Auf dieser Seite sind ausgewählte Berichte, Beiträge und Dokumente zur Debatte über eine neue Finanzordnung zusammengestellt.
Die Mindmap zur neuen Finanzordnung
HB: Dodd-Pläne: US-Demokraten schwächen Bankenreform ab (15.3.10): Regulierung light: Der Gesetzesentwurf zur Regulierung der amerikanischen Banken ist nicht mehr als ein Kompromiss, wesentliche Forderungen von Präsident Barack Obama werden abgeschwächt. „Der Kongress tut, was die Wall Street will“, sagen Kritiker. Sollte sich diese Haltung bei den Demokraten durchsetzen, könnte das Gesetz schon in den eigenen Reihen durchfallen.
NZZ: Schweizer Banken drohen neue Hürden (14.3.10): In Brüssel braut sich ein Unwetter für den Finanzplatz Schweiz zusammen. Der Markt für Anlageprodukte für professionelle Anleger ist mehrere Billionen Franken gross. Die EU will diesen Markt einheitlich regulieren – und Anbieter aus Drittländern wie der Schweiz diskriminieren.
HB: US-Präsidentenberater: Sechs Leitsätze zur Regulierung der Märkte (13.3.10): Sechs Leitsätze – mehr braucht es nach Ansicht von Lawrence Summer, dem führenden Wirtschaftsberater von US-Präsident Barack Obama, nicht, um die Finanzmärkte zu bändigen. Unter anderem stehen die Entschädigung der Steuerzahler für geleistete Hilfen und Swap-Geschäfte auf seiner Liste.
FTD: Finanzmarktreform – Wall Street torpediert Derivatetransparenz (12.3.10): Nach der Beinahe-Pleite AIG soll der Derivatehandel sicherer werden. Politik und Aufseher drängen die Banken dazu, sämtliche Transaktionen zu melden und Preise zu veröffentlichen. Die Branche wehrt sich – wohl auch aus Eigennutz.
HB: Hedgefonds-Reform entzweit USA und Europa (11.3.2010): Die Spannungen im Verhältnis zwischen Europa und den USA verschärfen sich: US-Finanzminister Timothy Geithner hat in einem Brief an die EU-Kommission vor einer Benachteiligung amerikanischer Hedgefonds durch europäische Regulierungsinstrumente gewarnt und unverhohlen mit Verwerfungen im transatlantischen Verhältnis gedroht. Die EU wies die Kritik deutlich zurück.
FTD: Merkel will Spekulation auf Staatsbankrotte stoppen (10.3.10): Zusammen mit drei europäischen Amtskollegen fordert die Bundeskanzlerin die EU-Kommission zu Schritten gegen Zocker am Kapitalmarkt auf. US-Präsident Obama signalisiert Zustimmung, die Briten warnen dagegen vor voreiligen Entscheidungen.
HB: Finanzinstitute: Bundesbank schmettert US-Vorstoß zu Risikogeschäften ab (10.3.10): Bundesbank-Präsident Axel Weber hält eine Verschärfung der Eigenkapitalregeln für die beste Möglichkeit, das Bankensystem widerstandsfähiger zu machen. Ein Verbot spezieller Risikogeschäfte, wie es zurzeit in den USA diskutiert wird, lehnt er strikt ab.
NYT: Senate Bill on Finance to Include Agency That Tracks Financial Risk (10.3.10): The main purpose of the agency, sometimes referred to as the National Institute of Finance, would be to flag problems in the industry before they spread and threaten the wider economy.
HB: Griechenland-Krise: EU droht USA mit Alleingang im Kampf gegen Spekulanten (9.3.10): Zu einem Problem für die gesamte Eurozone könnte die Griechenland-Krise nach Einschätzung von Angela Merkel werden. Die Bundeskanzerlin fordert daher ein weltweites Vorgehen gegen das Spekulationsinstrument der Credit Default Swaps, kurz CDS. Auch ein Alleingang Europas ist dabei offenbar nicht ausgeschlossen.
HB: Gescheiterte Banken: Obama-Berater favorisiert „rasches Begräbnis“ (7.3.10): Wie kann man die Gefahren scheiternder Banken für die Volkswirtschaft verringern? Paul Volcker, früherer US-Notenbankpräsident und heute Topberater von Präsident Barack Obama, diskutierte im Berliner Schloss Bellevue mit dem EZB-Präsidenten Jean Claude Trichet. Die Ergebnisse überraschen.
Wiwo: Finanzministerium plant Sonderabgabe für Banken (6.3.10): Mit Milliardensummen stützte der Staat die Finanzbranche. Jetzt bittet der Finanzminister zur Kasse. Unter Hochdruck arbeitet das Bundesfinanzministerium an einer Sonderabgabe für Banken. Sie ist Teil der neuen Bankenregulierung, die die Bundesregierung plant. Spätestens am 19. Mai soll ein entsprechender Entwurf vorliegen, wenn die 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) in Berlin tagen, um den nächsten Weltfinanzgipfel vorzubereiten.
Welt: Brüderle will schärfere EU-Meldepflicht für Leerverkäufe (5.3.10): Seine Vorschläge zum schärferen Anlegerschutz hat Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle nun konkretisiert.”Es darf sich nicht wiederholen, dass die Allgemeinheit für die Verluste aus fehlgeschlagenen Spekulationsgeschäften einstehen muss”, heißt es in einem internen Papier seines Ministeriums.So genannte Leerverkäufe müssten transparenter gestaltet werden, damit die Aufsicht gegebenenfalls rasch eingreifen könne. “Für Leerverkäufe von Aktien sollte es auf europäischer Ebene schärfere Meldepflichten geben, sobald die Positionen 0,5 Prozent des Aktienkapitals der betroffenen Unternehmen übersteigt.”Die Finanzaufsicht BaFin kündigte derweil an, die Transparenz bei Leerverkäufen zu erhöhen.
Wiwo: Bankenregulierung Banken verursachen Schäden, für die wir alle bezahlen (4.3.10): Die Staatshilfen für Banken haben einen fünfstelligen Milliardenbetrag erreicht – und das ist noch nicht alles. Wie die Banken zum eigenen Vorteil Werte vernichten und was noch auf uns zukommt.
Wiwo: Die Banken blockieren alle Beschränkungen (4.3.10): Wie die Banken versuchen, alle Regulierungsversuche abzuwehren.
HB: Eigenhandel: Bändigt Obama die Banken? (4.3.10) Auf den letzten Metern der Verhandlungen um die Regulierung des US-Bankensystem versucht Präsident Barack Obama eines seiner Lieblingsprojekte vor der Verwässerung zu retten: Der Präsident will das Verbot des Eigenhandels durchsetzen.
Wiwo: Banken an die Kette legen! (4.3.10): Drei Jahre nach Ausbruch der Finanzkrise wächst der Zorn über die mit Steuergeldern geretteten Banken. Sie bereichern sich, statt Kredite zu -geben; sie umgehen Gesetze und verhindern Reformen. Es ist höchste Zeit, die Bank-Risiken zu entschärfen. Was jetzt passieren muss.
Wiwo: Regulierung ist machbar, und zwar ganz einfach (4.3.10): Drei Jahre nach Ausbruch der Finanzkrise wächst der Zorn über die mit Steuergeldern geretteten Banken. Sie bereichern sich, statt Kredite zu ‧geben; sie umgehen Gesetze und verhindern Reformen. Es ist höchste Zeit, die Bank-Risiken zu entschärfen. Was jetzt
FTD: Schäuble verriegelt offene Immobilienfonds (4.3.10): Der Handel mit offenen Fonds soll stark beschnitten werden. Die Anbieter laufen Sturm – doch Anleger können die Regeln locker verkraften.
Wiwo: Regulierung: Banken verursachen Schäden, für die wir alle bezahlen (4.3.10):Die Staatshilfen für Banken haben einen fünfstelligen Milliardenbetrag erreicht – und das ist noch nicht alles. Wie die Banken zum eigenen Vorteil Werte vernichten und was noch auf uns zukommt.
HB: Bankenregulierung: Obama will Eigenhandelsverbot durchdrücken (4.3.10): Gegen den Widerstand der Bankenbranche will US-Präsident Barack Obama das Verbot des Eigenhandels durch den Kongress bringen. Sein Zugeständnis: Es soll eine lange Übergangsphase geben
HB: Finanzmarktregulierung: Schwarz-Gelb greift Spekulanten an (3.3.10): Die Bundesregierung verstärkt den Kampf gegen Finanzmarktspekulationen. Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) kündigte am Mittwoch einen Gesetzentwurf mit schärferen Finanzmarktregeln an, der unter anderem ein Verbot ungedeckter Leerverkäufe vorsieht. Auch Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) plant strengere Regeln bei hochspekulativen Finanzgeschäften.
Wiwo: Anlegerschutz: Tricks statt Transparenz für Anleger (2.3.10): Schade: Auf den freiwilligen Beipackzetteln der Banken fehlen wichtige Informationen zu den Nebenkosten von Anlageprodukten. Strenge gesetzliche Vorschriften sind unvermeidlich, meint WirtschaftsWoche Redakteur Daniel Schönwitz.
HB: Abgeltungssteuer: Steuererklärung – einfach geht anders (2.3.10): Kapitalanleger schert die Abgeltungssteuer offenkundig wenig. Und kompliziert bleibt die Kapitalbesteuerung trotz gegenteiliger Behauptungen auch. Nicht umsonst umfasst das Anwendungsschreiben über 100 Seiten.
NZZ: Zähe Reform des Finanzsystems (1.3.10): Die Vorschläge von Paul Volcker werden von gegensätzlichen Positionen aus kritisiert. Die Reform des globalen Finanzsystems kommt nur schleppend voran. Die in den USA diskutierte Volcker-Regel zieht von mehreren Seiten Kritik auf sich. Sie wird einerseits als wenig relevant, anderseits als unzureichend beurteilt.
FAZ: Banken stellen „Beipackzettel“ vor – Informationen über Risiken und Nebenwirkungen (26.2.10): Nach politischem Druck haben die privaten Banken einen einheitlichen „Beipackzettel“ für Geldanlagen vorgestellt, der den Kunden über positive und negative Szenarien der Entwicklung seiner Geldanlage informieren soll. Mit der freiwilligen Lösung wollen die Banken ein Gesetz vermeiden. Pressemeldung des Bankenverbands Produktinformationsblatt (Muster) und Beispiel für ein Info-Blatt
VOS: EU-Kommission befragt interessierte Kreise zu weiteren möglichen Änderungen der Eigenkapitalvorschriften (CRD IV) (26.2.10): Die Kommission hat eine öffentliche Konsultation zu etwaigen weiteren Änderungen an den geltenden Eigenkapitalvorschriften (CRD) gestartet, die das gesamte Finanzsystem krisenfester machen sollen. Die vorgeschlagenen Änderungen, die nach zwei früheren Kommissionsvorschlägen zur Änderung der Eigenkapitalvorschriften nun als “CRD IV” vorgelegt werden, zielen auf sieben Politikbereiche ab. Das Konsultationspapier der EU-Kommission ist hier abrufbar. Die EU-Kommission hat außerdem eine Seite eingerichtet: Antwort auf die Finanzkrise: Kommission befragt interessierte Kreise zu weiteren möglichen Änderungen der Eigenkapitalvorschriften („CRD IV“)
HB: Finanzaufsicht: Bundesbank wird Oberaufseher über Banken und Versicherungen (26.2.10): Das Bundesfinanzministerium hat die Weichen für eine grundlegende Reform der Finanzaufsicht in Deutschland gestellt. Nach Informationen des Handelsblatts aus Regierungskreisen favorisiert Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) eine Allfinanzaufsicht unter dem Dach der Bundesbank. Sie soll die alleinige Kontrolle von Banken, Versicherungen und Wertpapiergeschäften übernehmen.
FAZ: Berlin will Zerschlagung von Krisenbanken erlauben (26.2.10): Wie werden die vagen Vorgaben des Koalitionsvertrages zum Thema Krisenbanken umgesetzt? Dazu hat sich erstmals die Justizministerin geäußert. Gerät eine Bank in Schieflage, solle künftig der Staat die systemrelevanten Teile abspalten können – auch gegen den Willen des Geldinstituts.
HB: Finanzaufsicht: Bundesbank wird Oberaufseher (26.2.10): Das Bundesfinanzministerium hat die Weichen für eine grundlegende Reform der Finanzaufsicht in Deutschland gestellt. Nach Informationen des Handelsblatts aus Regierungskreisen favorisiert Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) eine Allfinanzaufsicht unter dem Dach der Bundesbank. Sie soll die alleinige Kontrolle von Banken, Versicherungen und Wertpapiergeschäften übernehmen.
RM: Mindestanforderungen an Compliance (MaComp) für zweites Quartal angekündigt (25.2.10): Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) will spätestens im zweiten Quartal dieses Jahres die sog. “Mindestanforderungen an Compliance und die weiteren Verhaltens-, Organisations- und Transparenzpflichten nach §§ 31 ff. WpHG”, kurz: MaComp, veröffentlichen. In dem Schreiben führt die BaFin ihre sämtlichen bisherigen Auslegungen und Rundschreiben in diesem Segment zusammen. Anlass für das Vorhaben war die Feststellung der Aufseher, dass die Compliance-Funktion in den Instituten häufig nicht ihrer Bedeutung entsprechend ausgestaltet ist und die Compliance-Beauftragten somit nicht sicherstellen können, dass die Unternehmen die Vorgaben des WpHG einhalten.
FAZ: Amerikas Banken – Senat blockiert Verbot des Eigenhandels (25.2.10): Der amerikanische Präsident Obama will eine Trennung von Geschäfts- und Investmentbanken fördern, um das Finanzsystems zu stablisieren. Doch der Senat sperrt sich. Banken dürfen wohl weiter auf eigene Rechnung Geschäfte machen.
FTD: Schärfere Regeln – Regierungen und Aufseher attackieren Leerverkäufer (23.2.10): Die Finanzaufsicht BaFin will hochspekulative Geschäfte mit Aktien deutscher Banken und Versicherer schärfer kontrollieren. Geplant sei, die Meldepflicht für Leerverkäufe von Aktien zu verschärfen, sagten am Dienstag Finanzpolitiker von Union und FDP.
FTD: Lehren aus der Finanzkrise – Banken fürchten teuren Einlagenschutz (21.2.10): Angst vor einer Kostenlawine: Die EU-Pläne für einen verbesserten Einlagenschutz wecken bei Banken die Furcht vor Millardenzahlungen.
FTD: Bankenregulierung – EU will Sparer besser schützen (19.2.10): Auf Europas Banken kommen deutlich höhere Kosten für die Einlagensicherung ihrer Kunden zu. Nach dem Willen der EU-Kommission sollen die Institute künftig im Schnitt drei- bis fünfmal so viel in die Sicherungssysteme einzahlen wie bislang.
Derivate: Harte Zeiten für den Turbo-Kapitalismus (19.2.10): Die Politiker wollen OTC-Derivate wie beispielsweise Credit Default Swaps als Auslöser der größten Finanzkrise besser kontrollieren. Die bereits regulierten Terminbörsen werden hiervon profitieren.
RMRG: JP Morgan entwirft „Horror-Szenario“ zur Bankenregulierung (19.2.10): Die Research-Experten von JP Morgan haben ein Szenario entworfen, das die Auswirkungen auf den Bankensektor berechnet, sollten alle derzeit diskutierten Regulierungsvorschläge tatsächlich umgesetzt werden.
HB: EU-Richtlinie: Fonds-Regulierung kostet die Anleger Geld (19.2.10.): Anleger werden die Regulierung geschlossener Fonds wahrscheinlich mit Renditeeinbußen bezahlen. Die europäische Richtlinie zur Aufsicht von Hedge-Fonds trifft auch Anbieter für Beteiligungsmodelle und verursacht zusätzliche Kosten. Außerdem kommen Kapitalschwache Emissionshäuser aufgrund steigender Eigenkapitalanforderungen unter Druck, was den Markt bereinigen dürfte.
BL: Wem die Regulierung im Finanzsektor wirklich nutzt (16.2.10)
PS-Dani Rodrik: Eine Argumentation gegen die internationale Finanzkoordination (11.2.10)
HB: EU-Agenturen: Europaparlament will Finanzaufsicht stärken (11.2.10):Das Europaparlament will der geplanten EU-Finanzaufsicht deutlich mehr Kompetenzen geben als bisher geplant. Die neuen EU-Agenturen für Banken, Versicherungen und Wertpapiere sollten das Recht bekommen, im Krisenfall direkt auf die Märkte durchzugreifen.
MM: Finanzinvestoren wettern gegen Regulierung (8.2.10): Die Beteiligungsbranche wehrt sich gegen eine schärfere staatliche Regulierung nach der Finanzkrise. Es bestehe die Gefahr “über-populistischer Maßnahmen”, die Branche reguliere sich schon jetzt zu einem hohen Grad selbst.
Wiwo: Bankenregulierung – Ausweichmanöver der US-Banken (5.2.10):US-Banken wappnen sich gegen den sogenannten Volcker-Plan, der ihr Geschäft in den USA streng begrenzen will. Ihre Ausweichstrategien und was das für die Aktien der Branchengrößen bedeutet.
BL: Regulierung im Finanzsektor: Die Mindmap der Großbaustellen einer neuen Finanzordnung (4.2.10)
Finanzregulierung – Dem Staat reicht’s (3.2.10): Durch ihre Sturheit haben die Banken die Politik gegen sich aufgebracht. Jetzt entscheidet sich die Zukunft des Finanzkapitalismus
FTD: Reform des Bankensystem – Volcker misstraut Chinese Walls (2.2.10): Der Ex-Fed-Präsident und Obama-Berater will Geschäftsbanken den Eigenhandel verbieten. Sein Argument vor dem Senat: Die mangelnde Trennung zwischen den Geschäftsbereichen würden diese in Versuchung führen, ihre Kunden zu übervorteilen.
Wiwo: Auf dem Wühltisch der Bankenregulierung (1.2.10): Über Barack Obamas Beschränkungen für die Finanzbranche streiten Banken und Regierungen weltweit, in kaum einem Punkt herrscht Einigkeit. In Davos wurde das noch mal überdeutlich. Ein Überblick über Ideen und Positionen.
HB: IWF-Chef befeuert Debatte über Finanzsteuer für Banken (1.2.10): IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn spricht sich für eine länderübergreifende Besteuerung von Finanzaktivitäten aus, um für künftige Krisen besser gewappnet zu sein. Im April wolle der Internationale Währungsfonds (IWF) den G20-Staaten einen konkreten Vorschlag dazu machen, sagte Strauss-Kahn der österreichischen Tageszeitung „Der Standard“ vom Montag. „Eine Besteuerung ist aus zwei Gründen notwendig: Erstens, um den Finanzsektor dazu zu bekommen, weniger Risiken einzugehen. Zweitens, um Geld für künftige Krisen zu bekommen“, sagte Strauss-Kahn.
NZZ: Verschwiegenes Machtzentrum der Ökonomen (31.1.10): Die «Group of Thirty» oder kurz die G-30 sind nahezu unbekannt. Der Club von dreissig einflussreichen Ökonomen hat aber eine eminent wichtige Bedeutung: Die darin versammelten ehemaligen und gegenwärtigen Notenbankchefs, Finanzminister, Banker und Professoren sind die Vordenker.
HB: Rettungsfonds für Banken rückt näher (31.1.10): Der von Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann vorgeschlagene Rettungsfonds für Großbanken rückt offenbar näher. Vertreter europäischer Großbanken signalisierten am Rande des Weltwirtschaftsforums im schweizerischen Davos, das am Sonntag zu Ende ging, ihre Unterstützung.
Voxeu: Financial system reform from first principles (30.1.10) The debate over reform of the financial system has intensified even as the crisis has started to recede. This Policy Insight argues that too much investment activity has been able to operate without detection by regulators. To prevent a repeat crisis, regulators must have an informational advantage over market participants to assess the weaknesses in the financial system as they develop.
HB: Basel III: Banken drohen neue Milliardenlasten (29.1.10): Die drohende Belastung für die Banken durch die geplanten Eigenkapitalregeln ist deutlich höher als bislang erwartet. Die Institute warnen vor gravierenden Auswirkungen der geplanten Eigenkapitalregeln in ganz Europa. Vor allem die Vorschrift, Mehrheitsbeteiligungen nicht anrechnen zu dürfen, trifft die Geldhäuser hart.
Tagesanzeiger: Mächtig wie kaum ein anderer privater Klub (27.1.10): Die Vorschläge der amerikanischen Regierung zur Regulierung der Banken sind nicht neu. Sie stammen von einer äusserst einflussreichen Expertengruppe. Der «Group of Thirty». Zum Dokument aus 2009 geht es hier (pdf, 82 Seiten).
Voxeu: Lobbying and the financial crisis (27.1.10): Should the political influence of large financial institutions take some blame for the financial crisis? This column presents evidence that financial institutions lobbying on mortgage lending and securitisation issues were adopting riskier lending strategies. This contributed to the deterioration in credit quality and to the build-up of risks prior to the crisis. Test ist Zusammenfassung dieses Arbeitspapiers (pdf, 13 Seiten)
HB: Reformgutachten: Strengere Aufsicht nur für systemrelevante Banken (26.1.10): Ein Gutachten sieht keine Notwendigkeit, die Sparkassen stärker zu überwachen. Systemrelevante Banken, deren Zusammenbruch weitere Bankpleiten nach sich ziehen könnten, sollten dagegen einer härten Aufsicht unterliegen. Ungelöst ist auch noch das “too big to fail”-Problem, das jüngstens auch US-Präsident Barack Obama ansprach.
Bundesbank-Chef Weber: Regulierer sollen Zügel anziehen (26.1.10): Weber verschärft den Streit zwischen Aufsicht und Banken: Das Eigenkapital der Institute sei nach wie vor zu gering, regulatorische Eingriffe könnten die Folge sein.
FAZ: Regulierung – G 7 erwägen Bankenumlage (25.1.10): Es ist eine Reaktion auf den Vorstoß der amerikanischen Regierung: Die G-7-Staaten erwägen, den Banken eine Umlage aufzuerlegen, die die Kosten staatlicher Rettungsprogramme auffangen soll. Der britische Premierminister Brown glaubt an einen starken Rückhalt für ein solches Vorgehen.
BL: Diskussion und Reaktionen zur Strukturreform im US-Bankensystem (25.1.10): Am Wochenende wurde man zugeschüttet mit Kommentierungen zur beabsichtigten Reform des US-Bannkensystems, die Barack Obama am vergangenen Donnerstag angekündigt hat. Dabei ist diese Strukturreform nicht besonders überraschend. Kurz vor Obamas Ankündigung erst …
HB: Obama-Plan: EU-Kommissar will US-Bankenplan nicht für Europa (22.1.10): US-Präsident Barack Obama trifft mit seiner Initiative gegen Großbanken auf die Zustimmung der Industriestaaten. Die Bundesregierung sprach von einer “hilfreichen Anregung” für die Debatte über die Lehren aus der Finanzkrise. Aus Frankreich und Großbritannien kamen ähnliche Kommentare. Die EU meint dagegen, Europa brauche keine Zügelung der Banken nach US-Vorbild.
FAZ: Angriff auf die Banken Obamas Kehrtwende (22.1.10): Mit seinem scharfen Angriff auf Größe und Geschäftsmodell der Banken vollzieht der Präsident der Vereinigten Staaten eine radikale politische Kehrtwende. Sie scheint über Monate vorbereitet worden zu sein. Vor der Novemberwahl zum Abgeordnetenhaus wird Obama nicht locker lassen. Harte Zeiten für Finanzhäuser.
HB: Regulierung: Banken fürchten neuen Nationalismus (22.1.10): Nicht erst seit dem neuesten Alleingang von US-Präsident Barack Obama fürchten sich die internationalen Großbanken vor einer Fragmentierung der Finanzwelt. Immer eindringlicher warnen die Institute, dass der Reformeifer der Politiker zu einer Zersplitterung und Renationalisierung der globalen Märkte zu führen droht. Die Banken sehen dadurch sogar die konjunkturelle Erholung gefährdet.
Spon: Schärfere Regulierung von Banken – Zahltag für die Zocker (22.1.10): Eine Sondersteuer für Banken, strenge Regeln für Boni und Eigenhandel – die US-Regierung sagt der Finanzindustrie den Kampf an. Ein Vorbild für Deutschland? SPIEGEL ONLINE analysiert, welche Strafmaßnahmen auch hierzulande Sinn machen.
FAZ: Regulierung – Widerstand gegen Obamas Banken-Pläne (22.1.10): Obamas Pläne zur Bankenregulierung sind in der Regierung umstritten. Auch die Banken selbst sind wenig begeistert, die Bankaktien auf Talfahrt. Allein aus Europa kommt ein zustimmendes …
BL: Was Obama den Banken vorschreiben will (mit Video der Ankündigung) (22.1.10): Erklärung von Obama mit Presseberichten.
HB: Finanzbranche: Wie Lobbyisten zur Krise beigetragen haben (22.1.10): Ein Forscherteam des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat erstmals den Lobbyismus der Finanzbranche vor dem Ausbruch der Krise systematisch untersucht. Die Ergebnisse der Studie sind brisant: Die Lobbyarbeit der Banken habe dazu beigetragen, dass die Institute übermäßige Risiken eingehen konnten, die zur größten Wirtschaftskrise seit. Zusammenfassung des IMF-Working Paper “A Fistful of Dollars: Lobbying and the Financial Crisis
HB: Großbanken: OECD-Experten fordern eine Strukturreform (21.1.10): Bei der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) schrillen die Alarmglocken. Eine hauseigene Studie habe ergeben, dass viele Großbanken zu einem Investitionsverhalten wie vor der Finanzkrise zurückgekehrt seien. Die Experten fordern nun einen umfassenden Strukturwandel der Institute, welcher die Risiken minimieren soll. Details in der Studie “The Elephant in the Room: The Need to Deal with What Banks Do”, 27 Seiten pdf)
HB: Neuer Vorstoß: Obama plant drastische Einschnitte ins Bankensystem (21.1.10): US-Präsident Barack Obama will die Daumenschrauben für die amerikanischen Investmentbanken deutlich anziehen: Klassisches Bankgeschäft und Investmentzweig müssen in Zukunft strikt getrennt werden, berichten mehrere Quellen übereinstimmend. Offenbar versucht Obama mit dem harten Durchgreifen einen Befreiungsschlag nach schlechten Umfragewerten und dem Massachusetts-Debakel.
Zeit: Kosten der Krise – Deutschland erwägt Bankenabgabe (21.1.10): Künftig könnten Banken für staatliche Rettungsaktionen stärker zur Kasse gebeten werden. Die Bundesregierung diskutiert bereits konkrete Modelle. Von Mark Schieritz
HB: G20-Verhandlungen: Berlin plant eigenes Modell zu Großbanken (20.1.10): Deutschland wird mit einem eigenen Modell in die internationalen Verhandlungen um die Finanzmarktreformen ziehen. Das kündigte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch in der Haushaltsdebatte des Bundestages an. Im Vordergrund soll offenbar die Entflechtung stehen, Einzelheiten blieb die Kanzlerin jedoch schuldig.
FAZ: Merkel feilt an der Regulierung der Banken (20.1.10): Die Bundeskanzlerin hat sich für eine gemeinsame Strategie der Weltgemeinschaft zur Beendigung der expansiven Krisenbekämpfung in der Fiskal- und der Geldpolitik ausgesprochen. Außerdem dürften Banken Staaten nicht mit ihrer Größe erpressen können.
Wiwo: Bankberatung Was der neue Anlegerschutz wirklich bringt (20.1.10): Seit Jahresbeginn müssen Banker Beratungsgespräche detailliert protokollieren. Ob das Gesetz besser vor Falschberatung schützt, worauf Anleger jetzt achten müssen, mit welchen Tricks Banken weiter teure und unnötige Produkte verkaufen.
HB: Basel III: Zeitplan für Eigenkapitalreform wackelt (20.1.10): Die geplante Reform der neuen Eigenkapitalvorschriften für Banken wird sich nach Einschätzung der Finanzbranche länger hinziehen als geplant. Der Baseler Ausschuss, in dem internationale Notenbanken und Bankaufseher vertreten sind, will die für Banken wichtigen Kapitalregeln bis Ende 2010 reformieren. Mehrere Bankenvertreter, mit denen das Handelsblatt sprach, halten die Pläne jedoch für unrealistisch.
FR: Große Lösung bei Finanzaufsicht – Politik häkelt Netz für Banken (19.1.10): Die Bundesregierung will ein Instrumentarium zur geordneten Reorganisation systemrelevanter Banken gesetzlich verankern. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) kündigte dazu einen Gesetzesentwurf an. Anteilseigner und Gläubiger müssten angemessen an einer Rettung beteiligt werden.
NZZ: Offene Flanken in der Derivate-Regulierung (19.1.10): Abwicklung über zentrale Gegenparteien könnte neue Systemrisiken schaffen. Bei der Suche nach den Schuldigen der Finanzmarktkrise gehören die Kreditderivate und unter ihnen speziell die Credit-Default-Swaps (CDS) zu den Hauptverdächtigen. Über ihren Anteil am Desaster gehen die Meinungen zwar stark auseinander. Immerhin haben sie aber nach einer Einschätzung der Federal Reserve Bank of New York die Krise zwar nicht verursacht, jedoch verschärft. Im Zentrum der Reformbestrebungen steht vor allem der ausserbörsliche Handel, der sogenannte OTC-Markt (Over-the-Counter), der wegen seiner Existenz jenseits eines geordneten Börsenhandels intransparenter ist.
HB: Obama-Plan: EU liebäugelt mit Banken-Strafsteuer (19.1.10): Die Pläne von US-Präsident Barack Obama zur Einführung einer Strafsteuer für Banken gewinnen in Europa zunehmend Anhänger. Deutschland und Schweden werben für den Vorschlag der amerikanischen Regierung, die Banken an den Kosten der Krise zu beteiligen.
Presse: Wachsende Unterstützung für Bankensteuer (19.1.10): Nach den USA wird auch in Europa über eine Bankensteuer diskutiert. Laut Kanzler Faymann könnte Österreich 500 Mio. Euro einnehmen. Die Banken wollen die Kosten auf die Kunden abwälzen.
HB: EU: Börsenprospekte sollen kürzer werden (19.1.10): Das Europaparlament will verständliche und europaweit einheitlich strukturierte Kurzinformationen über neue Wertpapiere durchsetzen. Ein sogenanntes “key investors document” soll die komplizierte und für Privatinvestoren unlesbare Zusammenfassung des Börsenprospekts ersetzen. Eine von der EU-Kommission angestrebte verschärfte Haftung für Emittenten will das Europaparlament verhindern.
WSJ: Housing Agency Walks Tightrope (19.1.10): Raising the mortgage credit bar could have a dangerous side effect. If the FHA pulls back too quickly, the nascent housing recovery could fizzle.
Rick Bookstaber: Breaking the Banks (18.1.10)
HB: Bundesbank: Die Aufsicht steht vor der Reform (18.1.10): Der Fahrplan steht, die Inhalte aber noch nicht: Als Lehre aus der Krise streben CDU und FDP an, die Kontrolle über die Finanzbranche bei der Bundesbank zu zentralisieren. Der Zeitplan ist eng, bis zur Sommerpause soll ein Gesetzesentwurf erarbeitet sein.
HB: Systemwechsel gefordert: Streit über Reform der Einlagensicherung (17.1.10): In der schwarz-gelben Koalition zeichnet sich ein grundsätzlicher Streit über das Einlagerungssystem nach der Finanzkrise ab. Die privaten Banken drängen auf eine Reform der Systeme aller drei Säulen. Sparkassen und Genossen beharren auf ihrer Institutssicherung.
FTD: Banken kommen zu gut davon (17.1.10): Natürlich erfreut Barack Obamas Sondersteuer das Herz. Doch nicht das Hirn. Denn anstatt das Übel zu beseitigen, besteuert sie es nur höher. Das Übel sind Gewinne, die weder einem freien Markt noch dem ihnen zugrunde liegenden Risiko gerecht werden.
FAZ: Fondsbranche befürwortet Beipackzettel (16.1.10): Jean-Baptiste de Franssu, Präsident der Efama, unterstützt die Einführung des umstrittenen Beipackzettels für Finanzprodukte. Gleichzeitig fordert er im Gespräch mit der F.A.Z., „dass er für alle Anlageprodukte in vergleichbarer Form gilt“.
Telepolis: Will Obama wirklich das Geld der Steuerzahler von den Banken zurückholen? (15.1.10): Ein in der Wählergunst abstürzender US-Präsident setzt vor den Wahlen in November auf Populismus. “We want our money back”,
sagte US-Präsident Barack Obama mit Bezug auf die Milliarden, die zur Bankenrettung ausgegeben wurden. “Wir werden es auch bekommen”, fügte er gestern überzeugt an und kündigte eine Sonderabgabe an. Denn Banken, die hohe Gewinne einfahren und hohe Boni an die Banker ausschütten wollen, könnten auch ihre Schulden bei den Steuerzahlern zurückerstatten: “If these companies are in good enough shape to afford massive bonuses, they are surely in good enough shape to afford paying back every penny to taxpayers”.
Zeit: Obamas Pläne – Auch Europas Banken sollen US-Strafsteuer zahlen (15.1.10): Experten erwarten, dass allein die Deutsche Bank pro Jahr 500 Millionen Dollar abgeben muss. Deutschland will dem Beispiel nicht folgen.
FAZ: Bankenaufsicht – Bafin: Neue Regeln langsam einführen (15.1 10): Die Finanzaufsicht Bafin spricht sich dafür aus, die schärferen Eigenkapitalregeln für die Banken über einen längeren Zeitraum einzuführen. Der Bafin-Präsident Jochen Sanio sagte am Donnerstagabend in Frankfurt: „Je nachdem, wie hart die neuen Regeln ausfallen werden, und je nach der dann herrschenden wirtschaftlichen Situation, muss man wahrscheinlich an bis zu fünf Jahre denken.“
VBW: Reformoptionen für den Finanzdienstleistungssektor (14.1.10): Eine Finanzmarktkrise, wie wir sie seit 2008 erleben, gilt es zukünftig unbedingt zu vermeiden. Derzeit werden in verschiedenen Gremien (G20, EU Kommission, Baseler Ausschuss) Vorschläge zur Neuregelung der Finanzmarktaufsicht entwickelt, die überwiegend in die richtige Richtung weisen. Wie die derzeitigen Reformvorhaben für die Neugestaltung der Finanzmarktordnung zu werten sind, hat Prof. Dr. Kaserer von der TU München im Auftrag der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. bearbeitet. Darüber hinaus legt er für die Bereiche, in denen er Ergänzungsbedarf sieht, konkrete Vorschläge vor. Kurzfassung der Studie – Langfassung.
HB: Kabinettsbeschlüsse: Berlin stellt Ratingagenturen unter Beobachtung (13.1.10): Das Bundeskabinett ist heute erstmals im neuen Jahr zusammen gekommen – und hat einige Gesetzentwürfe beschlossen. Neben dem Subventionsbericht 2009 und einer Bafög-Erhöhung wurde auch eine stärkere Kontrolle von Ratingagenturen auf den Weg gebracht. Die Beschlüsse im Einzelnen. Umsetzung von:
- Vorschlag KOM(2008) 704 vom 12. November 2008 für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates über Ratingagenturen (pdf)
- Zusammenfassende Übersicht (pdf)
Sphere: Experts See Tipping Point in Push to Reform Wall Street (13.1.10): There was the near-collapse of the banking industry, forestalled by the injection of trillions of taxpayer dollars. Then the lingering recession. Now, in the coming weeks, we could finally see “the first salvo in a long-overdue re-examination of Wall Street’s role in this country,” says Charles Geisst, a Manhattan College finance professor and author of “Wall Street: A History.” And — as he and other analysts note — banks will have provided the critical ammo.
HB: Schäuble zögert: Regierung verschleppt Reform der Finanzaufsicht (11.1.10): Die Bundesregierung verschleppt die Reform der nationalen Finanzaufsicht. “Das Thema packen wir erst in der zweiten Jahreshälfte an”, hieß es im Bundesfinanzministerium. Der politisch verordnete Stillstand bei der Reform der Finanzaufsicht kommt überraschend. Im Koalitionsvertrag hatten sich Union und FDP verständigt, die Bankenaufsicht bei der Bundesbank zu bündeln.
HB: Financial Stability Board: Top-Aufseher warnen vor Übermut (10.1.10): Die wichtigsten internationalen Aufsichtsbehörden und Finanzminister haben die Banken vor übertriebenem Optimismus und einem Rückfall in alte Verhaltensmuster gewarnt. Die Geldinstitute sollten sich besser für ein Leben ohne Extra-Hilfen rüsten.
FTD: Was leisten Banken? (5.1.10): Der Finanzsektor hat der Wirtschaft mit seinen jüngsten Instrumenten mehr geschadet als genutzt. Der aktuellen Debatte über die Finanzregulierung liegt jene wesentliche Frage zugrunde, die kürzlich Paul Volcker, der frühere amerikanische Notenbankpräsident, gestellt hat. Sie lautet: Wie wichtig ist ein moderner Finanzsektor für die reale Wirtschaft? Die Antwort darauf ist ausschlaggebend dafür, wie man den Finanzsektor in Zukunft regulieren sollte, ob mit leichter oder schwerer Hand. In dieser und in der nächsten Kolumne möchte ich dies diskutieren. …
HB: Ratingagenturen: Aufseher zementieren die Macht der Ratings (5.1.10): Trotz ihrer Mitschuld an der Finanzkrise sind die Ratingagenturen heute so mächtig wie eh und je. Das verdanken sie auch Aufsichtsbehörden, die nicht ernsthaft nach Alternativen suchen.
HB: Verlagerung: Banken hinterfragen Finanzplatz London (4.1.10): In der City wächst das Misstrauen gegenüber der britischen Politik. Immer mehr Institute fürchten, dass London seine Attraktivität als Finanzplatz verliert. Namhafte Institute prüfen, mindestens Teile ihres Geschäfts zu verlagern
NYT: Bernanke Blames Weak Regulation for Financial Crisis (3.1.10): Ben S. Bernanke, the Federal Reserve chairman, said that Fed policies were appropriate and did not cause the housing bubble.
HB: Regulierung: Die Hedge-Fonds kämpfen gegen die Pläne der EU (2.1.10): 2010 wird sich entscheiden, welche Zukunft die Branche in Europa hat. In der Auseinandersetzung steht London gegen Brüssel. Die spekulativen Fonds beteuern ihre Unschuld an der Finanzkrise – und fühlen sich zu Unrecht in Sippenhaft mit den Banken genommen.
2009
NYT: For Wall Street, a New Year Brings Questions About Regulation and … (31.12.09): With the possibility of hefty profits and bonuses at banks, rarely has the divide been so deep between Wall Street and Main Street.
NZZ: Vom Zähmen und Hüten der «Heuschrecken» (30.12.09): EU schlägt Leitplanken für Manager von Hedge-Funds vor. Ein EU-Vorschlag zur gesetzlichen Regulierung der Hedge-Funds-Manager ist in ein Trommelfeuer der Branche geraten. Anpassungen zeichnen sich ab. Auch die Schweiz ist betroffen.
HB: Essay: Die Weltwirtschaft sucht eine neue Ordnung (30.12.09): Die Finanzkrise hat die Machtverschiebung hin zu den großen Schwellenländern beschleunigt.Die Krisengipfel der G20 haben die Umrisse einer neuen Weltwirtschaftsordnung erkennen lassen. 2010 wird sich zeigen, wie viel die neue multipolare Architektur tatsächlich aushält.
HB: Gesetzentwurf: Briten verlangen Banken-Testament (18.12.09): Die britische Regierung legt einen Gesetzentwurf mit Vorschlägen zur Abwicklung von Banken vor. Schon 2010 sollen die neuen Regeln verabschiedet werden. Banken sollen dann gezwungen sein, sich auf eine mögliche Pleite vorzubereiten. Der Vorschlag stößt in der City auf Zustimmung.
HB: Bankenregulierung: Das Finanzsystem ganz neu justieren (17.12.09): Neue weltweite Regeln für die Banken sind wichtig, um die Fehler, die zur jetzigen Finanzkrise geführt haben, auszumerzen. Die Aufseher sollten sich Zeit lassen mit den neuen Vorschriften. Diese müssen dann aber konsequent für alle gleichermaßen und ohne Verwässerungen gelten.
HB: Kräftiges Plus: Bankaktien feiern Basler Ausschuss (16.12.09): Medienberichten zufolge bekommt die Finanzbranche deutlich mehr Zeit von der Bankenaufsicht, ihre Kapitalausstattung zu verbessern. Die Anleger freut das. Sie greifen beherzt zu bei Bankaktien. Lesen Sie, was in den kommenden Monaten von den Papieren der Geldhäuser noch zu erwarten ist.
FTD: London schießt gegen Pläne zur Derivateregulierung (16.12.09): Er ist 605.000 Mrd. $ groß und gilt als brandgefährlich: Politiker in der EU und den USA wollen den Derivatemarkt daher streng regulieren. Dagegen sperren sich Industrielobbys – und nun auch die britische Regierung.
HB: Eigenkapitaldefinition: Hoffnung auf Sonderregelung (14.12.09): Der Baseler Ausschuss kommt Genossenschaftsbanken und Sparkassen entgegen. Für Nicht-Aktiengesellschaften könnte es demnächst eine Sonderregelung in der Frage der Eigenkapitaldefinition geben. Sollte es nicht dazu kommen, könnten die Institute die Anforderungen aus Basel wohlmöglich nicht erfüllen.
HB: US-Abgeordnete stimmen für Finanzmarkt-Reform (11.12.09): Das US-Repräsentantenhaus hat grünes Licht für die tiefgreifendste Reform der Finanzbranche seit Jahrzehnten gegeben. Die Kammer stimmte am Freitag für die mehr als 1000 Seiten umfassende Vorlage, die infolge der weltweiten Finanzkrise erarbeitet wurde. Das Votum ist ein Sieg für die Regierung von Präsident Barack Obama.
HB: Bilanzvorschriften: Der lange Marsch zur Transparenz (10.12.09): Die Finanzkrise hat viele Schwächen in den Bilanzregeln offengelegt. Jetzt arbeitet das International Accounting Standards Board (IASB) mit Hochdruck an einer Reform der Vorschriften. Die Regeln sollen einfacher und transparenter gestaltet werden. Doch Wissenschaftler sehen die Reformen kritisch.
TP: Finanzmarkregulierung – Ein verlorenes Jahr (9.12.09): Ein Jahr nach dem Höhepunkt der Finanzkrise besteht wenig Hoffnung, dass die derzeit angedachten Regulierungen die grundsätzlichen Probleme lindern könnten. Vor gut einem Jahr schien es, als würden Chancen bestehen, dass die Finanzkrise – ähnlich wie die große Depression der 1930er Jahre – zu einer ernsthaften und wirksamen Regulierung des Finanzsystems führen könnte. Wer allerdings gehofft hatte, dass es zu mehr als ein paar kosmetischen Operationen an den Bankbilanzen kommen würde, muss sich auf Enttäuschungen einstellen.
HB: Höhere Anforderungen: Neue Kapitalregeln belasten Banken (8.12.09): Strengere Eigenkapitalvorschriften dürften an den Gewinnen der Banken nagen und für weniger Kredite sorgen. Schon jetzt ist absehbar, dass sich viele Banken in den nächsten Jahren entweder frisches Eigenkapital beschaffen oder aber ihre Bilanz verkleinern müssen, um die Vorgaben zu erfüllen. Die ersten Experten haben nun Schätzungen vorgelegt, welche Folgen das haben kann.
Bankenregulierung – Staaten entschärfen Finanzaufsicht (2.12.09): Die EU-Staaten wollen in der europäischen Finanzaufsicht auch künftig das letzte Wort haben – was vor allem einen Erfolg der britischen Regierung darstellt.
HB: Reformpläne: Berlin opponiert gegen Bilanzregeln (1.12.09): Die Bundesregierung hat sich in einem Brief ab das internationale Bilanzierungsgremium IASB gewandt. Sowohl Justiz- als auch Finanzministerium forderten den Vorsitz auf, die bisherigen Reformpläne zu überarbeiten. Die Minister Schäuble und Leutheusser-Schnarrenberger warnten zudem vor Zugeständnissen an die amerikanischen Prinzipien in der Bilanzierung.
BIS – Konsultationspapier: Strengthening the resilience of the banking sector (12/2009): Das Basel Committee on Banking Supervision hat im Dezember 2009 unter dem Titel “Strengthening the resilience of the banking sector” eine Reihe von Reformvorschlägen zur Kommentierung veröffentlicht, deren Umsetzung weitgehende Auswirkungen auf das Bankgeschäft hätten. Die Vorschläge betreffen Eigenkapital, Liquidität und die internen Incentivesysteme. Sie können bis April 2010 kommentiert werden (Erläuterungstext von der TSI).
In einem weiteren Papier, das ebenfalls zur Kommentierung bis April 2010 vorgelegt wurde, geht es um die Sicherstellung von Standards für eine Mindestliquidität und ein gemeinsames Paket für die Aufsichtsbehörden zur Identifizierung und Analyse von Liquiditätsrisiken. Mehr zu diesen Vorschlägen unter: International framework for liquidity risk measurement, standards and monitoring
FTD: Kampf gegen Zwangsvollstreckungen – US-Regierung nimmt Banken in die Zange (30.11.09): So lange amerikanische Hausbesitzer reihenweise ihre Eigenheime verlieren, dürfte der Immobilienmarkt kaum auf die Beine kommen. Finanzminister Geithner drängt die Institute daher, Kreditnehmern stärker entgegenzukommen. Das Hauptproblem für den Sektor löst das aber nicht
FTD: Systemrelevante Institute – Aufsicht knöpft sich 30 Finanzfirmen vor (29.11.09): Auch die Assekuranz ist nach Auffassung der Aufsichtsbehörde Financial Stability Board systemrelevant und kann zu Krisen in der Finanzwirtschaft beitragen. Die Branchenwächter nehmen deshalb auch Versicherungen wie die Allianz ins Visier.
HB: „Warwick Commission“: Wenn die Banken selbst die Fäden ziehen (26.11.09): Das Wachstum des Finanzsektors sollte nach Ansicht hochkarätiger internationaler Ökonomen und Politikwissenschaftler durch eine internationale Transaktionssteuer begrenzt werden. So lautet die zentrale Forderung der nach der gleichnamigen britischen Universität benannten “Warwick Commission”, deren Abschlussbericht dem Handelsblatt vorliegt.
HB: London macht ernst mit strengen Bonusregeln (26.11.09): Jetzt geht es den Londoner Bankern an den Kragen. Der ehemalige Investmentbanker David Walker entwirft in einem Report für die britische Regierung ein neues Regelwerk, dass die Gesetze der Branche auf den Kopf stellt. Kern seines Vorhabens: Mehr Transparenz bei Millionenzahlungen. Wer von den neuen Regeln betroffen sein könnte.
Spon: Reform der Finanzbranche Londons Banker entgehen dem Boni-Pranger (26.11.09): Mehr Transparenz, mehr Kontrolle, weniger Gehaltsexzesse – die Ziele der britischen Bankenreform waren ambitioniert. Doch die Veröffentlichung der Top-Verdiener ist jetzt kein Thema mehr. Finanzmanager reagieren erleichtert, Politik und Beobachter sprechen von einer “krachenden Enttäuschung”.
HB: Warum wir eine Quarantäne für ansteckende Banken brauchen (25.11.09):Ein spezielles Insolvenzrecht für Finanzinstitute ist der wichtigste Punkt, um für künftige Krisen besser gerüstet zu sein – aber in der Umsetzung auch einer der schwierigsten. Was die Politiker bei ihren Konzepten beachten müssen.
HB: Etappensieg für Deutschland: EU ringt heftig um Finanzaufsicht (22.11.09): Um die Rechte der geplanten Aufsichtsbehörden für Banken, Versicherungen und Wertpapiermärkte ist ein heftiger Streit in der Europäischen Union (EU) entbrannt. EU-Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy besteht darauf, dass die neuen EU-Agenturen im Notfall direkte Weisungen an Finanzinstitute geben sollen.
