Was tut sich auf den Finanzmärkten? Welche besonderen Entwicklungen gibt es und welche Produkte stehen besonders im Fokus? Eine eigene Seite gibt es zu den Kreditverbriefungen und toxischen Papieren und ein weitere Seite befasst sich mit den Finanzierungsbedingungen und der “Kreditklemme“.
Zeit: Riskante Anlageprodukte – Totgesagte leben fröhlich (12.3.10): Die Zertifikatebranche hat die große Krise besser überstanden als gedacht – weil die Kunden wenig gelernt haben
NYT: A Place to Bet Real Money on Movies (10.3.10): A virtual futures exchange is being assembled to allow people to bet money on a film’s box office success. Cantor Futures Exchange, a subsidiary of Cantor Fitzgerald, expects to open an online futures market next month that will allow studios, institutions and moviegoers to place bets on the box-office revenue of Hollywood’s biggest releases. Last week, the company learned from regulators that customers could start putting money into their accounts on March 15. …
FTD: Anlagebetrug – Vorsicht, Abzocker! (9.3.10): Täglich finden Investmentbetrüger neue Opfer. Die pure Geldgier und das Gefühl, von ihren Banken abgezockt zu werden, treiben den kleinen Mann in die Arme der Verbrecher. Das Wirtschaftsmagazin Capital recherchierte, wie Betrugssysteme funktionieren und wie Sie Hochstapler enttarnen.
FAZ: Ein Jahr nach Ende der Krise - Der Aktienmarkt hat sich verändert (8.3.10): Ein Jahr nach der Krise haben sich die Aktienindizes deutlich erholt, doch die Ängste der Anleger sind noch nicht ausgestanden. Sehen Sie selbst, wie sich die Rahmenbedingungen für Anleger in den vergangenen 12 Monaten gewandelt haben.
FTD: Bedingtes Kapital – Rabobank zückt die Kokosnuss (8.3.10): Weltweit arbeiten Finanzaufseher an schärferen Kapitalregeln für die Institute. Neuartige Anleihen, sogenannte Coco-Bonds, sollen dabei eine wichtige Rolle spielen. Die bärenstarke niederländische Rabobank kommt nun mit einer gänzlich neuen Spielart an den Markt
FAZ: Pro und Contra – Soll man die Spekulanten verbieten? (07.03.10): Hedge-Fonds haben Griechenland unter Beschuss genommen. Jetzt ist der Ärger groß. Müssen die Spekulanten jetzt an die Kandare?
Pro: Das Geld soll aus der Zukunft kommen: Wenn morgen unser Nachbarland pleitegeht, können wir doch heute schon daran verdienen. Aber möchten wir so wirklich sein? Spökenkiekerei ist keine Beschäftigung für Erwachsene.
Contra: Das Unbehagen ist seit Jahrhunderten das gleiche: Dass jemand als Spekulant Geld verdient, gilt als verwerflich. Auch im Fall von Griechenland. Die Spekulanten seien schuld an der Misere, sagen Politiker. Was für ein Missverständnis!
FAZ: Vermögensfrage - Die Angst vor Inflation treibt merkwürdige Blüten (6.3.10): Kredit oder Direktfinanzierung? Eine Entscheidung, für die man Risiken und Chancen genau abwägen muss. Und dennoch lassen sich deutsche Anleger beim Immobilienkauf oft von ihrer Angst vor der Inflation leiten. Die Folgen können verheerend sein.
FAZ: Managed Futures - Trendfolgeprodukte bringen Anlegern Verluste (5.3.10): Managed Futures waren erfolgreich, als die Finanzmärkte noch starke Aufwärtstrends verzeichneten. In den vergangenen zwölf Monaten verloren diese Systeme jedoch 10 Prozent. Andere Hedge-Fonds-Produkte legen hingegen kräftig zu.
FTD: Profiteure der Griechenlandkrise – EU zitiert Banken wegen Anti-Euro-Wetten zum Rapport (3.3.10): Banken und Hedge-Fonds müssen sich in Acht nehmen: Die EU-Kommission bestellt die Branche nach Brüssel, um mehr über Kreditderivate auf Staaten zu erfahren. Das US-Justizministerium interessiert sich für Unterlagen zu Anti-Euro-Wetten.
Börsenzeitung: Spekulanten als Sündenböcke (27.2.10): An allem sind die Spekulanten schuld. Das war schon immer so, und es wird immer so bleiben. Denn schließlich muss ein Sündenbock her. Allein: Die Rechnung geht nicht auf, der Vorwurf läuft ins Leere. In der Regel sind Spekulationen die Folge, nicht die Ursache von Ungleichgewichten. Das gilt für Unternehmensbilanzen wie für Staatshaushalte. …
HB: Investmentbanken: Kreative Helfer und Auftraggeber am Pranger (24.2.10): Die Investmentbanken haben sich eifrig als Bilanzkosmetiker von klammen Staaten betätigt. Die Kritik an dieser lukrativen Tätigkeit wird schärfer. Die Aufmerksamkeit liegt dabei vor allem auf dem Griechenland-Deal von Goldman Sachs, der den wahren Schuldenstand der Griechen verschleierte.
FTD: Derivate – Tiefgefroren statt flüssig (20.2.10): Obwohl die Performance vieler Zertifikate auf Hedge-Fonds 2009 recht ansehnlich war, leiden sie unter ihrem angekratzten Image und mangelnder Liquidität. Dabei gibt es Alternativen.
Wiwo: Goldman Sachs Die Mutter aller Interessenkonflikte (19.2.10): Hat die New Yorker Investmentbank Goldman Sachs nicht nur Griechenland dabei geholfen, Schulden zu verstecken sondern womöglich auch Anleger getäuscht?
