Vorhersage und Analyse

Volkswirte und Analysten tippen häufig im Gleichschritt. Ein häufig dafür gegebene Erklärung:  Besser mit der gesamten Zunft falsch schätzen, als sich mit einer abseitigen Prognose ins Rampenlicht zu stellen. Wer am Ende irrt, kann dann immer noch auf die Mehrheit verweisen, die eben auch falsch gelegen hat. Das gibt Sicherheit und rettet im Zweifel sogar den eigenen Job. In diesem Sinne hier eine Übersicht über Meldungen zum Umgang mit Prognosen und Fachleuten.

HB:  Gefährliche Zahlenspiele (19.04.14): Mathematik verrät uns die Zukunft. So jedenfalls sehen es Analysten, die mit Finanzmodellen arbeiten. Dabei ist das blinde Vertrauen auf Formeln gefährlich – und nicht selten vernebeln sie den gesunden Menschenverstand.

FAZ: Konjunkturprognosen Mehr Treffer als erwartet (3.1.14): Konjunkturprognosen bestehen den Realitätstest oft nicht. Für 2013 waren sie recht erfolgreich – wenn man von Schönheitsfehlern absieht.

2013

WSJ: Warum Aktienprognosen so schlecht sind (29.12.13): Jedes Jahr im Dezember übertreffen sich Analysten mit Schätzungen für die Kursentwicklung im kommenden Jahr. Oft liegen diese Prognosen aber so weit daneben, dass Anleger besser fahren, wenn sie einfach raten.

FAZ:  Ist die Zukunft vorhersagbar? (15.12.13): Wahrsager und Alchemisten versuchen seit jeher die Zukunft vorherzusagen. Man muss selbst in die Glaskugel geschaut haben, um zu prüfen, ob Ökonomen wirklich können was sie behaupten.

FAZ: Sie wollen alles vorhersagen (5.11.13):  Ist Ökonomie eine Wissenschaft? Selbstverständlich. Nur hat sie weniger mit den Naturwissenschaften gemein als mit der Philosophie und den Geisteswissenschaften. Zutreffender ist die Bezeichnung Protowissenschaft.

FAZ: Wachstumsprognosen Das Versagen der Ökonomen (20.10.13): Wenn Wirtschaftsforscher Wachstumsprognosen abgeben, ist das Quatsch. Sie können nicht in die Zukunft blicken. Wie sie es trotzdem versuchen und was sie stattdessen tun sollten.

Working Paper: On the Difference between Binary Prediction and True Exposure with Implications for Forecasting Tournaments and Decision Making Research (25.6.13): Nassim Nicholas Taleb und Philip E. Tetlock – There are serious differences between predictions, bets, and exposures that have a yes/no type of payoff, the “binaries”, and those that have varying payoffs, which we call the “vanilla”. Real world exposures tend to belong to the vanilla category, and are poorly captured by binaries. Vanilla exposures are sensitive to Black Swan effects, model errors, and prediction problems, while the binaries are largely immune to them. The binaries are mathematically tractable, while the vanilla are much less so.  Hedging vanilla exposures with binary bets can be disastrous — and because of the human tendency to engage in attribute substitution when confronted by difficult questions, decision-makers and researchers often confuse the vanilla for the binary.

HB: Demoskopie  Wahlforscher in der Krise (21.6.13): Wahljahre sind die großen Zeiten der etablierten Meinungsforscher. Doch Digitalisierung und mangelnde Innovation bringt ihre Geschäftsmodelle ins Wanken. Plötzlich bedrängt neue Konkurrenz die großen Institute.

MarketWatch: 10 things economists won’t tell you (9.6.13): Why the future of the economy is as tough to predict as the weather

NYT-Dealbook: Prophecies Made in Davos Don’t Always Come True (21.1.13)

HB: Meinungsschwenks – Wo Börsengurus und Hedge-Fonds 2012 irrten (14.1.13): Viele Top-Investoren verbreiteten Weltuntergangsstimmung und lagen daneben. Manager Paulson wettete gegen den Euro und setzte viel auf Goldaktien. Das ging allerdings schief. Von Fehleinschätzungen und Renditeproblemen.

WSJ: Das peinliche Versagen der Ökonomen (12.1.13): Es ist wieder die Zeit gekommen, in der Volkswirte das Volk mit ihren Prognosen für das neue Jahr unterhalten. Was sie dabei verschweigen, ist die miserable Trefferquote ihrer Schätzungen. 2012 hat die Zunft komplett versagt – weil ihre antiquierten ökonomischen Modelle nicht taugen.

Blick Log: Das DAX-Prognose-Paradox – oder, warum es heute einfacher ist, einen DAX-Stand von 20.000 vorherzusagen, als eine treffsichere Jahresendprognose zu machen (9.1.13)

Social Europe Journal: Why Do Economic Forecasters Get It Wrong? (8.1.13): At year end we all assess the past and guess the future. We compare what we expected and what happened. We develop new expectations for the new year. In economic affairs this is particularly important, as expectations on growth are crucial for firms’ investment decisions, for government policies and for people’s chances to work. This is the job of hundreds of researchers that produce economic forecasts in advanced countries. The more uncertain the time, the more delicate their task. Let us see what they expected – and what did happen – for the European economy in these times of crisis.

FAZ: Forschung an der ZukunftsmaschineDie Berechnung der Welt (7.1.13): In Zürich will ein Professor auf einem Computer das gesamte Weltgeschehen simulieren. Menschliches Verhalten und die Zukunft sollen so berechenbar werden. Wollen wir das überhaupt? (siehe dazu auch Ich sag mal).

2012

Telepolis: Abschwung oder Absturz? (27.12.12):  Zum Jahresabschluss: eine Prise ökonomischer Kaffeesatzleserei für 2013. Alljährlich setzt gegen Jahresende das übliche Ratespiel der Wirtschaftsforschungsinstitute und mehr oder minder bekannter Experten ein, bei dem alle Beteiligten sich mühen, die Konjunkturaussichten für das kommende Jahr zu erhellen. Dabei haben die Vorhersagen unser modernen Konjunkturauguren in etwa dieselbe Substanz wie die Prophezeiungen ihrer Vorgänger aus dem Altertum oder der Steinzeit, als Schamanen, Orakel und Druiden den Verlauf der Zukunft aus Tiereingeweiden oder dem Schwalbenflug abzulesen hofften: die bis auf die Nachkommastellen präzisierten Konjunkturzahlen, mit denen der positivistische Mythos wissenschaftlicher Exaktheit und Präzision beschworen wird, haben die Aussagekraft eines Zufallsgenerators. Kaum eine Prognose unserer “Wirtschaftsweisen” tritt tatsächlich ein, wobei selbst die wenigen Treffer statistisch betrachtet auch dem schlichten Rateglück geschuldet sein können.

Project Syndicate: Schlecht funktionierende Modelle (18.12.12): „Warum hat keiner die Krise kommen sehen?“, fragte Königin Elizabeth II. bei einem Besuch der London School of EconomicsEnde 2008 die Ökonomen. Vier Jahre später hätte das wiederholte Versagen der Wirtschaftsforscher, Tiefe und Dauer der Wirtschaftskrise vorherzusagen, der Queen eine ähnlicher Frage entlockt: Warum wurde der Aufschwung so überschätzt?

Spon: Falsche Prognosen 2012 Hellseher ohne Durchblick (14.12.12):  Sportveranstaltungen, Aufstände, Naturkatastrophen: Selbsternannte Wahrsager lieferten erstaunliche Vorhersagen für 2012. Eine Untersuchung bescheinigt den Propheten nun “Versagen auf ganzer Linie”.

FTD: Das Kapital: Vergesst Prognosen (7.12.12):  Zum Abschied lüften wir unser heißestes Geheimnis: Wer sind die Männer hinter dem Kapital? Bitte schön. Und sie haben auch zum Schluss noch jede Menge zu sagen

Salon: Nassim Nicholas Taleb: The future will not be cool (1.12.12): Futurists always get it wrong. Despite the promise of technology, our world looks an awful lot like the past

FTD: DSW-Studie DAX-Konzerne machen nutzlose Prognosen (20.11.12): Wenig aussagekräftig und für Anleger schlicht nutzlos – so hart urteilt die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz über die Prognosen von DAX-Konzernen. Große Konzerne wie die Deutsche Bank und BMW liegen bei der Transparenz weit hinten.

FAZ: Perfekte Wahlprognose Das Ende des Zufalls? (8.11.12): Nate Silver hat die Wahlergebnisse aller 50 amerikanischen Bundesstaaten vorausgesagt. Doch damit nicht genug: Seine Prognosen sollen in Zukunft Terroranschläge und Umweltkatastrophen verhindern.

HB: Die Irrtums-Industrie (25.10.12):  2013 wird für Deutschland ein schlechtes Jahr, sagen die Wirtschaftsforscher voraus. Die gute Nachricht: Sie liegen mit ihren Prognosen verlässlich daneben. Ihr Pessimismus wird von der Wirklichkeit Jahr für Jahr widerlegt.

HB: Der Werber-RatApokalyptiker haben Hochkonjunktur (22.10.12): In der Krise mangelt es nicht an Schwarzsehern und Besserwissern. Doch reden ohne zu handeln, bringt wenig. Bodo Hombach schreibt, warum man erst den Fuß auf der Bremse haben muss.

Carta: Euro-Crash-Propheten: Münchaus große Glaskugel (8.10.12)

Robert Shiller: Was wir uns über die weltweite Konjunkturabschwächung erzählen (20.9.13)

FAZ: Denkfehler, die uns Geld kosten (33) Der Blick in die Zukunft führt in die Irre (29.9.12): Alle wollen wissen, was morgen kommt. Doch die Bilanz vieler professioneller Prognostiker ist ernüchternd. Trotzdem glauben ihnen viele.

HB: Der Bild-Zeitungs-Indikator – Vorsicht, wenn alle über Gold reden! (13.9.12): Steigt der Goldpreis noch weiter oder stürzt er ab? Wer die Antwort wissen will, sollte sich die Medienberichte über Gold anschauen. Wann Sie vorsichtig werden sollten – eine exklusive Auswertung.

FTAlpha: Is peak oil dead? (24.7.12): This is a guest post from Chris Nelder, an energy expert who has spent a decade studying and writing about energy and related issues. He has written two books (Profit from the Peak and Investing in Renewable Energy) and hundreds of articles on energy and investing. He blogs at GetREALList.com and writes the Energy Futurist column for SmartPlanet.

Economist: Prediction markets – Betting on the future (18.7.12):

WSJ: Hat Peak Oil seinen Zenit überschritten? (27.6.12): Wann erreicht die weltweite Ölförderung ihr Maximum, nach dem es nur noch abwärts geht? Diese Frage hat Ökonomen Jahrzehnte beschäftigt. Doch den Anhängern der Theorie von Peak Oil droht eine Enttäuschung.

PS: Die Gefahren von Prophezeiungen (27.6.12): Diejenigen unter uns Ökonomen, die wir tief in die Wirtschafts- und Finanzgeschichte eingetaucht sind – und die wir uns der Geschichte des ökonomischen Denkens in Bezug auf Finanzkrisen und ihre Auswirkungen bewusst sind –, haben Grund, auf unsere Analysen während der vergangenen fünf Jahre stolz zu sein. Uns war bewusst, in welche Richtung wir unterwegs waren, weil wir wussten, wo wir herkamen. von J. Bradford DeLong

Tim Harford: Heads or tails? Just don’t bet on it (16.6.12): Forecasts are useless and behavioural economists know that people see patterns that aren’t there

Steve Keen: Predicting the “Global Financial Crisis”: Post Keynesian Macroeconomics (22.5.12)

Zero Hedge: Feedback, Unintended Consequences And Global Markets (21.5.12): We cannot know that unintended consequences will always be destructive. Neither models nor projections have accurate track records in predicting the future.

Stuttgarter Zeitung: Psychologie Wie intelligent ist der Schwarm? (15.4.12)

Pixelökonom: Wie wichtig und richtig sind Prognosen? (13.4.12):

Economist View: The Forecasting Ability of Modern Macroeconomic Models (10.4.12): I think this mischaracterizes Paul Krugman’s view, though he can certainly speak for himself. But the rest is interesting: Volker Wieland and Mail Wolters on the forecasting ability of modern macroeconomic models (this one should have a warning that it is “very wonkish”):

FTD: Huch, wir sind Wirtschaftswunder (16.3.12): Deutsche Experten erklären dem Rest der Welt gerade erstaunlich selbstsicher unseren Erfolg. Dabei hatte damit vor ein paar Jahren gar keiner gerechnet. Eine Erinnerungshilfe.

FTD: Unternehmen setzen auf Orakelbörse (24.2.12): An Prognosemärkten können Anleger mit Papieren auf Ereignisse handeln: bekommt George Clooney einen Oscar? Auch Unternehmen nutzen die Wetten zur Auswertung von Wirtschaftsdaten.

HB: Die Analysten liegen richtig – nur zu früh (20.02.12): Die Prognosen der Analysten haben sich nach nur fünf Wochen erfüllt. Doch was machen wir nun in den mehr als zehn Monaten, die von diesem Jahr noch übrig sind?

HB: WirtschaftswissenschaftenDas große Zittern (22.1.12): Selten war die Unsicherheit über den Konjunkturausblick so groß wie derzeit. Die Ungewissheit selbst wird dabei zunehmend zu einer Gefahr für die Wirtschaft, zeigen neue Studien.

FTD: Thomas Fricke – Bitte nur noch erfreuliche Prognosen! (6.1.12): Zum Jahresstart gibt es eine Flut besinnlicher Aufrufe, mit schlimmen Vorhersagen endlich mal aufzuhören. Das Problem: Schönreden hilft auch nicht weiter. Ein Ausblick

Spon: Konjunkturprognosen  – Kritik an Ökonomen: Die Mär von der Zauberkugeller? (13.10.11):Blindgänger, Geschichtenerzähler, Schaumschläger: In Zeiten von Wirtschaftskrisen müssen Ökonomen als Sündenböcke herhalten. Volkswirt Hanno Beck erwidert den Kritikern: Der weit verbreitete Glaube an Zaubersprüche und Kristalkugeln zeuge von Naivität.

HB: Neue Methode – Wie Forscher mit Google die Arbeitslosigkeit vorhersagen (26.09.11): Immer mehr Ökonomen nutzen die Statistiken von Google um herauszufinden, was die Menschen tatsächlich beschäftigt. So können sie sogar Grippeepidemien und Entlassungswellen vorhersagen.

Freakonomics Radio: The Folly of Prediction (14.9.11): It’s impossible to predict the future, but humans can’t help themselves. From the economy to the presidency to the Super Bowl, educated and intelligent people promise insight and repeatedly fail by wide margins. These mistakes and misses go unpunished, both publicly and in our brain, which has become trained to ignore the record of those who make them. In this hour of Freakonomics Radio, we’ll dream of the day when bad predictors pay – when the accuracy rate of pundits appear next to their faces on TV, when the weatherman who botches the 5-day forecast by 20 degrees has to make his next appearance soaking wet. We’ll also look at the deep roots of divining what tomorrow brings, from the invention of religion to new understandings of how we make decisions about the future. Read Transcript

Voxeu: Do equity price drops foreshadow recessions? (14.9.11); There are concerns that the recent sharp drop in equity prices in the advanced economies may signal a rise in the risk of a double-dip recession. This column examines the performance of equity prices as predictors of new recessions in the G7 economies. The findings suggest that equity prices are useful predictors of recessions in most of these countries. Recent drops in equity prices suggest that the probability of a double-dip recession in France, the UK, and the US has increased substantially.

FAZ: Kapitalismus am Ende? – Die Untergangspropheten (23.8.11): Der eine sieht in einem Krieg gegen Außerirdische die letzte Rettung, der andere schließt Massenproteste auch in Amerika nicht mehr aus: Die Ökonomen Paul Krugman und Nouriel Roubini sehen das Ende des kapitalistischen Systems gekommen.

Spon: Neues von der Krise – Spiel nicht mit den Schmuddelbonds? (19.8.11):Die einen glauben, dass wir die Kurve kriegen, andere erwarten über Monate “jedes Wochenende Krisensitzung”: Die jüngsten Kursabstürze sorgen unter Ökonomen für höchst unterschiedliche Prophezeiungen. Ein Überblick.

BL: Wie sich das Prognosewesen der Volkswirte endlich weiterentwickeln könnte (15.6.11):

BL: Fehlprognosen der dunklen Wirtschafts-Gurus: Vom ausgebliebenen Wirtschaftsuntergang (10.6.11)

BL: Je renommierter der Fachmann, desto schlechter die Prognose oder im Prophetengeschäft gibt es keine Qualitätskontrolle (27.5.11): Zwei interessante Artikel habe ich jüngst über Philip Tetlock gelesen. Der amerikanische Politologe hat sich intensive über die Qualität und Treffsicherheit von Fachleuten geforscht. Tetlock fand heraus, so schrieb John Kay in der Printausgabe für des Handelsblatts:

HB: Rohstoff-Papst:Wie Jim Rogers mit seinem Optimismus nervt (23.05.11): Jim Rogers gilt als einer der größten Rohstoff-Experten. Seit Jahren prophezeit er einen Mega-Boom, weil der Rest der Welt zusammenbrechen wird. Je mehr Menschen er davon überzeugt, desto reicher wird er selbst.

FTD: Roman Frydman und die Prognosekritik (22.3.11): Wir wissen es auch nicht: Keine ökonomische Theorie berücksichtigt ungewöhnliche Ereignisse, sagt Roman Frydman. Er fordert mehr Demut von seiner Zunft und bessere Regulierung.

FAZ: Im Gespräch: Roman Frydman – “Buffett und Soros interessieren sich nicht für Psychologie” (18.3.11): Die gängigen Modelle der Finanzmarktökonomen taugen nichts, um große Kursveränderungen zu erklären. Gefragt ist ein Ansatz mit einem realistischeren Bild von Menschen und Märkten erklärt Roman Frydman, Professor für Ökonomie an der New York University.

FTD: Thomas Fricke – Sonderfall Rezession (18.3.11): Nach großen Schocks wie der Katastrophe in Japan kursieren rasch Sorgen über globale ökonomische Ansteckung und Crashs, von denen fast alle am Ende ausblieben. Fast alle

Forbes: Why Most Predictions Are So Bad – And what is actually being done about it (17.3.11): Von Philip Tetlock and Dan Gardner, America’s intelligence agencies are the biggest and most sophisticated in the world. To the greatest extent possible, they should foresee major political events–like the unrest that has rocked the Middle East since January–and give America’s leaders advance warning. Are they doing that now? Many commentators have opinions, but the disturbing truth is we don’t know. However, a major new research project funded by the Intelligence Advanced Research Projects Activity, a branch of the intelligence community, may soon change that.

FTD: Das Kapital – Ökonomen unter Demokratieschock (24.2.11): Wenn die Ökonomen ihre Prognosen im Sommer eindampfen müssen, wird das nichts mit dem fundamentalen Zustand der Weltwirtschaft zu tun haben. Schuld wird wie immer ein Schock sein. Er ist sogar schon da – und braucht nur noch einen richtigen Namen.

HB: Börse: Warum ein starker Ifo-Index ein Warnsignal ist (24.1.11): “Der Ifo-Index hilft dem Dax auf die Sprünge“, lautet die Begründung für den tollen Wochenausklang an den Aktienmärkten. Doch in der Vergangenheit leiteten Umfragehochs des wichtigen Konjunkturindexes stets markante Börsenwenden nach unten ein.

Handelszeitung: Dr. Doom Marc Faber: Leistungsausweis des Fondsmanager und Berater glänzt nicht immer (11.1.11): Mit seinen pechschwarzen Prognosen trifft Dr. Doom den Nerv der Investoren rund um den Globus. Doch der Leistungsausweis des Schweizers als Fondsmanager und Berater glänzt nicht immer.