FTD: Lehren aus der Krise -Währungshändler wettern gegen Derivatereform (19.11.09): Komplizierte Derivatewetten brauchten 2008 die Welt ins Taumeln. Deshalb sollen sie jetzt an die Leine – auch bei Devisengeschäften. Händler meinen aber: Die Pläne des US-Kongresses bringen nicht mehr Sicherheit, sondern mehr Risiko.
FAZ: Ackermanns Finanzkrisenfonds stößt auf Ablehnung (17.11.09): Ein von Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann ins Gespräch gebrachter Finanzkrisenfonds von Staaten und Banken stößt bei Politikern und EU-Aufsehern auf Skepsis.
FTD: EU schreibt Fondsmanagern Boni-Regeln vor (12.11.09): Manager großer Hedge-Fonds, Beteiligungsgesellschaften und anderer alternativer Anlagen müssen europaweit mit gesetzlichen Regeln für ihre Bezahlung rechnen: Die schwedische EU-Präsidentschaft will die für Banken geplanten Boniregeln auf Fondsmanager ausdehnen.
FTD: Bankenregulierung – Demokraten zerfasern Finanzreform (11.11.09): Die von der US-Regierung geplante Regulierungsreform rückt in weite Ferne. Trotz monatelanger Verhandlungen konnten sich nicht einmal Obamas Parteifreunde Dodd und Frank auf eine gemeinsame Linie einigen
FTD: Konsequenzen aus der Finanzkrise – Großbritannien für weltweite Finanzmarktsteuer (8.11.09): Der Vorstoß von Gordon Brown für einen neuen “Wirtschafts- und Sozialvertrag” zwischen Banken und Öffentlichkeit bringt der Debatte über eine Risikobegrenzung fürs Zocken an den Märkten neuen Schub – aber auch Streit. Denn die Amerikaner winken schon mal ab.
HB: Neue Bilanzierungsregeln: Drohende Verluste müssen schneller in die Bilanz (6.11.09): Banken und Versicherer müssen künftig faule Kredite früher in den Bilanzen nach unten korrigieren. Neue Vorschriften sollen für ein realistischeres Bild der Risiken in den Bilanzen sorgen. Das internationale Bilanzgremium IASB veröffentlichte am Dienstag einen Entwurf mit neuen Vorschriften für die Wertberichtigung von Finanzinstrumenten
FAZ: Großbritannien – Regierung legt Plan für Banken-Zerschlagung vor (3.11.09): Die beiden teilverstaatlichten britischen Banken Royal Bank of Scotland (RBS) und Lloyds werden zerschlagen. Dafür hat die britische Regierung nun ihre genauen Pläne vorgelegt. Gleichzeitig kündigte das britische Finanzministerium am Dienstag weitere Milliardenhilfen für die Banken an.
BL: SEC will umfangreichere Regeln für US-Kapitalmarkt: Licht für Dark Pools (29.10.09): “Die SEC will die Regeln für den weltgrößten Kapitalmarkt weitaus umfänglicher auf den Prüfstand stellen als bislang bekannt. Die US-Aufsichtsbehörde hat zuletzt begonnen, umstrittene Handelspraktiken wie “Flash Order” und geschlossene Handelssysteme (”Dark Pools” ) zu regulieren. Im Gespräch ist jetzt auch eine Regulierung von mit Krediten gedeckten Anleihen (Asset-Backed Securities).
FTD: Gastkommentar George Soros- Die Herde braucht Zäune (29.10.09): Die Regulierer können nicht darauf bauen, dass der Markt seine Exzesse selbst korrigiert. Harte Reformen sind nötig, von Verschuldungsgrenzen bis hin zur Zerschlagung von Banken – aber noch nicht jetzt.
FTD: Ende der Erpressung – Wie der nächste Banken-Gau verhindert werden soll (28.10.09): Erst bringen sie sich in die Bredouille, dann betteln sie den Steuerzahler um Hilfe an: Das ist das gängige Verhaltensmuster der Banken. Politiker und Regulierer wollen das Dilemma des “Too big to fail” überwinden. FTD.de zeigt, wie das geschehen soll.
HB: Die Aufsicht langt zu (27.10.09): Die US-Aufsichtsbehörde SEC will die Regeln für den weltgrößten Kapitalmarkt weitaus umfänglicher auf den Prüfstand stellen als bislang bekannt. Banker werfen der SEC-Chefin nun vor, sie übertreibe es mit der Regulierung.
HB: Regulierung - Neue Derivate-Regeln belasten Bilanzen (27.10.09): Große deutsche Unternehmen schlagen Alarm: Die in den USA und Europa geplante Regulierung des Derivate-Marktes wird in ihren Augen zu einer Mehrbelastung und stärkeren Schwankungen der Ergebniszahlen führen. Und nicht nur das: Die Konzerne fürchten auch, dass ein wichtiges Instrument zur Risikoabsicherung an Kraft einbüßt.
HB: Regulierung – EU kommt Fondsbranche entgegen (22.10.09): Der lautstarke Branchen-Protest gegen die geplante EU-Regulierung von Hedge-Fonds und Private Equity trägt erste Früchte: Der schwedische Vorsitzende des EU-Finanzministerrates (Ecofin), Anders Borg, will die geplante Vorschriften für Private Equity und Hedge-Fonds lockern.
FAZ: Regeln sollen das System retten (18.10.09): Sie haben das Finanzsystem fast in den Abgrund gestürzt – und trotzdem gegen keine Regel verstoßen. Wie müssen die neuen Regeln der Wirtschaft aussehen, fragte sich der 63. Deutsche Betriebswirtschafter-Tag. Von Georg Giersberg
Zeit: Kleinmütige Sachwalter (16.10.09): Mit ihrem Vorschlag zur Finanzaufsicht löst die EU-Kommission kein einziges Problem. Als hätte die Finanzwelt nicht schon genug Schaden angerichtet, schlägt die EU-Kommission nun eine neue europäische Aufsichtsstruktur vor, die zersplittert und zahnlos ist. Zukünftig sollen drei EU-Behörden über die grenzüberschreitend tätigen Finanzinstitute wachen. Jeweils eine Behörde soll für die Banken-, Versicherungs- und Wertpapieraufsicht zuständig sein, verteilt auf die Sitze Paris, Frankfurt und London. Zusätzlich soll ein Rat für Systemrisiken, angesiedelt bei der Europäischen Zentralbank, das große Ganze im Auge behalten.
HB: Politik diskutiert Zertifikateverbot (6.10.09): Durch die Pleite von Lehman Brothers gerieten Zertifikate vor einem Jahr in die Schlagzeilen. Jetzt reagiert die Politik: Die CDU schlägt ein partielles Verkaufsverbot an Privatanleger vor. Für die angeschlagene Branche wäre das ein weiterer Tiefschlag. Entsprechend barsch reagierte der Derivateverband auf den Vorschlag der Union.
HB: Bundesbank will Finanzaufsicht zerschlagen (6.10.09): Die Bundesbank will die Aufsicht über Banken und Versicherer in ihrem Hause bündeln. Der bisherigen Allfinanzaufsicht BaFin blieben damit nur die Wertpapiermärkte. Die Versicherungsbranche läuft gegen den Plan Sturm – und auch in den eigenen Reihen regt sich Widerstand.
HB: Banken fürchten kurze Zügel (5.10.09): Zahlreiche Top-Manager haben in Istanbul vor einer Überregulierung des Finanzmarktes gewarnt. Auf der Herbsttagung des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank sprachen sich die Banker gegen zu harte Vorschriften von Politik und Notenbanken aus. US-Finanzminister Timothy Geithner wies die Kritik der Banken zurück.
HB: BaFin-Präsident Sanio droht Entmachtung (05.10.09): Ein Aufseher steht in der Krise immer im Rampenlicht. Auch der Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Jochen Sanio – nun allerdings unter anderen Vorzeichen. Der für seine markigen Sprüche bekannte Staatsdiener wird zu den Verlierern der Finanzkrise gehören, da die Kompetenzen seiner Behörde
HB: IIF-Treffen – Banken fürchten Kreditengpass (3.10.09): Die Finanzbranche wehrt sich nach Kräften gegen eine starke Regulierung und warnt vor gravierenden Folgen für die Weltwirtschaft. Josef Ackermann mahnt moderate global abgestimmte Reformen an. Sparkassen-Präsident Heinrich Haasis warnte sogar vor einem dauerhaften Kreditengpass, sollten den Banken zu enge Zügel angelegt werden.
NZZ: Überwachung der Systemrisiken nicht allein durch das Fed (2.10.09): Stellungsbezug von US-Notenbank-Chef Ben Bernanke. In einer Anhörung im Kongress hat Fed-Chef Ben Bernanke zur Reform der Finanzmarktregulierung Stellung genommen. Unter anderem plädierte er für einen «Aufsichts-Rat» aller Regulatoren zum Aufspüren von Risiken für das gesamte Finanzsystem.
Voxeu: Balancing risk-taking and financial regulation (2.10.09): Axel Weber, President of the Deutsche Bundesbank, talks to Romesh Vaitilingam about the need to rebalance between risk-taking and regulation in financial markets. They discuss the opportunity for central bankers and other G20 players to design and implement new regulation, and the likely future size of the financial sector in the overall economy. The interview was recorded at the Global Economic Symposium in Schleswig-Holstein in September 2009
HB: EU-Kommission will mehr Macht für die Aufsicht (29.89.09): Die EU-Kommission will mit neuen Regeln zur Finanzaufsicht dafür sorgen, dass die geplanten neuen Aufsichtsinstitutionen ihrer Aufgabe gerecht werden können. Diese sollen mehr Kompetenzen bekommen, um im Krisenfall schneller handeln zu können.
NZZ: Zwischen Hoffnung und Skepsis - Nach dem G-20-Gipfel in Pittsburgh (30.9.09): Die am G-20-Gipfel vereinbarte wirtschaftliche Zusammenarbeit ist überwiegend begrüsst worden. Das Fehlen von Durchsetzungsmechanismen findet aber Kritik. Vage bleibt auch die Frage der Boni. In Bankenkreisen wurden die Ergebnisse begrüsst.
FAZ: Weltfinanzgipfel – Nehmt die Banken an die Kandare! (20.9.09): Auf dem Weltfinanzgipfel wird vieles diskutiert werden – eine Begrenzung der Managergehälter und der Boni, eine neue Börsensteuer. In einem aber herrscht weitgehend Einigkeit: Die Banken sollen mehr Eigenkapital bilden. Das bringt Sicherheit. Doch der Preis dafür ist hoch: Unser Wachstum wird gedrosselt.
FTD: Streit um Kapitalmarktregel -Berlin bremst EU-Finanzaufsicht (20.9.09): Die Europäische Kommission trifft mit ihren Plänen für eine Finanzaufsicht auf harten Widerstand aus Berlin. Deutschland lehnt den Brüsseler Vorschlag ab, Kontrollinstanzen mit verbindlicher Weisungsbefugnis gegenüber den nationalen Behörden zu schaffen.
NZZ: Die Tücken der Bankenregulierung – Zürcher Seminar diskutiert globales Konkursverfahren für Banken (19.9.09): Ein globales Bankenkonkursverfahren für grosse Institute würde die Systemrisiken deutlich senken. Doch ein solches Konkursverfahren dürfte auf absehbare Zeit nicht machbar sein. Das machte gestern eine Fachtagung an der Universität Zürich deutlich.
FAZ: SEC -Börsenaufsicht erhöht Druck auf Ratingagenturen (18.9.09): Kreditbewerter sollen in Zukunft mehr Informationen bereitstellen. Auch Bewertungen der Agenturen sollen veröffentlicht werden. Zudem hat sich die amerikanische Börsenaufsicht für ein Verbot von Flash-Orders ausgesprochen.
FAZ: Neue Kapitalmarktregeln Europas Banken befürchten Wettbewerbsnachteil (17.9.09): Vor dem G-20-Gipfel in Pittsburgh ringen Aufseher und Zentralbanken um eine Sanierung des Finanzsystems. Europas Banken murren und beschweren sich: Unfaire Regeln begünstigten die amerikanische Konkurrenten.