OE: Fondskonzepte zwischen Core und Opportunity (18.2.10): Kapitalanlage vollzieht sich in einem magischen Dreieck aus Sicherheit, Performance und Liquidität auf der einen, aus Zocken, Vermögen und Anlegen auf der anderen Seite. “Zocken” impliziert ein Zufallsergebnis. Renditen außerhalb einer nachvollziehbaren Rendite-/Risikorelation sind die Konsequenz. Dies kann bei Gamefonds oder Filmfonds der Fall sein. Bei identifizierbaren Assets ist Rendite das Ergebnis wirtschaftlichen Handelns mit nachvollziehbarer Rendite-/Risikorelation. Sachwerte, Kapitalwerte und Finanzwerte liefern dafür die Grundlage, erläutert Wolfgang Kubatzki von der Feri EuroRating Services. …
SB2.0: Die Facebook-Bankfiliale: Hype oder technologische Killerapplikation? (15.2.10): Wieder einmal versucht sich ein Experte an der schwierigen Frage zu reiben, “Would Google make a better Bank?” – dazu schreibt Brett King in der Huffington Post: http://www.huffingtonpost.com/brett-king/would-google-make-a-bette_b_443317.html. Dazu meine Antwort: Google ist bereits die erfolgreichste (Internet)Bank der Welt.
WSJ: High Trading Is Bad News For Investors (13.2.10): Buy-and-hold hasn’t looked too good lately, but churn-and-burn is no better.
Time: The Carry Trade: Betting on Bad Currencies (11.2.10)
SB2.0: Social Media: Neues aus der Bunti-Klicki Welt der Banken
FTD: Ein Schweinchen namens CDS (8.2.10): Griechenland, Portugal und Spanien kämpfen um Vertrauen. Händler von Kreditderivaten erschweren das – nicht nur, weil sie den angeschlagenen Euro-Ländern einen unschönen Spitznamen verpasst haben.
HB: Strategie: Währungsturbulenzen fordern Anleger heraus (7.2.10): Der Devisenmarkt ist nicht nur der liquideste Kapitalmarkt überhaupt – zurzeit ist er auch einer der Spannendsten. Vor allem der Euro steht im Kreuzfeuer der Investoren. auch für private Anleger ergeben sich aus den Turbulenzen Chancen. Entscheidend ist die richtige Strategie.
SB2.0: Noa Bank pusht “Finanzdemokratie 2.0″: Mythos oder Chance? (4.2.10): Die Noa Bank trifft den Nerv der Zeit, und zeigt weiterhin ein großes Wachstumspotenzial, wie zahlreiche Presseberichte bestätigen. Eine kleine Auswahl, die zeigt, dass sich verstaubte Banken warm anziehen sollten, wenn sie glauben, dass der Kunde wie in einer schlechten Ehe auf ewig die Treue schwört. Irgendwann verlässt selbst der gequälteste Geist seinen Peiniger. Und so sieht der Herausforderer Francois Jozik von der Noa Bank das Geschehen:
TP: “Finanzdemokratie 2.0″ bleibt ein sozialer Mythos (3.2.10): Banken sind jedoch nach dem Bremer Organisationspsychologe Peter Kruse in der Vertriebskrise gefangen, die klassische Kundensegmentierung hat angesichts viraler Netzwerke ausgedient. Scheinbar für ewige Zeiten geschaffene Machtblöcke von Banken beginnen durch die steigende Macht einzelner verteilter Akteure und Interessengruppen über elektronische Mechanismen zu erodieren. Wie groß der Vertrauensverlust in unserem demokratischen Koordinatensystem mit Blick auf die Finanzindustrie ausfällt, das unterstreicht der renommierte Bremer Organisationspsychologe Peter Kruse in einer Studie für die Bertelsmann Stiftung.
WSJ: Risks Lurk for ETF Investors (1.2.10): Exchange-traded funds are easy to buy and sell. But investors can get caught paying too much or receiving too little if they aren’t careful.
Bank: EU-Emissionshandel – CO2-Rechte – eine lukrative Anlageklasse? (2/2010): Der Appell der Europäischen Union ist dringend: „Wenn nicht rasch weltweite Maßnahmen zur Stabilisierung der steigenden Temperaturen auf unserem Planeten getroffen werden, müssen wir mit katastrophalen Folgen rechnen!“ Die EU will deshalb eine weltweit führende Rolle beim Klimaschutz übernehmen. Ihre schärfste Waffe gegen den drohenden Klimawandel ist der 2005 eingeführte Handel mit Emissionsrechten für das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2). Der EU-Emissionshandel wird zunehmend auch für Investoren interessant. Weil das System in die heiße Phase tritt, ist mittel- bis langfristig mit steigenden Preisen zu rechnen.
Börse: Handel mit Penny-Stocks Von Zockern und Zombies: (31.01.10): Verführung zur Gier: Die Aktien von GM gehörten einst zum Stolz der Wall Street – mittlerweile sind es wertlose Penny Stocks. Doch manche Anleger wittern noch immer das große Geschäft.
HP: Would Google Make a Better Bank? (30.1.10): This is not the first time this question has been asked. Jeff Jarvis started this discussion back in 2008, and covered the topic in his book entitled What Would Google Do? However, in recent times with the banking sector in so much turmoil and facing the ire of so many, the question probably is not whether a Google might come along and start a bank, but when will an Amazon, Google or Facebook weigh in to this space? …
FTD: Performancegebühren – Kryptische Erfolgsformel (28.1.10): Erfolgsvergütungen kommen bei Fonds in Mode. Dabei geht es oft nicht fair zu, wie eine Studie zeigt.
SB2.0: Kreditkarten und Verschuldung: Wie viel Social Lending verträgt der Mensch 2.0? (26.1.10): Spiegel online berichtet mal wieder in der Form von einem längst salonfähig gewordenen “Ad-hoc-Häppchenjournalismus”, bei dem man nichts mehr kauen muss: “Es sind drastische Maßnahmen, die das reiche Ölsultanat Brunei ergreift, um der Schuldenmacherei seiner Einwohner ein Ende zu setzen: Die Bürger dürfen künftig nur Kreditkarten der Bank behalten, bei der sie ihr Gehaltskonto haben. Das Kreditlimit orientiert sich dann am Einkommen. Privatkredite dürfen künftig nicht mehr per Kreditkarte bedient werden.”
HB: Carry-Trades: Spekulanten spielen mit dem Dollar (25.1.10): Das Geschäft mit Carry-Trades läuft prächtig. Investoren verschulden sich zu niedrigen Zinsen in der US-Währung und investieren dann in aller Welt. Jetzt könnte die Welle zurückschwappen. Experten sehen bereits neue Spekulationsblasen.
Finance 2.0: Die Welt der Online Finanzen (Teil I)
Freitag: Mit Milliarden die Bilanzen frisiert (21.1.10): Eine Studie unabhängiger Ökonomen weist nach, welche gesellschaftlichen Kollateralschäden Banker hinterlassen. Sogar der Chef der Finanzbehörde ist davon überzeugt
HB: Umkehrhypothek: Wie das Eigenheim zur Geldquelle wird (20.1.10): In anderen Ländern gibt es sie schon lange. In Deutschland ist die Umkehrhypothek noch nicht angekommen. Für viele Kunden ist das Beleihen ihres abbezahlten Hauses als Geldquelle noch ungewohnt. Die Anbieter wiederum wollen kein Lehrgeld bezahlen. Dabei lockt ein Milliarden-Markt.
SB2.0: Bank 2.0: Neue offene Führungskultur gefragt (19.1.10): Bislang galt der Grundsatz, Moral und eine reine Ökoweste beim Geldverdienen in der Bank sind solange gut, solange sie das Geschäft nicht stören. Was aber wenn das “Geschäft” sich ändert, und plötzlich neue Qualifikation in der “Bank 2.0″ gefragt sind – eine vorsichtige erste Antwort darauf versucht ein Handelsblatt-Portrait zu geben:
FTD: Unternehmensfinanzierung – Junk-Bond-Welle schwappt nach Europa (18.1.10): Die Unternehmen klagen über schlechte Kreditbedingungen. Die Investoren gieren nach Rendite. Bei Ramschanleihen kommen beide zusammen. Bislang galt das vor allem für die USA. Doch auch Europäer entdecken: Schlechte Bonität ist oft eine gute Geldanlage.
HB: Der Markt macht keine Fehler – oder doch? (16.1.10): Der Markt macht keine Fehler – an diesem volkswirtschaftlichen Dogma hielten Wissenschaftler und Notenbanker lange fest. Nun müssen sie umdenken und die Hypothese der effizienten Märkte, die den Grundstein vieler wirtschaftswissenschaftlicher Modelle bildete, neu bewerten.
WSJ: Why Many Investors Keep Fooling Themselves (16.1.10): In order to earn 6% for clients after inflation, fees and taxes, financial planners need to pick investments that generate 11% or 13% a year before costs. Where will they find such gains?
SB2.0: Reihe Islamic Finance
Islamic Finance (Teil I): Hoffnungsträger oder Medienhype? (14.1.10)
Islamic Finance (Teil II): Hoffnungsträger oder Medienhype? (15.1.10)
Islamic Finance (Teil III): Verschmelzung der nachhaltigen Finanzkulturen? (18.1.10)
HB: Das Dickicht der Wertpapiere lichten (14.1.10): Die Aufseher schaffen Ordnung bei den Finanzierungsinstrumenten der Banken. Ein Anlass zu überlegen, welche Arten von Aktien und Genussscheinen wir überhaupt brauchen.
SB2.0: Social Lending: Unregulierter Kreditmarkt – Chance oder dubioser Graumarkt?
HB: Spacs: Per Black Box an die Börse (13.1.10): Das “Spac” Helikos will die Konstruktionsfehler seiner Vorgänger vermeiden. Die voraussichtlich 250 Mio. Euro schwere Emission wäre zugleich der erste Börsengang in Deutschland im laufenden Jahr. Dennoch dürfte die Anlageklasse eine Randerscheinung bleiben.
SB2.0: Interview: Wie das Institute for Social Banking sein Profil versteht (12.1.10)
Voxeu: What explains the surge in euro-area sovereign spreads during the financial crisis of 2007-09? (11.1.10): The crisis has raised long-term government bond yield spreads across Europe. This column discusses the causes. Increased risk aversion and concern about public finances explain most of the movements in sovereign bond spreads. Moreover, bank bailouts transferred credit risk from the private sector to governments.
Finance 2.0: Wie wir zukünftig unsere Finanzen managen
Telepolis: Manipuliert die Fed den Aktienmarkt? (5.1.10): Zwar gibt es weder schriftliche Beweise noch Zeugenaussagen von Insidern, doch häufen sich die Hinweise, dass die US-Notenbank für den historisch einzigartigen Kursanstieg an den US-Aktienmärkten seit vergangenem März verantwortlich ist.
WSJ: For Rebuilt Markets, a Test in 2010 (5.1.10): Government Saved the Financial System From Collapse. Now Investors Have to Stand on Their Own
2009
Wiwo: Gbureks Geld-Geklimper Geld, Gurus und Gedanken (30.12.09): Geldwerte Informationen fließen selten so, wie sie gebraucht werden, man muss sie durch eigenes Nachdenken umdeuten. Gewarnt sei vor falschen Ratgebern.
FTD: CFD-Trading – Selbstversuch eines Zockers (29.12.09): Contracts for Difference mausern sich in Deutschland zu einer etablierten Anlageform. 42.000 Zocker sind bereits mit den riskanten Derivaten unterwegs. Wie es ist, in wenigen Sekunden Tausende Euro zu gewinnen – oder alles zu verlieren. Ein Protokoll.
FT: Investors ignore analyst forecasts, study finds (23.12.09): Analysts’ earnings forecasts have a negligible effect on a company’s share price, according to new research that will raise further doubts over stock-pickers’ ability to move markets.
Voxeu: The financial crisis and the structure of contracts (17.12.09) The structure of contracts in financial markets is deeply rooted in history. This column retraces the origins of financial contracting and explains why mutual fund banking proposals are wrong headed. It proposes to shift more of the functions of our current banking system away from limited liability back into partnerships. This would involve requiring hedge funds to be entirely separated from banks.
Risknet: Sieben wichtige Entwicklungen auf den Finanzmärkten (4.12.09): Wer in diesen Tagen nach London kommt, reibt sich verwundert die Augen. Es sieht so aus, als hätte die Finanzbranche nichts aus der Krise gelernt. Risikoneigung, Investment Banking, Boni und auch die generelle Stimmung der Banker sind fast schon wieder so wie vorher. Das einzige, was noch an die Krise erinnert, sind einige leere Büros. Diese “Rückkehr zur Normalität” fällt umso mehr auf, als sich das politische und gesellschaftliche…
Alphaville: ETF traders, the new hot financial commodity? (1.12.09): Whereas it could be said that commodity experts were the most sought after traders just a few years back, a new industry trend is definitely emerging. Behold the industry grab for exchange-traded-fund traders. Banks, trading houses, hedge funds and even high frequency trading outfits are all increasingly seeking out personnel who are familiar with trading the diverse and ever-growing investment universe of exchange traded funds.
HB: Hochgeschwindigkeitshandel: Temposünder unter Verdacht (24.11.09): Schneller als das Licht geht es nicht. Doch an diese absolute Grenze versuchen sich die Hochgeschwindigkeitshändler an den Aktienbörsen immer näher heranzutasten. Der ultraschnelle Computerhandel regiert die Weltbörsen und könnte – so die Kritiker – das System selbst aus dem Gleichgewicht bringen.
Wiwo: Insiderskandal Kungelplatz Wall Street(19.11.09): Der Insiderskandal um Hedgefonds, Anwälte, Analysten, Investmentbanker und Manager von Unternehmen gewährt tiefe Einblicke in eines der größten und aktivsten Kungel-Netzwerke weltweit: die New Yorker Börse.
FAZ: Geschlossene Fonds – Schiffsfonds-Anbieter versuchen sich mit neuen Konzepten (18.11.09): Im Zuge der Finanzkrise geriet auch die Schiffsfondsbranche tief in Nöte. Doch während sich die Lage auf den Aktien- und Rentenmärkten rasch zumindest trügerisch entspannt hat, scheint die Krise der Schifffahrt immer tiefer zu werden.
Spiegel: FINANZKRISE – Trio Infernale (16.11.09): Drei Rating-Agenturen haben das Weltfinanzsystem im Griff: Sie bewerten die Bonität von Firmen, Fonds und sogar von ganzen Staaten. Ausgerechnet dieser Finanz-TÜV ist mit schuld an der globalen Wirtschaftskrise – und das Geschäft boomt schon wieder.
FAZ: Parketthandel – Ohne menschliches Antlitz (14.11.09): Der Börsenhandel alter Prägung hat ausgedient. Nicht schlimm, sagen die Wertpapierhändler. Sie sind froh, dass sie überhaupt noch gebraucht werden. Und zwar nicht nur als Statisten für Fernsehaufnahmen.
Rick Bookstaber: Does Financial Innovation promote Economic Growth? I participated in an Oxford-style debate at The Economist’s Buttonwood Gathering a couple of weeks ago. The proposition for the debate was Financial Innovation Boosts Economic Growth. On the pro side of the proposition were Myron Scholes, the chairman of Platinum Grove and Robert Reynolds, the CEO of Putnam, and on the con side were Jeremy Grantham, the CEO of GMO and me. This was the first time I had participated in a formal debate, as I suspect it was for the others. When we came out onto the stage, I overheard one person in the audience say, with a British accent, “Well, they obviously have never been in an Oxford debate before.” I don’t know what we did wrong, but it looks like we even messed up our entrance. …
HB: Covered Bonds – Banken sind sauer auf Standard & Poor’s (24.9.09): Die Ratingagentur Standard & Poor?s will Covered Bonds strenger bewerten. Eigentlich eine gute Sache, glauben Beobachter. Aber sie schießt übers Ziel hinaus, glauben die Betroffenen. Einige Emittenten wollen für ihre Papiere auf ein Rating von S&P verzichten. Jetzt droht der Streit zu eskalieren.
HB: Gründungswelle – Vermögensverwalter gehen eigene Wege (17.9.09): Vermögensverwalter lösen sich aus Finanzkonzernen und wollen auf eigenen Füßen stehen. „Es zeichnet sich eine Gründungswelle ab; wir bekommen laufend Anfragen von Führungskräften aus Investmenthäusern“, sagt Murat Ünal, Vorstand von Funds at Work, einer Strategieberatungsfirma für Asset-Management.
FTD: Anleiheversicherer in Not – Monoliner laufen auf Grund (15.9.09): Die Anleiheversicherer haben den Verlust ihrer Topbonität nie verwunden. Selbst neue Anbieter können die Lücke nicht füllen, die Ambac und MBIA gerissen haben.
Zeit: Spekulation per Computer – Zu schnell für die Börsenaufsicht (5.9.09): Ein Jahr nach dem Lehman-Zusammenbruch drehen Spekulanten wieder ein großes Rad an der Wall Street. Cybercasinos jonglieren mit Milliarden. Kommt der nächste große Crash?
Spon: Computer – Alpha-Physiker an der Börse (28.8.09): Rechner übernehmen die Arbeit der Aktienhändler. Im Millisekundentakt feuern sie Kaufaufträge an die Börsen. Kann das die Märkte destabilisieren?
