Eigentümer nehmen potentielle Mieter genau unter die Lupe

by bezahlte_Anzeige on 20. Oktober 2012

Gastbeitrag von Alexander Stürmer

Aufgrund der besseren Arbeitssituation erfahren die Großstädte seit einigen Jahren einen enormen Zulauf. Diese Entwicklung geht an den Wohnungsmärkten nicht spurlos vorüber. In zunehmend mehr Städten wird der verfügbare Wohnraum knapp: Wer eine Wohnung mieten will, muss teilweise lange suchen oder hohe Mietpreise in Kauf nehmen. Gerade weil die Nachfrage immer größer wird, haben die Mieten in vielen Städten bereits deutlich angezogen.

Besonders in den Metropolregionen haben Mieter wenig zu lachen – zumindest diejenigen, die sich neu einmieten möchten. Die meisten Vermieter erhöhen ihre Mieten immer dann, wenn neu vermietet wird. Vor allem in Städten wie München, Frankfurt am Main und Stuttgart, haben die Mieten zuletzt deutlich angezogen. Wer dort in guter Lage wohnen möchte, muss über ein gutes Einkommen verfügen.

Doch nicht nur das knappe Angebot und die steigenden Mietpreise machen den Suchenden zu schaffen. Auch die Vermieter werden immer kritischer. In Zeiten, in denen es zunehmend mehr Mietnomaden gibt, sehen sich die Immobilieneigentümer ihre potentiellen Mieter sehr genau an. Per gezielte Auswahl möchten die Eigentümer sicherstellen, dass schlussendlich nur Personen bzw. Haushalte in ihren Immobilien wohnen, die dort nichts verwüsten und außerdem die Miete stets pünktlich zahlen.

Zum Teil greifen die Vermieter auf sehr verschiedene Maßnahmen zurück. So kommt es zum Beispiel immer häufiger vor, dass Schufa-Auskünfte angefragt werden. Die Vermieter selbst sind nicht dazu berechtigt, entsprechende Auskünfte direkt bei der Schufa einzuholen. Letztlich wird auf die Selbstauskunft gesetzt: Der Mietinteressent fordert bei der Schufa eine so genannte Selbstauskunft an, die er nach Erhalt seinem Vermieter vorlegt. Auf diese Weise kann der Mieter einen Einblick erlangen und beispielsweise feststellen, wenn größere finanzielle Probleme existieren.

Letztlich kann niemand dazu gezwungen werden, auf diese Weise zu verfahren bzw. eine Schufa Auskunft anzufordern und diese vorzulegen. Dennoch ist es im großen Bedarfsfall empfehlenswert, bei diesem Spiel mitzuspielen. Wer nicht mitmacht und sich weigert, sortiert sich im Regelfall eigenständig aus. Zumal man nichts zu befürchten hat, sollten in der Schufa Auskunft keine negativen Einträge stehen. Hier empfiehlt sich seine Schufa Auskunft einfach einmal anzufragen, heutzutage ist dies schon für kleines Geld im Internet möglich. Sehr detailliert ist die Auskunft nämlich nicht: Eine wirklich gute Übersicht über Vermögensverhältnisse eines Antragstellers kann ein Vermieter auf diesem Weg noch lange nicht erhalten.

Doch die Frage ist, wieso werden die Mietpreise so extrem teuer. Nun, wo Mangel ist, klettern die Preise, dies ist klar. Doch zudem kommt noch, wie bekannt, die extreme Flucht in Sachwerte. Schließlich gilt es das Vermögen, welches durch die momentan überproportionale Geldentwertung eine negative Bilanz enthält, auszugleichen. Wer verübelt es dem Anleger bei diesen negativen Medienmeldungen über QE`s des Herrn Bernanke, Staatsrettungen im Schuldenkrisensturm und ständigen Ankäufen von Staatsanleihen des Herrn „Super-Mario“ Draghi, sein Geld endgültig in Sicherheit zu bringen. Denn was schließlich leidet, ist das Vertrauen, das Vertrauen in die Währungen dieser Welt, das Vertrauen an das Wort der Hauptakteure im derzeitigen Börsenkrimi. Denn letztendlich ist die Währung nur ein Fetzen Papier beziehungsweise ein Stück Metall und nur so viel Wert wie das Wort der Regierung die hinter ihr steht!

Comments on this entry are closed.

Previous post:

Next post: