrit Schenk

HB: Soziologe Gerhard Schulze:„Wir stecken im Alarmdilemma“ (12.3.11): Gerhard Schulze, Jahrgang 1944, ist Professor für Methoden der empirischen Sozialforschung. Der Bamberger Soziologe spricht über unseren Umgang mit Krisen, die Sünden der Klimadebatte und das Leben im Daueralarm.

HB: Übergewicht: Dickes Problem (10.3.11): Übergewicht ist längst eine Belastung für die Volkswirtschaft – jetzt suchen auch Ökonomen nach Ursachen und Lösungen. Doch sonst erfolgreichen Rezepte von Ökonomen kommen bei der Fettleibigkeit an ihre Grenzen.article

Spon: Guttenberg-Umfragen – Wie Bilder die Urteilskraft lenken (3.3.11):Widerspricht Guttenbergs Rücktritt dem Willen des Volkes? Die Umfragen fallen extrem unterschiedlich aus – je nachdem, ob Internet-User, Zeitungsleser oder TV-Zuschauer abstimmen. Forscher vermuten: Bei Guttenberg wirken Bilder besonders stark auf das Urteilsvermögen der Befragten.

HB: Ökonomie: Schöne Frauen machen Schachspieler risikobereit (3.2.11): Männer reagieren anders auf äußerliche Reize als Frauen. Schachspieler, denen besonders hübsche Frauen gegenübersitzen, wählen die riskante Strategie. Das zeigt eine neue Studie schwedischer Ökonomen. Schuld ist wie immer das Testosteron.

Zeit: Finanzmarkt – Was die Herde treibt (3.2.11): Eine Aktie verliert oft dann an Wert, wenn sie von vielen empfohlen wird. Sollten Anleger etwa das Gegenteil von dem tun, was die Banken raten?

Rick Bookstaber:  Why are We “Irrational”: The Path from Neoclassical to Behavioral Economics 2.0 (1.2.11): A few months ago I discussed the failing of econophysics, and more generally, the economic paradigm that treats people like computers and views economic dynamics like physics. The natural follow up question is, “What can you say that is constructive?” The answer is an emerging approach to behavioral economics.

HB: Wissenswert: Ehrlich währt am längsten (23.1.11): Investoren und Anleger würden gerne wissen, ob Vorstandschefs die Wahrheit sagen. Zwei Forscher aus Stanford haben nun herausgefunden, wie sich die Lügner selbst entlarven. Wer diese Tricks kennt, lässt sich nicht mehr hinters Licht führen. Studie:  “Detecting Deceptive Discussions in Conference Calls”

Spekulantenblog_ Anlegerpsychologie – Sunk Cost Effekt (13.1.11)

2010

FAZ: Psychologie Was Macht aus uns macht (02.12.10): Macht verändert den Charakter. Sie kann Karrieren zerstören und Unternehmen lähmen. Der Einzelne kann das kaum verhindern. Das Management muss klare Regeln schaffen.

Blätter: Eine kleine Geschichte der Gier (12/2010): Wer hätte gedacht, dass die alte Todsünde noch einmal derart modern werden würde? Die schon reichlich angestaubte Habgier findet, frisch poliert, den Weg in die Schlagzeilen. „Die Gier der Manager“, „Die Gier an den Märkten“ oder einfach: „Die große Gier“ lauten die Überschriften der Bücher und Talkshows. Was aber verbirgt sich dahinter

FAZ: Trinkgeld – Die Deutschen verschenken zwei Milliarden Euro (2.11.10): Ganz uneigennützig ist das Trinkgeld nicht: Schließlich soll der Friseur stets gut färben. Aber warum sind wir auch bei wildfremden Leuten großzügig? Schließlich sind wir im täglichen Leben alles andere als spendabel.

FAZ: Deutschland im Winter – In Demut vor dem Schnee (21.12.10): Der Mensch macht das Wetter für alles Mögliche verantwortlich – der Himmel als Projektionsfläche der persönlichen Befindlichkeit. Ein natürlicher Instinkt scheint uns im Umgang mit Sommer und Winter abhandengekommen zu sein.

HB: Drum prüfe, wer sich bindet (11.12.10): Wenn Kunden Abonnements abschließen, reagieren sie nicht immer rational, zeigt eine neue Studie. Unternehmen können diese Schwäche ausnutzen: Wie ein Unternehmen die Kosten für ein Abonnement präsentiert, spielt eine enorme Rolle für das Kundenverhalten.

HB: Erbgut der Finanzjoungleure: Forscher spüren „Wall-Street-Gen“ auf  (8.12.10): Über Erfolge an den Finanzmärkten entscheidet offenbar auch das Erbgut des Handelnden. Wissenschaftler des California Institute of Technology in Pasadena sind einem „Wall-Street-Gen“ auf die Spur gekommen.

HB: Multitasking macht unproduktiv  (7.12.10): Psychologen warnen schon lange: Der Mensch ist fürs Multitasking nicht gemacht. Jetzt liefern Ökonomen erstmals handfeste Belege für den Engpass im Kopf, der unsere Produktivität senkt. “Die Reihenfolge, in der Aufgaben abgearbeitet werden, hat erheblichen Einfluss auf die Performance”, schreiben italienische Forscher in einem Papier.

HB: Ökonomie: Wie radikale Umbrüche auf Verbraucher wirken (25.11.10): Forschungsergebnisse aus der realen Wirtschaftswelt sind bei Entscheidern heiß begehrt. Vier US-Ökonomen zeigen nun erstmals beim iPhone, wie radikale Umbrüche auf Verbraucher wirken. Dabei sind sie dem Erfolgsgeheimnis von Apple auf die Spur gekommen.

HB: Verhaltensökonomie: Glück statt Geld (22.11.10): Der britische Premier David Cameron setzt so stark wie kein anderer Politiker auf die Erkenntnisse der Verhaltensökonomen. Schon ab dem nächsten Jahr soll die Zufriedenheit der Inselbewohner gemessen werden. Die deutsche Politik hinkt bei diesem Thema noch hinterher.

CFO World: Phrasen und Überschwang – Wie CFO und CEO flunkern (20.11.10): Notlüge oder bewusste Falschinformation? Forscher haben nach tausenden Telefonaten entdeckt, was andeutet, dass der Chef die Wahrheit vernebelt. Zur Studie “Detecting Deceptive Discussions in Conference Calls”

HB: Werte: Was unsere Güter wertvoll macht (19.11.10): Unser Wachstum beruht zunehmend auf Produkten, die wir eigentlich nicht brauchen. Wir schreiben ihnen einen Wert zu, weil viele Menschen sie als Statussymbol oder Verstärker von Emotionen schätzen.

HB: Neuromarketing: Werber nutzen die Hirnforschung für ihre Botschaften (15.11.10): Dass die Menschen stark und vor allem unbewusst auf äußere Reize reagieren – das macht sich die Werbe- und Marketingbranche schon lange zunutze. Neu ist der Einsatz der Hirnforschung: Die Neurowissenschaft fasziniert die Werbebranche, lässt sie aber oft auch ratlos zurück. Neuartige Ansätze sollen nun praxistauglich sein.

FAZ: Typisierungen von Kunden – Die Psychotricks der Sparkasse (6.11.10):  Eine große Sparkasse hat nach psychologischen Kriterien Profile ihrer Kunden erstellt. Die Empörung über das System ist groß – einzigartig ist es nicht. Viele verteidigen das Konzept, das auch dem Verbraucher nütze. Doch möglicherweise ist es illegal.

Working Paper: How Wise Are Crowds? Insights from Retail Orders and Stock Returns (1.11.10): Eric K. Kelley, Paul C. Tetlock:We study the role of retail investors in stock pricing using uniquely extensive data on retail trades and firm newswires. We show that daily buy-sell imbalances in retail orders positively predict firms’ returns at horizons up to 20 days and that predictability does not reverse at 60 day horizons. These return predictability findings apply to aggressive (market) and passive (limit) order types. Textual analysis of the newswires reveals that market order imbalances also predict the tone of news stories, but limit order imbalances do not. In contrast, limit orders benefit from daily return reversals, whereas market orders do not. Collectively, these findings suggest that retail market orders aggregate private information about firms’ future cash flows, whereas retail limit orders provide liquidity to traders demanding immediate execution.

HB: Ökonomie: Die Kraft der Gefühle (29.10.10): In Dutzenden Studien kommen Wirtschaftswissenschaftler immer wieder zu dem Schluss: Führungskräfte, die mitfühlen und Gefühle beeinflussen können, sind erfolgreicher als kühle Karrieristen. Wer emotional intelligent ist, trifft bessere Entscheidungen, führt sein Personal geschickter und macht schneller Karriere.

Wiwo:Psychologie Warum wir doch keine Egoisten sind (29.10.10): Der Mensch denkt nur an sich, immer und überall. So lautet ein altes Klischee. Neue Studien revidieren jedoch das Bild des ewigen Egoisten. Demnach sind wir gar nicht so selbstsüchtig wie gedacht – weder im Job noch.

Wiwo: Psychologie Das Geheimnis der Autorität (20.10.10): Wenige haben sie, alle wollen sie. Nie war es schwieriger als heute, Autorität zu erlangen – und sie zu behalten.

Working Paper: The Behavioral Economics of Mergers and Acquisitions (16.10.10,pdf): Donald C. Langevoort. The world of mergers and acquisitions seems like a setting in which rationality necessarily dominates. There are high stakes, focused and sustained attention, and expert advisers who are repeat players. In the economics and management literature, however, there has been a great deal of research on what might be called “behavioral M&A” – using insights from psychology to explain observed patterns of behavior in the acquisitions marketplace. To date, the law has largely been uninterested in the psychological dynamics of corporate acquisitions. This essay looks at recent research on such issues as the role of overconfidence, hubris, anchoring, etc. in explaining buy-side behavior, as well as comparable influences on the sell-side, and argues that there is a plausible case for behavioral explanations for the value destruction that often occurs because of acquirer overpayment and its spillover effects. It then turns to possible legal lessons, and suggests a normative (maybe ideological) account for why courts hold tightly to the assumption of rationality. In the end, the behavioral literature is likely to be more interesting and important to lawyers, directors and others engaged in the practice of M&A than a cause for judicial revisionism.

HB: Ökonomie: Die Ökonomie der Entschuldigung (11.10.10): Forscher entschlüsseln das Geheimnis der perfekten Abbitte. Eine Erkenntnis: Mit Geld allein kann man Fehler nicht gerade biegen, eine Entschuldigung wirkt allerdings oft Wunder. Es gibt allerdings auch Situationen, in denen man sich ein “Sorry” besser verkneifen sollte.

Der Spiegel: Macht/Lob der Angst (11.10.10): Sie kann lähmen und krank machen, aber auch inspirieren und beflügeln: Langzeitstudien von Psychologen und Hirnforschern haben ergeben, wie stark die Angst unsere Persönlichkeit prägt. Schon im Kindesalter zeigt sich, wie furchtsam ein Mensch später durchs Leben geht.

HB:Psychologie: Das Geheimnis der Autorität (11.10.10): Wenige haben sie, alle wollen sie. Nie war es schwieriger als heute, Autorität zu erlangen – und sie zu behalten. Psychologen entschlüsseln die Mechanismen, die dazu führen, das Menschen Autorität ausstrahlen und untersuchen, wieviel Autorität Menschen befügelt und ab wann sie bremst.

RP: Neue psychologische Studie – Nachdenken über Zeit statt Geld macht zufriedener (8.10.10): Nicht Geld macht glücklich, sondern Zeit: Schon wer über das Konzept der Zeit nachdenkt, wendet sich eher seinen Freunden zu und empfindet größere Zufriedenheit. Das Nachdenken über Geld animiert hingegen dazu, sich intensiv mit Arbeit zu beschäftigen – und macht infolgedessen eher unglücklich. Das hat jetzt eine US-Psychologin nachgewiesen.

HB: Moralität: Warum Manager keine Boni-Regeln brauchen (6.10.10): Die Wirtschaftstheorie stößt an ihre Grenzen, Politiker mit ihrer Regulierung sowieso. “Alle Probleme seien Probleme der Moral”, sagt Nobelpreisträger Friedrich August von Hayek. Da stellt sich die Frage: Wie sind wir Menschen wirklich beschaffen: eher boniversessene Egoisten oder altruistische Geber mit Sinn für das große Ganze? Neue wissenschaftliche Erkenntnisse machen Mut und hochkarätige Ökonomen haben Ideen, wie die Armut aufgehalten werden kann.

Psychological Science: The Psychological Science Behind Financial Crises (28.9.10): How could the current financial crisis have happened? It is easy to blame greedy banks and sloppy credit card practices for the current financial crisis. But a new report in Psychological Science in the Public Interest highlights the individual psychological decision making factors that play a role in economic downturns.

Simoleonsense: Is It So Bad that We Cannot Recognize Black Swans? (28.9.10):Analyzing the reasons of financial crises in “The Black Swans,” N.N. Taleb concludes that modern economic models badly describe reality for they are not able to forecast such crises in advance. We tried to present processes on stock exchange as two random processes one of which happens rather often (regular regime) and the other one – rather rare. Our answer is that if regular processes are correctly recognized with the probability a bit higher than 1/2, this allows to get positive average gain. We believe that this very phenomenon lies in the basis of unwillingness of people to expect crises permanently and to try recognizing them.Click Here To Read: Is It So Bad that We Cannot Recognize Black Swans?

HB: Neue Studien: Die Ökonomie des Terrors (20.9.10): Mit empirischen Methoden stellen Wissenschaftler den bisherigen Umgang mit Terrorismus grundlegend infrage. So spricht einiges dafür, dass die Bedrohung durch Anschläge deutlich überschätzt wird – und dass die Angst davor schlimmer ist als der direkte Schaden.

GBE: Introduction to Behavioural Economics Lecture 1 (13.9.10): Behavioural Economics and Public Policy, a third year undergraduate option for Economics students, began today. I will post a little about aspects of it throughout this term and I am interested in corresponding with other people running courses like this or discussing aspects of the material with people.

FTD: Forschung – Warum Ökonomen die Ehe empfehlen (9.9.10): Dass Heiraten langfristig glücklich macht, haben wir immer schon geahnt. Jetzt treten Wissenschaftler den Beweis an – und argumentieren, dass die Ehe ökonomisch sinnvoll ist.

Wiwo:Hirnforschung “Das Gehirn setzt uns keine Grenzen” (8.9.10):Das Gehirn funktioniert mit zunehmenden Lebensjahren eher besser als schlechter, behauptet der renommierte deutsche Hirnforscher Ernst Pöppel. Wieso der Denkapparat im Alter noch zulegen kann, erklärt er im Interview.

Wiwo: HirnforschungWie das Gehirn im Alter besser wird (8.9.10):Das Gehirn ist lebenslang dazu fähig, die Effizienz der Zusammenarbeit zwischen seinen Abermilliarden Nervenzellen zu verbessern und zwischen ihnen möglicherweise auch neue Verbindungen aufzubauen. So wird mit zunehmendem Alter die Fähigkeit zu denken und zu lernen nicht unbedingt schlechter, und in mancherlei Hinsicht sogar besser. Vor allem in puncto Konzentration und Ausdauervermögen schneiden ältere Menschen deutlich besser ab als jüngere. Aber wichtig ist: Beim Neuronentraining muss sich genau wie beim Muskeltraining innerhalb einer Übungsstunde eine zentrale Erschöpfung einstellen. Nur so findet effektives Lernen statt.

FTD: Psychologie – 75.000 Dollar machen glücklich (6.9.10): Eine Studie hat herausgefunden, dass US-Bürger mit wachsendem Einkommen immer glücklicher werden – bis zu einem bestimmten Punkt. Danach speist sich das weitere Lebensglück nur noch aus anderen Quellen. Siehe auch Nature: The price of happiness

FAZ: Intelligenz-Forschung -Wir sind alle Schlümpfe (5.9.10): Dass Intelligenz nicht vom Himmel fällt, hat die Debatte um Thilo Sarrazins Thesen gezeigt. Aber wo kommt sie dann her? Fest steht: Ein spezifisches Juden-Gen gibt es nicht. Genauso wenig wie ein Deutschen- oder ein Türken-Gen.

FAZ: Heiraten lohnt sich (4.9.10): Wer profitiert mehr vom Bund fürs Leben? Wer fährt die höhere Glücksdividende ein – der Mann oder die Frau? Diesem Rätsel widmen sich auch die Ökonomen. Ihre Erkenntnis: Die Frauen sind die Verlierer der Ehe.

Simoleon Sense: Clustered Networks Spread Behavior Change Faster! (2.9.10): Unlike infectious diseases and news, behavior change spreads faster through online networks that have many close connections instead of many distant ties. Redundancy is key, as people are more likely to engage in a behavior if they see many others doing it.

Simoleon Sense: What we can learn from swarms (2.9.10): Introduction (via Peter Miller @ Babusineslife): Business leaders are often praised for making bold, intuitive decisions. But recent research has shown that, when faced with a difficult choice, an ant colony makes more rational choices than people do. Peter Miller discovers what we can learn from swarms.

Simoleon Sense: Broken Window Theory: The Spreading of Disorder (2.9.10): Very interesting…think social proof. Imagine that the neighborhood you are living in is covered with graffiti, litter, and unreturned shopping carts. Would this reality cause you to litter more, trespass, or even steal? A thesis known as the broken windows theory suggests that signs of disorderly and petty criminal behavior trigger more disorderly and petty criminal behavior, thus causing the behavior to spread.

HB: Börsenpsychologie: Wer hat Angst vorm Schwarzen Monat? (31.8.10): Es sind nicht allein die harten Fakten, die die Börse bewegen. Genauso wichtig sind Stimmungen, Bauchgefühl und Psychologie; manchmal sind das sogar die entscheidenden Faktoren. Warum die Märkte derzeit so stark von Unbewusstem getrieben werden.

Ökonomenstimme: Politikberatung und Verhaltensökonomie: Fallstudie zu einem schwierigen Verhältnis (19.8.10): Von Joachim Weimann: Der wichtigste Unterschied zwischen der Verhaltensökonomie und der „traditionellen“ Theorie, die nach wie vor die Grundlage fast aller mikroökonomischen Modelle bildet, besteht darin, dass die Verhaltensökonomie einen eher positiv theoretischen Ansatz verfolgt und versucht, in Experimenten und Feldversuchen beobachtbares Verhalten zu erklären, während die traditionelle Theorie eher normativ theoretisch operiert, indem sie rationales, eigennütziges Verhalten a priori unterstellt. Beide Methoden haben ganz spezifische Vor- und Nachteile, beide Ansätze sind wichtige Zugänge zur Lösung ökonomischer Probleme und sie sind häufig komplementär. Kurzfassung eines Arbeitspapier, das hier abrufbar ist.

FAZ: Psychologie im Supermarkt – Warum wir kaufen, was wir kaufen (8.8.10): Das Verhalten des Supermarkt-Kunden ist gut erforscht: Zu viel Auswahl lähmt ihn, Töne und Farben verführen ihn. 70 Prozent aller Entscheidungen fallen spontan, denn beim Einkaufen versagt die Vernunft: Am Ende kaufen wir oft mehr, als wir wollten.

NYT: But Will It Make You Happy? (7.8.10): How you spend has a greater effect on your happiness than how much you spend, researchers say.

Capital: Zu dumm – Warum sich inkompetente Menschen maßlos überschätzen (6.8.10): Der US-Forscher David Dunning befasst sich mit einem kuriosen Phänomen: Danach sind inkompetente Menschen oft zu inkompetent, um ihre Inkompetenz zu bemerken. Klingt irrsinnig, passiert aber überall. Zum Beispiel in Ihrer Firma. Zum Dunning-Kruger-Effekt.

Voxeu: “Happiness economics” in reverse: Does happiness affect productivity? (31.7.10): Happiness economics typically looks at how macro-level variables such as economic growth affect happiness. This column turns such thinking on its head and asks whether a rise in happiness might change behaviour at the micro-level, looking specifically at productivity. Experiments suggest that happiness raises productivity by increase workers’ effort. Economists may need to take the emotional state of economic agents seriously.

Simoleon Sense: The Science of Cycology: Our Overconfidence in How Things Work! (27. 7.10): The difference between knowing how to work something and how it works… A good reason for remaining inquisitive and asking why at least 5 times before you think you know something. Introduction (Via Rebecca Lawson). I work as a cognitive psychologist at the University of Liverpool and I investigate how we recognise everyday objects in our world. [...]

Simoleon Sense: Kahneman & Lovallo: Delusions of Success: How Optimism Undermines Executives’ Decisions (26.7.10): A nice refresher…Introduction (Via Kahneman & Lovallo HBS). For most of us, the tendency toward optimism is unavoidable. And it’s unlikely that companies can, or would even want to, remove the organizational pressures that promote optimism. Still, optimism can, and should, be tempered. Simply understanding the sources of overoptimism can help planners challenge assumptions, bring in alternative perspectives, and in general take a balanced view of the future. … Click Here To Read: Kahneman & Lovallo: Delusions of Success: How Optimism Undermines Executives’ Decisions

HB: Katastrophenforschung: „Als wären Sie gefesselt“ (26.7.10): Martin Voss ist Leiter der Katastrophen-Forschungsstelle der Christian-Albrechts-Universität Kiel. Im Interview erklärt der Wissenschaftler, welche Faktoren die Entstehung einer Massenpanik begünstigen – und wie sich das Risiko für Katastrophen wie in Duisburg minimieren lässt.

Spon: Selbstbild – Innenansichten der Psyche (25.7.10):Uns selbst erscheint es stabil und klar, Forscher sehen in ihm ein sich ständig wandelndes Mosaik des Geistes: das Ich. “Gehirn und Geist”-Autor Steve Ayan erklärt, warum persönliches Erleben und Wissenschaft so weit auseinanderklaffen – und warum unser Selbstbild so leicht manipulierbar ist.

Financial Philosopher: How Ego Hurts You (& How to Overcome It) (21.7.10): “As we have seen, having–the concept of ownership–is a fiction created by ego to give itself solidity and permanency and make itself stand out, make itself special.  Since you cannot find yourself through having, however, there is another more powerful drive underneath it that pertains to the structure of the ego: the need for more, which we could also call ‘wanting.’ No ego can last for long without the need for more.” ~ Eckhart Tolle

How many of your financial decisions are made consciously?  If you believe you make conscious decisions with your money, how do you know they are conscious?

Spon: Magisches Denken – Warum Menschen an Übernatürliches glauben (18.7.10): Hellseherische Tintenfische, bunte Maskottchen, Gottheiten, medizinische Wundermittel: Der Glaube an Übernatürliches hat in jeder Kultur andere Formen, ist aber weltweit verbreitet. Forscher spüren im menschlichen Hirn den Grundlagen des magischen Denkens nach.

HB: Wie Führungskräfte sein sollen: Gute Chefs kommen in den Himmel … (16.7.10): Was zeichnet die perfekte Führungskraft aus? Das fragen sich seit langem schon viele Mitarbeiter und Aufsichtsräte. Forscher geben auf diese kontroverse Frage unbequeme Antworten.

FAZ:  Neuroenhancement – Was ist dran am Hirndoping? (13.7.10): Mit Psycho-Pillen Gedächtnis, Wachheit und Konzentration verbessern: Der Psychiater Klaus Lieb legt einen Lagebericht zur geistigen Leistungssteigerung vor, der sich von Dramatisierern und Verharmlosern nicht irre machen lässt.

Wirtschaftsdienst: Glück – die Sicht der Ökonomie (7/2010): Glück führte lange Zeit ein Schattendasein in der ökonomischen Forschung. Das hat sich seit einigen Jahren geändert. Aus den neuen Erkenntnissen zu den wirtschaftlichen und außerwirtschaftlichen Bestimmungsgründen des Glücks werden auch Empfehlungen für eine Wirtschaftspolitik abgeleitet, die das persönliche und gesellschaftliche Glück der Menschen berücksichtigt. Bruno S. Frey und Claudia Frey Marti fassen in diesem Beitrag ihr Buch zu dem Thema zusammen. mehr (PDF, 104 kB)

Dradio: Hauptsache immer mehr – Welche Rolle spielt die Gier bei der internationalen Finanzkrise? (10.6.10): Dass die Welt des großen Geldes von Gier bestimmt ist, scheint heute allen klar. Gierige Manager, zockende Spekulanten, Wetten auf Staatsbankrotte – die Gier nach Mehr und immer Mehr gilt als Grund für die globalen Finanzkrisen der letzten Jahre.

MW: Neurowissenschaft – Biosiegel stimuliert Gehirn und reizt so zum Kauf (11.6.10): Was Marketingexperten vage hofften, haben Naturwissenschaftler jetzt knallhart bewiesen: Das 2001 eingeführte Biosiegel wirkt direkt aufs Gehirn. Den Beweis führten Forscher der Universitäten Bonn und Greifswald in einem Experiment mit insgesamt 30 Probanden. Das Logo stimuliert demnach einen Teil des Belohnungssystems im Gehirn, das sogenannte ventrale Striatum. Diese Aktivierung spiegelt sich auch im realen Kaufverhalten wieder: Im Schnitt waren die Teilnehmer bereit, 45 % mehr Geld für Produkte mit dem Siegel zu zahlen.

FAS: Sie & Er – Wo sind bloß seine Spiegelneuronen? (6.6.10): Alt ist die Frage, warum Frauen und Männer so verschieden sind, und gerade richtig für neurowissenschaftliche Enthüllungen – auch wenn tatsächliche Einsichten der Hirnforschung dafür gar nicht herhalten können. Anmerkungen anlässlich einer einschlägigen Neuerscheinung.

HB: Verhaltensökonomie: Die Stunde der Verführer (17.5.10): Die Intelligenz Albert Einsteins, die Speicherkapazität eines Supercomputers und die Willenskraft Mahatma Gandhis: So ungefähr stellen sich traditionelle Ökonomen den “Homo oeconomicus” vor. Dass das nicht stimmt wissen verhaltensorientierte Ökonomen seit Jahren. Und fordern deshalb eine radikale Wende in der Wirtschaftspolitik.

BPB: Asset-Price Bubbles—Posner (16.5.10): Eugene Fama, a brilliant economist at the University of Chicago, is one of the principal founders of modern finance theory, and is an especially strong proponent of the “efficient markets” theory of asset pricing, whereby the prices of common stocks or other traded assets are assumed to impound the best available information about their value, including future value discounted to the present. Fama is not a dogmatic proponent of the theory; some of his pioneering research has identified anomalies in stock pricing that seem to contradict the theory. But he supports the theory in the main and one consequence is that he is extremely skeptical of the existence of asset-price “bubbles.”

BPB:  Social Interactions and Bubbles-Becker (16.5.10): Bubbles in prices of stocks, houses, or other assets are usually defined to mean sizable and somewhat prolonged deviations in these prices from the fundamental determinants of the prices. These price deviations are supposed to get larger and larger until the bubble bursts, and then price rather abruptly go back close to the levels expected from fundamentals. Do bubbles so defined exist? I believe they do, although I applaud economists who work hard to find explanations of such price movements in more subtle changes in fundamentals. But we do not have good explanations for when bubbles arise and when they end.

NYT: Fear of a Double Dip Could Cause One (14.5.10): By Robert J. Shiller. There is still a real risk of a two-part recession if consumers and investors lose confidence. And riots in Greece and the May 6 market dip aren’t comforting.

NYT: Shoppers Who Can’t Have Secrets (2.5.10): Sophisticated new techniques for consumer surveillance and data collection far outpace personal data protections.

FAZ: Multitasking – Was soll nur aus unseren Gehirnen werden? (30.4.10): Das digitale Leben kann vieles erleichtern, aber es fordert einen hohen Preis. Wir meinen, vieles parallel bewältigen und gleichzeitig Mails konzentriert lesen zu können. Die Hirnforschung kommt aber zum gegenteiligen Schluss. Mit Multitasking droht die Verwahrlosung unseres Stirnlappens.

Wiwo: Netzwerke Alles ist Netz (25.04.10): Wirtschaftswissenschaftler pflegen das Bild des Homo oeconomicus. Menschen handeln jedoch viel öfter im Sinne ihres sozialen Netzwerks als nur in ihrem eigenen und verändern damit das Leben anderer.

Telepolis: Erstmals direkt Spiegelneuronen im Menschen nachgewiesen (14.4.10): Kalifornische Gehirnwissenschaftler konnten mit implantierten Elektroden nachweisen, dass bestimmte Neuronen beim Beobachten und Ausführen von Handlungen ähnlich reagieren

HB: Luxusmarkt: Wer Millionären in die Psyche schaut (11.4.10): Der Markt für Luxus zeigt sich krisenfest. Über die Käufer wissen Marketing-Experten aber nur wenig. Ein Berliner Forscher liefert nun erste Daten. In einer Umfrage hat er die gutsituierte Kundschaft zu ihrem Konsumverhalten befragt. Was die Luxus-Käufer über sich selbst aussagen wollen.

RM: Kuriosum im Kopf: Wunderwerk Gehirn (8.4.10): Das Gehirn prägt mit vielen Überraschungen unseren Alltag, ohne dass wir uns dessen bewusst sind. Zu seinen Aufgaben gehört mehr als nur Denken. Eine neuronale Entdeckungsreise.

Welt: Warum wir den Untergang lieben und verdrängen (7.4.10): Die Menschen erfreuen sich gern schaudernd an apokalyptischen Visionen. Dabei folgen die Mythen der Endzeit stets demselben Muster: Krisenverschärfung, Entscheidung, Erlösung. Der Soziologe Wolfgang Sofsky erklärt, warum der endgültige Untergang dennoch unsere Vorstellungskraft übersteigt.

Spon: Psychologie – Mit dem Alter kommt tatsächlich die Weisheit (6.4.10): Trifft man mit zunehmendem Alter automatisch auch weisere Entscheidungen? Eine psychologische Studie mit mehr als 200 Teilnehmern legt diesen Schluss zumindest nahe. Die Forscher empfehlen nun, Senioren stärker mit vermittelnden Aufgaben zu betrauen.

FAZ: Kaufverhalten – Wenn unsere Vorlieben sprechen könnten (5.4.10): Spezial Woher wissen wir, was wir wollen? Jeden Tag müssen wir uns entscheiden, welche Dinge wir kaufen und welche wir im Laden liegen lassen. Das ist extrem schwer, denn unsere Präferenzen sind wechselhaft. Und am Ende geben wir auch noch viel zu viel Geld aus.

HB: Finanzblasen-Forschung: Aufblasen und platzen lassen – der Krise auf der Spur (26.3.10): Die Blase am US-Immobilienmarkt gilt als wichtige Ursache der aktuellen Krise. Wer wissen will, wie sie entstanden ist, muss in die Labore schauen. Denn in den Versuchslaboren lassen sich hervorragend Finanzblasen erzeugen. Überraschend: In den Laborexperimenten haben sich Leerverkäufe als Segen entpuppt.

Economist: Business-school research – The bonus myth (23.3.10): Why bankers may believe less in their colleagues’ integrity than in their own—and how that’s a problem

Spon: Verhaltensforschung – Geld macht nicht glücklich, aber der Gehaltsvergleich (22.3.10): Wären Sie zufrieden, wenn Ihr Gehalt auf eine Million Euro jährlich angehoben würde? Wahrscheinlich. Wären Sie es immer noch, wenn alle Ihre Kollegen zwei Millionen bekämen? Britische Forscher haben herausgefunden, dass mehr Gehalt alleine nicht glücklich macht – wohl aber eine höhere Position im Gehaltsgefüge.

Voxeu: Neuroeconomic theory: Using neuroscience to understand the bounds of rationality (18.3.10):Why do people persistently make seemingly irrational decisions? This column introduces neuroeconomic theory, which uses neuroscience and neurobiology to try to shed light on the black box of human decision-making.

FAZ: Spekulanten - Die Wahrheit über die Zocker (14.3.10): „Der Spekulant gehört in die Psychiatrie und nicht in die Ökonomie“, sagen seine Gegner. „Ihr hasst uns, weil wir die Wahrheit sagen“, antwortet der Zocker. Die Diskussion ist so symmetrisch wie die Spekulation selbst. Wer hat am Ende recht?

Cash: «Spekulieren fördert das Wirtschaftswachstum»(11.03.10): Die Gründe für die Finanzkrise lassen sich auch in unseren Genen finden, sagt Finanzprofessor Thorsten Hens. Was Spekulieren und Sex gemeinsam haben und warum riskante Geschäfte gut für die Wirtschaft sind, sagt er im Interview.

HB: Psychologie in der BWL: Verhaltensforscher studieren den Betriebsalltag (7.3.10):Psychologische Erkenntnisse können viele Wissenslücken in der BWL schließen. Nun trauen sich Forscher vom Labor in die Unternehmen. Wie können Firmen die Erkenntnisse für ihre Zwecke nutzen? Welche Fehler sollten sie tunlichst vermeiden

HB: Wissenswert: Wenn der Bonus unglücklich macht (4.3.10): Sind die eigenen Mitarbeiter mit Ihrem Gehalt zufrieden? Die Antwort auf diese Frage können Unternehmen leicht steuern, wenn sie ein paar Tipps aus der Forschung beherzigen. Denn eine Studie der Universität Köln liefert ein erstaunliches Ergebnis: Besonders transparente Bonussysteme sorgen oft für Unzufriedenheit.

WF: Finanz-Theorie-Herden? (3.3.10): Die gegenwärtige Finanzkrise, die hoffentlich ihren Höhepunkt überschritten hat, stellt der Theorie effizienter Märkte anscheinend ein schlechtes Zeugnis aus. Zumindest waren die Finanzmärkte nicht robust gegenüber Herdenverhalten. Irrationale Übertreibungen haben zunächst zu einer übertriebenen Sorglosigkeit und dann einer übertriebenen Scheu gegenüber Risiken beigetragen. Das scheint recht klar und wird allenthalben zum Besten gegeben. Weniger klar ist jedoch, ob wir uns in unserer theoretischen Verarbeitung des Geschehens nicht auch wie eine Art Herde verhalten. Doch sei es drum, hier ein paar weitere Bemerkungen zum Thema, das uns auch in 2010 begleiten wird.

HB: Quantensprung: Die Deutschen stehen sich gegenseitig im Weg (25.2.10): Deutsche Wissenschaftler sind in internationalen wissenschaftlichen Institutionen wie der European Molecular Biology Organization extrem unterrepräsentiert. Der Grund dafür ist nicht etwa Bescheidenheit, sondern eine nationale Krankheit der Deutschen: Missgunst und Neid.

HB (Paid Content): Der Unternehmer hat als Held längst ausgedient (26.2.10): Nach der Krise setzen Politik und Berater wieder auf klassische Tugenden, um Unternehmen zum Erfolg zu verhelfen. Doch die Aufsteiger halten sich nicht an Textbücher, sondern folgen einem Raubtier-Instinkt: zuschlagen, wenn sich eine Chance bietet.

Spon: Geschlechterforschung – Frau muss man sein! (21.2.10): Bildung, Gesundheit, Lebensplanung – Frauen haben Männer in fast allen Bereichen abgehängt. Mädchen werden besser gefördert, viele Jungs reagieren mit Frust, Verweigerung und Gewalt. Forscher warnen vor den Folgen, und auch Frauen sind alarmiert: Ihnen gehen die passenden Partner aus.

Working Paper: The Global Financial Crisis – A Behavioral View (16.1.10): Von Robert E. Grosse. This paper explores the problem of the global financial crisis of 2008-9, using a behavioral perspective to examine in some detail the issues of market and institutional failure. These failures are evident in the inadequate oversight/regulation provided by financial market regulators (especially the Federal Reserve and the SEC), as well as the inability of financial market participants to adequately judge and assign risk measures to key financial instruments, particularly collateralized debt obligations. The paper shows how specific adjustments in government policy (dealing with market structural imperfections) and company strategy (dealing with risk management) can respond to the key elements of the crisis.  Four categories of behavioral element are identified in the crisis: irrational exuberance of home lenders and borrowers; market structural imperfections, especially the lack of short-term financing available to investment banks in 2008; lack of adequate regulatory oversight; lack of adequate financial institution internal oversight. Each of these elements falls into a category of behavioral finance, from psychological aspects such as overconfidence and anchoring to lack of arbitrage possibilities. Government policy interventions are recommended for each of these failings, which fundamentally will allow the market to function with new safeguards on the overall financial system.

FAZ: Motivation - Was treibt Menschen an? (19.1.10): Viele Leute sind überzeugt: „Wer besser bezahlt wird, arbeitet besser.“ Leistungslöhne gelten seit langem als Kennzeichen fortschrittlicher Organisation. Aber ist das überhaupt sinnvoll? Oder wirkt der innere Antrieb in Wirklichkeit viel besser? Von Bruno Frey

HB: Hirnforschung: Mythos Multitasking (12.2.10):Hirnforscher belegen, dass die Ansprüche vieler Arbeitgeber unerfüllbar sind. Der Mensch kann nicht mehrere Aufgaben gleichzeitig erfüllen. So bleibt Multitasking wohl vorläufig doch nur moderner Mythos.

HB: Studie: Manager sind auch nur Menschen (6.2.10): Erfahrungen aus Kindheit und Jugend beeinflussen die Geschäftsentscheidungen von Top-Managern auch nach Jahrzehnten, wie eine Fallstudie zeigt. Überdurchschnittlich oft finden sich zudem ehemalige Soldaten in den Führungsebenen amerikanischer Unternehmen. Kostenpflichtiger Download der Studie hier.

HB: Alles Glückssache – oder warum Anleger immer falsch liegen (4.2.10): Jeder will ran an das große Geld. Anleger zerbrechen sich den Kopf, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, sein Geld an die Börse zu bringen. „Alles Quatsch“, sagen Börsenpsychologen. Das perfekte Timing gelingt sowieso niemandem. Sie setzten auf eine andere Strategie, um Geld zu verdienen.

WSO: “Es gibt zwangsläufig neue Blasen” – Interview mit Didier Sornette (4.2.10): Didier Sornette, einst Physiker, jetzt Ökonom und Professor für Entrepreneurial Risks an der ETH Zürich, will zeigen, dass Finanzkrisen wie Erdbeben und Explosionen von Treibstofftanks in Raketen nach Gesetzen funktionieren. “Wir wollen einen Paradigmenwechsel in der Ökonomie”, sagt er.

MMO: Wahre Werte – Macht Geld glücklich? (25.1.10): Durch die Finanzkrise haben viele viel verloren: einige Milliarden, andere Millionen. Ein Verlust, der schmerzt. Auf Dauer – oder nur vorübergehend? Doch hängt das Glück überhaupt am Portemonnaie? Erkenntnisse über Lebenszufriedenheit in bescheidenen Zeiten.

HB: Finanzmarktrally: Warnung vor der „Monsterblase“ (19.1.10): Die Notenbanken fluten die Finanzmärkte mit billigem Geld. Die Investoren suchen händeringend nach Anlagen. Ein gefährliches Gemisch. Wirtschaftsprofessor Nouriel Roubini warnt gar vor der nächsten Monsterblase. Die Frage ist nicht ob, sondern wann und wo. Erwischt es wieder die Aktienmärkte? Sind diesmal die Anleihemärkte dran? Oder droht die Gefahr an ganz anderer Stelle?

HB: Kindes-Entwicklung: Die ersten Jahre zählen – auch im Alter (19.1.10): Was wir nach der Geburt erleben, hat massiven Einfluss darauf, wie wir durchs Leben kommen. Dies zeigt eine ganze Reihe faszinierender Studien. Warum die frühe Ernährung, die Bildung der Eltern, die Anzahl der Geschwister, aber auch die Höhe des Geburtsgewichts sich langfristig auf Einkommen und Gesundheit auswirken.

FTD: Hirndoping – Zweifel am Ritalin-Effekt (18.1.10): Den grauen Zellen mit leistungssteigernden Medikamenten nachzuhelfen, gilt seit Monaten als großer Trend. Doch eine Expertin sagt: Hirndoping wird überschätzt – die Nebenwirkungen dagegen unterschätzt.

FAZ: Börsencrashs - Auf der Suche nach der Blase (18.1.10): Wenn dieses Experiment funktioniert, wird es der volkswirtschaftliche Durchbruch: Der Züricher Ökonom Didier Sornette will vorhersagen können, wann Spekulationsblasen platzen. Dafür nutzt er Methoden aus der Physik.

FTD: “Kasinomentalität” der Banker Wie die Wall Street pokert (17.1.10): Viele Beobachter glauben zu wissen, was den US-Finanzmarkt im Innersten wirklich zusammenhält: Mächtige Banken. Gier. Die Milliarden vom Steuerzahler. In Wirklichkeit jedoch ist es ausschließlich Poker.

HB: Empathie: Das Mitgefühl ist stärker als die Ichsucht (15.1.10): Der Mensch ist nicht knochenhart auf Eigennutz aus. Die moderne Gesellschaft stärkt die Empathie, beschleunigt aber auch den Raubbau an den Ressourcen: ein Wettrennen um die Zukunft unserer Zivilisation.

HP: ‘The Empathic Civilization’: Rethinking Human Nature in the Biosphere Era (11.1.10): Two spectacular failures, separated by only 18 months, marked the end of the modern era. In July 2008, the price of oil on world markets peaked at $147/ barrel, inflation soared, the price of everything from food to gasoline skyrocketed, and the global economic engine shut off. Growing demand in the developed nations, as well as in China, India, and other emerging economies, for diminishing fossil fuels precipitated the crisis. Purchasing power plummeted and the global economy collapsed. That was the earthquake that tore asunder the industrial age built on and propelled by fossil fuels. The failure of the financial markets two months later was merely the aftershock. The fossil fuel energies that make up the industrial way of life are sunsetting and the industrial infrastructure is now on life support. …

Zeit: Philosophie -Wenn die Nervenzellen tanzen (10.1.10): Der Philosoph Thomas Metzinger erklärt uns aus neurowissenschaftlicher Perspektive das Bewusstsein. Vorsicht, wenn Sie glauben, Sie selbst lesen gerade diese Zeilen, dann unterliegen Sie einer fundamentalen Selbsttäuschung, denn Sie als ein Selbst gibt es gar nicht. So zumindest lautet die zentrale These der neurowissenschaftlich inspirierten Bewusstseinsforscher und Philosophen. Thomas Metzinger gehört weit über Deutschland hinaus zu ihren prominentesten Vertretern und hat jetzt ein Buch vorgelegt, in dem er für den Laien höchst plastisch und verständlich die neuesten Erkenntnisse seiner Disziplin beschreibt und nicht weniger als eine »neue Philosophie des Selbst« behauptet. So faszinierend die Details aus der neurowissenschaftlichen Forschung sind, die Metzinger zur Erklärung unserer Subjektivität heranzieht, so enttäuschend ist die rhetorische Einkleidung, mit der er seine eigene Argumentation meint, aufpeppen zu müssen.

NYT: Of Individual Liberty and Cap and Trade (9.1.10): Ronald H. Coase, a Nobel laureate admired by conservatives, argued for using the least costly solution to problems. With greenhouse gases, could that mean government action?

HB: Ökonomen: Grundlagenforschung vor der Glotze (6.1.10): Von „Wer wird Millionär?“ bis „Deal or no Deal“ – Volkswirte nutzen Fernsehshows zunehmend für ihre wissenschaftliche Arbeit. In kaum einer anderen Situation können Ökonomen Risikoneigung und Rationalität ähnlich gut untersuchen wie in den quotenträchtigen Fernsehsendungen. Wo die Vorteile gegenüber herkömmlichen Experimenten liegen.

FAZ: Neuro-Enhancement – Das Gehirn ist kein Muskel (6.10.10): Jüngst wurde in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften ein Memorandum mit dem Titel „Das optimierte Gehirn“ vorgestellt. Als Autoren firmierten eine Gruppe von Medizinethikern, Philosophen und Psychiatern. Sie plädierten für einen liberaleren Umgang mit Substanzen zur Steigerung kognitiver Fähigkeiten, auch „Cognitive Enhancement“ oder „Neuro-Enhancement“ genannt oder – etwas weniger affirmativ – „Hirn-Doping“: Pillen, die das Denken verbessern. Mediale Aufmerksamkeit war dieser Stellungnahme gewiss. …

HB: Neuro-Ökonomie: Wie man sich einen guten Ruf schafft (5.1.10): Ohne Reputation würde Marktwirtschaft nicht funktionieren. Denn wer seinen Gegenüber bei jeder Gelegenheit über den Tisch zieht, muss damit rechnen, beim nächsten Mal dafür bestraft zu werden. Aber was befähigt Menschen, einen guten Ruf aufzubauen, wann und warum verhalten sie sich fair? Neuroökonomen liefern neue Einblicke.

WSJ: The Battle of the Brain (2.1.10): The mind’s great conflict spills over onto the world stage. Why is the brain divided? If it is about making connections, why has evolution so carefully preserved the segregation of its hemispheres? Almost every function once thought to be the province of one or other hemisphere—language, imagery, reason, emotion—is served by both hemispheres, not one.

Spon: Ökonom über Geld und Glück – Warum sich reiche Menschen mehr Sorgen machen (1.1.10): Wie glücklich macht Geld? Forscher Jürgen Schupp hat auf die Frage eine Antwort gefunden – nur ist sie nicht so simpel wie oft gedacht. Im SPIEGEL-ONLINE-Interview spricht er über Gefühle, Gerechtigkeit und den Grund, warum Männer einfach schneller unzufrieden sind als Frauen.

2009

WSJ: The Battle of the Brain (1.1.09): Almost every function once thought to be the province of one or other hemisphere—language, imagery, reason, emotion—is served…

Spon: Netzwerkforschung – So tickt das Wir (26.12.09): Wie entsteht Börsenpanik – wie Nächstenliebe? Netzwerkforscher wollen die Gesellschaft verstehen, indem sie unsere Verbindungen erforschen. Sie sammeln digitale Spuren, die wir täglich hinterlassen, und stellen nun fest: Viele scheinbar komplexe Phänomene folgen einem verblüffend einfachen Gesetz.

WSJ: Blame It on the Brain (26.12.09): The latest neuroscience research suggests spreading New Year’s resolutions out over time is the best approach.

HB: Börsenjahr 2009: Keiner schlägt den Markt (26.12.09): Die Entwicklung der Börsenkurse kann niemand vorsehen. Viele Börsianer glauben trotzdem, durch geschicktes Kaufen und Verkaufen könnten sie eine Überrendite erzielen. Sie irren. Psychologische Faktoren durchkreuzen immer wieder das rationale Verhalten der Anleger. Prof. Martin Weber über Börsenkurse, Anlegerverhalten und Vorhersagen.

SZ: Personenkult In der Ich-Falle (24.11.09): Talente gedeihen zunehmend im Scheinwerferlicht. Doch wenn sie über sich hinauswachsen, entsteht ein Kult, der eine Gesellschaft zerreiben kann.

FAZ: Weihnachtsgeschenke – Geld oder Gegenstände? (24.12.09): Sollte man an Weihnachten Gegenstände schenken oder Geld? Diese Frage wirtschaftswissenschaftlich zu untersuchen wird vielen herzlos erscheinen. Spannend ist sie trotzdem. Denn Ökonomen haben relativ klare Antworten.

Focus: Verhaltenspsychologie: Tyrannen, Besserwisser, eitle Pfauen (24.12.09): Schwierige Menschen machen uns das Leben schwer, weil sie es gerne haben, wenn sie sich groß und andere klein fühlen. Es gibt jedoch Strategien, wie man souverän mit ihnen umgehen kann.

HB: Hirnforschung: Unsere einfühlsamen Nerven (23.12.09): Soziale Kompetenz beruht auf neuronalen Netzwerken im Gehirn, die sich bereits im Säuglingsalter entwickeln. Mit deren Hilfe können sich Menschen in andere Personen hineinversetzen. Doch Schäden am Hirnlappen schwächen diese Fähigkeit und machen allzu vertrauensselig.

Nicht nur die Wirtschaft, auch die Neurowissenschaft hatte in diesem Jahr ihre Krise: Die Bildgebung geriet in Verruf. Viele Hirnscans gab es trotzdem zu bewundern.

Handelszeitung: Führungskultur – «Viele Manager sind auf dem falschen Trip» (23.12.09): Für den Hirnforscher Gerald Hüther krankt die Wirtschaft an einer falschen Führungskultur. Mitarbeitende würden in enge Verhaltensmuster gepresst, statt durch Eigenverantwortung inspiriert. Dieser «hirntechnische Unsinn» habe die Wirtschaftskrise mit ausgelöst. Hüther fordert einen Wertewandel.

HB: Wohlstandsindikator: Das Glück der Deutschen wird gemessen(16.12.09):Reichtum alleine macht nicht glücklich. Darum soll ein alternativer Wohlstandsindikator das herkömmliche BIP ergänzen und messen wie glücklich die Deutschen wirklich sind – auch wenn die Wirtschaft nicht wächst. Experten bezweifeln die Aussagekraft des neuen “Glücks-BIP”.

Working Paper: How Psychological Pitfalls Generated the Global Financial Crisis (15.12.09): Von Hersh Shefrin. The root cause of the financial crisis that erupted in 2008 is psychological. In the events which led up to the crisis, heuristics, biases, and framing effects strongly influenced the judgments and decisions of financial firms, rating agencies, elected officials, government regulators, and institutional investors. Examples involving UBS, Merrill Lynch, Citigroup, Standard & Poor’s, the SEC, and end investors illustrate this point. Among the many lessons to be learned from the crisisis the importance of focusing on the behavioral aspects of organizational process.

Spon: Halluzinationen und Psychosen: Wenn das Gehirn heiß läuft (12.12.09): Halluzinationen und Wahnvorstellungen treten nicht nur bei psychisch Kranken und im Drogenrausch auf. Sie entstehen, wenn im Gehirn das Gleichgewicht der neuronalen Botenstoffe nicht mehr stimmt – und das kann auch bei gesunden Menschen geschehen.

FAZ: Verhaltensforschung – Hormonelle Fairness (11.12.09): Testosteron muss mittlerweile als Erläuterung für manches Verhalten herhalten, das heißt: natürlich von Männern. Und von Investmentbankern erst recht. Jetzt haben Wissenschaftler sich zur Frage Hormon und Geld etwas einfallen lassen.

dradio: Sonderangebote schalten Verstand aus – Ein Blick ins Hirn der Konsumenten (10.12.09): Beim Anblick von Sonderangeboten endet bei vielen Menschen die Vernunft: Das vermeintliche Schnäppchen wird gekauft, auch wenn es eigentlich recht teuer ist. Denn der angeblich so rationale Verbraucher ist in Wirklichkeiten von unterbewussten Emotionen getrieben.

HB: Wo der Jungspund dem Manager das Wasser abgräbt (10.12.09): Wer arbeitet effizienter: Manager mit langjähriger Berufserfahrung oder Hochschulabsolventen? Drei Forscher aus Deutschland und den USA untersuchten den Einfluss der unterschiedlichen Erfahrungen auf Entscheidungsprobleme in Unternehmen – und kamen zu überraschenden Ergebnissen. Download des Working Paper hier (28 Seiten, pdf).

BDW: Warum der große Bruder nie seine Süßigkeiten teilt – Erstgeborene neigen zum Wetteifern und zum Misstrauen (8.12.09): Diskutiert wird es schon seit den Tagen Sigmund Freuds, jetzt hat es ein britisch-französisches Forscherteam in einer Studie bestätigt: Erstgeborene sind weniger vertrauensselig, weniger kooperativ und deutlich konkurrenzbewusster als ihre jüngeren Geschwister. Dahinter könnte der Verlust der elterlichen Aufmerksamkeit stecken, der bei der Ankunft jüngerer Brüder und Schwestern unweigerlich einsetzt, spekulieren Alexandre Courtiol von der französischen nationalen Forschungseinrichtung CNRS und seine Kollegen: Er führe vermutlich dazu, dass die älteren Kinder beginnen, stärker darum zu wetteifern und weniger zu kooperieren.

PSYCHOLOGIE – Überall Wattestäbchen (30.11.09): Jedem unterlaufen Patzer – doch lassen sich wenigstens die größten Debakel verhindern? Die Fehlerforschung müht sich um Antworten.

Funktelepathie – Hirn ruft Hirn (29.11.09): Gedankenlesen gilt als Zauberei, ist Stoff für Legenden und Mythen. Doch moderne Hirnforschung und Physik könnten diesen uralten Menschheitstraum wahr machen, glaubt der Physiker Freeman Dyson. Dann werden wir auch tief in Gehirne von Tieren eintauchen.

HB: Vielen Bankern ist ihr Ego über den Kopf gewachsen (27.11.09): Nicht nur die Banken, auch die Banker halten sich für „too big to fail“. Ihr Ego muss daher auf ein gesundes Maß zurechtgestutzt werden.

Spiegel: Geld ist kein Produkt (23.11.09): Der Schweizer Schriftsteller Martin Suter über Verhaltensmuster von Top-Managern, die Pervertierung der Finanzmärkte, die Rolle der Frauen in der Business-Class und sein Leben nach dem tragischen Tod seines dreijährigen Sohnes

Harvard Business School: The Devil Wears Prada? Effects of Exposure to Luxury Goods on Cognition and Decision Making (21.11.09): Although the concept of luxury has been widely discussed in social theories and marketing research, relatively little research has directly examined the psychological consequences of exposure to luxury goods. This paper demonstrates that mere exposure to luxury goods increases individuals’ propensity to prioritize self-interests over others’ interests, influencing the decisions they make. Experiment 1 found that participants primed with luxury goods were more likely than those primed with non-luxury goods to endorse business decisions that benefit themselves but could potentially harm others. Using a word recognition task, Experiment 2 further demonstrates that exposure to luxury is likely to activate self-interest but not necessarily the tendency to harm others. Implications of these findings were discussed. Working Paper als pdf hier.

HB: Studie: Das Gedächtnis übt im Schlaf (20.11.09): Auch wenn wir tief schlafen, bleibt unser Gehirn hellwach: Es verarbeitet vorher wahrgenommene Eindrücke und nimmt äußere Signale wahr, wie US-Wissenschaftler jetzt in einem Experiment nachweisen konnten.

HB: Hirnforschung: Wie Computer das Gehirn verändern (19.11.09): Computernutzung fördert die visuelle Intelligenz. Neben positiven Einflüssen offenbaren die Ergebnisse aktueller Untersuchungen aber auch die Schattenseiten der schönen neuen Bildschirmwelt: Viele geistige Fähigkeiten bleiben auf der Strecke.

Spon: Gehirn: Schlafmangel beeinträchtigt die Entscheidungsfähigkeit (17.11.09): Wer unter Schlafmangel leidet, tut sich schwer, spontan aus dem Bauch heraus zu entscheiden. Dies haben Forscher bei Tests mit unausgeschlafenen Kadetten beobachtet. Das Gehirn Übernächtigter wechselt die Strategie beim Entscheidungsprozess, folgern die Wissenschaftler.

HB: Neuroökonomie: Gene, Gehirne – und jede Menge Streit (16.11.09): Kaum eine Subdisziplin in der Volkswirtschaftslehre wächst derzeit so stark wie Neuroökonomie. Zugleich ist kaum ein Forschungszweig innerhalb der Zunft so umstritten wie dieser. Dabei können DNA- und Hirnanalysen neue Erkenntnisse ans Licht bringen. Ihr Nutzen – eine Frage der Zeit.

FAZ: Wohlstand allein macht nicht glücklich (16.11.09): Im Mittelalter lebten die Menschen in bitterer Armut. Heute hat fast jeder sein Auskommen. Das wahre Glück hängt von anderen Dingen ab: von Arbeit und Freunden. Die ökonomische Glücksforschung reagiert auf diesen Fortschritt. Von Bruno Frey

Boston.com: Satan, the great motivator – The curious economic effects of religion (15.11.09): What makes economies grow? It’s a question that has occupied thinkers for centuries. Most of us would tick off things like education levels, openness to trade, natural resources, and political systems.

FTD: Barometer für die Stimmung der Anleger (13.11.09): An der Börse ist alles oder doch zumindest vieles Psychologie. Wie aber wird die Gemütslage der Investoren gemessen? FTD.de erklärt, was Angstbarometer und Sentimentanalysen aussagen und wie sie entstehen.

HB: Hirnforschung: Mobile Mikroskope blicken ins Gehirn (8.11.09): Tübinger Wissenschaftler haben hochempfindliche Mini-Mikroskope entwickelt, die das Gehirn von sich bewegenden Personen untersuchen können. Die Technologie verspricht völlig neue Einblicke in das Verständnis unseres Denkapparates.

Voxeu: The economics of open-air markets (6.11.09): Little is known about the basic economic principles of open-air markets and bazaars, which have existed for centuries. This column explores the fundamental underpinnings of such markets. While exchange prices approach the prediction of competitive market equilibrium theory, such markets are ripe for price manipulation.

HB: Den Homo oeconomicus wiederbeleben (3.11.09): Die Märkte werden gar nicht von „gierigen“ oder „panischen“ Anlegern aus dem Gleichgewicht gebracht. Solange die Ökonomie das nicht begreift, verfehlt sie ihr Ziel.

HB: Glücksforschung: Macht Geld glücklich? (3.11.09): Seit König Midas ist bekannt, dass Geld und Gold nicht alles ist, was der Mensch zu seinem Glück braucht. Wer es richtig macht, kann allerdings aus finanziellem Wohlstand durchaus auch seelischen machen.

FTD: Neurowissenschaften Hilfreich fürs Marketing oder zu euphorisch? (2.11.09): Unter Fachleuten wird Neuromarketing hoch bewertet. Manche sprechen gar von einer Revolution. Doch was steckt dahinter? Lassen sich wissenschaftliche Resultate bereits für das tägliche Geschäft nutzen?

JoFP: A Behavioral View of How People Make (11/2009): The paper provides a guide to the implications of behavioral finance for financial advisers. The focus is on the process of financial decision-making. Financial decision-making is seen to be subject to behavioral biases at three stages:

  1. The perception of information. There is a difference between objective information and perceived information. Decisions are based on perceived information. Selectivity, interpretation and closure affect perceptions. These processes are affected by behavioral biases, such as narrow framing and the availability bias along with a wide range of motivational, attitudinal, social, and emotional factors.
  2. Cognition. Thought is not entirely rational and is influenced by bounded rationality, the extent of cognitive reflection, mental accounting, illusions and self-deception along with other cognitive, emotional and social factors.
  3. Motivation. Decisions may be made but not implemented. Procrastination and mistrust can inhibit the activation of decisions.

FAZ: Forschung – Aktienhändler denken anders (30.10.09): Eine neue Forschungsrichtung bekommt Aufwind: Mit Hilfe der Neuroökonomie versuchen Wirtschaftswissenschaftler, den irrationalen Verbraucher zu verstehen. Die Uni Bonn ist Vorreiter in Europa. Auf dem Spiel steht richtiges Geld.

FAZ: Ökonom George Akerlof – Die meisten Ökonomen nutzen simple Mathematik (2.10.09): Der amerikanische Wirtschaftswissenschaftler George Akerlof ist einer der wenigen Ökonomen, der die Finanzkrise vorhergesehen hat. Im Interview lobt er Deutschland dafür, mit der Kurzarbeit vorbildlich auf die Krise reagiert zu haben. Für die Zukunft fordert er: Die Ökonomie muss noch mathematischer werden.

BW: Psychologie – Wie Effekte unser Verhalten beeinflussen (29.10.09): Meist reagieren wir nur auf Reize von außen. Wer die verschiedenen Effekte, die uns zum Handeln bewegen, kennt, kann sein eigenes Verhalten und das anderer Menschen besser einschätzen.

FAZ: Wie der Wettbewerb die Evolution antreibt (26.10.09): In der Wirtschaft ist es wie in der Natur: Neue Ideen wollen alte verdrängen. Doch jede dieser Mutationen ist einem Ausleseprozess unterworfen. Die Grundgedanken der Evolution lassen sich auf die Wirtschaft übertragen. Und dabei geht es nicht um einen kruden Sozialdarwinismus.

SZ: Wie ein Fisch an Land – Risiken der Finanzwelt (16.10.09): Menschen sind seit Urzeiten zur Spekulation bereit – auch wenn der Einzelne verliert. Wissenschaftler suchen Rezepte, mit denen die Finanzwelt die Risiken begrenzen kann.

Spon: Die unreflektierte Sprache der Hirnforschung (14.10.09): Der Debatte um die Hirnforschung mangelt es an einer umfassenden Sprachkritik, meint der Marburger Philosoph Peter Janich. Ohne diese seien viele der diskutierten Fragen aber nicht zu klären. Die Erforschung der Denkvorgänge werde nicht zu einem neuen Menschenbild führen.

FAZ: Ökonomie – Was uns glücklich macht (28.9.09): Geld macht glücklich – aber nur die Armen. Wenn wir alle mehr verdienen, werden wir nicht zufriedener. Was die Ökonomen von der Glücksforschung lernen können. Von Bruno Frey

FAZ: Börsenpsychologie – „Die nächste größere Blase entsteht gerade“ (24.9.09): Gier, Angst, Neid, Hoffnung: Große Gefühle halten die internationalen Finanzmärkte instabil, sagt der Psychoanalytiker David Tucket. „Emotional Finance“ nennt sich sein Fachgebiet. Es handelt vom missglückten Versuch der Anleger, rational zu handeln.

FTD: Joseph Stiglitz – Das Maß des Glücks (16.9.09): Gängige Kennzahlen wie das BIP messen zwar die Wirtschaftsleistung, sagen aber wenig über das Wohlergehen der Menschen aus. Ein neuer Indikator soll dies ändern.

Wiwo: Ökonom George Akerlof “Das Vertrauen ist zurückgekehrt”(15.9.09): Der Ökonom und Nobelpreisträger George Akerlof über die Entwicklung der Weltwirtschaft.

FAZ: Über das Vergessen – Das Jahr nach Lehman (14.9.09): „Es gab einmal eine Zeit, und sie dauerte immerhin Jahrzehnte, da die Ansicht vorherrschte, dass Krisen immer seltener, immer milder würden im Zuge einer Stabilisierung der kapitalistischen Wirtschaft. Das war die allgemeine Ansicht der Wirtschaftswissenschaft und Wirtschaftspraxis, auf die sich die ökonomische Welt nicht nur in ihrem Denken, sondern auch in ihrem Tun und Lassen eingestellt hatte. Darum trat die krisenentwöhnte Praxis der neuen Krise, die eine wirkliche Großkrise war und daneben eine tiefgreifende Wirtschaftsrevolution, so ahnungs- und hilflos gegenüber.“

BL: Hirn, Geld und Risiko: Jason Zweig und Nassim Taleb im Gespräch (12.9.09)

NZZ: Aufgeblähte Blasen und vertrauenserweckende Geschichten (8.9.09): Nobelpreisträger George Akerlof über fehlendes Misstrauen. Das Buch «Animal Spirits» von George Akerlof und Robert Shiller befasst sich mit der Rolle von Vertrauen und Geschichten in der Wirtschaft. Laut Akerlof tragen vertrauenserweckende Geschichten zur Blasenbildung bei. Er fordert stärktes Misstrauen der Akteure.

Finanzgebaren – Risikofaktor Testosteron (1.9.09): Frauen mit hohem Testosteronspiegel neigen eher zu finanziellen Risiken als Frauen mit niedrigerem Testosteronspiegel. Das hat eine Studie von Forschern aus Chicago ergeben.

HB: Ökonomie-Studie - Wenn Volkswirte Verbotenes tun (31.8.09): Sie hatten die richtige Idee zur richtigen Zeit: Vor zehn Jahren veröffentlichten verhaltensorientierte Wirtschaftsforscher eine Studie zu egoistischem und fairem Verhalten. Das Papier, dem die Forscher zunächst selber mitsstrauen, rüttelt an den Grundfesten ihrer Zunft. Die Ideen gehen bis heute um die Welt.

FAZ im Gespräch: Robert Shiller: „Die nächsten fünf Jahre werden enttäuschend“ (30.08.09): Im Interview spricht der Yale-Professor über eine Krise ohne Ende, die Fehler seiner Zunft und wieso es ihm hilft, Zyniker zu sein.

Zeit: Manfred Frank -Freiheit und Fatalismus (28.8.09): Der Tübinger Professor für Philosophie Manfred Frank verteidigt immer wieder die eigensinnige Subjektivität des Menschen.Schon lange nicht mehr waren die Erwartungen an eine naturwissenschaftliche Disziplin so hoch wie jene an die Hirnforschung. Schließlich erkunden Neurobiologen mittlerweile mit atemberaubender Präzision die »Terra incognita« des Menschen und fördern faszinierende Einsichten über seine neuronale Aktivität zutage. Beeindruckend ist aber nicht nur der Erkenntniszuwachs, der Hirnforschern innerhalb weniger Jahre gelang; spektakulär ist auch die Resonanz, die ihnen in einer breiten Öffentlichkeit zuteil wird – kaum ein Fachgebiet besitzt eine solche Ausstrahlungskraft über die engen akademischen Grenzen hinaus.

Irish Times: Irrational fear of risk lessens our enjoyment of life (27.8.09)

NYT-Blogs: The Economics of Loneliness (25.8.09): Loneliness is going to one of the defining issues of an aging society with a population that has been more mobile than any before. I am very familiar with his work but have not yet read Cacioppo’s new book, but the link is here and it is certainly one for upcoming discussion. It is great to see such a renowned economist as Edward Glaeser giving the topic such coverage.  A number of data-sets in Ireland can be used to examine loneliness, including the European Social Survey and the Survey of Health Aging and Retirement in Europe. I will put up a proper reading list for Ireland at a later time.Welt: Börsenstrategie – “Männer springen auf Primärreize an” (16.08.09): In einem Selbstversuch begab sich Börsenneuling Heike Faller ein Jahr lang auf Renditejagd. Sie fragte viele Experten nach Anlagetipps – am Ende stand ein kleines Plus. Dann schrieb Faller ein Buch. Eine ihrer Erkenntnisse: Männer springen auch an der Börse vor allem auf Kurven an.

Mises Institute: Bubble Economics: The Illusion of Wealth (12.8.09): The economic position that the United States is now in is the result of a series of economic bubbles. To explain the nature of bubbles, I’m going to start by talking about their history; I’m not going to go all the way back to Tulip Mania and John Law, but I do want to mention some things from the Roaring Twenties that might sound familiar to us today.

Wiwo: Neuromarketing – Kauf mich! (10.8.09): Mit moderner Technik entschlüsseln Hirnforscher und Marketingexperten die subtile Wirkung von Werbung auf unser Unterbewusstsein. Neuromarketing erklärt, warum wir kaufen, was wir kaufen.

BL: Die Wirtschaftselite in der Legitimationskrise: “Wo ist hier eine coole Sau, die begeistert!” (5.8.09)

FAZ: Spieltheorie - Einer wird nicht gewinnen (4.8.09): Wenn jeder versucht, schlauer zu sein als alle anderen – was passiert dann eigentlich? Solche Fragen stellt die Spieltheorie. Sie beschreibt Phänomene aus Politik und Wirtschaft und lässt sich sogar im Fußball anwenden. Nur Experimente mit echtem Geld kann sie nicht ersetzen.

HB: Teure Fehler – Besserwisserei kommt an der Börse teuer (29.7.09): Ein Anleger ist jemand, der hinterher alles vorher gewusst hat. Eine Börsenweisheit, die nun wissenschaftlich belegt ist: Im Rückblick erinnern sich viele Investoren systematisch falsch an ihre Vorhersagen – und lernen daher zu wenig aus ihren Fehlern der Vergangenheit.

Simoleon Sense: Video: Daniel Kahneman – The Psychology of Large Mistakes and Important Decisions (27.7.09): As always, listening to  Kahneman is worthwhile. Speaker Background (Via Wikipedia). Daniel Kahneman  is an Israeli psychologist and Nobel laureate, notable for his work on the psychology of judgment and decision-making, behavioral economics and hedonic psychology.With Amos Tversky and others, Kahneman established a cognitive basis for common human errors using heuristics and biases , and developed Prospect theory . He was awarded the 2002 Nobel Memorial Prize in Economics for his work in Prospect theory. Currently, he is professor emeritus of psychology and public affairs at Princeton University’s Woodrow Wilson School.

Dept. of Finance – Cocksure – Banks, battles, and the psychology of overconfidence (27.7.09)

Simoleon Sense: Risky Business: Stressed Men More Likely To Gamble (25.7.09)

NZZ: Finanz-Blasen und der effiziente Markt (25.7.09): Ein Ökonom und sein Freund laufen die Strasse entlang. Der Freund zeigt auf eine 100-Dollar-Note auf dem Trottoir. Daraufhin sagt der Ökonom: «Dieser Geldschein ist nicht wirklich da, denn wäre er es, hätte ihn längst jemand aufgehoben.» Seit dem Ausbruch der Finanzkrise nimmt diese Art von Spott über die Hypothese, dass Märkte immer effizient seien (efficient market hypothesis), unter Börsianern und Investoren zu. Die 1970 von Eugene Fama von der University of Chicago formulierte Theorie besagt, dass Kapitalmärkte insofern effizient sind, als alle vorhandenen Informationen in den Wertpapierkursen enthalten sind und alle Marktteilnehmer vollständig rational handeln.

Simoleonsense: Observing Others’ Behavior & Risk Taking In Decisions From Experience (25.7.09)

BL: Robert Shiller: Das Ausbleiben von Angst-Storys fördert den Optimismus (24.7.09): Regelmäßige Besucher dieses Blogs werden schon häufiger den Namen des Yale-Ökonom Robert J. Shiller gelesen haben. Ich mag den Wissenschaftler. Nein, nicht wegen seiner “prophetischen Gabe”, die ihn rechtzeitig vor dem Dot.com-Hype und der Immobilienblase in den USA hat warnen lassen, sondern weil er mit seinen an Keynes angelehnten Animal Spirits versucht, die Ökonomie in [...]

Simoleon Sense: Biases in casino betting: The hot hand and the gambler’s fallacy (24.7.09): Hmm…. how does” locus of control”  influence “the hot hand” and “the gamblers fallacy”? Read more below.

An Anthropologist on What’s Wrong with Wall Street (22.7.09): Wall Street’s problem isn’t greed so much as an obsessive short-term focus. What’s worse, says author Karen Ho, is how Wall Street’s perspective has become America’s too

Pressetext.de: Entlassungswelle treibt Londons Banker in den Tod (21.7.09): Suizide durch Existenzangst ausgelöst – Junge Finanzprofis gefährdet

Economist: Leadership: A crisis of confidence? (20.7.09): In a guest article Chris Bones, dean of Henley Business School, addresses the “crisis of confidence” in business leadership

FAZ: Verhaltensökonomik - Die Wirtschaft als Experiment (20.7.09): Seit einigen Jahren erlebt die experimentelle Wirtschaftswissenschaft einen enormen Aufschwung – und deutsche Forscher sind ganz vorn mit dabei. Vor 26 Jahren wurde das erste Experimentallabor der Welt eingerichtet. Mittlerweile gibt es schon fast zwanzig in Deutschland.

HB: London: Die Angst, der Tod und die City (20.7.09): Mit 17 das erstklassige Abitur, mit 20 der Oxford-Studienabschluss, mit 21 der Einstieg in den Aktienhandel – durch die Finanzkrise erhält der makellose Lebenslauf vieler Jung-Banker Kratzer. Immer mehr Banker kommen mit den unvermeidlichen Rückschlägen nicht klar, eine Serie von Selbstmorden erschüttert die Londoner Bankenszene.

NYT: The Crowd Is Wise (When It’s Focused) (18.7.09): Evidence suggests that crowdsourcing succeeds when it’s designed for specific tasks — and when the incentives attract the most effective collaborators.

Science Blog: Neuroökonomie im Marketing (17.7.09): Die Werbepsychologie als Anwendungsfach der Sozialpsychologie sowie die Radiologie/Neuromedizin und der verhaltenswissenschaftliche Zweig der Betriebswirtschaft (Marketing) bilden die wesentlichen akademischen Säulen der “Neuroökonomie”. Für den “Forschungsalltag” des Markt- und Medienforschers sind letztlich aber die praktischen Ableitungen daraus in der Summe interessant. Zusammengefasst sehen die 6 interessantesten Erkenntnisse dabei m. E. folgendermaßen aus:

Spiegel: Tod eines Bankers (13.7.09): Ein Aktienhändler der Deutschen Bank in London begeht Selbstmord. Hatte ihn sein Luxusleben aus der Bahn geworfen?

FAZ: Wer schön ist, verdient mehr (13.7.09): Schöne Menschen kommen leichter durchs Leben – auch durchs Berufsleben. Denn schöne Menschen sind bei ihren Arbeitgebern erfolgreicher – je besser man aussieht, umso größer sind die Chancen auf ein gutes Einkommen. Aber warum eigentlich?

Vox: The Tipping Point: Fascinating but mythological? (13.7.09) The tipping point is a popular theory of social behaviour with many applications. This column says that Thomas Schelling’s original model of racially segregated neighbourhoods, while theoretically attractive, is strongly rejected by US data.

FAZ: Wer schön ist, verdient mehr (12.7.09): Schöne Menschen sind gefragt und verdienen gutes Geld: Wirtschaftsminister zu Guttenberg während einer Autogrammstunde. Schöne Menschen kommen leichter durchs Leben – auch durchs Berufsleben. Ein unter Ökonomen schon seit längerem bekannter Befund ist, dass schöne Menschen mehr Geld verdienen – je besser man aussieht, umso größer sind die Chancen auf ein gutes Einkommen. Zwischen 10 und 15 Prozent soll diese Schönheitsprämie ausmachen, schätzen Ökonomen. Das ist seltsam: Welcher Unternehmer sollte in der kalten Welt der Gewinnmaximierung einem Mitarbeiter mehr Geld zahlen, nur weil dieser besser aussieht?

Fastcompany: Ten Habits of Incompetent Managers (8.7.09): How do you identify the members of your team that could sink it? Get an expert’s tips on the signs you should look for. Three years ago, I joined the board of a company whose management, I soon recognized, was incompetent. I said so, but I was a new board member and the management had a lot of old friends and allies on the board. I was listened to respectfully but nothing much happened.

University of Oxfort: Recession linked to heart attacks, murders and suicides (8.7.09)

MM: “Aktienkurse gehorchen dem Zufall” (3.7.09): Wer versucht, schlauer zu sein als der Markt, hat schon verloren, lautet ein Lehrsatz des “Behavioral Finance”. Nur wer sein eigenes irrationales Verhalten kennt, hat eine Chance. Ein Exkurs durch die Welt menschlicher Schwächen – und welche Lehren Investoren daraus ziehen sollten.

Zeit: Hirnforschung – Sind die Gedanken noch frei? (2.7.09): Hirnforscher erkennen unsere geheimen Absichten, Lügen und Vorlieben – und stellen die Privatsphäre im Kopf infrage.

FAZ: Führen mit mehr Geist oder mehr Hirn (1.7.09): Hirnforscher müssen Optimisten sein. Wie sonst ließe es sich erklären, dass sie angesichts des kühnen Vorhabens, das Denkorgan mit Hilfe ebendieses Denkorgans zu enträtseln, nicht verzweifeln. Vielmehr erleben die Neurowissenschaften seit vielen Jahren eine nie dagewesene Blütezeit. Längst geht es nicht mehr nur um Grundlagenforschung und ein besseres Verständnis von krankhaften Störungen. weiter

Scientific American: The Science of Economic Bubbles and Busts (Juli 09): The worst economic crisis since the Great Depression has prompted a reassessment of how financial markets work and how people make decisions about money.

Vox: How bad are bubbles for welfare? (29.6.09)  The financial sector is prone to crises, which are typically associated with serious effects on output and employment. This column weighs the costs and benefits of financial deregulation that spurs temporarily high growth that then collapse and suggests that bubbles may be socially efficient.

BL: Über die Zukunft ökonomischer Vorhersagen (17.06.09): Wirtschaftsprognosen sind derzeit ein heiß gehandeltes Thema. Zwei sehr interessante Aufsätze befassen sich mit ökonomischen Vorhersagen. Im US-Blog Credit Writedown analysiert Edward Harrison die “psychology of economic forecasting”.  Harrison geht in seinem Aufsatz auf das Verhalten und die eigenen Interessen der Analysten ein. Dabei betrachtet er u.a. das Risiko, dass Analysten eingehen, wenn sie mit ihren Vorhersagen vom Mainstream abweichen. …

CWD: The psychology of economic forecasting (11.6.09): During the last generation, the economics profession has veered toward a ‘science’ model of economics and finance. The intellectual underpinnings for this development began with the Efficient Market Hypothesis (EMH) and has continued in no small measure due to what is often termed ‘University of Chicago School Economics.’  If you are looking for a good read on what is wrong with the EMH view of the world, you should get ready for Justin Fox’s “The Myth of the Rational Market” which is coming to a bookstore near you. …

Axel Weber: Konsequenzen und Lehren aus der Finanzkrise Menschliche Fehlleistungen als Ursache der Finanzkrise (16.6.2009)

SZ: Minus Dingsbums Komma Sonstwas (13.6.09): Deutschland und seine Wirtschaftsprognosen: Die trügerische Genauigkeit der Mathematik – eine kleine Reise durch Medien und Massenpsychologie. Weiter Abschnitte dieses Textes

“Prognosen sind schwierig, vor allem die, die in die Zukunft gerichtet sind.”

Auch Ökonomen sind Menschen

Dunkle Sehnsucht nach schlechten Nachrichten

BL: Reflektionen von Nassim N. Taleb und Daniel Kahneman zur Finanzkrise (13.06.09): Am Dienstag hatte ich das Video einer Diskussion zwischen Nicholas N. Taleb mit Robert Shiller in diesem Blog, gestern einen Vortrag von Daniel Kahneman und nun eine Podiumsdiskussion zwischen Taleb und Kahneman. Die Diskussion liegt zwar schon ein paar Monate zurück, gleichwohl lohnt es sich. Wirtschafts-Nobelpreisträger Daniel Kahneman und der Nassim N. Taleb gehörten [...]

David K. Levine – Working Paper: Is Behavioral Economics Doomed? (8.6.09, pdf)

Der Spiegel: Was ist Glück – “Ein Hauch, ein Husch” (30.5.09): Wo, bitte, geht’s zum Glück? Ist, wer Glück hat, auch glücklich? Betagte Sinnfragen wie diese boomen zurzeit. Die Krise kollektiver Utopien, die Angst vor Globalisierung und Armut gehören zu den Ursachen. Die Suche nach Glück: Ist sie mehr als die Jagd nach einem Phantom?

WALTER OTTO ÖTSCH: Das Bewusstsein des Homo Oeconomicus (21.5.09): Jede Wissenschaft, die menschliches Verhalten erklären will, kann danach befragt werden, welche Vorstellung vom Bewusstsein sie – zumindest implizit – beinhaltet: welche Aspekte von und welche Phänomene des Bewusstseins schreibt sie den Personen zu, von denen ihre Theorie handelt? Das gilt in besonderer Weise für die ökonomische Theorie. Der wirtschaftende Mensch gebraucht sein Bewusstsein in vielfältiger Weise: er trifft Vorsorge für eine unbekannte Zukunft, bildet Erwartungen über künftige Ereignisse, überlegt und simuliert Alternativen bei Entscheidungen, bildet Modelle über die Wirtschaft, über sich selbst und seine Möglichkeiten und versucht einer Fülle widerstrebender Daten Sinn und Bedeutung zu verleihen. Ob und auf welche Weise diese Aspekte in ökonomischen Theorien behandelt werden, entscheidet auch über ihre Erklärungskraft.

Vox: Why did the bankers behave so badly? (19.5.09): Greedy bankers are getting most of the blame for the current financial crisis. This column explains bankers did behave badly for mainly three reasons. They committed cognitive errors involving biases towards their own prior beliefs; too many male bankers high on testosterone took too much risk, and a flawed compensation structure rewarded perceived short-term competency rather than long-run results.

FAZ: Glossar der Krise – Gier (12.5.09): Gier ist die populärste Erklärung der Wirtschaftskrise und zugleich die rätselhafteste. Da wird dem Kapitalismus plötzlich als Versagen angekreidet, was bisher als der Grund seiner Überlegenheit galt: sein Zusammenklang mit jener Natur des Menschen, die ihren eigenen Nutzen sucht und dabei Kräfte entfesselt, die alle Grenzen zentral definierter Angemessenheit hinter sich lassen.

HB: Das große Rätsel Ehrlichkeit (12.5.09): Menschen betrügen viel seltener, als sie eigentlich könnten, haben Ökonomen festgestellt. Entscheidend für ihr Verhalten ist dabei ihr soziales Umfeld. Mit ihren traditionellen Theorien können Wirtschaftswissenschaftler das Verhalten nicht erklären.

SPIEGEL: Die Gier nach Profit – warum der Kapitalismus nicht reformierbar ist (11.05.09): Für die einen schon wieder 25 Prozent Rendite, für die anderen Kurzarbeit und Entlassungen – die Wirtschaftskrise verschärft die soziale Kluft und wird zur Systemkrise. “Gegen grenzenlose Profitgier” marschierten Millionen am 1. Mai – aber kann ma…

FAZ: Manager im Stresstest (11.5.09): Sie waren die Stars der Unternehmen. Jetzt werden die Manager als gierig und verlogen beschimpft. Einer nach dem anderen verliert den Job. Das lässt den härtesten Kerl nicht kalt. Und doch versuchen nur wenige, das System zu ändern.

Spon: PSYCHOLOGIE “Ich bin grandios, alle anderen sind Flaschen” (6.5.09): Der Psychoanalytiker Wolfgang Schmidbauer über den Umgang mit Macht, gesunden Narzissmus und die Kunst der Menschenführung

WSJ: GEORGE A. AKERLOF and ROBERT J. SHILLER - Good Government and Animal Spirits (23.4.09)

BDW: Hirnforschung – Distanziertes Verhalten – Spiegelneuronen helfen, auf eine Annäherung angemessen zu reagieren (20.4.09): Spiegelneuronen gehören wohl zu den spannendsten und geheimnisvollsten Hirnzellen. Sie feuern sowohl bei eigenen Bewegungsabläufen als auch dann, wenn man die gleiche Bewegung bei anderen beobachtet – und helfen so, sich in das Gegenüber hineinzuversetzen. Doch die vielseitigen Nerven können offenbar noch mehr, zeigt jetzt eine Studie einer Tübinger Forschergruppe: Sie registrieren nicht nur die Bewegungen von anderen, sondern analysieren sie auch und bestimmen so, ob eine Reaktion auf diese Bewegung nötig ist oder nicht. Entscheidend scheint dabei zu sein, wie nah einem der andere kommt, berichten Vittorio Caggiano und seine Kollegen.

Time: Recession Psychology: We Will Spend Again (15.4.09): The recession has demanded great self-control from many Americans. Even those who haven’t lost everything are spending less. Middle-class consumers who used to splurge occasionally are trading Armani for the Gap, and cable subscriptions for library cards. That’s understandable — fear begets caution — but will rich Americans, who are also cutting back, return to their extravagant ways?

BL: Mit Animal Spirits durch die Finanzkrise (14.4.09)

Der Spiegel: ABWRACKPRÄMIE “Das Beutemodul aktiviert” (11.4.09): Der Münchner Psychologe und Marketingexperte Hans-Georg Häusel, 57, über die Ursachen für den Erfolg der Abwrackprämie.

Welt: Analyse zur Krise Bescheidenheit statt Gier ist kein Ausweg  (7.4.09): Es ist eine in diesen Tagen viel gehörte Meinung: Die menschliche Gier hat uns in die Krise gestürzt – nun sollten wir weniger konsumieren und bescheidener leben. Doch dahinter steckt eine Milchmädchenrechnung. Viele Menschen begreifen einfach nicht, wie Wirtschaft funktioniert.

HB: Psyche – Abgestürzte Helden: Die Bankerkrise (6.4.09): Bankmitarbeiter werden gesellschaftlich geächtet, haben schlaflose Nächte, Depressionen und Panikattacken – das Finanzdebakel hat in den vergangenen Monaten tiefe Spuren in der Psyche eines ganzen Berufsstands hinterlassen.

Munich Business School: Moderne Kapitalmarkttheorie und Behavioral Finance Theorie (4.2009):  Eine kritische Würdigung und die Möglichkeit der Optimierung. Woring Paper von Matthias Lamberti

SZ: Wirtschaftskrise und Psychologie Versammlung im Jammertal (23.9.09): Reden vom Verlust: Diese Krise wird so lange dauern, wie die Herde der Multiplikatoren Anlass für schlechte Nachrichten sieht – und die Herde der Empfänger sich davon beeindrucken lässt.

FT: Robert Shiller: A failure to control the animal spirits (9.3.09): Shiller macht die Ursache für die aktuelle Wirtschafts- und Finanzkrise in einer falschen Wirtschaftstheorie aus – eine “Wirtschaftstheorie, die eins außer Acht ließ: den Aspekt nichtrationalen Handelns, der aus Menschen manische oder panische Wesen macht.”

Vox: Incentive roots of the securitisation crisis and its early mismanagement (3.3.09): This column introduces Edward J. Kane’s new Policy Insight on the incentive roots of the securitisation crisis.

Risknet: Notenbanken als Opfer des “Fehlers 2. Art” -Moral Hazard und Verhaltensrisiken als Ursachen der Finanzkrise (2.3.09): Warum horten Banken trotz der Politik des “billigen Geldes” ihre Liquidität? Um die Wirkungen einer Strategie am Finanzmarkt abzuschätzen, muss man wissen, dass Entscheidungen von Opportunitäten, Präferenzen und Einschätzungen abhängen. Bei der Strategie des “billigen Geldes” schätzen die Notenbanken die Konsequenzen wohl richtig ein: Wird der Finanzmarkt geflutet, gibt es keinen Grund, dass Banken ihre Liquidität horten. Die Subprime-Krise zeigt: Diese Hypothese ist falsch. In der Statistik spricht man von einem Fehler 2. Art.

SZ: Angst vor dem großen Einbruch Erst gierig, dann wegducken (24.2.09): Die Finanzkrise ist außer Kontrolle und alle warten auf die Politik. Es ist erstaunlich, wie aufreizend leblos die Wirtschaft selbst bleibt.

FTD: Von der Vernunft zur blanken Panik (21.2.09)

Blick Log: Wie Top-Leute auch anders als mit Bonus motiviert werden können (18.2.09)

Spiegel: Schuld und Sühne: Die Gier lebt weiter: Weltweit verteilen die Banken Milliarden an Boni, obwohl sie gigantische Verluste erwirtschaften und auf die Hilfe des Staates angewiesen sind. Dabei war es gerade dieses System der Selbstbedienung, das die Finanzkrise mitverursacht hat. (16.02.09)

FAZ: Billionen Dollar, keine Tränen! (13.2.09): Glauben die Akteure an den Finanzmärkten, dass sie etwas Falsches machten oder dass sie bloß Pech hatten? Von der Antwort hängt viel ab: für die Zukunft des Systems – und für das eigene Ansehen ihrer Berufsgruppe.

ZEIT: VerhaltensökonomieDie Revolution hat begonnen (11.2.09): Auf Wiedersehen, Homo oeconomicus: Lange glaubte die Wirtschaftswissenschaft, dass der Mensch sich rational verhält. Doch jetzt ziehen ihre Theorie in Zweifel

Wahington Post: “In Banking Crisis, Guys get the Blame: More Women Needed in Top Jobs, Critics Say (11.2.09)

FAZ: Robert Shiller: „Die Märkte in den Dienst der Menschen stellen“ (11.2.09): Die Wirtschaftswissenschaften beruhen auf einer irrigen Annahme, meint der amerikanische Ökonom Robert Shiller. Sie unterstellen, dass die Menschen rational und konsistent handeln. Dies sei falsch, glaubt Shiller. Ein wichtiger Auslöser der Finanzkrise ist seiner Meinung nach die irrige Annahme, die Hauspreise könnten immer nur steigen und nie fallen. Jetzt jedoch wäre es falsch, die Finanzmärkte zu stutzen. Im Gegenteil, sie müssten ausgeweitet werden.

Spiegel: Gefallene Helden (2.2.09): Scheinbar ungerührt von der Krise versucht Amerikas Finanzelite an ihrem exzessiven Lebensstil festzuhalten – und verärgert damit nicht nur die Bürger, sondern auch den neuen Präsidenten.

Brocas, Isabelle and Juan D Carrillo (02/2009) “From Perception to Action: an Economic Model of Brain Processes” mimeo, USC.

BL: Shiller: Die Krise ist vor allem auch ein psychologisches Phänomen (30.01.09): Das Handelsblatt hat ein Interview mit meinem Lieblingsökonomen Robert Shiller geführt. Shiller gehört übrigens nicht zu meinen Favoriten wegen seiner zum Teil düsteren Vorhersagen oder seiner ihm angedichteten Untergangsszenarien, sondern weil er anders z.B. als Roubinis interessante Vorschläge zur Nutzung von Finanzinstrumenten macht (siehe diesen Beitrag für einige seiner Vorschläge, um damit die Lebenssituation vieler [...]

Welt: Wenn die Angst zu versagen übermächtig wird (28.1.09)

HB: Langfinger sind erfolgreicher an der Börse (13.1.09)

Blick Log: Stimmungen und Wirtschaftsprognosen (12.1.09)

Time: Successful Traders: The Testosterone Effect (12.1.09)

Welt: Warum uns der Selbstmord von Adolf Merckle rührt (12.1.09)

NYT: Down and Out — or Up (10.1.09: Über die Psychologie von Zorba, dem Griechen: alles verloren und sieht das als Einladung zu einem besseren Leben.

Unternehmer.de: Glücksforschung – eine stille Revolution (9.1.09): Seit vor gut zehn Jahren auch Ökonomen und Psychologen begonnen haben, sich für Fragen der Glücksforschung verstärkt zu interessieren, nahm dieses Forschungsfeld einen einzigartigen Aufschwung. In der Ökonomie gehört dieses Themenfeld mittlerweile zu den Topthemen, die in den international führenden Journals des Faches diskutiert werden.

Spon: Warum wir die Apokalypse lieben (5.1.09): Essay über die Katastrophen-Lust. Was bringt es, wenn alle fünf Minuten der Weltuntergang herbeiphantasiert wird? Antwort: Nichts – fast nichts. Thea Dorn analysiert, warum wir es gerade in Krisenzeiten trotzdem tun – und was hinter der Katastrophenrhetorik steckt.

TAZ: Mensch als unberechenbarer Lump (5.1.09): Das Agieren der Marktteilnehmer ist nicht nur von Fakten abhängig, sondern auch von ihren Zukunftserwartungen. Wie die Krise auch in eine Krise der Statistik ausartet.

Zeit: VERHALTENSÖKONOMIE: Fairness zahlt sich aus (1/2009): Bislang haben Wirtschaftswissenschaftler behauptet, der Mensch sei ein Egoist. Stimmt aber gar nicht, sagen jetzt die Verhaltensökonomen. Ein Gespräch mit Armin Falk.

2008

SZ: Das Ende der Weisheit der Vielen (29.12.08): Die Finanzkrise zeigt, dass Kollektive nicht immer vernünftig handeln

FAZ: Im Gespräch mit Robert Shiller „Finanzkrisen sind wie Kriege – nicht zu verhindern“ (29.12.2008)

NZZ: Wenn eine spekulative Blase platzt, ist an sich nichts kaputt (27.11.08): Der Kapitalismus in uns als wesentliche Ursache der Finanzkrise. Das Platzen der Finanzmarkt-Blase hat zu Forderungen nach regulatorischen Eingriffen geführt. Geplatzte Blasen und wirtschaftliche Krisen sind aber nicht neu. Wer die Krise nicht zum Anlass nehmen will, eine neue Weltkapitalordnung zu fordern, sondern, wie der Autor dieses Aufsatzes, bescheidener, dafür gezielter, der Seuche spekulativer Blasen Herr werden möchte, kann deren Muster studieren. Anschauungsmaterial ist vorhanden.

SZ: Psychologe Gerd Gigerenzer “Ökonomie geht nicht ohne Vertrauen” (22.12.08): Nichts in der Welt ist sicher außer dem Tod und der Steuer, sagt der Psychologe Gerd Gigerenzer. Daher sollten wir rationaler mit unseren Ängsten umgehen.

NZZ: Hochsaison für die Therapeuten (14.12.08)

FAZ: Im Gespräch: Werner de Bondt „Spekulative Blasen wird es immer geben“ (4.12.08): 04. Dezember 2008 Die gegenwärtige Wirtschafts- und Finanzkrise hat begonnen mit einem Übermaß an Optimismus und Sorglosigkeit. Grundsätzlich spielen ausgeprägte Illusionen und Selbstbetrug bei der Geldanlage eine wichtige Rolle, erklärt Finanzpsychologe Werner de Bondt im folgenden Gespräch. De Bondt ist Professor am Driehaus Behavioral Finance Center an der DePaul University in Chicago.

brand eins: Was uns antörnt (12/2008): Neuro-Ökonomen untersuchen, wie Menschen Entscheidungen fällen. Peter Kenning erklärt, was dabei in unserem Hirn passiert. Und wieso uns manche Dinge fröhlich machen, die anderen vollkommen unwichtig sind.
Einkaufen zum Beispiel.

brand eins: Der Wohlfühl-Faktor (12/2008): Das Glück zu erforschen ist eine zunächst befremdlich erscheinende Idee. Und doch erfreut sich die entsprechende Wissenschaftsdisziplin größter Aufmerksamkeit. Zu Recht?

brand eins: Zurück auf Start (12/2008): Wer einmal im Casino gewonnen hat, setzt weiter Geld aufs Spiel.Weil die Gier den Verstand besiegt. Doch das ist für den Vermögensberater Leopold Seiler kein Naturgesetz.

brand eins: Wird schon schiefgehen! (12/2008): Auf der Suche nach dem Glück rechnen die meisten mit allem – außer mit sich selbst. Eine Spurensuche mit Glücksfragen und Antworten von Eckart von Hirschhausen.

Blick Log: Die fünf menthalen Sterbephasen der Wirtschaftkrise (15.12.08)

FAZ: Wirtschaftskrise Warum keiner mehr durchblickt (7.12.08)

A. Oehler, L A. Reisch: Behavioral Economics –  eine neue Grundlage für Verbraucherpolitik? Eine Studie im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (12/2008)

Sebastian Thierry Seefried Seminararbeit: ‘EMOTIONEN UND ÖKONOMISCHE ENTSCHEIDUNGEN – EIN ÜBERBLICK’ (27.11.08)

Baz.online: Dossier: Die fünf Brücken der Rezession (25.11.08)

Bazonline: Jede Krise beginnt mit dem grossen Verdrängen (20.11.08)

SZ: “Die Menschen könnten die Exzesse vergessen” (19.11.08): Der Psychologe Schmitt erklärt, warum überbezahlte Investmentbanker schon bald in Vergessenheit geraten könnten.

Blick Log: Anlegerstress und seine Bewältigung (11.11.08): Wird mit dem weltweiten Krach an den Finanzmärkten die klassische ökonomische Denke auf den Kopf gestellt und nun endgültig der Sieg der Behavioral Economy eingeläutet? Das sind zwei interessante Fragen abseits des hektischen Tagesgeschehens an den Finanzmärkten.

Blick Log: Finanzkrise beförderte Behavioral Economics (6.11.08):

Brand eins: Die Panik-Mechanik (11/2008): Es kann viel passieren. Und wenn wir die Gefahren immer im Blick haben, fürchten wir uns zu Tode. Der Statistiker Walter Krämer hat ein gutes Mittel gegen Panik: nüchternes Kalkül.

Brand eins: Die Mut-Welle (11/2008) Es geht uns gut, aber kann das so bleiben? Warum sehen wir eigentlich immer schwarz? Geht das auch anders?

brand eins: Doppelter K.o. (11/2008): Blindes Vertrauen in Maschinen sorgte dafür, dass die Aktien von United Airlines innerhalb eines Tages fast wertlos wurden – obwohl es dafür keinen Grund gab. Die Chronologie eines kollektiven Panikanfalls.

Behavioral Finance: 7-teilige Serie in der FAZ (ab 20.11.2008) Link führt zum ersten Beitrag mit Verweisen auf die weiteren sechs Beiträge

FAZ: Wie die Finanzkrise das Denken ändert – Was wird morgen sein? (11.8.08): Die Bankenkrise hat die Gewissheiten, auf denen wir unsere Lebensentscheidungen trafen, grundlegend verändert. Die Krise verändert nicht nur die Welt, sie verändert auch das Denken.

HB: Neuroökonomie: Was Geld im Gehirn anrichtet (30.10.08): Für eine Finanzkrise hat uns die Evolution offenbar nicht besonders gut ausgestattet. Neurowissenschaftler erkunden, wie stark die Gier in unser Gehirn einprogrammiert ist – und warum unser Verstand bei finanziellen Fragen so häufig aussetzt.

Aus Politik und Zeitgeschichte:  Hirnforschung (27.10.08): Der alte Streit um den freien Willen des Menschen ist durch neurowissenschaftliche Erkenntnisse neu entfacht worden. Häufig wird die Hirnforschung bereits als neue Leitdisziplin der Humanwissenschaften bezeichnet – ähnlich wie einst die Philosophie. Die aufklärerische Vorstellung vom autonomen Subjekt könnte durch ein neurobiologisches Menschenbild abgelöst werden. Die große mediale Aufmerksamkeit für die Befunde der Neurowissenschaften sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass Verantwortung für unser Tun und Lassen zur Freiheit gehört.

NYT: The Behavioral Revolution (27.10.08): Roughly speaking, there are four steps to every decision. First, you perceive a situation. Then you think of possible courses of action. Then you calculate which course is in your best interest. Then you take the action.

FAZ: Banker auf der Couch (25.10.2008): Am Anfang stand die Hoffnung, dass der Sturm an ihm vorüberzieht. Aber dann packte den New Yorker Banker immer mehr die Angst, dass sein Job in Gefahr sein könnte – und damit die ganze Bilderbuchexistenz seiner Familie: das stattliche Einkommen, die schicke Eigentumswohnung, die Privatschule für die Tochter, das sorgenfreie Geldausgeben. Bald konnte er nachts nicht mehr schlafen. Angstzustände…

Spon: PSYCHOLOGIE DER FINANZKRISE Die verrückte Mär vom irren Markt (23.10.2008)

Spiegel – Angst vor der Apokalypse (41/2008)

Blick Log: Neue Risiken an den Finanzmärkten durch Ansteckungseffekte: Könnte es weitere Ruinen geben? (25.10.08)

Blick Log: Herdenverhalten an den Finanzmärkten hat die Krise verstärkt (24.10.08)

Blick Log: Wie der Angstfaktor das Verhalten beeinflusst und was man dagegen tun kann (16.10.08)

Eric Maskin: Can Neural Data Improve Economics? in: sciencemag (26.9.08, pdf)

Blick Log: Vertrauen als Schmiermittel für die Wirtschaft: Eine tiefere Betrachtung (18.9.08)

Blick Log: Warum verhaltenswissenschaftliche Ansätze für die Ökonomie und Wirtschaftspraxis von Bedeutung sind (9.9.2008)

Vera F. Birkenbihl Blog: Neurogenese (7.9.08): Stellen Sie sich ein etwas eigenartiges Kloster vor: Am Eingang warten die Novizen (Jung-Mönche); ab und zu ertönt ein Ruf, und dann eilen einige zu bestimmten Stellen in dem großen Kloster, wo sie den alten Mönchen helfen. Die Novizen sind schlank, superfit, schnell und extrem flexibel, die alten Klosterbrüder hingegen dick, fett und träge. Ohne die Novizen wäre es unmöglich, das Kloster am Laufen zu halten, in kurzer Zeit würde alles verwahrlosen.

Spon: Neurowissenschaft – Die sieben größten Rätsel der Hirnforschung (28.7.08):Was ist ein Gedanke? Wie rechnet das Gehirn? Forscher verstehen das menschliche Denken heute besser denn je – doch auf grundlegende Fragen haben sie noch immer keine Antwort. Ein Überblick zeigt, welche Probleme Hirnforscher bis heute nicht lösen konnten.

Welt: Wie Ihr Gehirn entscheidet (26.7.08): Nur wer weiß, wie er tickt, kann sich steuern und Erfolge planen. Was Neurowissenschaftler über das Zusammenspiel von Verhalten und Hirnaktivität entdeckt haben

FAZ: Linkshirnlastige Manager (30.6.08) Das öffentliche Gezerre um ihre (zu) hohen Vergütungen haben Top-Manager bislang ohne Abschürfungen überstanden. Sie sollten sich allerdings nicht zu sicher wähnen. Die “black box” der Managergehirne ist dabei, geöffnet zu werden. Die neuen bildgebenden Verfahren der Hirnforschung können das.

Spon: Blick ins Hirn des Konsumenten (02.06.08):Wie wirkt Werbung, was spüren wir beim Einkaufen? Forscher versuchen, die Gefühle von Verbrauchern zu entschlüsseln – und die Marktforschung von Grund auf zu revolutionieren. Hat der Konsument der Zukunft keine Geheimnisse mehr?

Uni-Protokolle: Wie das Gehirn bei Vertrauensbruch reagiert (22.5.08): Wissenschaftler der Universität Zürich entdecken die gehirnphysiologischen Grundlagen des menschlichen Vertrauens und der Reaktion auf Vertrauensbruch. Sie konnten nachweisen, dass Oxytocin auch nach einem Vertrauensbruch vertrauensfördernd wirkt. Dem Forschungsteam um den Neuroökonomen Ernst Fehr ist damit ein weiterer Schritt im Verständnis des Vertrauens gelungen. Die Studie erscheint am 22. Mai 2008 in der Wissenschaftszeitschrift “Neuron” (volume 58, issue 4).