HB (Paid Content): PROGNOSEN An der Zukunft scheitern Experten wie Schimpansen (10.1.11): Noch immer glauben viele Leute, die Fortschreibung aktueller Trends wie der Aufstieg Chinas sei eine gute Voraussage. Sie irren. von John Kay

Tagesanzeiger: Der Wert der Börsenprognosen (4.1.11): Immer zum Jahreswechsel wimmelt es im Blätterwald wieder von ihnen: den Börsenprognosen für das neue Jahr. Die Wirtschaftsseiten sind voll von Tipps, in welche Aktien man im neuen Jahr am besten investieren sollte. Experten werden befragt, welche Unternehmen oder Branchen besonders erfolgreich sein werden und welche erfolglos. Würden tatsächlich Analyse-Instrumente existieren, die eine genaue Prognose von Aktienkursen ermöglichen, wären solche Prognosen genau deshalb wirkungslos. Warum?

BL: What a Optimismus: Die Prognosen und Anekdoten der “Experten” für 2011 (03.01.11): Der Blick Log ist ja eigentlich ein wenig spät dran mit seinem Blick in das Jahr 2011. Während die ersten Redaktionen schon fast die jedes Jahr früher beginnenden Jahresrückblicke vorbereiten, schaue ich erst nach dem Jahreswechsel nach vorn. Und wie bereits im letzten Jahr könnte ich für dieses Jahr ebenfalls schreiben, dass bereits vor einem Jahr die Konjunkturprognosen mehrheitlich falsch und viel zu pessimistisch waren.

Spon: Kuriose Prognosen – Boom im Zeichen des Minirocks (2.1.11): Schmale Krawatten, kurze Röcke, starke Wirtschaft – so einfach kann eine Wachstumsprognose sein. Doch selbst skurrile Theorien über den Zusammenhang von Mode und Konjunktur enthalten einen wahren Kern. Ein etwas anderer Ausblick auf das neue Jahr.

Zeit: Ökonomie Gebt zu, ihr wisst es nicht (22.12.10): Ökonomen können die Bewegungen der Wirtschaft kaum vorhersagen. Wer das akzeptiert, macht die bessere Politik.

FAZ: WikileaksWas weiß die Börse? (13.12.10): Bevor die englische Polizei Wikileaks-Gründer Julian Assange festnahm, hat er mit Enthüllungen über eine Bank gedroht. Nur über welche? Glaubt man den Reaktionen an der Börse, könnte es die Bank of America treffen. Haben die Aktionäre mit ihrem Tipp recht?

FAZ: Verschwörungstheorien – Apokalyptiker verkünden das Ende des Euro (28.11.10): Untergangspropheten wissen Bescheid: Die D-Mark kommt zurück! Es kann sich nur um Wochen handeln. Bis dahin geben sie Kurse für Selbstversorger und werben für Gold. Bezahlen lassen sie sich dafür aber sehr gern in Euro.

HB: Holger Fahrinkrug zur Prognosebörse: „Der Mechanismus ist richtig “  (8.11.10): Seit einem Jahr gibt es auf der Handelsblatt-Prognosebörse die Möglichkeit, Prognosen über die Entwicklung wichtiger Konjunkturdaten über virtuelle Aktien zu handeln. Im Interview erklärt Holger Fahrinkrug, Chefvolkswirt der Westdeutschen Landesbank warum er mitspielt, welche Parallelen es zur Wirklichkeit gibt und worauf es ankommt.

HB: Prognosebörse: Handel mit Inflation und Arbeitslosenzahl (8.11.10): Auf der Handelsblatt-Prognosebörse spekulieren Teilnehmer über den Verlauf der Konjunktur. Die Vorhersagen sind oft besser als die der Profis. Ein Jahr nach dem Start der ersten Version gibt es nun einige Änderungen.

FTD: Das Kapital – Der Devisenprofi empfiehlt (11.10.10): Am 7. Juni markierte der Euro sein Jahrestief bei 1,19 Dollar. Die Prognosen für die Gemeinschaftswährung waren düster. Hier die schönsten Bankensprüche von damals.

BL: Wie die Propheten der Ökonomie danebenliegen (2.9.10): Mehrfach hat der Blick Log in den letzten Monaten über die widersprüchlichen ökonomischen Prognosen geschrieben (siehe unten). Bei der Lektüre der Titelzeile auf FTD.de über den Euro kam mir spontan der Satz in den Sinn: “Experten” sehen immer das voraus, was gerade passiert: Jetzt den “Run aus dem Euro”

HB: Geschäftsmodell Schwarzsehen: Die düsteren Propheten der Ökonomie (14.8.2010): Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat ganze eine Schar ultrapessimistischer Außenseiter-Ökonomen zu Stars gemacht. Auch Marc Faber oder Nouriel Roubini haben sich so einen Namen gemacht. Und sie verdienen prächtig mit ihren düsteren Prophezeiungen zu Inflation, Immobilien- und Börsen-Crash – obwohl die Welt nicht wie versprochen untergeht.