FAZ: Kreditversicherungen – Ernüchterung (24.8.09): Am Markt für Kreditversicherungen (Credit Default Swaps CDSs) ist Ernüchterung eingetreten. Die unregulierten Finanzprodukte, mit denen sich Marktteilnehmer gegen Ausfallrisiken ihrer Schuldner oder die ganzer Schuldnergruppen absichern können, waren ein wesentlicher Faktor in der Finanzkrise.
FTD: Wo sind Madoffs Milliarden? (14.8.09): Er hat alle Rekorde gebrochen: Am Ende hatte Bernard Madoff sein Schneeballsystem auf 65 Mrd. Dollar aufgebläht und viele Millionäre um ihr Vermögen gebracht. Staranwalt Irving Picard fahndet nach dem verschwundenen Geld – die Jagd geht rund um den Globus
Risknet – Volker Bieta und Hellmuth Milde: Denkfehler im Risikomanagement (14.8.09): In dem Beitrag “6 Ways Companies Mismanage Risk” (Harvard Business Review, March 2009] wird erklärt, was die Risikomanager in jüngerer Zeit falsch gemacht haben. Insgesamt werden sechs typische Fehler diskutiert. Dem Autor geht es aber eindeutig “nur” um praktische Umsetzungsfehler. Die implizite Annahme bei seiner Diskussion lautet: Im “Prinzip” ist die Grundstruktur der heutigen Risikomodelle richtig; es geht also lediglich um fehlerhafte Anwendungen. Im vorliegenden Beitrag wird diese Sichtweise bestritten. Wir behaupten: Das Grundmodell hat eine falsche Struktur. Wenn das Grundmodell falsch ist, warum ging es bis zum Sommer 2007 dann gut? Warum funktionierte das Grundmodell danach nicht mehr? Die Antwort ist einfach: Selbst eine Fehlkonstruktion kann funktionieren, wenn sie nicht extremen Belastungen ausgesetzt ist. Die extreme Belastung setzte im Jahr 2007 mit dem Zusammenbruch des Subprime-Marktes ein. Erst zu diesem Zeitpunkt wurden die konzeptionellen Fehler im Risikomanagement offensichtlich.
Wiwo: Madoff-Abwickler Picard: Jäger des verlorenen Geldes (13.8.09): Frank DiPascali, der engste Helfer von Bernie Madoff beim Milliardenbetrug, hat auf schuldig plädiert und will mit Strafverfolgern und Konkursverwalter kooperieren. Das sorgt für gesteigerte Nervosität – bei Banken, Hedge Fonds und Madoff-Investoren, die rechtzeitig vor dem Kollaps Geld abgezogen hatten.
FAZ: Blitzhandel gerät in Amerika unter Beschuss (6.8.09): An der Wall Street zeichnet sich eine Kontroverse um den superschnellen Aktienhandel auf Basis von Computerprogrammen ab. Die Börsenaufsicht will Vorabinformationen an ausgewählte Investoren unterbinden.
Time: High-Frequency Trading Grows, Shrouded in Secrecy (5.8.09): As the SEC considers banning one form of high frequency trading, so-called flash trading, the engagement in similar activities is huge — and continues to grow
FTD: Preisausschläge – So wehrt sich der größte Ölspekulant (5.8.09): Die US-Terminbörsenaufsicht ist besorgt, dass zwei börsennotierte Fonds den Öl-und Erdgaspreis verzerren. Der Fondsmanager verteidigte sich bei einer Anhörung – und präsentierte die Vehikel als harmlose Vereinigung von Privatinvestoren.
FTD: Leveraged Loans – Euphorie an den Kreditmärkten (4.8.09): Die Banken erzielen Milliardengewinne, die Rezession nähert sich dem Ende: Das sorgt für Zuversicht an den Kreditmärkten. Darlehen für fremdfinanzierte Übernahmen sind so teuer wie vor der Lehman-Pleite. Die Angst vor Übertreibung geht um.
NYT: S.E.C. Starts Crackdown on ‘Flash’ Trading (4.8.09): The Securities and Exchange Commission has begun a widespread effort to crack down on stock trading techniques that regulators worry are giving sophisticated financiers, armed with lightning-fast computers, an edge that everyday investors cannot match.
Capital: US-Rohstoffregulierung – Der Jahrhundert-Kampf gegen Spekulanten (1.8.09): Die Aufsicht der US-Terminbörse denkt über strikte Kauflimits für den Rohstoffhandel nach. Wirklich neu ist das nicht. Diskutiert wird das Thema seit dem Ersten Weltkrieg. Wie Amerika Jagd auf exzessive Zocker macht.
FAZ: Kreditausfallversicherungen -Ein Schritt zu einem stabileren Finanzsystem (31.7.09): Die Europäische Kommission ist ihrem Ziel, dem Finanzsystem in Europa mehr Stabilität zu verleihen, ein Stück näher gekommen. Fristgerecht bis Ende Juli haben die Banken begonnen, den Handel von Kreditausfallversicherungen (Credit Default Swaps, CDS) über eine zentrale Gegenpartei abzuwickeln. Dies hatte der EU-Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy im Oktober 2008 gefordert. Im Februar hatte die Branche eine entsprechende Selbstverpflichtung unterzeichnet.
Economist: High-frequency trading – Rise of the machines (30.7.09): Algorithmic trading causes concern among investors and regulators. THE arrest of a former Goldman Sachs employee in July for allegedly stealing the firm’s proprietary computer codes thrust the arcane world of high-frequency trading (HFT) into the spotlight. The glare of attention is intensifying. High-frequency traders are essential providers of liquidity—accounting for roughly 50% of trading volume on the New York Stock Exchange—and can claim to have squashed bid-ask spreads. But many claim HFT comes at the price of gouging other investors.
Welt: Schnelle Rechner entscheiden über Börsenerfolg (29.7.09): Geschwindigkeit ist einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren an der Börse. So setzen immer mehr Händler auf hochmoderne Computersysteme, die innerhalb von Hundertstelsekunden minimale Kursabweichungen registrieren und Buchungen auslösen können. Kritiker befürchten einen unfairen Wettkampf.
