Wunschanalyse Bank of America Corp.

by sharewise on 25. Januar 2013

Herzlich Willkommen zu unserer Wunschanalyse in Zusammenarbeit mit Stephan Heibel vom Heibel-Ticker.de Börsenbrief (www.heibel-ticker.de) und Terrell Trowbridge von LRT-Finanzresearch.de. Unsere Mitglieder haben sich diese Woche eine Analyse der Aktie der Bank of America Corp. gewünscht.

Bank of America Corp. – Sentiment:

Prognostiziertes Kursziel kaufen halten verkaufen
17 Mitglieder Ø ca, 8,36 € 10 7
5 Analysten Ø ca. 8,06 € 0 5 0

Bank of America Corp. (WKN 858 388, ISIN US0605051046, Marktkapitalisierung: ca. 122,31 Mrd. US-Dollar ,ca. 91,23 Mrd. €)

 

                Firmenlogo der Bank of America Corp.

 

Sie haben abgestimmt und sich diese Woche eine ausführliche Analyse der Aktie der Bank of America Corp. gewünscht. Dies ist damit bereits das zweite Mal, dass Sie sich für eine Analyse dieser Aktie entschieden haben. Bei der letzten Wunschanalyse der Aktie, am 29. Januar 2009, notierte die Aktie noch bei (umgerechnet) 5,41 Euro. Mein Fazit lautete damals, nahezu auf dem Höhepunkt der Finanzkrise, dass die Aktie grundsätzlich schon zu günstig bewertet sei, sie aber kurzfristig durchaus noch weiter fallen könnte. Auf längere Sicht wäre jedoch ein Kurs von 5,41 Euro durchaus schon ein attraktiver Kaufkurs, wobei die Aktie jedoch besser in Kursschwäche gekauft werden sollte. Und diese Einschätzung erwies sich im Nachhinein als goldrichtig. Denn kurzfristig fiel die Aktie noch bis Anfang März auf ein Allzeittief bei 2,44 Euro, ehe sie anschließend bis Anfang des Jahres 2010 auf ein Zwischenhoch von 14,52 Euro klettern konnte. Selbst wer daher schon zu 5,41 Euro eingestiegen wäre, konnte sich so in der Spitze über Kursgewinne von bis zu fast +170% freuen. Und wer sogar in Kursschwäche, vielleicht sogar zu 2,44 Euro eingestiegen ist, konnte sogar Kursgewinne von bis zu knapp +500% verbuchen. Aktuell, zu Kursen von 8,50 Euro, liegt das Kursplus immer noch bei ca. +57%, was angesichts der Situation der Bankenbranche in den letzten Jahren kein schlechtes Ergebnis ist. Schauen wir uns die Aktie daher aktuell noch einmal ganz unvoreingenommen an!

1.) Fundamentale Analyse

Bank of America Corp. – kleine Unternehmensgeschichte

Beginnen wir kurz mit der Geschichte der Bank of America Corp. (eigentlich: BoA, meistens jedoch: BofA), denn diese reicht immerhin bis ins Jahr 1784 zurück, als die Bank of Massachusetts gegründet wurde. Damit ist die Bank of America heute nicht nur eine der größten, sondern zugleich die zweitälteste Bank der Vereinigten Staaten von Amerika. Die heutige Bank of America Corp. entstand dabei durch eine ganze Reihe von Fusionen sowie Unternehmenszusammenschlüssen. Der heutige Name „Bank of America“ geht dabei zurück auf die im Jahre 1923 in Los Angeles durch Orra E. Monnette gegründete Bank of America, die dann im Jahr 1929 mit der Bank of Italy, San Francisco fusionierte. Aufgrund zahlreicher Gesetze und Regulatorien, die aufgrund der Weltwirtschaftskrise von 1929 in den USA erlassen wurden, beschränkte die neu geschaffene Bank ihre Geschäftstätigkeit zunächst ausschließlich auf den US-Bundesstaat Kalifornieren. Erst nach dem Wegfall dieser Beschränkungen, unter der Regierung von US-Präsident Ronald Reagan im Jahr 1983, begann die Bank dann schließlich mit ihrer Expansion in die gesamten Vereinigten Staaten. Dabei kaufte sie zuerst die Seafirst Corp, Seattle sowie im Jahr 1992 dann auch noch die Security Pacific Corp. Letztere Übernahme war zur damaligen Zeit die größte Übernahme in der Geschichte des Bankensektors überhaupt.

Die heutige Bank of America Corp. entstand dann aber letztendlich durch den Kauf der Bank of America durch die NationsBank im Jahr 1998. Bei der NationsBank handelte es sich um eine bereits im Jahr 1874 unter dem Namen Commercial National Bank gegründete und dann im Jahre 1957 mit der American Trust Co. zur American Commcercial Bank fusionierte Geschäftsbank, die schließlich dann 1960 zur North Carolina National Bank wurde. Nach zahlreichen weiteren Übernahmen wurde diese schließlich im Jahr 1991 zur NationsBank, die dann 1998 die Bank of America übernahm sowie später deren (deutlich bekannteren) Markennamen annahm.

Darüber hinaus erscheint uns noch wissenswert, dass die Bank of America heutzutage als „Erfinderin“ der Kreditkarte gilt. So gab die Bank of America im Jahr 1959 die BankAmericard, die im Jahr 1977 dann in VISA Card umbenannt wurde, heraus. Schaut man sich die Erfolgsgeschichte der Kreditkarten allgemein sowie der VISA Card im speziellen an, ist es eigentlich schon fast schade, dass die Bank an dieser „Erfindung“ nicht bis heute festgehalten hat.

 

Bank of America Corp. – vor, während und nach der Finanzkrise

Vor der Finanzkrise der Jahre 2007/2008 befand sich die Bank of America Corp. auf einem aggressiven Expansionskurs. War die Bank of America Corp. lange Zeit stark auf das (weniger profitable) Privatkundengeschäft fokussiert, sah die Führung des Geldinstituts wie die Gewinne anderer Großbanken im Investmentbanking nur so sprudelten. Daher wollte das damalige Management der Bank die vermeintliche Chance, die sich durch die Finanzkrise ergab, nutzen und übernahm für 2,5 Mrd. US-Dollar den aggressiven amerikanischen Immobilienfinanzierer Countrywide Financials. Darüber hinaus ließ sich das Topmanagement der Bank in einer Nacht- und Nebelaktion am 15. September 2008 dazu drängen, – wenn schon nicht die schwer angeschlagene US-Investmentbank Lehman Brothers – dann doch wenigstens die ebenfalls bereits angeschlagene US-Investmentbank Merrill Lynch zu übernehmen. Sicherlich auch im Gegenzug für diese „Rettungsaktion“ gewährte die US-Regierung der Bank of America später dann großzügig Milliarden von US-Dollar an Staatshilfen. Im Gegenzug für die staatliche Unterstützung ließ sich die US-Regierung jedoch Vorzugsaktien zuteilen, die man dann später mit einigem Gewinn veräußern konnte, so dass die US-Bankenrettung dem US-Steuerzahler letztendlich sehr viel Geld eingebracht hat – ganz anders als beispielsweise die Bankenrettungspakete in Deutschland.

 

Bank of America Corp. – fundamentale Bewertung und Kursziel

Werfen wir damit einen Blick auf die fundamentale Bewertung der Aktie. Die aktuelle Marktkapitalisierung der Bank of America Corp. liegt schon wieder bei ca. 122,31 Mrd. US-Dollar oder umgerechnet ca. 92,31 Mrd. Euro. Demgegenüber standen zuletzt ein Betriebsergebnis in Höhe von 3,13 Mrd. US-Dollar. Der Trend bei der Entwicklung des Betriebsergebnis war zuletzt jedoch deutlich negativ. Erzielte die Bank of America Corp. nämlich im Geschäftsjahr 2008 noch ein Betriebsergebnis in Höhe von 8,82 Mrd. US-Dollar, im Geschäftsjahr 2009 ein Betriebsergebnis in Höhe von 7,2 Mrd. US-Dollar, im Geschäftsjahr 2010 ein Betriebsergebnis in Höhe von 13,86 Mrd. US-Dollar sowie im Geschäftsjahr 2011 ein Betriebsergebnis in Höhe von 3,89 Mrd. US-Dollar.

Genauso unstetig verlief in den letzten Jahren die Entwicklung des Gewinns je Aktie bei der Bank of America Corp. Erzielte die Großbank im Geschäftsjahr 2008 noch einen Gewinn je Aktie in Höhe von 0,54 US-Dollar (bei ca. 4,6 Mrd. ausstehenden Aktien), ehe im Geschäftsjahr 2009 dann ein „Gewinn“ je Aktie in Höhe von -0,29 US-Dollar (bei ca. 7,73 Mrd. ausstehenden Aktien) anfiel. Im Geschäftsjahr 2010 erzielte die Bank of America Corp. dann einen „Gewinn“ je Aktie in Höhe von -0,37 US-Dollar (bei 9,79 Mrd. ausstehenden Aktien), bevor der Großbank im Geschäftsjahr 2011 wieder die Rückkehr in die Gewinnzone gelang. So erzielte die Bank of America Corp. im Geschäftsjahr 2011 einen Gewinn je Aktie in Höhe von einem US-Cent (bei 10,14 Mrd. ausstehenden Aktien), den sie im Geschäftsjahr 2012 dann auf gut 0,25 bis 0,26 US-Dollar (bei ca. 10,8 Mrd. ausstehenden Aktien) vervielfachen konnte.

Damit liegt das aktuelle KGV der Aktie bei hohen 45, was auf den ersten Blick zu teuer erscheint. Wichtig ist jedoch an der Börse nie die Vergangenheit oder die Gegenwart, sondern eben die Zukunft. Insofern sagt dieses auf den ersten Blick hohe KGV von ca. 45 auch absolut nichts aus, wenn man sich nicht die Gewinnschätzungen für die Großbank für das laufende Geschäftsjahr 2013 sowie die beiden kommenden Geschäftsjahre 2014e und 2015e anschaut. Daher wollen wir dies an dieser Stelle tun. Wie also sehen die Gewinnschätzungen für 2013e, 2014e und 2015e aus?

Für das bereits begonnene Geschäftsjahr 2013e liegt die niedrigste Analystenschätzung derzeit bei einem Gewinn je Aktie in Höhe von 0,85 US-Dollar und die höchsten Analystenschätzungen bei einem Gewinn je Aktie in Höhe von 1,23 US-Dollar. Im Durchschnitt erwarten die Analysten daher für das laufende Geschäftsjahr 2013e einen Gewinn je Aktie in Höhe von 0,99 US-Dollar. Selbst wenn die Bank of America Corp. daher nur die derzeit niedrigsten Gewinnschätzungen erreicht, läge die Bewertung der Aktie nur bei einem KGV von ca. 13. Ich glaube jedoch, dass die Bank zumindest die durchschnittlichen Analystenerwartungen erfüllen bzw. sogar vielleicht leicht übertreffen dürfte. Daher rechne ich hier mit einem Gewinn je Aktie in Höhe von 1,05 US-Dollar, woraus sich ein KGV 2013e von knapp 11 errechnet.

Für das Geschäftsjahr 2014e liegt die niedrigste Analystenschätzung dann schon bei einem Gewinn je Aktie in Höhe von 0,97 US-Dollar sowie die höchste Analystenschätzung bei einem Gewinn je Aktie in Höhe von 1,53 US-Dollar. Im Durchschnitt liegen die Gewinnschätzungen der Analysten somit bei 1,28 US-Dollar. Ich glaube auch hier daran, dass die Bank zwar nicht die höchsten Analystenschätzungen erreichen wird, das sie jedoch die durchschnittlichen Analystenerwartungen leicht übertreffen dürfte. Daher kalkuliere ich für 2014e mit einem Gewinn je Aktie in Höhe von 1,35 US-Dollar, woraus sich ein KGV 2014e von gut 8 errechnen würde. Doch damit noch nicht genug. Zwar liegen derzeit noch keine belastbaren Analystenschätzungen für das Geschäftsjahr 2015e vor, allerdings glaube ich an eine weitere Erholung der Geschäfte und damit der Gewinne der Bank of America. Daher rechne ich für das Geschäftsjahr 2015e mit einem Gewinn je Aktie in Höhe von 1,60 US-Dollar. Demnach würde das KGV 2015e weiter sinken und läge bei aktuellen Aktienkurs bei nur noch ca. 7.

Angesichts der deutlichen Erholung der Gewinne glaube ich jedoch, dass der Markt der Aktie ein KGV von mindestens 10, im „Best Case“ sogar von bis zu 12, auf Basis meiner Gewinnschätzungen für 2015e zugestehen dürfte. Demnach läge der faire Wert der Aktie zwischen 16,00 US-Dollar und 19,20 US-Dollar. Alles in allem ist die Aktie der Bank of America Corp. daher für mich aus fundamentaler Sicht weiterhin kaufenswert mit einem Kursziel (auf Sicht der nächsten 12 bis 18 Monate) von 17,50 US-Dollar. Angesichts des aktuellen Aktienkurses von unter 11,50 US-Dollar würde dies einem Kurspotenzial (nach oben) in Höhe von fast +55% entsprechen, was bei einem „Bluechip“ aus dem Dow Jones Industrial exorbitant hoch ist. Insofern kann ich aus fundamentaler Sicht keine andere Empfehlung für die Aktie abgeben, als ein klares STRONG BUY!!

 

2.) Charttechnische Analyse

Die charttechnische Analyse wird in Zusammenarbeit mit den Chartexperten von LRT-Finanzresearch.de erstellt.

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Tageschart Bank of America Corp. (NYSE: BAC) vs. Tageschart S&P500

Bei der Betrachtung des kürzerfristigen Tagescharts erkennt man sehr schön, dass die Aktie der Bank of America Corp. von Ende Juli 2012 an einen Aufwärtstrend etablieren konnte. Dieser Aufwärtstrend wurde dann ab November 2012 nochmals steiler. Unmittelbar nach dem Jahreswechsel gab es eine Phase der Schwäche und die Aktie korrigierte bis an ihr Unterstützungsniveau (horizontale Linie) im Bereich von 11,00 US-Dollar. Im Zuge dieser Schwächephase durchbrach sie auch ihre 20-Tage-Durchschnittslinie sowie ihre letzte, allerdings auch sehr steile Aufwärtstrendlinie. Während sich die Aktie in der Phase der Marktkorrektur, also zwischen September und November 2012, robuster präsentierte, war sie jedoch seit Beginn des neuen Jahres etwas schwächer als der Vergleichsindex.

Ein nachhaltiger Einbruch der Aktie unter die starke charttechnische Unterstützung bei 11,00 US-Dollar würde daher das aktuell positive Bild kurzfristig deutlich zum negativen wenden.

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Wochencharts Bank of America Corp. (NYSE: BAC)

Für die längerfristige Analyse der Aktie der Bank of America Corp. haben wir zwei Wochencharts herangezogen. Der obere Wochenchart verdeutlicht dabei die Phase der Bodenbildung der Aktie über das gesamte Jahr 2012 hinweg. In dieser Phase konnte die Aktie zwei deutliche Aufwärtstrends ausbilden, wobei der zweite steiler war. Die Aktie hat in diesem Zeitraum sukzessive höhere Tiefs ausgebildet. Das Hoch vom Frühjahr 2012 bei 10,00 US-Dollar war dabei ein charttechnischer Widerstand nach oben. Der Ausbruch über den charttechnischen Widerstand hätte daher seinerzeit einen Einstieg aus charttechnischer Sicht gerechtfertigt.

Der untere Wochenchart zeigt die gesamte Bewegung der Aktie seit 2007 und damit einhergehend aus das Ausmaß der Korrektur im Zuge der Finanzkrise. Die Aktie bewegt sich seit Mitte 2012 nun jedoch sehr geordnet über ihrem 20- und 50-Tages-Durchschnitt. Daher ist hier auch durchaus noch Kurspotenzial nach oben gegeben – wobei die nächsten Kursziele im Bereich von bis zu 16,00 US-Dollar liegen.

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Wochenchart S&P500

Der Wochenchart-Vergleich zum Markt mahnt jedoch zur Vorsicht, denn während der S&P500 sein Tief nach der Finanzkrise im Frühjahr 2009 gefunden hat – und sich seither in einem stabilen Aufwärtstrend befindet – hat die Aktie der Bank of America Corp. im Jahr 2012 beinahe nochmals das Tief aus dem Jahr 2009 getestet. Die Aktie war somit langfristig deutlich schwächer unterwegs als der Gesamtmarkt.

 

Ausblick & Einschätzung

Die Aktie der Bank of America Corp. wurde durch die globale Finanzkrise extrem stark gebeutelt. Daher war die Aktie über die letzten Jahre zumeist deutlich schwächer als der Gesamtmarkt. Positiv ist herauszustellen, dass der Titel sich im letzten Jahr schön gefangen und Stärke gezeigt hat. Für alle diejenigen, die diese Aktie unter 10,00 US-Dollar gekauft haben, ergibt sich aus diesem Unterstützungs- respektive Widerstandsbereich, gepaart mit den 20- und 50-Tages-Durchschnitten, eine komfortable Handlungsmöglichkeit. Unmittelbare Neuinvestitionen mit einem längfristigen Anlagehorizont sehen wir, aufgrund des fortgeschritten Trends beim Gesamtmarkt zwar gegenwärtig nicht – kürzerfristige Tradingchancen könnten sich hingegen auch jetzt schon ergeben.

 

3.) Sentimenttechnische Analyse

Werfen wir damit einen Blick auf das Sentiment gegenüber der Aktie. Aktuell sehen wir auf unserer Plattform insgesamt 22 Empfehlungen zu der Aktie der Bank of America Corp, 17 von unseren privaten Mitgliedern sowie fünf von Seiten der Analysten. Von den 17 privaten Mitgliedern raten dabei zehn zum Kauf der Aktie sowie sieben zum Verkauf. Auf Seiten der Analysten gibt es dagegen derzeit ausschließlich (fünf) Halte-Empfehlungen. Die Stimmung gegenüber der Aktie ist also weder von Seiten unserer privaten Mitglieder noch von Seiten der Analysten besonders positiv. Das durchschnittliche Kursziel unserer privaten Mitglieder liegt dabei derzeit bei „nur“ ca. 8,36 Euro (umgerechnet: ca. 11,15 US-Dollar) und das Kursziel der Analysten sogar bei nur ca. 8,06 Euro (umgerechnet: ca. 10,75 US-Dollar). Auch der Blick auf das durchschnittliche Kursziel der privaten Mitglieder sowie der Analysten hellt das Stimmungsbild also nicht auf. Dies erscheint uns umso erstaunlicher, da die Aktie immerhin die beste Aktie im Dow Jones Industrial Average (DJIA) Index im Jahr 2012 war – und ja auch durchaus gut ins neue (Börsen)Jahr 2013 gestartet ist. Um die ganz kurzfristige Marktstimmung gegenüber der Aktie noch besser erfassen zu können, wollen wir jedoch nicht nur unsere Sentimentdaten heranziehen, sondern auch noch einen kurzen Blick auf die Daten von Stockpulse werfen.

 

Unsere Kollegen von Stockpulse meinen dazu: Im Januar blieb es in den von uns beobachteten Social Media-Kanälen relativ ruhig um die Aktie der Bank of America Corp. Von kleinen Ausschlägen nach unten in der zweiten Januar-Woche abgesehen verharrte die Stimmung um den neutralen Nullpunkt. Allerdings gibt es einen Hinweis darauf, dass die Anleger im vergangenen Montag ein wichtiges Datum sehen. Denn die Kommunikation zur Aktie der Bank of America Corp. lag an diesem Tag zum ersten Mal in diesem Jahr um mehr als das Doppelte über dem Durchschnitt, bei gleichzeitig deutlich schwankender Stimmung. Aktuell liegt die Kommunikation wieder ungefähr im Durchschnitt, bei ganz leicht positiver Stimmung.

 

4.) Zusammenfassung

Fassen wir damit mal zusammen. Aus fundamentaler Sicht ist die Aktie der Bank of America Corp. eigentlich ein klarer Kauf mit einem Mindest-Kursziel in Höhe von 16,00 US-Dollar (auf Sicht von 12 bis 18 Monaten). Ich glaube daher auch nicht, dass die Aktie kurzfristig nochmal nachhaltig unter die Marke von 11,00 US-Dollar fallen wird. Insofern sind Kurse im Bereich um – oder vielleicht auch leicht unter 11,00 US-Dollar – klare Kaufkurse. Zwar sehen die Charttechniker von LRT-Finanzresearch.de um Terrell Trowbridge derzeit noch keinen mittel- bis langfristigen Einstiegszeitpunkt, aber ich glaube, dass man einen Einstieg in die Aktie nicht so perfekt „timen“ kann. Daher glaube ich, dass es keine große Rolle spielt, ob man die Aktie nun zu 10,95 US-Dollar oder 11,10 US-Dollar oder auch 11,50 US-Dollar kauft, wichtig ist eher das man die Aktie kauft. Denn das Mindest-Kursziel (auf Sicht von 12 bis 18 Monaten) liegt eben bei 16,00 US-Dollar, wobei mein Kursziel ja mit 17,50 US-Dollar noch etwas höher liegt. Und im absoluten „Best Case“ wären hier sogar Kursziele zwischen 19,00 US-Dollar und 20,00 US-Dollar möglich.

Die positive fundamentale Einschätzung der Aktie wird dabei noch durch das derzeitige Sentimentbild unterstützt. Denn von Euphorie ist die Stimmung gegenüber der Aktie so weit entfernt wie die Erde vom Mond. Vielmehr scheinen sich sowohl unsere privaten Mitglieder als auch die Analysten nicht wirklich sicher zu sein, wie sie die Aktie genau einschätzen sollen. Daher sehen wir bei unseren privaten Mitglieder nahezu genauso viele Kauf- wie auch Verkaufsempfehlungen. Die Analysten dagegen behelfen sich in ihrer Unsicherheit mit Halte-Empfehlungen. Wenn eine Aktie jedoch fundamental so günstig bewertet ist wie das Papier der Bank of America Corp, sich darüber hinaus in einem voll intakten charttechnischen Aufwärtstrend befindet und das Sentiment von einer großen Unsicherheit geprägt wird, dann bleibt hier letztendlich am Ende nur eine mögliche Empfehlung für mich auszusprechen, nämlich: STRONG BUY!!

Alles in allem rate ich daher heute, wie schon am 29. Januar 2009, zum starken Kauf (STRONG BUY) der Aktie der Bank of America Corp. und sehe dabei ein Kursziel (auf Sicht der nächsten 12 bis 18 Monate) in Höhe von 17,50 US-Dollar (bzw. umgerechnet: 13,15 Euro).

 

 

Über den Autor

Sascha Huber, Jahrgang 1978 und wohnhaft in Trier, ist schon seit Zeiten des damaligen Neuen Marktes als intimer Kenner der Hightechbranche bekannt. Er betrieb in den Jahren 1998 bis 2001 zusammen mit einem Partner eine der damals führenden Börsenhotlines sowie eines der damals führenden Börsenportale und gehörte damit zu den Ersten, die das Potential von Aktien wie Amazon.com, eBay oder Intershop Communications erkannten. Im Gegensatz zu vielen anderen Experten riet er allerdings rechtzeitig im März 2000 zum Ausstieg aus dem Neuen Markt und warnte sehr frühzeitig vor Luftnummern wie ComROAD, Gigabell oder Infomatec. Mittlerweile gehört er zu unseren aktivsten Mitgliedern und zeichnet sich dabei durch exzellentes Börsen Know How aus. Dabei liegt seine Spezialität unverändert im Hightechsektor, den er aufgrund eines Informatikstudiums auch bestens einschätzen kann.

 

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