Themen der Ökonomie
Auf dieser Seite sammelt der Blick Log Links auf Beiträge, mit denen sich Ökonomen sonst noch beschäftigen und die nicht zu den übrigen Kategorien passen.
Voxeu: Fiscal policy: What does ‘Keynesian’ mean? (7.2.12): What does it mean to be a ‘Keynesian’? This column argues that, like so much in economics, the label has become politicised. The cost is an impoverished policy debate that is resulting in millions of avoidable job cuts.
FAZ: Geldschöpfung Wie kommt das Geld in die Welt? (05.02.12): Nicht nur die Europäische Zentralbank kann Geld schaffen, sondern auch jede ganz normale Bank. Sie schöpft ihre Kredite aus dem Nichts. Ist das schlimm, wie Occupy behauptet?
HB: Krawalle in LondonDie Ökonomie der Unruhen (13.8.11): Vor einem Jahr verordnete Premierminister Cameron Großbritannien ein hartes Sparpaket. Nun brechen auf der Insel bürgerkriegsähnliche Zustände aus. Gibt es einen Zusammenhang?
Acemaxx Analytics Finanzkrise und Wirtschaftsmodelle in Praxis (7.8.11): Was im Verlauf der anhaltenden Finanzkrise deutlich zum Vorschein gekommen ist, ist die Tatsache, dass die Ökonomen nicht über gegensätzliche Modelle debattieren. Der Konflikt liegt darin, dass, während die eine Seite über ein Modell verfügt, welches funktionsfähig ist, die andere Seite Vorurteile pflegt und einfach Sachen erfindet, um die Vorurteile zu rechtfertigen.
FAZ: Mafia – Die Ökonomie der kriminellen Dienstleistung (2.7.11): Keine Firma wie jede andere, aber doch ein Unternehmen. Zwei Italiener in Oxford haben die Soziologie der Mafia neu geschrieben: Nicht die Ethnologie, sondern die Wirtschaftssoziologie ist seitdem die führende Disziplin der Mafiaforschung.
PS: Blasen erkennen (22.3.11): Robert J. Shiller: Als jemand, der über die Spekulation am Markt geschrieben hat, werde ich oft gefragt, wo sich die nächste große Spekulationsblase entwickeln dürfte. Wieder auf dem Häusermarkt? Oder auf dem Aktienmarkt?
Risknet: Kapitalmarkttheorie – Kapitalmarkteffizienz ohne effiziente Akteure? (15.2.11): Die Entwicklungen der letzten Jahre werden viel tiefgreifendere Auswirkungen auf den Kapitalmarkt haben, als man es sich heute vorstellen kann. Mit der Finanzkrise haben sich völlig neue Krisenherde gebildet. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass sich die vermeintlichen Rettungsmaßnahmen lediglich als Verzögerung auf dem unvermeidlichen Weg in ein neues Gleichgewicht herausstellen werden. Neben den direkten Auswirkungen auf die Märkte, ziehen diese eine dramatische Verhaltensänderung der relevanten Akteure nach sich, wobei der Rolle der Zentralbanken hierbei eine dominante Bedeutung zukommt. Die zentrale Frage der folgenden Analyse wird sein, ob Kapitalmarkteffizienz erreicht werden kann, wenn sich die Hauptakteure nicht “effizient” verhalten. Wenn man dies in Frage stellt, dann stehen allerdings nicht nur traditionelle Optimierungskonzepte zur Diskussion, sondern auch (als unumstößlich geltende) Annahmen der Kapitalmarkttheorie – wie beispielsweise die Existenz einer (positiven) Risikoprämie – auf der Kippe. Im Folgenden wird dieser Gedankengang bis zum bitteren Ende fortgeführt. Das Ergebnis unserer Analyse ist eindeutig: Die Ablehnung der Effizienzhypothese der Kapitalmärkte ist eine notwendige Bedingung für die Sinnhaftigkeit eines aktiven Portfolio-Management-Ansatzes!
HB: Wirtschaftswissenschaften: Die Logik der iPhone-Ökonomie (10.2.11): Forscher zeigen am Beispiel des Apple-Telefons, wie der Welthandel funktioniert und warum Wechselkurse unwichtig sind. Mit ihren Erkenntnissen bringen sie traditionelle Vorstellungen über den Welthandel ins Wanken.
HB: Öl-Knappheit: Wenn der Schmierstoff fehlt(3.1.10): Bislang bestreiten Ökonomen, dass die Ölfördermenge ihren Höhepunkt erreicht hat – nun müssen sie sich neuen Fakten stellen. Sinkende Ölproduktion und steigende Nachfrage können den Preis für den Rohstoff immens in die Höhe treiben.
HB: Ökonomen analysieren: Warum die Welt ohne Bargeld nicht funktioniert (22.12.10): Eine Gruppe schwedischer Bankangestellter will das Bargeld komplett abschaffen. Ohne Münzen und Scheine gäbe es nämlich keinen Bankraub, keine Steuerhinterziehung und keine Schwarzarbeit, argumentieren sie. Ökonomen erklären, was die Abschaffung des Bargeld tatsächlich bedeuten würde.
FAZ: Die Ökonomie der Slums – Wie Kairos Ärmste wirtschaften (28.11.10): In den Elendsquartieren der Welt herrscht Hunger und Depression. So die Vorstellung. Doch in Kairos Slums vibriert das Leben. Für die Bauern auf dem Land sind die Slums Sehnsuchtsorte. Dort gibt es immerhin Arbeit – sogar für die Frauen.
HB: Werte: Was unsere Güter wertvoll macht (19.11.10): Unser Wachstum beruht zunehmend auf Produkten, die wir eigentlich nicht brauchen. Wir schreiben ihnen einen Wert zu, weil viele Menschen sie als Statussymbol oder Verstärker von Emotionen schätzen.
HB: Wenn Produktideen zum Flop werden (18.11.10): Unternehmen halten sich oft viel zu lange an Produktideen fest, die mit hoher Wahrscheinlichkeit am Markt scheitern. Dabei kann langes Zögern zu den teuersten Fehlern eines Betriebs werden. Zwei Ökonomen haben Entwickler interviewt und erklären die Gründe für Fehleinschätzungen.
HB: Donald Shoup: Die Ökonomie der Parkplätze (18.11.10): Es sind die ganz großen Fragen unseres Daseins, über die sich Volkswirte gern den Kopf zerbrechen: Was macht Länder reich? Wie bekämpft man Armut und Arbeitslosigkeit? Wie egoistisch ist der Mensch? Den US-Wirtschaftsforscher Donald Shoup treibt seit 35 Jahren etwas anderes um: Wohin mit dem Auto?
HB: Übernahmen: Wie ausländische Angriffe funktionieren (21.10.10): Egal, wie die Attacke von ACS auf Hochtief ausgeht, sie wird die deutsche Baubranche verändern. Eine preisgekrönte Studie deutscher Forscher erklärt, wie ausländische Angriffe wirken und warum deutsche Firmen den internationalen Wettbewerb fürchtet.
FAZ: Wirtschaftsgeschichte – Die Erfindung der geregelten Arbeit (12.10.10): Die tragbare Uhr hat die Arbeitswelt stärker verändert als die meisten anderen Erfindungen. Die Vermessung der Zeit führte zu einer kulturellen Revolution. Sie wurde zum Schmieröl der Industrialisierung.
Arbeitspapier Universität Dortmund: Der Fall Wal-Mart: Institutionelle Grenzen ökonomischer Globalisierung (7/2004): In dem Text werden Gründe für die gescheiterte Expansionsstrategie des weltgrößten Einzelhandelsunternehmens Wal-Mart nach Deutschland diskutiert. Differenziert werden vor allem 3 Fehlerquellen: So hat Wal-Mart die ökonomischen, politischen und kulturellen Besonderheiten in Deutschland nicht ausreichend beachtet. Zur Erklärung der Situation Wal-Marts in Deutschland wird das Modell des soziologischen Neo-Institutionalismus herangezogen, insbesondere wird auf die Konzepte „Legitimität“ und „Isomorphie“ eingegangen.
Schmidt/Prigge: Das Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (15.4.2002)
- Das Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG) schafft für deutsche Zielgesellschaften einen neuen organisierten Markt für die Konzentration von Streubesitz.
- Der Beitrag analysiert zunächst den Regulierungsbedarf aus ökonomischer Sicht und wählt deshalb drei Übernahmekonzeptionen aus Aktionärsperspektive als Ausgangspunkt. Auch die Position anderer Betroffener wird beleuchtet. Vor diesem Hintergrund erschließen sich dann di e Ziele und Vorschriften des WpÜG. Ausführlich behandelt werden die beiden zentralen Regelungsbereiche des WpÜG: die Vorschriften zur Abwehr eines Übernahmeversuchs und die Regelungen, dieden eigentlichen Marktmechanismus konstituieren und einen starken Einfluß auf Übernahmekurs und auf Dauer und Erfolg des Übernahmeverfahrens haben.
- Das WpÜG bringt die Streubesitzaktionäre bei Kontrollwechseln in eine gute Position. Es scheint gelungen zu sein, einen Marktmechanismus zu schaffen, der einen hohen Anreiz zum Überbieten unangemessen niedriger Gebote schafft. Nicht Gutachter und Gerichte entscheiden darüber, ob der Kurs einer Zielgesellschaft angemessen ist, sondern der Bieter für diese Gesellschaft und deren Aktionäre in dem vom Gesetz organisierten Marktrahmen. Die gute Position der Streubesitzaktionäre im Übernahmefall und die gegen Ende des Gesetzgebungsverfahrens erweiterten Abwehrmöglichkeiten der Zielgesellschaftsleitung könnten dazu führen, daß es wenig Übernahmen gibt, die unmittelbar durch Konzentration von Streubesitz erfolgen und so Disziplin und Dynamik in den Unternehmen fördern. Abschließend geht der Beitrag auf eine Reihe ungeklärter Fragen ein, die sich aus dem neuen Gesetz ergeben.
Entscheidungs-, Handlungs- und Spieltheorie
Arbeitspapier Uni München: Spieltheoretische Analyse von feindlichen Firmenübernahmen (26.5.2009): Diese Arbeit beschäftigt sich mit der spieltheoretischen Analyse vonM&A Transaktionen. Dabei stehen feindliche Firmenübernahmen im Fokus der Betrachtung. Doch bevor wir uns mit spieltheoretischen Modellen in diesem Zusammenhang beschäftigen, ist es notwendig die Grundlagen von M&A Aktivitäten
dazulegen. Zuerst werden die wichtigesten Begriffe rund um M&A Transaktionen definiert und erklärt. Anschließend werden die verschiedenen Stufen einer M&A Transaktion dargestellt, um am Ende des Kapitels den historischen Verlauf – der zum Verstehen der gegenwärtigen Situation erforderlich ist – aufzuzeigen.
Arbeitspapier der HHL – Leipzig Graduate School of Management: Was sind Handlungsmöglichkeiten? Fundierung eines ökonomischen Grundbegriffs (2001): Mikroökonomische Theorie besteht wesentlich in der Analyse von Entscheidungen, in denen Akteure zwischen unterschiedlichen Alternativen wählen können. In diesem Aufsatz wird der Frage nachgegangen, in welchem Sinne diese Alternativen als Möglichkeiten verstanden werden können. Es wird gezeigt, daß sich auf diese Frage sehr unterschiedliche Antworten geben lassen. Diese Unterschiede resultieren aus Unterschieden in den Annahmen, die der Theorie in bezug auf die Existenz von Handlungsfreiheit und in bezug auf die Kenntnisse des Akteurs zugrundegelegt werden können. Vor diesem Hintergrund werden unterschiedliche Begriffe der Wahlmöglichkeit formuliert und gegeneinander abgegrenzt, und es wird gezeigt, daß und wie sich die Zugrundelegung dieser unterschiedlichen Begriffe auf den Aussagegehalt von mikroökonomischer Theorie auswirkt. Diese Erkenntnis resultiert in der Forderung, den verwendeten Begriff der Wahlmöglichkeit in mikroökonomischen Entscheidungsanalysen explizit anzugeben, da ohne eine solche Angabe kein echtes Verständnis möglich ist.
Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung: Entsteht ein Markt für Unternehmenskontrolle? – Der Fall Mannesmann (11/2001): Dieser Beitrag untersucht die Entstehung eines Markts für Unternehmenskontrolle in Deutschland anhand der feindlichen Übernahme der Mannesmann AG durch Vodafone-Airtouch. Der institutionelle Kontext, der bis in die späten 1990er Jahre hinein feindliche Übernahmen in Deutschland verhinderte, wird in vier Dimensionen beschrieben: Eigentumsverhältnisse, Macht der Banken, Mitbestimmung und Gewerkschaften sowie staatliche Regulierung. Der Fall Mannesmann zeigt, daß diese Barrieren im deutschen Corporate Governance System in einer Weise geschwächt wurden, daß feindliche Übernahmen möglich werden und damit ein „freier“ Markt für Unternehmenskontrolle entsteht. Während die These von den effizienten Wirkungen von Märkten für Unternehmenskontrolle umstritten bleibt, werden feindlichen Übernahmen umverteilende Wirkungen zu Gunsten der Kapitaleigner zugesprochen. Als Folge des entstehenden Markts für Unternehmenskontrolle kann eine Ausweitung von Shareholder-Value-Strategien prognostiziert werden.