HB: Managergehälter – US-Blockade bei Boni gefährdet G20-Gipfel (17.9.09): Boni-Banker gelten als Symbol der Finanzkrise. Das Bonussystem wird mit dafür verantwortlich gemacht, dass Investmentbanker übermäßig risikofreudig agierten. Der Weltfinanzgipfel in Pittsburgh will dem Treiben einen Riegel vorschieben. Doch US-Präsident Obama lehnt eine Begrenzung von Manager-Einkünften ab. Die EU will das nicht hinnehmen und droht damit, harte Regeln im Alleingang durchzu setzen.
FTD: Chicago torpediert Ölreform (17.9.09): Washington will Ölpreisspitzen wie 2008 verhindern und den Spekulanten das Handwerk legen. Die größte Terminbörse Chicago Mercantile Exchange leistet dagegen Widerstand – und schießt gegen die Obama-Regierung und die Konkurrenz.
FAZ: Bankenregulierung – Wie Banken Risiken handhaben sollten (16.09.09): Anlässlich des Jahrestages der Insolvenz von Lehman Brothers forderte Präsident Obama die Wall-Street-Akteure zu einer grundsätzlichen Verhaltensänderung auf. „Anstatt die Lehren aus dem Lehman-Vorfall und der Krise zu ziehen, von der wir uns noch immer erholen, ziehen sie es vor, diese zu ignorieren“, sagte er am 14. September in einer Rede in New York.
HB: Vor G20-Gipfel - EU-Spitze macht Front gegen Finanzmarktsteuer (16.9.09): Österreich will sie und die SPD auch. Doch in der EU-Spitze stößt die Forderung nach einer Steuer auf Finanztransaktionen auf deutliche Ablehnung. Dennoch sind die Erwartungen an den Weltfinanzgipfel in Pittsburgh in einer Woche hoch. Die EU-Mitgliedsländer sollen ein klares Signal für Kontrollen des Finanzsystems senden.
Wiwo: Vor dem G20-Gipfel Warmlaufen der Boni-Begrenzer (16.9.09): Bundeskanzlerin Angela Merkel will Bonus-Zahlungen verbieten, wenn ein Unternehmen rote Zahlen schreibt. In diesem Punkt sei sie sich mit Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy einig. Poltiker weltweit fordern eine starke Kontrolle von Bonuszahlungen an Manager. Möglichst geringe Eingriffe des Staates stehen massiven Beschränkungen gegenüber. Eine Übersicht über die bestehenden neuen Regelungen in den einzelnen Ländern und die aktuellen Vorschläge.
RMRG: Finanzexperte schlägt Risikoprämien-System für Banken vor (15.9.09): Der Bankenexperte Bernd Rolfes plädiert im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung für die Einführung von Risikoprämien für systemrelevante Banken.
FAZ: Finanzsystem – Reformen werden nur halbherzig ausfallen (11.9.09): Mit markanten Worten verkünden Regierungschefs, das globale Finanzsystem sanieren zu wollen. Die neuen Regulierungen fallen jedoch halbherzig aus. Für das globale Finanzsystem und die Steuerzahler bleiben die Risiken bestehen.![]()
FAZ: Neue Regulierungen Gemeinsame Bilanzregeln (10.09.09): Die Finanzkrise hat zu einer hitzigen Diskussion über die Rechnungslegung der Banken nach dem fairen Wert (“Fair Value”) geführt. Kritiker machten diese Vorschriften gar verantwortlich für den Teufelskreislauf, der in der Finanzkrise zu beobachten war: Je mehr die Marktpreise von Wertpapieren und Kreditpositionen nachgaben, desto höhere Wertberichtigungen mussten die Banken über ihre Gewinn-und-Verlust-Rechnungen vornehmen. Dies führte zu Verlusten und einer Aufzehrung des Eigenkapitals der Banken.
Bankenregulierung – Kapitalregeln klaffen auseinander (8.9.09): Was soll künftig bei Banken zum Kernkapital zählen? Die Chefs der 27 wichtigsten Notenbanken haben auf diese für die Geldbranche äußerst wichtige Frage eine äußerst bemerkenswerte Antwort gefunden: Es kommt darauf an, ob die Bank als Aktiengesellschaft firmiert.
HB: G20 planen schärfere Bank-Eigenkapitalregeln (05.09.09):Die 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) wollen Banken offenbar mit härteren Eigenkapitalregeln von riskanten Geschäften abhalten. Ein entsprechender Vorschlag der USA fand bei den Teilnehmern des G20-Sondergipfels in London Unterstützung. Im Bezug auf die Konjunkturmaßnahmen gegen Krise herrschte ebenfalls Einigkeit – anders als beim Thema Manager-Boni.
NZZ: Besser auf die nächste Krise vorbereitet sein - Basler Ausschuss für Bankenaufsicht will schärfere Regeln für Finanzinstitute (7.9.09): Die Banken sollen künftig für Krisen besser gewappnet sein. Dazu braucht es höhere Reserven und Obergrenzen für die Schuldenaufnahme. Der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht schlägt darüber hinaus vor, insbesondere systemrelevante Banken in die Pflicht zu nehmen.
NZZ: G-20 einigen sich auf Kompromiss zu Manager-Boni – Mitgliedsstaaten planen Sanktionen gegen Steuerparadiese (5.9.09): Die G-20-Finanzminister haben sich an ihrer Vorbereitungssitzung des Gipfels von Pittsburgh auf einen Kompromiss bei den Bonuszahlungen geeinigt. Wie aus der gemeinsamen Erklärung hervorgeht, sollen Manager-Boni zeitlich gestreckt werden. Höchstgrenzen wird es nicht geben. …
FAZ: Vor dem G-20-Gipfel – Neue Spielregeln für das globale Finanzgewerbe (4.9.09): Vor knapp einem Jahr brach die Investmentbank Lehman Brothers zusammen. An diesem Wochenende werden die G-20-Finanzminister in London das G-20-Gipfeltreffen vorbereiten, das zwei Wochen später in Pittsburgh stattfindet. Der im Frühjahr verabredete Grundsatz, dass künftig kein Finanzmarktakteur, kein Finanzplatz und kein Finanzprodukt unbeaufsichtigt bleiben dürfe, gilt immer noch. Aber der Teufel steckt im Detail – gerade international ist die Umsetzung noch nicht weit fortgeschritten. National und in der EU ist allerdings viel Vorarbeit geleistet worden. Wir dokumentieren die wichtigsten staatlichen Reaktionen und Aktionen.
FTD: Zentrales Clearing – CFOs gegen Regulierung auf Derivatemarkt (28.7.09): Ein gigantisches Feld für Zocker, so sehen Kritiker den Derivatemarkt. Für viele Unternehmens-Finanzchefs hat er die Funktion der Risiko-Absicherung. Und die wollen sie möglichst preiswert – also unreguliert
FAZ: Reformvorschläge – Londons Finanzaufseher verschreckt die Banken (28.08.09): Der Vorsitzende der britischen Finanzaufsicht, Lord Adair Turner, hat den Londoner Finanzplatz, britische Banken und das britische Finanzministerium mit der Idee einer Sondersteuer auf Finanzgeschäfte überrascht. Turner hatte schon im Frühjahr ein Konzept vorgelegt, welche Schritte nötig seien, um eine neue Finanzkrise in der Zukunft zu verhindern. Er hatte zahlreiche Reformvorschläge aufgeführt, die alle mit neuen Regulierungsansätzen konform gingen, die derzeit auf internationale Ebene diskutiert und teilweise auch schon eingeleitet wurden.
RMRG: Auswirkungen der MaRisk im Analysefokus (27.8.09): Das Beratungshaus Severn Consultancy hat im Zuge der jüngsten Novellierung der MaRisk durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) eine Auswirkungsstudie erstellt, die die Finanzinstitute über den sich aus den Neuregelungen ergebenden Handlungsbedarf informieren soll.
RMRG: Studie sieht negative Effekte der “Fair Value”-Bilanzierung überbewertet (21.8.09): Die im Zuge der Finanzmarktkrise in die Kritik geratene “Fair Value”-Bilanzierung ist – zumindest im US-Bankensektor – recht praktikabel, so das Ergebnis einer aktuellen Studie (hier geht es zur Studie) , auf die die Börsen-Zeitung hinweist.
RMRG: Harvard-Ökonom fordert schärfere Regulierung systemrelevanter Banken (19.8.09): In einem Meinungsbeitrag für die heutige Financial Times appelliert der Wirtschaftsprofessor an der Harvard Universität und ehemalige IWF-Chefökonom, Kenneth Rogoff, für eine zeitnahe, fundamentale Reform des internationalen Finanzsystems und damit verbunden, einer schärferen Bankenregulierung
FTD: Wie Blasen verhindert werden können (16.8.09): Nach der Großen Depression hat der Ökonom Irving Fisher einen Vorschlag gemacht, der heute aktueller ist denn je: Das sogenannte 100-Prozent-Geld. Wenn die Notenbanken die volle Kontrolle über die Geldschöpfung zurückgewinnen, kann die Kreditvergabe nicht mehr ausufern
HB: Bund greift bei Bankboni durch (14.8.09): Wenige Wochen vor dem Weltfinanzgipfel Ende September im amerikanischen Pittsburgh führt der Bund strengere Regeln zur Kontrolle der Bezahlung von Bankmanagern ein. Eine entsprechende Vorschrift, die dem Handelsblatt vorliegt, hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zusammen mit der Bundesbank entwickelt. Damit müssen die Banken ihre Vergütungssysteme grundlegend umstellen.
Sinneswandel der FSA - Britische Finanzaufsicht will keine Bonusregeln (13.8.09): Die britische Finanzaufsicht FSA wird den heimischen Banken nicht konkret vorschreiben, wie sie ihre Angestellten in Zukunft zu bezahlen haben. In dem mit Spannung erwarteten Bericht der Regulierer zur Reform der Bonussysteme nach der Finanzkrise fehlen einige wichtige Passagen, die im ersten Entwurf des Kodex aus dem vergangenen März noch enthalten waren.
Telepolis: Gefährliche Drohungen der Federal Reserve (12.8.09): US-Notenbank will die absolute Kontrolle über die Finanzmärkte und die Banken künftig nach dem Vorbild der absolut stressfreien Stress-Tests vom Frühjahr überwachen. Falls Präsident Obama sich durchsetzen kann, wird eine Folge der Finanzmarktkrise die Zentralisierung der Finanzmarkt- und Bankenaufsicht in der Notenbank sein. Obama wandelt damit zwar in den großen reformatorischen Spuren seines bewunderten Vorgängers Franklin Delano Roosevelt, der nach der Finanzkrise der 1930er Jahre gegen den massiven Widerstand der Wall Street eine schlagkräftige Börsenaufsicht und die strikte Trennung von Investment- und Geschäftsbanken durchgesetzt hatte. Ob Obama sich damit aber ebensolche Lorbeeren verdient, erscheint fraglich.
HB: Tabu-Brecher mit britischem Understatement (12.8.09): Neue Regeln für die Finanzmärkte sind dem Wirtschaftsforscher Willem Buiter zu wenig. Mit radikalen Ideen will der Professor aus London neue Krisen verhindern. Seine Lösung: Negative Leitzinsen und die vollständige Verstaatlichung des Bankensektors.
FTD: Dauerhaft instabil (12.08.09): Die Ursache für die Krise lag in der Interaktion zwischen globalen Ungleichgewichten und dem rasanten Wachstum der globalen Finanzmärkte. Stabilität kann künftig nur eine bessere Regulierung schaffen.
HB: Rainer Lenz: Das Finanzsystem braucht einen Neustart (11.8.09): Die Banken haben versagt. Sie sollten daher durch eine supranationale Plattform für Finanzdienstleistungen ersetzt werden. Sie würden durch den Einsatz von Informationstechnologie die Transparenz, den Wettbewerb und die Mobilität von Kapital erhöhen.