Zeit: Kunst ist ein Neuronenfeuer (19.5.08): Das Schöne? Auch nur Biologie, sagen die Hirnforscher. Künstlerische Freiheit halten sie für eine Illusion

FAZ: Der Tanz der Phantome von Vera F. Birkenbihl (21.4.09): Wie essen Sie Spaghetti? Rollen Sie sie auf einem Löffel, direkt auf dem Teller oder gar nicht? Wie und wann haben Sie das gelernt? Die Antwort auf diese Fragen führt uns zu einer der spannendsten Entdeckungen der Hirnforschung. Beginnen wir mit drei Fallbeispielen: Eine Mutter wünscht, dass ihr Dreizehnjähriger öfter im Haushalt hilft. Sie überredet ihren Lebenspartner, regelmäßig zu helfen, damit der Junge das richtige Vorbild hat. Hilft ihr das? Mehr hier

Time: High Testosterone Means High Profits (14.4.08)

Spon: Forscher entziffern die Geheimsprache des Gehirns – (31.03.08): Gedankenlesen, Gedächtnispillen, Hirnprothesen – all das klingt nach Science-Fiction und wird doch in den Labors der Neurowissenschaftler bereits Wirklichkeit. Forscher stehen davor, den Code zu knacken, mit dem Ideen und Erinnerungen im Hirn vers

J. M. Coates and J. Herbert: Endogenous steroids and financial risk taking on a London trading floor (Working Paper)

Telepolis: Psychologie der Krise (11.2.2008)

2007 und früher

Oliver Schilke, Martin Reimann: Neuroökonomie: Grundverständnis, Methoden und betriebswirtschaftliche Anwendungsfelder, in: Journal für Betriebswirtschaft, (20.11.07, pdf): Derzeit werden in der wirtschaftswissenschaftlichen Forschung mit zunehmender Intensität neurowissenschaftliche Erkenntnisse und Methoden hinzugezogen, um die Zustände und Prozesse der „Black Box“ desmenschlichen Gehirns vor, während und nach ökonomischen Entscheidungen präziser erklären zu können. Dieser Beitrag zielt darauf ab, die Grundlagen des sich hieraus entwickelndenWissenschaftszweigs der Neuroökonomie zu erläutern. Dabei werden die zugrunde liegenden neurowissenschaftlichenMethoden erläutert, Anwendungsfelder innerhalb der Betriebswirtschaftslehre abgegrenzt sowie eine kritische Würdigung desmomentanenEntwicklungsstands vorgenommen. Hiermitwird insbesondere die Zielsetzung verfolgt, die Neuroökonomie für eine größere Anzahl vonWissenschaftlern der Forschungsdisziplin Betriebswirtschaftslehre zugänglich zu machen.

FAZ: Neuromarketing – Nackerte gehen immer (3.2.07)

Michael Pauen, Neuroökonomie – Grundlagen und Grenzen, in: Analyse & Kritik 29/2007: Die bemerkenswerten Erfolge der Neurowissenschaften, aber auch die große mediale Aufmerksamkeit, die ihnen zuteil geworden ist, haben nicht nur Fragen nach fundamentalen Konsequenzen dieser Forschungen für unser Menschenbild und Selbstverständnis aufgeworfen. Mehr und mehr rückt auch die Frage nach
der Anwendbarkeit dieser Erkenntnisse und Methoden für die Probleme anderer Einzelwissenschaften in den Vordergrund.

HB: Wenn die Gier das Gehirn beherrscht (16.11.2007): Blutgier, Geldgier, Habgier, Raffgier: Was treibt Menschen an, die den Hals nicht voll bekommen, gegen Regeln verstoßen oder korrupt sind? Mehrere Autoren betreiben in diesem Herbst Ursachenforschung. Weil sie unterschiedliche Ansätze wählen, ergibt sich am Ende ein interessantes Psychogramm: Es ist das Bild eines Menschentyps, den niemand mag.

HB: Neuromarketing: Wie Gefühle Kaufverhalten lenken (10.9.2007): Wenn es darum geht, Konsumentscheidungen zu analysieren, werden Fragen nach Kommunikation, Wahrnehmung und Gestimmtheit wichtig. Zu diesem Ergebnis kommt Prof. Dr. Birger P. Priddat

Robert J. Shiller: A Psychology Lesson From the Markets (NYT 26.7.2007)

FAZ: Warum machen Anleger immer alles falsch? (17.4.2007)

Brandeins: Wer dem Kapitalismus übel will, ist schnell bei den Spekulanten (5/2005): Wie sie arbeiten und wo sie tatsächlich gefährlich werden können – das zeigt nahezu idealtypisch die Asienkrise von 1997.

Mark Schweizer, Kognitive Täuschungen vor Gericht, Dissertation Zürich 2005: In den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts begannen Juristen in den USA, sich für den Einfluss sogenannter Urteilsheuristiken – einfache Faustregeln, die komplexe Urteile vereinfachen –  auf juristische Entscheidungen zu interessieren. Die neue Forschungsrichtung wird oft  als “Behavioral Law and Economics“, also etwa “Verhaltenswissenschaftliche Ökonomische Analyse des Rechts”, bezeichnet, weil sie sich anfangs in erster Linie als Kritik am orthodoxen Modell des “homo oeconomicus” verstand. Heute wird sie besser als eine neue Form der Rechtspsychologie angesehen, die sich nicht mehr auf pathologische Fälle konzentriert. Darin u.a. folgende Kapitel:

Gul Faruk and Wolfgang Pesenderfor (11/2005), “The Case for Mindless Economics” in: The Foundations of Positive and Normative Economics, by Andrew Caplin and Andrew Schotter (eds.). Oxford U. Press

Präsentation v. Paul Glimcher:  Gehirn und Ökonomie – Was bringt das Konzept der Neuroeconomics? Uni Frankfurt (24.6.04).

Thomas Strätling: Die Psychologie der Krise – die Qualität kommt aus der Tiefe

Zeit: Hirnforschung – Der Markt der Neuronen (13.11.2003):  Hirnforscher werden zu Werbefachleuten. Sie wollen enthüllen, was Käufer zum Konsum treibt.Keine zwanzig Jahre ist es her, da bestand die Zukunft aus „Fraktalen“, „nichtlinearen Prozessen“ und bunten „Apfelmännchen“. Die Chaosforschung wurde als neue Verheißung gefeiert. Physiker, Unternehmensberater und Börsenspekulanten versprachen ein neues Verständnis der chaotischen Welt. Als sich die Zeitläufte als gar zu nichtlinear herausstellten, schien die Bio- und Genforschung, das Schicksal der Gattung Mensch in die Hand zu nehmen. Mittlerweile ist unser Erbgut entziffert. Selbst jene Zeitungen, die seinerzeit den Buchstabensalat des Humangenoms seitenfüllend druckten, haben gemerkt, dass die Verheißungen der Forschung noch in weiter Ferne liegen – wenn sie sich überhaupt jemals verwirklichen.

FAZ: Finanzmärkte sind vieles, nur nicht effizient (26.2.03): Gab es schon im 19. Jahrhundert verschiedene Kursblasen an den Finanzmärkten, so waren die im Jahr 1929 und die im Jahr 1965 gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 21 wesentlich ausgeprägter. Verglichen mit den Jahren 1995 bis 2000, war das allerdings noch harmlos. Denn in dieser Zeit lag das KGV in der Spitze mit 37 beinahe doppelt so hoch. “Wahrlich eine neue Ära”, schreibt Jeremy Grantham als Chefstratege von GMO in Boston.

Neuroökonomische Forschungsberichte der Universität Münster: Die Entdeckung der kortikalen Entlastung (Dezember 2002, pdf)

New Yorker: The Talent Myth – Are smart people overrated? ( 22.7.02)

Artikelserie “Psychologische Grundlagen der Ökonomie” in der NZZ: Hier zur Einführung. Abschlußworte

Diese Reihe gibt es mittlerweile auchin einem Dokument unter dem “Titel: Psychologische Grundlagen
der Ökonomie Über Vernunft und Eigennutz hinaus”

NZZ: Die Rückkehr des verlorenen Menschen – Wege zum Homo sapiens oeconomicus (25.8.01): Die moderne neoklassische Ökonomie orientiert sich in ihrer mathematischen Rigorosität an der mechanistischen Physik. Diese Art der Theorienbildung geht allerdings teilweise auf Kosten einer empirisch vielgestaltigen Fundierung des Homo oeconomicus. Wie der Autor des nachstehenden Beitrags nachweist, wurde diese Empiriefeindlichkeit bereits in den 1950er Jahren durch führende Ökonomen bemängelt. Diese Kritik hat durch die in jüngster Zeit mit Verve betriebene Aufdeckung von sogenannten Verhaltensanomalien weiter an Substanz gewonnen.

NZZ: Handeln in zwei Welten – Interaktion auf Märkten und im persönlichen Austausch (10.8.01): Wirtschaftssubjekte interagieren einerseits in einer Welt des persönlichen Austauschs, der durch Sanktionen und Reziprozität gesteuert und durch ein hohes Niveau an intentionaler Kooperation geprägt wird. Anderseits agieren Individuen auf anonymen Märkten, auf denen Adam Smiths «unsichtbare Hand» die individuellen Pläne koordiniert, obwohl jeder Marktteilnehmer nur seinen eigenen Interessen folgt.

NZZ: Paradigmenwechsel in der Finanzmarktforschung – Marktanomalien als Ausgangspunkt eines neuen Theoriegebäudes (28.7.09): In der Finanzmarktforschung dominiert die Sichtweise, dass in die Preisbildung alle verfügbaren Informationen einfliessen und Preisänderungen nicht prognostizierbar sind. Ökonometrische Analysen lassen allerdings Zweifel an dieser Hypothese aufkommen. Der Autor des folgenden Beitrags argumentiert, dass es sich bei den festgestellten Marktanomalien keineswegs um vernachlässigbare Kuriositäten handelt, sondern dass diese einen fundamentalen Mangel der herrschenden Theorie aufdecken.

NZZ: Mit Sanktionen zur Kooperation – Wie sich soziale Dilemmata überwinden lassen (24.7.09): Soziale Dilemmata zeichnen sich durch die Diskrepanz zwischen individuellen und kollektiven Interessen aus. Überwinden lassen sie sich durch Kooperation. Experimentelle Befunde weisen darauf hin, dass das Vorhandensein von Sanktionsmöglichkeiten entscheidend am Zustandekommen von Kooperation beteiligt ist.

NZZ: Fairness contra Eigennutz -Konsequenzen für die ökonomische Politikberatung (7.7.01): Das in Dilemma-, Verhandlungs- und Marktexperimenten beobachtete Verhalten weicht systematisch von der Prognose herkömmlicher ökonomischer Modelle ab. Die ökonomische Politikberatung muss daher soziale Motive wie Fairness, bedingte Kooperation oder Reziprozität ernst nehmen. Sonst läuft sie Gefahr, wesentliche Determinanten menschlichen Verhaltens zu vernachlässigen und falsche Schlüsse zu ziehen.

NZZ: Mit «Fairness» zu höherer Produktivität – Überschätzte Rolle monetärer Anreize (26.6.01): Psychologische Studien zeigen, dass monetäre Anreize nur einen relativ geringen Teil der Unterschiede im Engagement von Arbeitnehmern zu erklären vermögen. Besser schneiden diesbezüglich Faktoren wie die Identifikation der Arbeitnehmer mit den Unternehmensentscheiden oder die Einschätzung der prozeduralen Gerechtigkeit ab. Es ist eine Binsenwahrheit, dass der Erfolg der Firmen entscheidend vom Engagement der Mitarbeiter abhängig ist. Diese Abhängigkeit gilt in ausgeprägtem Masse für Firmen der «New Economy», da in technologieintensiven Branchen von den Arbeitnehmern vermehrt unabhängiges Denken und Kreativität gefordert werden.

NZZ: Der lange Weg ins Gleichgewicht – Lerntheorien und ihre Anwendung in der Ökonomie (19.1.01): Die herkömmliche ökonomische Theorie vernachlässigt die Tatsache, dass Agenten in Entscheidungssituationen lernen und das Erlernte in die Formulierung neuer Strategien einfliessen lassen. Mit der Berücksichtigung von Lerntheorien kann die Prognosekraft ökonomischer Modelle deutlich verbessert werden.

NZZ: Reflektieren Marktpreise «wahre» Werte? – Hohes Mass an Beliebigkeit bei der Bewertung von Gütern (12.6.01): In der neoklassischen ökonomischen Theorie wird angenommen, dass die Konsumenten ihre Präferenzen kennen und dass Marktpreise dementsprechend «wahre» (marginale) Zahlungsbereitschaften reflektieren. Der Autor des folgenden Beitrags argumentiert, dass diese Annahme in Experimenten regelmässig widerlegt wird. Seiner Ansicht nach sollte die Institution Markt nicht so sehr mit überlegener Effizienz legitimiert werden, sondern allenfalls mit der Wahlfreiheit der Konsumenten.

NZZ: Geldillusion und Geldpolitik – Neue Evidenz zur Auswirkung beschränkter Rationalität (29.5.01): Geldillusion kann für die Wirkungen der Geldpolitik relevant sein, ist aber mit der in der makroökonomischen Theorie dominanten Annahme der vollständigen Rationalität nicht kompatibel. Experimente erlauben es zu untersuchen, unter welchen Bedingungen Geldillusion für die Geldpolitik eine Rolle spielt.

NZZ: Die Neue Ökonomik der Ungeduld -Selbstbindung als Mittel zur Durchsetzung langfristiger Ziele (26.5.01): Nachträglich bereuen Individuen oft, dass sie die kurzfristige Bedürfnisbefriedigung über die Verfolgung längerfristiger Ziele gesetzt haben. Aus Sicht der Autoren des folgenden Beitrages wäre es jedoch verfehlt, auf Grund vermuteten inkonsistenten Verhaltens eine starke Ausweitung der Staatstätigkeit zu fordern, da der Staat die «wahren» individuellen Präferenzen nicht kennt. Ein gangbarer Weg wird in der Errichtung von Institutionen gesehen, welche die Realisierung langfristiger Pläne erleichtern.

NZZ: Die Grenzen ökonomischer Anreize – Was Menschen motiviert (18.5.01): Die Menschen unterliegen zweierlei Arten von Motivation. Zum einen tun sie vieles, weil sie für ihr Tun in der einen oder anderen Form belohnt werden. Zum anderen unternehmen sie vieles aber einfach aus sich heraus; mit dieser «intrinsischen Motivation» muss sich die Ökonomie vermehrt befassen, wenn sie realitätsnäher werden will.

NZZ: Über Vernunft, Wille und Eigennutz hinaus – Ansätze zu einer neuen Synthese von Psychologie und Ökonomie (28.4.01): Neoklassische Ökonomen gehen in ihrer Theorienbildung vom vollständig rationalen, eigennützig handelnden Individuum aus. Dieses Menschenbild greift jedoch in der Erklärung vieler Phänomene zu kurz. Oft bilden Werte wie Fairness und Reziprozität die Richtschnur wirtschaftlichen Handelns. Wirtschaftswissenschafter sind deshalb daran, psychologische Erkenntnisse für ihre Theorienbildung fruchtbar zu machen.

Schnappschüsse des Geistes (20.1.01): Lassen sich ethische Probleme mit Aufnahmen aus dem lebenden Hirn lösen? Geistes- und Sozialwissenschaftler entdecken die bildgebenden Verfahren

Bryan D. Jones: Understanding Bounded Rationality (1999)

Sabine Engelmann: Spekulative Blasen in der Geschichte – Das Konzept der Rationalität in der Volkswirtschaftslehre (ohne Jahresangabe, pdf)

Mathias Binswanger: Spekulative Blasen und ihre Bedeutung in hochentwickelten Industrieländern (ohne Jahresangabe, pdf)
(erscheint in Leviathan)

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