HB: Mehr Sicherheit bei Kreditderivaten (27.7.09): Eurex und Intercontinental Exchange erhalten von der US-Aufsicht grünes Licht für das Clearing. Die Abrechnungs-Plattformen beider Börsen dürfen nun als zentrale Kontrahenten für im Freiverkehr direkt zwischen Banken kreierten und gehandelten Credit Default Swaps in Europa agieren. Das Ausfallrisiko wird so geringer.
Bloomberg: Banning ‘Naked’ Default Swaps May Raise Corporate Funding Costs (24.7.09)
FT: CDS investors hold the cards as groups try to exchange debt (23.7.09): Credit default swaps, which are being scrutinised for their possible role in several Chapter 11 bankruptcy protection filings, including those of AbitibiBowater, General Growth Properties and General Motors, are complicating debt restructurings that are using bond exchange offers.
FTD: Wettregeln am CDS-Markt werden überprüft (14.7.09): Warren Buffett bezeichnete Kreditderivate als “Massenvernichtungswaffen”. Seit dem Zusammenbruch von Lehman Brothers hat der CDS-Handel einen schlechten Ruf. Jetzt ermittelt das US-Justizministerium – und will wissen, ob die Banken unfaire Vorteile genießen.
HB: Postbank wagt sich auf den Verbriefungsmarkt (30.6.09): Als erstes deutsches Institut wagt die Postbank in diesem Jahr die Verbriefung von Krediten am Kapitalmarkt. Die Bank schlägt dabei mit 1,5 Mrd. Euro hohen Transaktion zwei Fliegen mit einer Klappe.
FTD: Europäer wählen US-Preismodell (22.6.09): Seit dem Kollaps von Lehman Brothers ist der Markt für Kreditderivate enorm geschrumpft. Reformen sollen den Handel sicherer machen – und wiederbeleben. Seit Montag gilt in Europa ein neues Preissystem. Dabei scheint sich das US-Modell durchzusetzen.
THC: Post-Crisis Economics (3.6.09): Über die Schwächen des Riskomanagement
NZZ: Anhaltende Debatte über die Rechnungslegung in Finanzkrisen (22.5.09): Wenn Fair-Value-Regeln zu unruhigen Bilanzzahlen führen und der Ruf nach Alternativen lauter wird. Die Debatte über die Bilanzierung nach dem Fair-Value-Prinzip fördert Zielkonflikte in der Rechnungslegung zwischen verlässlichen und relevanten Informationen zutage. Der Fair-Value-Ansatz gründet auf der These effizienter Märkte und bringt in der Praxis Volatilität mit sich.
Telepolis: Finanzmarktmanipulation: Die üblichen Verdächtigen (20.5.09): Der starke Kursaufschwung seit März kam den großen US-Banken und der Regierung derart gelegen, weswegen viele nicht glauben wollen, dass das ohne Manipulationen abgegangen ist. Verdächtigt werden – allen voran Goldman Sachs – die großen Ex-Investmentbanken, sowie das “Plunge Protection Team” der US-Regierung
Welt: Die Krise verschiebt die Machtzentren der Welt (26.4.09): Die Finanzkrise verändert alles: In New York schrumpfen die Banken, in London verschwinden Hedgefonds. Es ist offensichtlich, dass die alten großen Finanzplätze an Bedeutung verlieren, während in Asien neue entstehen. Doch auch Frankfurt will von der Krise profitieren.
Vox: Financial crisis, global conditions, and regime changes (21.4.09)
Vox: The origin of bias in credit ratings (27.3.09): Understanding the origins of the crisis requires understanding the failures of the market for ratings. This column explains how conflicts of interest and shopping for the best rating produced biased assessments of complex assets, whereas these bad incentives had not plagued ratings of simpler assets. We need to rethink how ratings are provided, lest the next bout of financial innovation trigger another round of ratings inflation and subsequent financial market turmoil.
NYT: They Tried to Outsmart Wall Street (9.3.09): “Quants” try to use physics to untangle the messiest of human activities — making money.
Blick Log: Die Provisionsschneiderei der Vermögensverwaltungen und Versicherungen am Fall Madoff (18.2.09)
Die Fehler der Finanz-Alchemisten: Über Jahrhunderte war es ein Menschheitstraum, Blei in Gold zu verwandeln. Woran die Alchemisten verzweifelten, schien in den Neunzigern den Wall-Street-Bankern zu gelingen. Sie schufen neue, hochkomplexe Finanzprodukte und verursachten damit die Weltwirtschaftskrise. Lesen Sie, wie die Finanz-Alchemisten vorgingen – und woran sie scheiterten.Beitrag bezieht sich auch auf Harvard Business School: The Economics of Structured Finance, Working Paper
Alphaville: Marking to Markowitz (11.2.09): Harry Markowitz – nobel laureate and father of Modern Portfolio Theory – has outlined a proposal for remedying the current financial crisis – a chief cause of which, he says, is a lack of transparency
FINANCIAL ANALYSTS JOURNAL: Harry M. Markowitz: Proposals Concerning the Current Financial Crisis
NYT: Why Analysts Keep Telling Investors to Buy (8.2.09)
FAZ: FinanzsystemVon Schulden und Geldvermögen (5.2.09): Die Schulden des einen sind das Geldvermögen des anderen. Mit der Stützung der Banken geht es dem Staat auch darum, deren Gläubiger abzusichern. Aber wie ist das deutsche Finanzsystem überhaupt strukturiert? Und um welche Beträge geht es? Ein Überblick.
FR: Ein unglaubliches Angebot (1.2.09):Staat, Kreditinstitute und Unternehmen zapfen den Markt für Anleihen in großem Umfang an. Neu dabei: staatsgarantierte Anleihen von Banken. Ein Überblick.
FAZ: Finanzskandale (2): European Kings Club – Königin der Anlagebetrüger (29.1.09)
FAZ: Finanzskandale (1): Charles Ponzi -Internationale Antwortscheine als heißes Spekulationsobjekt (23.1.09): Die internationalen Antwortscheine sind eine nützliche Erfindung. Sie ermöglichen dem Empfänger eines Briefes, eine Rückantwort zu schicken, ohne selbst das Porto bezahlen zu müssen. Denn mit Hilfe des internationalen Antwortscheins zahlt der Absender des Briefes das Porto für die Antwort des Empfängers. Üblicherweise reicht das Porto, das der Antwortschein verbrieft, für einen einfachen Luftpostbrief. So nützlich internationale Antwortscheine im Postverkehr sind, so untauglich erscheinen sie als Objekt für kurzfristig erfolgreiche Kapitalanlagen. Doch genau mit dieser Masche zog vor knapp 90 Jahren einer der berühmtesten und erfolgreichsten Anlagebetrüger aller Zeiten ebenso gierigen wie offensichtlich benebelten Anlegern das Geld aus den Taschen.
Der “Giftmüll” der Finanzkrise: Collateralized Debt Obligation (21.1.09): In diesen Tagen wird wieder viel vom Giftmüll in den Bilanzen der Banken geschrieben. Selten wird dabei erklärt, was eigentlich dahinter steckt. Dies holt dieser Beitrag nach
FTD: Derivate auf Derivate Schachtelkredite machen Banken mürbe (21.1.09): Der Fluch komplexer Finanzprodukte lässt die Branche nicht los: Wegen der Rezession passen Ratingagenturen ihre Bewertungen bestimmter Investmentpools an. Grund ist das höhere Ausfallrisiko bei Unternehmenskrediten.
FTD: EU besteht auf Abwickler für Kreditderivate (18.1.09)
NYT: Robert Shiller – How About a Stimulus for Financial Advice? (17.1.09)
Welt: Experten fürchten Mega-Crash am Rentenmarkt (8.1.09)
Der FTD-Derivatebaum im Wintersturm (7.1.09): Der Stammbaum der Derivate der FTD. Das schnelle Wachstum brachte damals manche seltsame Blüte hervor. Inzwischen hat die Finanzkrise schon so manchen Ast hinweggefegt. Nun zeigt sich, welche stark genug sind zum Überleben.
Tagesanzeiger: Wie Mini-Futures funktionieren (5.1.09)
NYT: Risk Mismanagement, Ausführlicher Beitrag zur Rolle des Risikomanagement in der Finanzkrise (2.1.09): THERE AREN’T MANY widely told anecdotes about the current financial crisis, at least not yet, but there’s one that made the rounds in 2007, back when the big investment banks were first starting to write down billions of dollars in mortgage-backed derivatives and other so-called toxic securities. This was well before Bear Stearns collapsed, before Fannie Mae and Freddie Mac were taken over by the federal government, before Lehman fell and Merrill Lynch was sold and A.I.G. saved, before the $700 billion bailout bill was rushed into law. Before, that is, it became obvious that the risks taken by the largest banks and investment firms in the United States — and, indeed, in much of the Western world — were so excessive and foolhardy that they threatened to bring down the financial system itself. On the contrary: this was back when the major investment firms were still assuring investors that all was well, these little speed bumps notwithstanding — assurances based, in part, on their fantastically complex mathematical models for measuring the risk in their various portfolios.
Wirtschaftquerschuss: “Bericht 3.Quartal zum US-Derivate-Casino” (2.1.09)
iwh: Berücksichtigung von Schätzunsicherheit bei der Kreditrisikobewertung (01/2009, pdf): Vergleich des Value at Risk der Verlustverteilung des Kreditrisikos bei Verwendung von Bootstrapping und einem asymptotischen Ansatz
2008
HB: Private Equity: Das Ende einer goldenen Ära (25.12.08)
Telepolis: Wie teuer ist der “Finanzmarkt-Tsunami” für die Umwelt? (22.12.08) – Mathematische Modelle zur Risikoanalyse der Finanzkrise und ihrer Auswirkungen: Wie ein immer wieder kehrender Tsunami fegt die Finanzkrise durch die globalisierte Welt. Sie degradiert die reale Wirtschaft zum Statisten, zum Boomerang von spielerisch eingesetzten Börsenhebeln. Wie viel ist ein Unternehmen heute noch wert? Diese Bewertung kann sich im derzeitigen Vabanque – ein Spiel, sinngemäß übersetzt mit “es gilt die Bank” – schon binnen von Minuten oder Sekunden wieder drehen. Opfern wir die Bemühungen um eine Eindämmung der Folgen des Klimawandels auf dem Scheiterhaufen, den die Finanzmarktindustrie hinterlassen hat?
FTD: Derivate Clearnet bändigt Billionenmarkt (22.12.08): Die Londoner Derivatebörse Liffe und das britische Unternehmen LCH-Clearnet bieten ab Montag Clearingdienste für Credit Default Swaps (CDS) an. Es wäre die erste derartige Einrichtung für diese Finanzinstrumente.
FTD: Finanztechnologie Kontrolliertes Roulettespiel (21.12.08): Zahlungsausfall oder Rohstoffnachschub: Viele Unternehmen managen ihre Risiken mithilfe moderner Technik. Aber selbst die besten Systeme schützen nur, wenn die Mitarbeiter sie zuvor richtig gefüttert haben.
Derivate Weg mit dem Emittentenrisiko (15.12.08): Die Banken wollen mit innovativen Produkten das Vertrauen der Anleger zurückgewinnen. Doch die neuen, besicherten Zertifikate kosten ihren Preis – in Form von Rendite.
Blick Log: Was die Finanzmärkte von der Physik lernen können (13.12.08)
Mathematischer Indikator für die Finanzkrise (18.12.08)
Zeit: Wo ist das ganze Geld geblieben? (17.12.08)
SZ: Sag, wo die Milliarden sind (1.8.08): Im Jargon der Börse löst sich Geld gern “in Luft” auf oder “wird verbrannt”. Das ist falsch. Denn das Vermögen ist nicht weg, sondern nur woanders.
FTD: Credit Default Swaps Wetten auf Italien, Spanien und die Deutsche Bank (5.11.08): Die mit Spannung erwarteten Statistiken zum Markt für Kreditderivate liegen vor: Die Risiken der umstrittenen Finanzinstrumente sind weniger groß als gedacht. Und besonders beliebt sind Kontrakte auf die Deutsche Bank.
NYT: In Modeling Risk, the Human Factor Was Left Out (4.11.08)
FTD: Die große PR-Aktion für Kreditderivate (4.11.08): Für Investorlegende Warren Buffett sind Kreditderivate schlicht “Massenvernichtungswaffen”. Spätestens seit dem Zusammenbruch von Lehman Brothers gelten die Instrumente als eine Ursache für die Vertrauenskrise. Jetzt startet die Branche eine Transparenzoffensive.
HB: Was alle Börsenkrisen gemeinsam haben
Bundesbank: Finanzmärkte – November 2008 (20.11.08)
SZ: “Finanzprodukte sind wie Feuer”(11.11.08): Der Handelstheoretiker Jagdish Bhagwati tritt für die Globalisierung ein, doch die Risiken offener Kapitalmärkte geißelt er als brandgefährlich.
Blick Log: Hintergrund: Carry Trades als Verursacher von Währungsturbulenzen (8.11.2008)
Working Paper: Causes and Effects of the Lehman Brothers Bankruptcy (6.10.08)
Blick Log: Das Fieberthermometer der Finanzkrise: Credit Default Swaps
Blick Log: Credit Default Swaps – Der Billionen Markt
Blick Log: Asset Backed Securities und die Subprime-Krise
Wissenslogs: Durch Mega-Rechenfehler zur Kreditkrise?
Bundesbank: Neuere Entwicklungen im internationalen Finanzsystem (21.7.08)
Finanzkrise: Die Spur des Monsters (27.5.09):Die Finanzkrise wütet, die Angst vor einer Rezession geht um, Bundespräsident Horst Köhler beschimpft die Finanzmärkte als Monster. Doch wie ernst ist die Krise wirklich? Wer sind ihre Opfer, wer räumt auf, wer vertuscht? Wer profitiert gar? Eine weltweite Spurensuche von Whiteland in Indiana bis zu Dongguan in China, vom badischen Achern bis nach New York, London und Frankfurt.
Financial Stability Forum: “Observations on Risk Management Practices during the Recent Market Turbulence” (6.3.08, pdf)
Wharton School: Bankers Trust and the Birth of Modern Risk Management (6.3.09): By the time you finish reading this piece, you will know from where VaR comes, who pushed the idea into regulators’ head and how the gnomes converted a good risk management idea into a doomsday machine.
NZZ: Zunehmend problematische Anlagen der Banken: Die «level 3 assets» haben im dritten Quartal stark zugenommen (16.11.07): Die Kreditkrise ist noch keineswegs ausgestanden. Der Abschreibungsbedarf bei den grossen Finanzinstituten dürfte noch erheblich sein. Die Bestände an problematischen, weil schwierig zu bewertenden Vermögenswerten haben allgemein stark zugenommen. Trotz der Publizitätspflicht herrscht kein Durchblick, was die Bewertungskriterien angeht.
Internationale Finanzmärkte: Funktionen, Entwicklung, Akteure: Dieses Dokument erklärt auch für Nicht-Insider die Finanzmärkte mit ihren Akteuren gut verständlich. Es stammt vom im Dezember 2009 verstorbenen Ökonomen Jörg Huffschmid. Er entmystifiziert in diesem Workshoppapier den “Bundenzauber”, den die Akteure auf den Finanzmärkte und die sie begleitenden Medien gern hinter einer eigenen für Außenstehende unverständlichen Sprache verstecken. In Teil 1 wird der Weg von der Investitionsfinanzierung zum Finanzinvestment skizziert. Im Teil 2 werden wichtige Akteure der Finanzbranche vorgestellt. Ergänzt wird es mit vielen verständlichen Schaubildern, die etwa zeigen wie Private Equity und Hedge Fonds funktionieren. Das Dokument ist trotz seiner politischen Färbung an einigen Stellen (Huffschmitt wurde zu den “linken” Ökonomen gezählt) gut geeignet für einen Einstieg in das “Mysterium” Finanzmarkt. Das Dokument ist als pdf unter diesem Link abrufbar.
Working Paper: Why Are Most Funds Open-End? Competition and the Limits of Arbitrage (September 2003)
Lily H. Fang – Working Paper: Investment Bank Reputation and the Price and Quality of Underwriting Service (8.11.02): This paper studies the relationship between investment bank reputation, and the price and quality of bond underwriting services. After controlling for the endogeneity in client-bank matching, I find that reputable banks obtain lower yields, but charge higher fees, while net proceeds remain higher. Consistent with certification, the yield benefit is larger for junk bonds and relationship
issuers. Reputable banks underwrite less risky issues with lower covariance to their own underwriting portfolios. These findings suggest that large banks’ underwriting decisions reflect reputation concerns, that investors infer positive information from such decisions, and that a rent is earned on reputation.
Working Paper Uni Wien: Adaptive Erwartungsbildung und Finanzmarktdynamik (pdf, 1999): Aufbauend auf einem klassischen Finanzmarktmodell behandelt dieses Paper drei Modellvarianten, die jeweils einen anderen Ansatz der (heterogenen) Erwartungsbildung von Investoren über künftige Wertpapierpreise in den Vordergrund der Betrachtungen rücken.
Zeitenwende: Übersichtsseite Finanzgeschichte: Enthält eine Übersicht mit Artikeln, von denen der erste mit der Tulpen-Hausse 1630 bis 1637 beginnt.