HB: Banken zähmen – aber wie? (10.08.09): Die Finanzkrise hat eklatante Mängel bei der Finanzaufsicht offengelegt. In Sachen Regulierung ist daher in der Wissenschaft ein Paradigmenwechsel in Gang gekommen. Ein Vergleich mit der Seuchenprävention zeigt die Schwäche des alten Konzeptes: Wer tödliche Epidemien verhindern will, darf nicht nur darauf achten, dass der Einzelne gesund ist.
HB: Neue Regeln für Bilanzen (10.8.09): Für Wissenschaftler besteht kaum Zweifel: Die Bilanzierungsregeln für Banken wirkten in der Finanzkrise wie ein Brandbeschleuniger. Etliche der verhängnisvollen Vorschriften waren erst Jahre zuvor eingeführt worden – um das System vor Risiken zu schützen. Nun hat eine Expertenkommission einen neuen Ansatz zur Bewertung von Aktiva erarbeitet.
Wiwo: Entzauberer der Notenbanker (7.8.09): Massen billigen Geldes sind kein Mittel gegen die Krise. Der US-Ökonom John Taylor fordert stattdessen transparente Bankbilanzen und neue Regeln für staatliche Eingriffe.
FTD: Bankenregulierung -Politiker bekämpfen den Moral Hazard (6.8.09): In der Krise retteten Steuerzahler die Institute, diese machen wieder Gewinne und schütten hohe Boni aus. Denn die Bank gewinnt immer. Oder doch nicht? FTD.de zeigt, wie die Regierungen Deutschlands und Amerikas gegen einen Rückfall in alte Gewohnheiten angehen.
HB: Zu Guttenbergs Pläne entzweien die Banken (6.8.09): Die Pläne von Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, insolvenzgefährdete Unternehmen unter eine staatliche Zwangsverwaltung zu stellen, spaltet die deutsche Kreditwirtschaft. Während der Deutsche Sparkassen- und Giroverband den Vorstoß kritisierte, begrüßte ihn der Bundesverband deutscher Banken. Justizministerin Brigitte Zypries arbeitet an einem eigenen Entwurf.
Pressemitteilung BMJ: Das Gesetz zur Neuregelung der Rechtsverhältnisse bei Schuldverschreibungen aus Gesamtemissionen und zur verbesserten Durchsetzbarkeit von Ansprüchen von Anlegern aus Falschberatung ist am 5. August 2009 in Kraft getreten. Es soll das Schuldverschreibungsrecht modernisiert und das alte Schuldverschreibungsgesetz aus dem Jahr 1899 abgelöst werden.
Vox: Assessing the Obama administration’s financial supervision white paper (1.8.09): This column examines the white paper on financial supervision issued by the Obama administration in mid-June. It focuses on the proposal’s preference for interagency cooperation over supervisory consolidation and warns that such an approach, while politically expedient, risks worse governance outcomes.
Blick Log: Keine Regulierung: (K)ein Modell für die Finanzmärkte (25.07.09): Sehr intensiv diskutieren derzeit Fachleute verschiedenste Vorschläge zur Finanzmarktregulierung. Ganze Bibliotheken lassen sich mit Büchern, Fachaufsätzen und Gutachten zu diesem Thema füllen. Wie auch immer die neue, vermutlich international wieder sehr fragmentierte Finanzordnung aussehen wird, es wird so sein wie immer in den vergangenen Jahrhunderten im Wettlauf zwischen Ursachen von Finanz- und Wirtschaftskrisen auf der einen Seite und daraus erwachsener Regulierung auf der anderen Seite: Unternehmen, Banken, staatliche Institutionen und andere Akteure werden wieder einen Weg finden, diese Regulierung zu umgehen bis es zum nächsten Showdown kommt
NYT: Robert Shiller: Financial Invention vs. Consumer Protection (18.7.09): Could a new federal agency help balance the nation’s dual needs for innovation and safety?
FTD: Investoren schießen gegen Supercop Fed (15.7.09): US-Präsident Barack Obama will die Federal Reserve zur zentralen Kontrollbehörde machen. Nicht alle sind davon begeistert: Eine Gruppe von Finanzmarktakteuren stemmt sich mit einer beißenden Analyse dagegen. Außerdem übten sie verheerende Kritik an der Fed-Politik.
HB: Finanzmarktregulierung - Geithner macht bei Finanzmarktregulierung Tempo (13.7.09): Die straffere Beaufsichtigung der US-Finanzmärkte gewinnt immer stärker an Konturen. US-Finanzminister Geithner drückt bei der Finanzmarktregulierung auf das Tempo – die Branche muss sich auf ein zügiges Inkrafttreten der neuen Regeln einstellen.
FTD: Finanzmarktregulierung – Was aus den großen G20-Zielen wurde (13.7.09): “Eine neue Weltordnung” sah der britische Premier Brown nach dem letzten G20-Gipfel im April heraufziehen. Im Angesicht der Krise hatten sich Industrie- und Schwellenländer auf Reformen der Finanzmärkte geeinigt. FTD.de zeigt, was danach geschah – oder auch nicht.
HB: Aufsichtsrat Ahnungslos (11.7.09): Nachdem die Corporate-Governance-Kommission es über Jahre nicht geschafft hat, verbindliche Qualifikationen für Aufsichtsräte festzulegen, an die sich die Betroffenen auch halten, versucht sich nun die Politik an dem Thema. Laut dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz sollen die Aufseher künftig professioneller werden und sich in jedem Aufsichtrat mindestens ein Finanzexperte sitzen.
HB: Angst und Schrecken am Finanzplatz London (10.7.09): Die internationale Wirtschaftspresse zeigt die Auswirkungen der geplanten Regulierungsreformen auf das Finanzzentrum London. Fortune untersucht den Restrukturierungskurs von Dieter Zetsche bei Daimler. Expansión beobachtet die Turbulenzen bei Iberia. Die Business Times animiert Singapurs Privatbanken zur Expansion. Fundstück: Schwarze Schafe in weißen Westen.
FAZ: Eine Schrumpfkur für das Finanzsystem (8.7.09): Als Aufseher hat die Bafin in der Krise ebenso versagt wie die Bundesbank. Nun muss das System entschlossen reformiert werden. Eine geteilte Aufsicht verwischt die Zuständigkeiten. Auf dem G-8-Gipfel sollten nicht länger die Wall Street und die City of London die Regeln diktieren.
Wiwo: Bankenkrise Zitterpartie Bad Bank (3.7.09): Die Regierung hat nach Monaten endlich den Weg für die Bilanzbereinigung bei deutschen Kreditinstituten frei gemacht. Heute hat der Bundestag das überarbeitete Gesetz für das Bad-Bank-Modell beschlossen: Unklar ist weiterhin, ob es gegen die Bankenkrise hilft, und was es die Steuerzahler kostet.
Blick Log: Finanzkrise – Übersicht über Gesetzesinitiativen und Marktregulierungen in den USA (01.07.09): Diese Präsentation stammt zwar aus dem April, enthält aber einen Überblick über die bis dato gestarteten Maßnahmen zur Bewältigung der Finanz- und Wirtschaftskrise.
Wiwo: Regulierung der Finanzmärkte Neue Regeln für die Finanzbranche werden weltweit zerrieben(30.6.09): Trotz aller heiligen Schwüre, die Finanzmärkte zu zähmen – die Reformen kommen kaum voran. In den USA trumpfen die Banken gegenüber Präsident Barack Obama auf, die Europäer sind zerstritten. Die Branche macht sich Hoffnungen auf geringe Einschnitte.
BIZ: 79. Jahresbericht – Der Weg zu einem krisensicheren Finanzsystem: Risiken und Chancen Abstract | Full Text (PDF, 29.06.09)
NZZ: Ruf nach grenzüberschreitender Regulierung (27.6.09): Der Financial Stability Board auf der G-20-Harmonisierungs-Linie Der im April neu formierte Financial Stability Board strebt eine länderübergreifende Regulierung der Finanzmärkte an. Erste Regeln sollen noch im laufenden Jahr installiert werden.
FT: Reform of regulation has to start by altering incentives (23.6.09): Proposals for reform of financial regulation are now everywhere. The most significant have come from the US, where President Barack Obama’s administration last week put forward a comprehensive, albeit timid, set of ideas. But will such proposals make the system less crisis-prone? My answer is, no. The reason for my pessimism is that the crisis has exacerbated the sector’s weaknesses. It is unlikely that envisaged reforms will offset this danger.
Wiwo: Regulierung der Finanzbranche Neue Aufsichtsbehörden für Europas Finanzmärkte (19.6.09): Nach den Vereinigten Staaten wollen nun auch die EU-Staats- und Regierungschefs ihre Pläne für eine zentralisierte Finanzaufsicht bekanntgeben. Selbst Großbritannien macht mit und will seine Großbanken an die Kette legen. In den USA formiert sich derweil im Senat ernster Widerstand gegen die große Finanzmarktreform. Ein zähes Ringen um mehr Kontrolle auf den Finanzmärkten zeichnet sich ab.
Wiwo: Kernpunkte der Reform US-Finanzmarktregulierung im Überblick (18.6.09): Die Aufgabe ist groß: Das Reformwerk der US-Regierung zur Regulierung und Aufsicht der Finanzmärkte. Eine Übersicht der zentralen Punkte.
HB: Politiker nehmen Derivatemärkte an die Kandare (10.6.09): Als mögliche Verursacher der Weltwirtschaftskrise sind Finanz-Derivate auf den Radarschirm der Politik geraten. Weltweit sind Politiker bestrebt, diese teils komplexen Märkte stärker zu zähmen. Wie die Politik die Derivatemärkte regulieren will.
Der Spiegel: Riss durch die Gemeinschaft (30.5.09): Die EU will die Finanzmärkte von Zockern und Ramschpapieren säubern und das Bankgewerbe domestizieren. Doch London, Dublin und Teile Osteuropas kämpfen für freie Märkte.
NZZ: Vorwarnsystem zur Vorbeugung künftiger Krisen (27.5.09): EU-Kommission konkretisiert Pläne für neue Finanzmarkt-Aufsicht. Die EU-Kommission stellt als Reaktion auf die Finanzkrise zwar keine zentrale Aufsichtsbehörde in Aussicht. Die EU- Behörden und die nationalen Aufsichtsgremien sollen aber enger vernetzt werden.
NZZ: Was der Finanzsektor mit Umweltproblemen gemeinsam hat (20.5.09): Wenn Verschmutzer verursachergerechte Preise zahlen müssen, kann man wieder auf die Marktkräfte zählen. Mit der Finanz- und Wirtschaftskrise wurde die Frage nach neuen oder anderen Regulierungen im Finanzsektor in den Vordergrund geschoben. Die Autoren des folgenden Beitrags plädieren für einen Ansatz, den man vor allem auch aus der Umweltökonomie kennt: das Etablieren verursachergerechter Preise für Ressourcen oder externe Effekte. Sie sehen Verschmutzer der Umwelt und des Finanzsektors in ähnlichen Rollen.
RM: Wirtschaftskrise: Falsch reguliert (14.5.09): Tiemo Kracht fahndet nach den Ursachen der Rezession. Er findet sie bei der amerikanischen Politik – und fordert mehr Markt. Kaum ein Wirtschaftszweig sei so massiv reguliert und überwacht wie das Bankensystem.
Blick Log: G20-Gipfel in London: Die Dokumente sowie Presseberichte und Analysen (5.4.09): Es gab unzählige Berichte über den Finanzgipfel der G20 am vergangenen Mittwoch und Donnerstag. Kein Bericht bot aber bisher Links auf die Originaldokumente, die dort verabschiedet wurden. Der Blick Log stellt hier Links auf die englischsprachigen Dokumente zur Verfügung, die über die offizielle Webseite bereit gestellt werden.
HB: Das hat der G20-Gipfel beschlossen (3.4.09): Mit Mühe haben sich die Regierungschefs geeinigt, wie sie gemeinsam die Folgen der weltweiten Wirtschaftskrise bekämpfen wollen. Eine strengere Finanzaufsicht, Freihandel und mehr Geld für die Entwicklungsländer sollen die Welt vor weiterem Schaden bewahren. Ein Misserfolg des gemeinsamen Konzepts hätte schlimme Folgen.
HB: Finanzwelt steht vor tiefen Einschnitten (2.4.09): Noch liegen die Ergebnisse des Londoner Gipfels der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer nicht auf dem Tisch. Doch schon jetzt ist klar, dass die Finanzwelt, und vor allem die Bankenbranche, in Zukunft völlig anders aussehen wird als vor Ausbruch der Krise.
HB: G20-Gipfel Die Bausteine der neuen Finanzordnung (1.4.09): Die Staats- und Regierungschefs der wichtigsten Industrienationen sind fest entschlossen, die Finanzmärkte viel stärker als bisher zu regulieren. Ob strengere Überprüfung von Ratingagenturen, Zähmung der Hedgefonds oder Trockenlegen von Steueroasen – kein Akteur soll küntig unkontrolliert bleiben. Folgendes will der G-20-Gipfel beschließen.
TP: “Die Europäische Kommission hat aktiv zur Krise beigetragen” (1.4.09):Wirtschaftswissenschaftler kritisieren die Deregulierungspolitik der EU und fordern einen Kurswechsel.
FTD: Wie die Märkte gezähmt werden sollen (31.3.09): Eine neue Architektur für die Welt der Banken, Hedge-Fonds und Kreditderivate – so unbescheiden ist das Ziel der wichtigsten Staaten der Welt. Der Weg dorthin dürfte lang und steinig werden. FTD.de zeigt, warum.
FAZ: Steiniger Weg zur neuen Finanzmarktarchitektur (31.3.09): Auf dem G-20-Treffen lasten hohe Erwartungen. Mancher Politiker hat gar die Hoffnung auf ein Gewaltprogramm fiskalpolitischer Hilfe geweckt, um die Welt aus der Rezession zu reißen. Doch im Kern geht es um die Reform der Regulierung. Bettina Schulz erklärt, welche Punkte im einzelnen auf dem Tisch liegen.
FTD: Was sich ändern muss (31.3.09): Neue Regulierungen können das Finanzsystem nur retten, wenn die grundlegenden Probleme angegangen werden: Verfehlte Anreize, inkompetente Aufseher, zu große Banken.
HB: Topökonomen fordern eine neue Finanzwelt (23.2.09): Führende Ökonomen haben die Regierungen der großen Industrienationen vor dem anstehenden G20-Gipfel zu einem fundamentalen Umbau des Bankensystems aufgerufen. Mit den bisherigen Maßnahmen stoße das Krisenmanagement nicht bis zum Kern des Problems vor, mahnen sie. Ihre Lösung sieht eine Rückkehr zur Strategie des „Narrow Banking“, dem begrenzten Banking, vor.
IW: Endspurt zum Weltfinanzgipfel: Vom Konsens zum Minimalkonsens (18.3.09)
NZZ: Finanzmarktaufsicht – eine Standortbestimmung (14.3.09): Die Finanzkrise ist auch eine Regulierungskrise. Der Autor des folgenden Beitrags geht der Frage nach, warum die Regulierung versagt hat und wie wirksame gesetzliche Rahmenbedingungen auszugestalten sind, um künftige Krisen besser bewältigen zu können.
FTD: Hedge-Fonds werden reguliert (14.3.09): Die USA haben ihren Widerstand gegen die Pläne der EU-Staaten aufgegeben: Künftig müssen Hedge-Fonds über ihre Aktivitäten informieren. Auch den Streit um weitere Konjunkturpakete hat Finanzminister Geithner ausgeräumt.
FAZ: Endspurt für das G-20-Gipfeltreffen Eine neue politische Ordnung der Weltwirtschaft (12.3.09): Vor dem Gipfeltreffen zur Reform des globalen Finanzsystems zeichnen sich erste Konflikte ab. An diesem Donnerstag wird das Financial Stability Forum seine Reformvorschläge in London präsentieren. Die Schwellenländer, allen voran China, pochen auf mehr Stimmrechte in IWF und Weltbank.
Vox: Regulate financial markets while we still can (9.3.09): Financial regulation is a now-or-never proposition as the sector’s lobbying power is greatly diminished. This column argues that we should embrace robust regulation now, risking over-regulation. Correcting mistakes later would be better than risking another era of “self-” or “soft-touch” regulation.
Vox: The political economy of financial reform: Effective regulations require effective regulators (9.3.09): Financial regulation was flawed. However, there are signs that regulators could have done much more with the rules and information they had. Even the best rules are useless if regulators are not interested in enforcing them. This column says regulatory bodies should open their books and make their industry connections transparent so we can evaluate and reduce the risk of regulatory capture.
HB: Wenn die Warnlampen blinken (5.3.09): Die Europäische Union will die Finanzaufsicht der Mitgliedsstaaten stärker vernetzen, um Risiken früher zu erkennen. Doch die Pläne stoßen nicht nur auf Zustimmung – auch in Deutschland werden skeptische Stimmen laut.
FAZ: Neue Gremien sollen EU-Finanzaufsicht verbessern (25.2.09): Vor dem Hintergrund der Finanzkrise spricht sich eine hochrangige Arbeitsgruppe der EU-Kommission für eine neue einheitliche europäische Branchenaufsicht aus. Die bisherige Zusammenarbeit der nationalen Aufseher reiche nicht aus, heißt es in dem Bericht einer Expertengruppe.![]()
NZZ: USA für verstärkte Regulierung der Finanzmärkte (23.2.09): Nach dem Treffen der EU-Vertreter in der G-20 haben die USA vage positiv reagiert. Man sei bereit, zur Regulierung der Finanzmärkte mit anderen Staaten zusammenzuarbeiten, hiess es aus Washington.
HB: Schärfere Kontrollen EU einigt sich auf neue Weltfinanzordnung (23.2.09): Die führenden EU-Länder haben sich auf konkrete Schritte für strengere Kontrollen der Finanzmärkte verständigt. Dazu gehört eine stärkere Aufsicht für spekulative Hedgefonds und Rating-Agenturen. Notwendig sei auch ein entschlossenes Vorgehen gegen Steueroasen. Jetzt müssen die Europäer nur noch den Rest der Welt überzeugen.
FAZ: Neue Finanzordnung verzweifelt gesucht (22.2.09)
HB: Bankeinlagen: Einlagensicherung: Das große Versprechen (19.2.09): Das Bundeskabinett hat nur eine kleine Reform der Einlagensicherung auf den Weg gebracht. Was das für die Sparer heißt.
FAZ: „Änderungen an Bilanzregeln sind notwendig“ (13.2.09):Die Bilanzregeln stehen erneut auf dem Prüfstand. Die Banken drängen auf weitere Änderungen. Franz-Christoph Zeitler, im Bundesbank-Vorstand für Bankenaufsicht verantwortlich, unterstützt dies, wie er im Gespräch mit Markus Frühauf bekräftigt.
HB: Koalition entschärft Bilanzreform (13.2.09): Die umfangreichste Reform des deutschen Bilanzrechts seit Jahrzehnten kommt nur in abgespeckter Version. Union und SPD geben nach heftiger Kritik aus Fachkreisen die Einführung von Fair-Value-Regeln für den Mittelstand auf. Dem bleibt nun einiges erspart.
HB: G20 will Finanzmärkte bändigen (11.2.09): Die G20-Staaten planen eine radikale Reform des internationalen Finanzsystems: Die Industriestaaten sind sich über zahlreiche Maßnahmen zur Regulierung der Finanzmärkte einig. Unter anderem sollen die Eigenkapitalregeln Basel II überarbeitet werden.
HB: Basel II: Licht ins Dunkel (11.2.09): Die Eigenkapitalregeln für Banken haben die Krise nicht verhindert. Jetzt steht alles wieder auf dem Prüfstand. Wie würde sich eine Reform auf den Bankensektor auswirken, und wie lange würde es dauern, bis eine Reform greift? Handelsblatt.com beantwortet zentrale Fragen.
FAZ: Bankenaufsicht Aufseher tüfteln an einer Reform (2.2.09)
HB: Risikomanagement: Ringen mit den Risiken (2.2.09): Die Banken suchen nach neuen Geschäftsmodellen. Schon jetzt zeichnet sich ab: Auch mit einem deutlich verbesserten Risikomanagement und höheren Kapitalpolstern wird es keine Rückkehr in die goldene Bankenära geben. Banken werden künftig sehr viel vorsichtiger operieren – zulasten des Profits.
FAZ: Raus aus der Bewertungskrise (25.1.09): Die Finanzkrise ist entstanden, weil Grundprinzipien der Sozialen Marktwirtschaft verletzt worden sind. Man sollte jetzt nicht versuchen, die Banken zu retten, indem man die letzten Reste guter Ordnungspolitik über Bord wirft. Gelockert gehören die angelsächsischen Bilanz- und Aufsichtsregeln. Sie wirken wie Brandbeschleuniger.
Studie: “The Fundamental Principles of Financial Regulation” (24.1.09,pdf): Geneva Reports on the World Economy. Studie wird zusammengefasst und besprochen in diesem Artikel des Handelsblatts.
FTD: Logik von Basel II: Banken knausern mit Firmenkrediten (6.1.09)
HB: Das Versagen der US-Börsenaufsicht (6.1.09)
Group of Thirty: Financial Reform: A Framework for Financial Stability (2009, genau Erscheinungsdatum fehlt, pdf): The report addresses flaws in the global financial system and provides 18 specific recommendations to: improve supervisory systems by redefining the scope, boundaries, and structure of prudential regulation; enhance the role of the central banks; improve governance practices and risk management; address pro-cyclicality via capital and liquidity standards; enhance accounting practices; strengthen the financial infrastructure; and increase coordination internationally. The project was led by Paul Volcker, Chairman, and Tommaso Padoa-Schioppa and Arminio Fraga Neto, Vice Chairmen.
2008
Wiwo: Lehren aus der Finanzkrise (20.12.08)
HB: Der Staat – Banker wider Willen (26.12.08)
HB: Einfach nach Durchschnittskursen bilanzieren (14.12.09): Mit der Fair-Value-Bewertung haben Rechnungslegungsexperten Probleme, weil die starken Schwankungen in den Wertansätzen der internationalen Bilanzierung IFRS durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz auch in der HGB-Bilanzierung Einzug halten können.
FTD: EU gibt Banken Kapitalquoten vor (17.11.09)
ifo Standpunkt Nr. 100: Lehren aus der Bankenkriese (4.11.08)
Dokumentation: Text G20 Erklärung des Weltfinanzgipfels (16.11.08)
SZ: Das große Missverständnis (24.11.08): Wie der Begriff Neoliberalismus zum Schimpfwort wurde – und warum seine Anhänger von Anfang an den Staat nicht abschaffen, sondern ihn sogar stärken wollten.
Abschlusserklärung des Weltfinanzgipfels (15.11.08)
Blick Log: Viel können wir vom Weltfinanzgipfel nicht erwarten (12.11.08)
Spon: Nobelpreisträger: Wie die künftige Weltfinanzordnung aussehen muss (10.11.08)
Zeit: Wie die Welt das Finanzsystem umbauen will (6.11.08)
Zeit: Hintergrund: Das System von Bretton Woods (6.11.08)
brand eins: Alles ganz legal (11/2008): Mit der Finanzkrise rückt eine Behörde in den Blickpunkt, die kaum jemand kennt: die BaFin. Sie soll die Finanzmärkte überwachen – und hat kläglich versagt. Weil die Juristen dort den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen.
Weissgarnix: Die Elite rettet sich selbst (14.10.08): Über Widersprüche der Bundesregierung zu ihrer Regulierungspolitik
Georg Erber: Elemente einer Reform des Bankensektors in Deutschland (5.10.08)
FAZ: Lehren aus der Krise (10.8.08)
Sachverständigenrat Expertise Das deutsche Finanzsystem: Effizienz steigern – Stabilität erhöhen (pdf) (17.6.2008)
NZZ: Die Kreditkrise ist eine Regulierungskrise (10.5.08)
DIW: Internationale Finanzkrise erhöht Reformdruck im Bankensektor (20.2.08)
Siebert, H. An International Rule System to Avoid Financial Instability (pdf)
Universität St. Gallen, Umgang der Zentralbank mit Finanzkrisen (pdf)
Working Paper Hochschule für Bankwirtschaft Frankfurt: Die Eigenmittelkonzeption des § 10 KWG (pdf, 2000)