Telepolis: Die fünf führenden Wirtschaftsforschungsinstitute vs. Oktopus Paul (27.7.10): Zweimal jährlich berichten alle Medien über die aktuellen Konjunkturprognosen – eine Analyse zeigt, dass diese nicht besser als der Zufall sind

BL: Erweckt das Echtzeitweb den Laplaceschen Dämon? (24.5.10)

HB: Verhöhnt, verlacht, verflucht: Sind Analysten wirklich so schlecht? (20.5.10): Analysten sind Prügel gewohnt. Zu spät dran, nicht ganz neutral und obendrein viel zu optimistisch. Die Liste der vermeintlichen Schwächen von Analysten ist lang. Doch wer dem Rat der Experten folgt, kann hohe Renditen erzielen. Auch wenn sich der eine oder andere kräftig verschätzt, liegt die Masse oft richtig.

BL: Prognosen, falsche Sicherheit und die Delegation von Verantwortung auf “Experten” (18.5.10)

BL: Robert Shiller über die Schwächen von Prognosen und fünf enttäuschende Jahre (17.4.10)

FAZ: Tücken der Konjunkturprognosen – Nur ein bisschen besser als Würfeln (28.3.10): Konjunkturprognosen gehören zu den schlechtesten Prognosen überhaupt: Die große Krise haben Wirtschaftsforscher nicht kommen sehen. Trotzdem haben sie ihre Modelle bisher kaum verbessert – weil sie sich schwer tun, irrationale Verhaltensweisen der Menschen einzubauen.

HB: Ernüchternde Studie: Warum Zinsprognosen nichts taugen (11.3.10): Nur selten gelingt es Finanzinstituten, die Entwicklung der Zinsen vorauszusagen. In einer aufwendigen Langzeitstudie haben Forscher jetzt untersucht, woran das eigentlich genau liegt. Dabei kommen sie zu einem ernüchternden Ergebnis. Link zur Studie (pdf, 20 Seiten).

BL: Vorhersagebörsen stellen Expertentum in Frage (9.3.10)

Motley Fool: Playing The Prediction Markets (4.3.10): This article provides an introduction to both utilising implicit predictions in binary options, as well as some pointers on trading. Prediction markets provide an interesting venue for gauging the probability of an event based on the trading of both informed and uninformed participants.

HB: Große Masse schlauer als Experten? (01.03.10): Die Prognosebörse EIX sagt Konjunkturdaten zum Teil besser voraus als Profis. Ihr großer Vorteil: Sie verarbeitet Informationen nicht nur schneller, sondern berücksichtigt auch solche, die in die üblichen Modelle gar nicht eingehen können.

Mises: Bursting Eugene Fama’s Bubble (15.2.10): In a recent interview in the New Yorker, Eugene Fama, Chicago School economist and father of the efficient-markets hypothesis (EMH), defended his theory in light of the housing boom and crash. Fama’s views on asset bubbles and business cycles stand in sharp contrast to the standard Austrian position. Although Chicago and Austrian economists are on the same side on many policy questions — particularly in their opposition to Keynesian solutions — Fama’s interview reveals the large differences in their theoretical toolboxes.

HB: Prognosebörse: Der Handel mit den Erwartungen floriert (26.11.09): Positive Impulse für die deutsche Wirtschaft, verrieten die Bundesstatistiker Mitte November, kamen im dritten Quartal speziell von den Exporten und den Investitionen in Ausrüstungen und Bauten. Diese wertvolle Information nahmen die Teilnehmer der Handelsblatt Prognosebörse auf – und erhöhten ihre Prognosen für die Bruttoanlageinvestitionen.

HB: Prognosebörsen – Mitarbeiter handeln mit Erwartungen (5.11.09): Hundert Laien sind oft schlauer als ein Experte. Unternehmen machen sich dieses Prinzip zu Nutze. Sie richten Prognosebörsen für ihre Mitarbeiter ein. Mit überraschendem Erfolg. Über die Klugheit der Masse und ihren unschätzbaren Wert für heikle Entscheidungen.

BL: Handelsblatt plant Prognosebörse (22.10.09)

BL: Wie man das Risiko in volkswirtschaftlichen Prognosen darstellen könnte (21.10.09)

BL: Kurse machen die Prognosen und nicht umgekehrt (14.10.09)

BL: Von der Penetranz der “Gurus” und dem Glück an der Börse (15.8.09)

BL: Über die Zukunft ökonomischer Vorhersagen (17.6.09)

DIW: Geben Konjunkturprognosen eine gute Orientierung? (pdf, 25.3.09): Die vorliegende Bewertung der Treffgenauigkeitvon Prognosen sowie von vorläufigen amtlichen Berechnungen zur wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland zeigt, dass frühe Prognosen nicht nur sehr ungenau sind, sondern auch systematisch zu optimistisch ausfallen. Die mehr als ein Jahr im voraus erstellten Schätzungen im Rahmen der Gemeinschaftsdiagnose zur Wachstumsrate des realen Bruttoinlandsprodukts lagen im Zeitraum 1996 bis 2006 durchschnittlich um etwa die Hälfte über den später festgestellten tatsächlichen Werten. Eine deutliche Verbesserung der Zuverlässigkeit wird bei Prognosen für das jeweils laufende Jahr erzielt, und die ersten vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes unmittelbar nach Ablauf eines Jahres liegen bereits recht nahe bei den endgültigen Werten. Die Prognosen und vorläufigen Berechnungen zum Bruttoinlandsprodukt und zu den privaten Konsumausgaben sind am zutreffendsten, während die Konsumausgaben des Staates die am schlechtesten vorausgesagte Größe ist.

