Griechenlands Schulden: Was so passieren könnte

by Dirk Elsner on 6. Februar 2010

Griechenland, Portugal und Spanien „schocken“ die Märkte. Wieder einmal scheint die Angst zurück und schreckt Investoren ab und auf. Wieder einmal steigen die Risikoprämien für Schulden nahezu aller Länder an, besonders kräftig die der drei genannten Staaten. Ob die Situation tatsächlich so schlimm ist, wie das einige Schlagzeilen suggerieren, ist keineswegs klar.

Wie immer in solchen Situationen großer Unsicherheit wird heftig spekuliert, was denn genau passieren könnte. So überlegt etwa das Wall Street Journal, wie ein griechischer Bailout aussehen könnte. Hier eine kleine Orientierunghilfe in Form einer Grafik der Barclays Bank, die von Zero Hedge veröffentlicht wurde. Darin werden verschiedene Szenarien aufgezeigt, die entweder zur Stabilierung oder zu einer Verschärfung der Krise führen könnten.

image

Diese leider nur in englischer Sprache verfügbare Übersicht macht deutlich, dass die Probleme Griechenlands (analog gilt dies für Portugal und Spanien) auch Deutschland betreffen könnten.

Bevor wir uns aber in Panik versetzten lassen, sollten wir daran denken, dass auch die vor einem Jahr von vielen „Experten“ befürchteten und von den Medien gern aufgenommenen düstersten Szenarien bisher keines eingetreten ist.

Einen Überblick über ausgewählte Auswirkungen der Finanzkrise gibt es in dieser Mindmap des Blick Log. Eine Seite mit Links auf verschiedenste Meldungen zu von der Finanz- und Wirtschaftskrise betroffene Ländern und Branchen auf dieser Seite.

Weitere Berichte zur Lage Griechenlands, Spaniens und Portugals

Welt: Sanierung – Sparpläne sind für Südeuropa brandgefährlich

Zeit:  Gefahr der Euro-Instabilität

Süddeutsche: Wer fällt als Nächster?

NYT: Debt Problems Chip Away at Fortress Europe

Hessam Kordian Februar 12, 2010 um 22:13 Uhr

Die offiziellen Zahlen zur Verschuldung haben mit der Realität nichts zu tun. Die Wahrheit: Die Verschuldung der westlichen Industriewelt beträgt ein Mehrfaches der offiziellen Angaben. Das zeigt jetzt eine Analyse der Société Générale. Das Ergebnis könnte katastrophaler nicht sein.

http://www.mmnews.de/index.php/201002124919/MM-News/Staatsschullden-Die-ganze-Wahrheit.html

Tim Februar 6, 2010 um 16:33 Uhr

Jetzt verliert der Euro seine Stabilität. Die Welt flüchtet in den Dollar. Dabei hatte die EZB über all die Jahre großes Vertrauen aufgebaut. Die ganze Arbeit war umsonst – jetzt ist alles futsch. Dabei ist der Dollar angesichts der Riesenverschuldung der USA gar keine Alternative. Unter den Blinden ist der Einäugige König! King Dollar is back.

Comments on this entry are closed.

Previous post:

Next post: