Risikomanagement und Zufall

Risikomanagement und das Konzept des Zufalls sind zentrale Kategorien, denen die Aufmerksamkeit des Blick Logs gehört.  Man muss dabei nicht zwingend an “Schwarze Schwäne” denken. Viele Wissenschaftler glauben, wir Menschen mögen den Zufall nicht als Erklärungsansatz. Wie auch immer, hier sind Links auf interessante im Web verfügbare Beiträge zu den Themen Zufall und Risikomanagement zusammengetragen.

  1. Beiträge in chronologischer Reihenfolge
  2. Webseiten

Risknet: Risikofaktoren im Bankensystem – Marktbewegungen stellen Stressszenarien in den Schatten (27.7.10): Was haben wir dann letzten Freitag gesehen? Die Umsetzung bzw. die Parameterfestlegung des Stresstests für europäische Banken erinnert doch sehr an die Wohlfühlparolen, die auch von höchsten europäischen Stellen in den letzten Wochen ausgerufen wurden. Mit einem gesunden Zweckpessimismus lässt sich allerdings eine gewisse Ignoranz der Regulierungsbehörden bezüglich den ökonomischen Realitäten feststellen, welche politisch und psychologisch vielleicht nachzuvollziehen ist, jedoch nicht zur Stabilität des Finanzsystems beitragen wird, da keine Tendenz zu erkennen ist, die prinzipiellen Funktionsstörungen desselben beheben zu wollen. Wir stressen im Folgenden das System auf ganz rudimentäre Weise – nämlich mit den im Markt bereits eingepreisten Ausfallwahrscheinlichkeiten und Verwertungsquoten europäischer Staaten.

FTD: Risikomanagement – Vermeidbare Fehler (22.6.10): Seit Ausbruch der Finanzkrise ist die Bedeutung eines Risikomanagements für die Existenzsicherung von Unternehmen stark gestiegen.

Riskope: BP Crisis Rational Analysis: What BP Did Not Perform? (8.6.10): Now it’s time to test the Risk and Crisis Evaluation Methodology we published back in 2008 on the BP Gulf of Mexico spill. The methodology was originally presented in our book (F. Oboni & C. Oboni, Improving Sustainability through Reasonable Risk & Crisis Management, 2007). Let’s start with the probability of the spill. We are not oil experts, so can only assume that this accident, declared by various voices in the media as “almost impossible”, had a probability of occurrence that could have been evaluated (before it occurred) by some experts (BP’s or third party) at one in a million or less. We will not discuss the technical details leading to that value, we just assume it as the reasonable numeric translation of the upper bound probability of an “almost impossible” event.

FAZ: Herrschaft der Algorithmen – Die Welt bleibt unberechenbar (4.6.10): Immer mehr Entscheidungen werden von rechnenden Maschinen getroffen. Längst greifen sie auch in unsere Alltagswelt ein. Aber wer von uns weiß schon, was ein Algorithmus ist, wie er funktioniert und vor allem, wo seine Grenzen liegen? Was wir brauchen, ist ein Zeitalter der digitalen Aufklärung.

Bank: Adressrisikomodelle – Die Risikoeinschätzung verbessern (03/2010): Werden im Risk Management der Banken die Unsicherheiten bei der Schätzung von Risikoparametern ausgeblendet, kann dies insbesondere bei Adressrisiko- Portfolien hoher Bonität zu einer erheblichen Unterschätzung des Kapitalbedarfs führen. Für eine konsistente Risiko-Return-Steuerung bietet sich ein Bayes-Ansatz an, der die Schätzunsicherheit berücksichtigt. Der folgende Beitrag zeigt die Umsetzung und die Ergebnisse eines solchen Modells

Die Bank: Adressrisikomodelle – Die Risikoeinschätzung verbessern (2/2010): Werden im Risk Management der Banken die Unsicherheiten bei der Schätzung von Risikoparametern ausgeblendet, kann dies insbesondere bei Adressrisiko- Portfolien hoher Bonität zu einer erheblichen Unterschätzung des Kapitalbedarfs führen. Für eine konsistente Risiko-Return-Steuerung bietet sich ein Bayes-Ansatz an, der die Schätzunsicherheit berücksichtigt. Der folgende Beitrag zeigt die Umsetzung und die Ergebnisse eines solchen Modells.