Wirtschaftsdienst:  Welche Rolle spielen Prognosen? (pdf, 2/2009): Aktuell ist eine Einschätzung der zukünftigen Wirtschaftslage dringend nötig. Gleichzeitig ist es aber ausgesprochen schwierig, verlässliche Vorhersagen zu machen. Zudem ist zu befürchten, dass die Prognosen selbst Reaktionen bei den Wirtschaftsbürgern auslösen. Was wird von Prognosen erwartet? Was können sie leisten? Sollte für eine bestimmte Zeit auf Prognosen verzichtet werden?

BL: Horrorvorhersagen: »Es kommt noch schlimmer” erschreckt, aber erhellt nicht (6.1.09)

BL: Extreme Kursprognosen und die Schwächen von Analysten (29.10.08)

Business Week: Prediction Markets Meet Wall Street (14.1008): Besides helping us determine the next President or Hollywood blockbuster, crowd wisdom may also help predict flu epidemics or whether a bailout will work

Telepolis: Geld verdienen mit Barack Obama (19.5.08): Virtuelle Börsen sagen Wahlergebnisse besser voraus als die Umfragen der Wahlforscher, Unternehmen nutzen sie zur Strategieplanung. Mit echtem Geldeinsatz, argumentieren US-Forscher, könnten sie noch genauer arbeiten – wenn das legal wäre. Was der Börsenteil der Tageszeitung jeden Tag abdruckt, ist mittlerweile nur noch ein winziger Ausschnitt aus der Welt der Zertifikate und Emissionsscheine. Längst kann man nicht mehr nur auf die Weltwirtschaft allgemein, das Verhalten der neuen Siemens- oder Daimlerchefs und auf die Meinung der anderen Marktteilnehmer wetten – man kann auch Anteile an CDU, SPD und FDP erwerben, man kann sich die US-Präsidentschaftskandidaten kaufen, ein Stück des FC Bayern München oder gar einen Anteil am Wetter der Zukunft.

Working Paper: Shall We Vote on Values, But Bet on Beliefs? (10/2007): Democracies often fail to aggregate information, while speculative markets excel at this task. We consider a new form of governance, wherein voters would say what we want, but
speculators would say how to get it. Elected representatives would oversee the after-the-fact measurement of national welfare, while market speculators would say which policies they expect to raise national welfare. Those who recommend policies that regressions suggest will raise GDP should be willing to endorse similar market advice. Using a qualitative engineering-style approach, we present three scenarios, consider thirty-three design issues, and finally a more specific design responding to those concerns.

Brand eins: Besser regieren (10/2007): Die Demokratie ist die beste Herrschaftsform. Heißt es. Aber natürlich ließe sie sich weiterentwickeln. Eine aktuelle Utopie heißt: Futarchy. Der amerikanische Sozialforscher Robin Hanson hat sich eine neue Form der Herrschaft ausgedacht. Er nennt sie Futarchy und bewirbt sie mit dem Slogan: “Vote on values, but bet on beliefs” – stimme über Werte ab, aber wette auf Überzeugungen. In der Futarchy entscheiden die Wähler darüber, welche Ziele und Werte die Gesellschaft insgesamt verfolgen soll, während Experten die Aufgabe zukommt, diese zu realisieren. Das Votum der Fachleute wird dabei durch sogenannte Vorhersage- oder Entscheidungsbörsen ermittelt: Experten schließen Wetten darüber ab, welche Entscheidung im jeweiligen Fall die beste ist. Die Politiker brauchen nur noch aus der Quote das Empfehlenswerteste abzulesen.

Business Week: Workers, Place Your Bets (3.8.06): More corporations are setting up their own markets for economic forecasts, hoping to tap into the wisdom of employees

NYT: A Market Approach to Politics (8.5.03): By HAL R. VARIAN. MOST political questions involve a combination of facts and values. One example might be: Does global warming exist and, if so, what should we do about it? The first question is about facts; the second is about values.

Journal of Economic Perspectives: Prediction Markets (Spring 2004) v. Justin Wolfers and Eric Zitzewitz. In July 2003, press reports began to surface of a project within the Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA), a research think tank within the Department of Defense, to establish a Policy Analysis Market that would allow trading in various forms of geopolitical risk. Proposed contracts were based on indices of economic health, civil stability, military disposition, conflict indicators and potentially even specific events. For example, contracts might have been based on questions like “How fast will the non-oil output of Egypt grow next year?” or
“Will the U.S. military withdraw from country A in two years or less?” Moreover, the exchange would have offered combinations of contracts, perhaps combining an economic event and a political event. The concept was to discover whether trading in such contracts could help to predict future events and how connections between events were perceived. However, a political uproar followed. Critics savaged DARPA for proposing “terrorism futures,” and rather than spend political capital defending a tiny program, the proposal was dropped.

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Prognosen, Warnungen und Mahnungen zur Konjunkturentwicklung

FTD: Düstere Prognosen – Die Deflationsbären sind los (29.6.10): Albert Edwards, David Rosenberg und Paul Krugman sind sich einig: Der Weltwirtschaft droht ein gefährlicher Verfall der Preise. Nobelpreisträger Krugman spricht sogar von “dritter Depression” nach 1873 und 1929. Anleger flüchten in Anleihen und Gold.

Spon: Schwache Konjunktur – Ökonomen rechnen mit monatelanger Dümpelwirtschaft (12.2.10): Deutschlands Wirtschaft kommt nicht in Fahrt: Im Winter stagnierte sie auf dem Niveau vom Herbst, Ökonomen haben wenig Hoffnung, dass sich das bald ändert. Für das Gesamtjahr 2010 rechnen sie nur mit einem Mini-Aufschwung – und mit akuten Rückschlagsgefahren.

NZZ: Weltweiter Wirtschaftsaufschwung bleibt labil (21.1.10): Weltbank sieht ein Prozent Wachstum für Europa – Konjunkturprogramme laufen aus. Die globale Wirtschaft wird nach Ansicht der Weltbank noch über Jahre unter den Folgen der Finanzkrise leiden. Die Erholung der Weltwirtschaft werde sich im Jahresverlauf abschwächen, da staatliche Konjunkturprogramme an Wirkung verlieren.

FTD: Korrigierte Prognose – IWF macht Mut für Weltwirtschaft (20.1.10): Die globale Wirtschaftsleistung wird nach Ansicht von IWF-Chef Strauss-Kahn in diesem Jahr um mehr als drei Prozent zunehmen – und damit die eigene Prognose übertreffen. Die Erholung wirke aber nicht überall gleich.

HB: Finanzmarktrally: Warnung vor der „Monsterblase“ (19.1.10): Die Notenbanken fluten die Finanzmärkte mit billigem Geld. Die Investoren suchen händeringend nach Anlagen. Ein gefährliches Gemisch. Wirtschaftsprofessor Nouriel Roubini warnt gar vor der nächsten Monsterblase. Die Frage ist nicht ob, sondern wann und wo. Erwischt es wieder die Aktienmärkte? Sind diesmal die Anleihemärkte dran? Oder droht die Gefahr an ganz anderer Stelle?

HB: Skeptischer Ausblick: IWF-Chef warnt vor zweiter Rezession (18.1.10): IWF-Chef Strauss-Kahn warnt angesichts der schlechten Vorzeichen die Industriestaaten eindringlich davor, die stützenden Maßnahmen zu früh zu beenden – eine zweite Rezession drohe. Auch die deutsche Wirtschaft wird durch das schlechte vierte Quartal nach einem Bericht der Bundesbank kräftig zurückgeworfen, der Ausblick auf das erste Quartal 2010 macht wenig Hoffnung.

HB: Finanzdienstleister: Die Hoffnung lebt, die Skepsis bleibt (15.1.10): War es das? Bei Finanzdienstleistern setzt sich nach dem brutalen Absturz des Stimmungsbildes wieder eine leicht optimistischere Grundhaltung durch. In der KURS-Trendumfrage 2009 keimt das Pflänzchen Hoffnung. Doch noch begegnet man den Aufschwungpropheten mit realistischer Skepsis.

Zeitenwende: Ueber Prognosen und deren Hintergründe (4.1.10): Alljährlich zur Jahreswende begutachten die Oekonomen und selbsternannten Finanzexperten den Patienten Wirtschaft und geben ihre Prognosen ab. Aufschwung, Abschwung oder Treten an Ort – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Die Abweichungen sind dabei so gross und die Tefferquote nachgewissenermassen so klein, dass man sich fragen muss, weshalb Prognosen überhaupt noch auf Nachfrage stossen. Zusammenstellung von Videobeiträgen

Welt: BDI-Prognose – Vier gefährliche Jahre für deutsche Industrie (6.1.09): Bis 2014, so hat es der Industrieverband BDI vorausberechnet, dürfte es dauern, bis die deutschen Exporte wieder das Niveau wie vor der Wirtschaftskrise erreichen. Die Unternehmer sehen sich auf dem Weg der Besserung und sagen für 2010 einen leichten Anstieg der Exporte voraus. Doch neue Gefahren drohen.

Wiwo: ifo-Umfrage – Große Unsicherheit unter Unternehmen (5.1.10): Das Münchener ifo Institut hat mehr als 600 Unternehmen nach ihren Planungen und Erwartungen für 2010 geplant. Diese erwarten eine unstete Entwicklung und fürchten steigende Ölpreise, weitere Bankenpleiten oder Staatsbankrotte. Die detaillierten Ergebnisse der Befragung, aufgeschlüsselt nach Branchen und Unternehmensgrößen, finden sie in dieser Übersichtstabelle.

Konjunktur: 2010 wird ein Jahr der zwei Hälften (3.1.10): Das neue Jahr wird positiv mit allerhand Erfolgsmeldungen starten. Aber in der zweiten Jahreshälfte erwartet uns so manche negative Überraschung, denn noch kann die Wirtschaft nicht ohne Stimuli wachsen.