Auch Roman Abramowitsch hat in der Finanzkrise viel Geld verloren. Dabei hat er jetzt sogar Glück, dass der russische Staat dem Stahlkonzern Evraz, an dem er mit 42% beteiligt ist, unter die Arme greift. Bereits vor drei Wochen hatte die Financial Times Deutschland berichtet, dass der Konzern das russische Rettungspaket in Anspruch nehmen will, um einen Milliarden-Kredit für den Kauf des kanadischen Röhrenherstellers IPSCO zurückzahlen zu können. Diese Hilfe ist jetzt in Höhe von 1,8 Mrd. $ genehmigt worden, schreibt der britische Guardian auf seiner Webseite.
Der Stahlproduzent hat über 10 Mrd. € Schulden und war nach Angaben von Analysten in Gefahr, insolvent zu werden.
Abramowitsch hatte die 42% Anteile 2006 für 3,2 Mrd. US$ erworben. Die Aktie notierte im Sommer noch über 120 US$ und wurde zuletzt unter 18 US$ bepreist. Aktuelle Kurse sind allerdings nicht erhältlich. Der Guardian schätzt, dass den Wert von Abramowitschs Anteilen auf ein Drittel des ursprünglichen Wertes zusammen geschmolzen ist.
Weiter schreibt der Guardian unter Berufung auf einen Sprecher, dass Abramowitschs Investment in Höhe von 200 Mio. Pfund in Anteile der russischen Mienengesellschaft Highland Gold nur noch ein Drittel seines ursprünglichen Werts hat. Der Oligarch sei aber nicht in Leverage-Finanzierungen investiert, bei denen weitere Beteiligungen durch die Beleihung von Kurssteigerung anderer Anteile finanziert werden. Abramowitsch habe in der gegenwärtigen Krise nicht mehr verloren als ein durchschnittliche Investor.
Abramowitsch sei außerdem nicht am Verkauf des FC Chelsea interessiert, hieß es außerdem. Der Club müsse aber an vielen Stellen sparen, um Abramowitsch nicht zusätzlich zu belasten.
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