HB: Krisenstimmung: Mittelstand benötigt Risikomanagement (29.1.10): Unter den Automobilzulieferern grassiert die Angst vor der Insolvenz. Etliche Unternehmen mussten in der Krise ihre Reserven aufbrauchen. Nun warnt eine Studie der Unternehmensberatung Oliver Wyman: Ohne Notfallplan droht etlichen Zulieferer im kommenden Jahr das Aus.

PS: Engineering Financial Stability (18.1.10): Robert J. Shiller: The severity of the global financial crisis that we have seen over the last two years has to do with a fundamental source of instability in the banking system, one that we can and must design out of existence. To do that, we must advance the state of our financial technology. In a serious financial crisis, banks find that the declining market value of many of their assets leaves them short of capital. They cannot raise much more capital during the crisis, so, in order to restore capital adequacy, they stop making new loans and call in their outstanding loans, thereby throwing the entire economy – if not the entire global economy – into a tailspin. …
Voxeu: Designing a systemic risk warning system (16.1.10): Economists largely neglected systemic risk in the financial sector. This column discusses how governments should gather data about systemic risk and assess its implications. It says the new European Systemic Risk Board is far from the ideal – it is too big, too homogeneous, and lacks independence.
WSJ: A Random Walk to the End Zone (15.1.10): How luck may play more of a role in fantasy football than its players realize. Don’t hoist that fantasy football trophy too high, buddy. It’s not like you earned it. At least that’s the educated guess of Nassim Nicholas Taleb, author of “Fooled By Randomness,” a book centered on the epistemology of chance. Dr. Taleb, a best-selling literary essayist, writes and lectures on the idea of luck masquerading as perceived genius. By that theory, fantasy football is a game based on the whims of coaches who hide pertinent facts about the game, players who can fall to injury with the slightest twist of an ankle and a slew of other unpredictable elements. Skill certainly plays some part, but very little of it belongs to the fantasy owner.
NYT: New York to Create Global Insurance Exchange to Cover Complex Risks (6.1.10): The state’s governor hopes to keep companies from going offshore for complex coverage.

HB: Anlagestrategien: Weil wir nichts wissen (3.1.10): Prognosen über die Entwicklung von Wirtschaft und Kapitalmärkten übersehen regelmäßig selbst höchst naheliegende Ereignisse. Sie sind deshalb als Strategien für die Anlage unseres Vermögens riskant und unbrauchbar. Die Zukunft der Märkte lässt sich nur in Alternativen denken.

NYT: Strategies What the Past Can’t Tell Investors (3.1.10): Despite hopes for a continued surge in 2010, data shows that market gains in one year reveal little about the next.

HB: Nutzlose Prognosen: Die hohe Kunst des Weghörens (2.1.10): Alle Welt starrt auf Prognosen zur Konjunktur- und Börsenentwicklung – obwohl sie alle wenig taugen. Selbst richtige Prognosen sind mitunter nicht viel wert, dafür sorgen extreme Ereignisse wie die momentane Wirtschaftskrise. Warum sich es nicht lohnt, zuzuhören – selbst bei Forschern, die in der Vergangenheit richtig lagen.

2009

Welt: Die Zukunft kommt stets unerwartet (27.12.09): Alan Posener blickt zurück auf die Prognosen des Jahres 1999 und entdeckt vor allem blinde FleckenDie zwei wichtigsten Begriffe des 20.Jahrhunderts heißen Relativität und Unschärfe.Während die Sozialingenieure Utopien ins Werk zu setzen versuchten, die auf dem linearen Denken des 19. Jahrhunderts basierten, wiesen die Physiker bereits nach, dass wir nicht einmal genau wissen können, was die Grundbausteine unserer Welt gerade jetzt tun.

Risknet: Turning Risk into Value (10.12.09): Welchen Stellenwert wird das Risikomanagement in der Zukunft einnehmen? Was sind die größten Herausforderungen im Risikomanagement der Zukunft? Wie wird die Welt des Risikomanagements in 5 oder 10 Jahren aussehen? Was sind die wesentlichen Lehren aus der jüngsten Finanzkrise? Aus dem Mosaik an Meinungen und Stimmungen ergibt sich ein klares Bild: Das Thema Risikomanagement wird zukünftig eine noch größere Bedeutung haben und muss noch stärker…

FTD: Wolfgang Münchau – Kreditderivate verbieten! (8.12.09): Sie dienen als Versicherung gegen den Zahlungsausfall einer Anleihe. Allerdings kann man mit Kreditderivaten auch Anleihen besichern, die man gar nicht besitzt. Das ermöglicht zerstörerische Spekulation – und ist nichts weniger als kriminell.

Risknet: Stärkung von Risikomanagement-Praktiken (8.12.09): Die erheblichen wirtschaftlichen Turbulenzen der vergangenen anderthalb Jahre haben branchenübergreifend zu einer veränderten Risikosituation in den Unternehmen geführt. Der Neubewertung von Risiken und der Bekenntnis zur Stärkung von Risikomanagement-Praktiken auf Vorstandsebene kommt in Zukunft eine noch größere Bedeutung zu. Gleichsam klagen viele Risikomanager, es fehlten ihnen die nötigen die Instrumente oder Befugnisse, um ihre Arbeit noch…

Bank: Handlungsorientiertes Risikomanagement – New Risk Paradigm (12/2009):Die Finanzkrise hat Verbesserungspotenzial im Risikomanagement der Banken offengelegt. Ein Umdenken ist notwendig. Gefordert ist eine Entscheidungsunterstützung, die nicht nur auf eine rein mathematische Risikobeurteilung vertraut, sondern durch szenariobasierte Lagebilder zu einer umfassenden Einschätzung kommt und dem Management in Krisensituationen Handlungsoptionen aufzeigt. Ein Konzept zur Neugestaltung des Risikomanagements bei Banken ist das New Risk Paradigm.

Zeit: Risikoforschung – Gefahren überall (27.11.09):  Wir können Risiken nicht richtig einschätzen. Damit müssen wir leben.

NZZ: «Krisen gibt es immer wieder, mitten in friedlichen Phasen» (18.11.09): Benoît Mandelbrot zur Bedeutung von Brüchen in Datenreihen und zu deren Folgen für die Finanzwelt und die ökonomische Theorie

RM: Interview zum Thema System Dynamics (5.11.09): Die Finanzkrise hat vor allem gezeigt, dass viele Marktteilnehmer systematisch die schmerzhaften Folgen von Extremereignissen unterschätzen und viele von Banken eingesetzte Methoden blind sind für die Risiko-Realität. RISIKO MANAGER sprach mit den Wissenschaftlern Prof. Dr. Peter Milling und Prof. Dr. Jürgen Strohhecker über Grenzen in der Risikomodellierung und alternative Methoden aus dem Bereich System Dynamics

Voxeu: Liquidity risk charges as a macro-prudential tool (7.11.09): There is a post-crisis consensus on the need to address systemic liquidity risk and its role in propagating turmoil. This column, which accompanies the release of a new CEPR Policy Insight, refines the implementation details of a new macro-prudential tool – liquidity risk charges – to discourage systemic risk creation by banks.

Die Bank: Comprehensive Risk View – Klare Sicht auf die Risiken (11/2009) : Um eine klare Sicht auf die Risiken des Bankgeschäfts zu erhalten, ist es wichtig, neben der ökonomischen auch die bilanzielle und die regulatorische Perspektive einzunehmen. Dieser Notwendigkeit haben die Regulatoren in ihrer Forderung nach einem „Comprehensive Risk View“ Ausdruck verliehen. Erst durch die integrative Risikomessung ist eine konsistente Gesamtbanksteuerung möglich.

Allgemeine Fehler in der Interpretation des Schwarzen Schwans (30.10.09): Das nenne ich Serviceorientierung von Prof. Nassim Nicholas Taleb, dem vielzitierten und häufig falsch verstandenen Autor der Bücher “Der Schwarze Schwan” und des wie ich finde besseren Werkes “Narren des Zufalls”. In einem sieben Seiten umfassenden Arbeitspapier (Download als pdf hier) gibt Taleb Hilfestellungen in der Interpretation seiner Ansichten.

BL: Robert Shillers Risikomanagement für alle (29.10.09)

Nassim Nicholas Taleb: Common Errors in the Interpretation of the Ideas of The Black Swan and Associated Papers (18.10.09): The point of The Black Swan is that both empirical knowledge (i.e. extrapolating statistics) and a priori theories fail in the tails and it is vital to “robustify” against it using the concepts of “the fourth quadrant”. The point has been garbled by members of the economics establishment that claim mistakenly “we know that” and “we know about fat tails” or “power laws”. This is both wrong and not my point. The paper presents corrections to the misperceptions.

Bookstaber: We Need Open Derivative Models (11.10.09)

BL: Risiken im Bankenportfolio am Beispiel der Verlustsimulation eines CDOs (9.10.09)

BL: Mit Szenario-Simulation Risikorobustheit zeigen und Finanzierungsklemme vorbeugen (8.10.09): Die Ungewissheit über die zukünftige Entwicklung erschwert derzeit erheblich Unternehmensplanungen und Gespräche mit Banken und anderen Kapitalgebern. Gerade erst gestern zitierte das Handelsblatt Ergebnisse einer DIHK-Umfrage, nach der sich die Finanzierungsprobleme in der deutschen Wirtschaft verschärfen. Dazu kommen häufig verschlechterte und das Rating belastende Unternehmenssituationen bei gleichzeitig steigenden Anforderungen der Finanzierer, deren Risikoappetit deutlich zurückgegangen ist.

BL: Risikofest in die nächste Finanzkrise? (7.10.09):

RiskNet: W. Gleißner, Risikomanagement in der Krise: Stand und Verbesserungspotenziale, (10/2009): Die Risikomanagementfähigkeiten sollten Unternehmen in die Lage versetzen, schwerwiegende oder gar  bestandsbedrohende Krisen zu vermeiden und bei wichtigen unternehmerischen Entscheidungen (wie Investitionen) ein Abwägen erwarteter Erträge und Risiken ermöglichen. Auch im Zusammenspiel mit den Frühaufklärungs- und Controllingsystemen hat das Risikomanagement vieler Unternehmen seine ökonomische Aufgabenstellung in der aktuellenFinanz- und Wirtschaftskrise nicht erfüllt. Der Umfang speziell makroökonomischer Risiken wurde unterschätzt, die notwendigen Informationen über den risikobedingt erforderlichen Eigenkapital- und Liquiditätsbedarf zur Sicherung ….

Bookstaber: Asset Allocation (22.9.09)

BL: Taleb vor dem US-Kongress über Value at Risk:(17.9.09): Über Prof. Nassim Nicholas Taleb streiten sich die Menschen. Das mag an Talebs zehn Prinzipien zur Wirtschaftskrise liegen, die nicht jedermanns Geschmack sind, und an vielen herabsetzenden Äußerungen gegenüber Wirtschaftswissenschaftlern, Bankern und Medienvertretern. Ich teile weder alle seine Forderungen, noch seine persönlichen Herabsetzungen. Und ich teile ebenfalls nicht die Bewunderung der Anhänger von Taleb, die [...]

Bookstaber: The Risks of Financial Modeling: VaR and the Economic Meltdown — Testimony to the House (11.9.09)

Alphaville: The Black Swan battle is about to begin (9.9.09)

BL: Konsequenzen aus dem Schwarzen Schwan auf 2 Seiten: Talebs Brief an David Cameron (30.8.09): Eher zufällig stieß ich auf der Website des Guardian auf einen Brief* von Nassim Nicholas Taleb an den britischer Oppositionsführer David Cameron. Taleb gibt darin eine Kurzfassung seiner wichtigsten Thesen sowie einiger Handlungsempfehlung für die Politik, die ich nicht alle teile. Außerdem übt er deutliche Kritik an der Wirtschaftspolitik der Obama-Administration. Ein Blick in Auszüge [...]

BL: Flaute ist für Unternehmen nicht beendet: Stresstest gegen die Finanzierungsklemme (25.08.09): Trotz konjunktureller Entwarnung ist die Wirtschaftskrise für viele Unternehmen längst nicht beendet. Zwar signalisieren Statistiken eine Stabilisierung der Konjunktur bzw. suggerieren gar eine Besserung der Lage. Allerdings gilt es zu berücksichtigen, dass die Steigerungsrate von 0,3% Wachstum vom niedrigen Niveau des ersten Quartals 2009 gerechnet ist. Im Vergleich zum Vorjahresquartal ging das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt aber [...]

BL: Porträt Robert Shiller: “Ausblicke haben etwas Schwammiges” (25.08.09): Regelmäßige Besucher des Blick Logs wissen, dass dieser Blog ein gewisses Faible für Prof. Robert J. Shiller mitbringt. Nein, nicht weil Shiller, wie in den Medien gern kolportiert wird, die aktuelle Krise vorausgesehen hat (das hat er nämlich nicht), sondern weil er ein starker Verfechter ist, alternative Erkenntnisse über das Verhalten der Menschen für die [...]

BL: Die Denkfehler im Risikomanagement und praktische Konsequenzen für die Unternehmensplanung (21.8.09): Risikomanagement ist das Thema der Stunde. Dies gilt übrigens nicht nur für Banken, sondern auch für Unternehmen, wie wir am Ende dieses Artikels noch sehen werden. Aufhänger dieses Blogbeitrags war ein auf Risknet veröffentlichter sehr lesenswerter Beitrag von Volker Bieta und Hellmuth Milde über die Denkfehler im Risikomanagement. In der Einleitung schrieben sie: “In dem Beitrag [...]

Neue Mindestanforderungen an das Risikomanagement für Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute bis Ende des Jahres umzusetzen (17.08.09): Am vergangenen Freitag hat die “Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht” (BaFin) die neuen Mindestanforderungen an das Risikomanagement von Kredit- und Finanzdienstleistungsinstituten (MaRisk) veröffentlicht. Schlagzeilen in der Wirtschaftspresse haben diese Regelungen nur gemacht, weil sie strengere Regeln zur Kontrolle der Bezahlung von Bankmanagern enthalten. Umsetzen müssen die Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute die neuen MaRisk grundsätzlich bis zum 31.12.2009. Hier [...]

Alphaville: Stressed-out VaR (21.7.09)

Wider dem Stigma des Risikos (19.07.09): In dem aktuellen Zeitalter der Finanz- und Wirtschaftskrise wird ein Schlagwort mit besonderer Abscheu verwendet: Risiko. Das Eingehen großer Risiken habe erst zu der Finanzkrise geführt. Goldman Sachs wird vorgeworfen, sie haben erst durch die Inkaufnahme hoher Risiken wieder einen so großen Gewinn erzielen können. Ich denke, wir machen einen Fehler, wenn wir das Wort [...]

BL: Finanzkrise reloaded (2): Mikroökonomische Ursachen – Anreize, Risikomessung und Regulierung (09.07.09): Nach dem ersten Teil der Miniserie “Finanzkrise reloaded” zu den makroökonomischen Ursachen geht es heute um die mikroökonomischen Gründe, wie sie die  Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in ihrem aktuellen Jahresbericht darstellt (hier Abstract und hier  der volle Text). Natürlich behandeln die folgenden Auszüge* aus dem lesenswerten Bericht nicht alle Facetten. Das wäre angesichts [...]

BL: Über die Zukunft ökonomischer Vorhersagen (17.06.09): Wirtschaftsprognosen sind derzeit ein heiß gehandeltes Thema. Zwei sehr interessante Aufsätze befassen sich mit ökonomischen Vorhersagen. Im US-Blog Credit Writedown analysiert Edward Harrison die “psychology of economic forecasting”.  Harrison geht in seinem Aufsatz auf das Verhalten und die eigenen Interessen der Analysten ein. Dabei betrachtet er u.a. das Risiko, dass Analysten eingehen, wenn sie mit ihren Vorhersagen vom Mainstream abweichen.

BL: Wie vernünftiges Risikomanagement zum besseren Projekterfolg führen kann (18.05.09): Die meisten Projekte verlaufen weder in Time und Budget noch kommt das heraus, was sich die Auftraggeber erwarten. Diese Erkenntnisse sind weder neu noch originell. Die Begründungen dafür sind die üblichen Verdächtigen, wie mangelnde Planung, schlechte Zielformulierung, nicht ausreichenden Ressourcen oder mangelhafte Projektkommunikation (siehe dazu z.B. diese Metastudie). In der Praxis helfen diese Erkenntnisse [...]

BL: Risikomanagement mit Schwarzen Schwänen: Talebs zehn Prinzipien zur Wirtschaftskrise(13.05.09): In diesen Tagen regt mich das nicht mehr ganz taufrische Buch “Der Schwarze Schwan” von Nassim Nicholas Taleb zu neuen Gedanken an. Taleb schreibt darüber, wie die Menschheit immer wieder von Ereignissen überrascht wurde und wird, mit denen sie nicht gerechnet hat. Er nennt die Ereignisse einen Schwarzen Schwan. Ein „Schwarze Schwan“ beschreibt ein [...]

Werner Gleißner, Theodor Schrei und Marco Wolfrum, Neue Ansätze im Risikomanagement der OMV, in: Controller Magazin Ausgabe Mai/Juni 2009, S. 93 – 99.

CQ: The Thinker – Nassim N. Taleb (Mai 2009, pdf)

NZZ: Falsche Mathematik – Bank ruiniert (15.2.09): Selbst die besten Risikomodelle können die reale Welt nicht abbilden. Das Verhalten der Menschen, die an den Finanzmärkten agieren, ist schlicht unberechenbar

Alphaville: VaRy complex (4.2.09)

BL: Shillers Vorschläge zur Ausdehnung des Risikomanagements (16.01.09): In der vergangenen Woche hatte der Blick Log in einem Beitrag einige Zitate von Robert Shiller zur Finanzkrise zusammen gestellt. Nicht tiefer eingegangen bin ich auf die Risikoinstrumente, die Shiller vorschlägt, um bestimmte bisher nicht abgesicherte (Leben-)Risiken absichern zu können. Daneben hat er noch weitere Vorschläge [...]

2008

FAZ: Ein Physikprofessor zur Finanzkrise „Märkte sind grundsätzlich wild “ (8.12.08)

NZZ: Herdentrieb und Panik statt Angebot und Nachfrage (3.12.10): Ökonophysiker modellieren die Finanzmärkte mit den Werkzeugen der statistischen MechanikLaut der klassischen Finanzmarkttheorie werden Börsenkurse durch Angebot und Nachfrage rationaler Investoren bestimmt. Ökonophysiker setzen auf einen anderen Ansatz zum Studium der Finanzmärkte. Sie betrachten die Marktteilnehmer als eine Gemeinschaft autonomer Agenten, die wie die Teilchen eines Gases miteinander agieren

FAZ: Ein Gespräch mit Nassim Nicholas Taleb -Banker weg, wir brauchen eine Revolution! (13.11.08): Seit 2002 hat Nassim Nicholas Taleb, Autor des Buchs „Der Schwarze Schwan“, auf die Krise gewartet (siehe auch: Risikoforscher Taleb hat den Krisenverlauf schon vorher beschrieben). Was wir heute erleben, hält er erst für den Anfang und plädiert dafür, das Finanzsystem auszuwechseln.

Nassim Nicholas Taleb: On “THE FOURTH QUADRANT: A MAP OF THE LIMITS OF STATISTICS” (15.9.08)

Schierenbeck et. Working Paper: Management von Reputationsrisiken in Banken (06/2008, pdf, 32 Seiten): Die Reputation einer Bank ist von grosser Bedeutung für die Sicherung einer nachhaltigen Rentabilität. Sie wird definiert als der aus Wahrnehmungen der Anspruchsgruppen resultierende öffentliche Ruf einer Bank bezüglich ihrer Kompetenz, Integrität und Vertrauenswürdigkeit. Reputationsrisiken bestehen in der Gefahr einer negativen und der Chance einer positiven Abweichung der Reputation einer Bank vom erwarteten Niveau. Zur Abgrenzung von anderen Risikokategorien können Reputationsrisiken auch als reputationswirksamer Teil der operationellen und der Finanzrisiken bezeichnet werden. Schlagend werdende Reputationsrisiken wirken sich über Handlungen und Reaktionen der Anspruchsgruppen zum Vor- oder Nachteil der Bank aus und führen entsprechend zu Marktwertgewinnen oder -verlusten. Die damit verbundenen Kosten- und Erlöswirkungen sind ex ante nicht qantifizierbar. Dem aktiven Reputationsmanagement kommt die Aufgabe zu, Reputationsrisiken in einem gezielten Prozess zu definieren, zu identifizieren, zu messen und zu steuern.

P. Klein, Anwendbarkeit und Umsetzung von Risikomanagementsystemen auf Compliance-Risiken im Unternehmen. Auswirkungen auf die Rolle des Syndikus im Unternehmen, Köln 2008

NZZ: Was Finanzmärkte mit Blumenkohl verbindet (5.12.05): Benoît Mandelbrot über unterschätzte Risiken

Finanzbetrieb: W. Gleißner, Wertorientierte Analyse der Unternehmensplanung auf Basis des Risikomanagements ( 7/2002)

Focus: Psychologie – Die Magie des Zufalls (19.4.04): Alltag, Börse, Gene: Das Unvorhersehbare bestimmt unser Leben. Warum es uns so schwer fällt, das zu verstehen

Webseiten

Fooled by Randomness: Nassim Nicholas Taleb’s Home Page

Rick Bookstaber: Homepage

Risiko Manager: Homepage des gleichnahmigen Fachmagazins

Risknet

RMRG: Risikomanagement und Finanzmarktregulierung im Medienfokus:

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