10 hilfreiche Ratschläge, um Ihr Kind gut auf das Leben vorzubereiten

by Jakob Wega on 5. März 2014

Traditionelle Erziehungsratgeber haben sich im Zeitalter von iPad, Smartphone und GPS überholt. Leider sind unsere Pädagogen alle noch 1968 oder kurz danach auf die Uni gegangen und daher mit dem modernen Leben nicht mehr richtig vertraut. Damit Eltern nicht auf der Basis veralteter Bildungsideale ihrem Nachwuchs möglicherweise das Falsche beibringen, sind hier die 10 wichtigsten Ratschläge aus der aktuellen Literatur zusammengestellt.

Beachten Sie bitte Folgendes, um Ihre Kinder auf ein wirklich erfülltes Leben in der Zukunft vorzubereiten:

  • Gehen Sie mit Ihrem Kind in regelmäßig in Spielzeugmuseen, Playmobil-Ausstellungen etc. Verbringen Sie unbedingt viel Zeit an einem Ort, wo Kinderherzen höher schlagen und alles zum Spielen verführt, man aber nichts anfassen darf. So kann ein Kind gleich mehrere wichtige Lebenserfahrungen machen. 1) es lernt mit Frustrationen umzugehen; 2) weiterhin lernt es, dass der beste Weg ist, Frustrationen abzubauen, die Eltern (später Vorgesetzte) solange nerven, bis es im Museumsshop am Ausgang ein Geschenk gibt (im Leben später die Gehaltserhöhung); 3) werden ebenfalls die Gefahren des Übertreibens vermittelt: Man darf nicht zu sehr nerven, den sonst wird der Besuch frühzeitig abgebrochen und das Kind auf seinem Zimmer eingesperrt (im Leben später die Abmahnung bzw. Kündigung).
  • Bringen Sie ihrem Kind rechtzeitig bei, dass es in unserer postmodernen Gesellschaft zwei Arten von Verlierern gibt: 1) Leute, die nicht arbeiten können und deshalb von Hartz IV abhängig sind; sowie 2) Leute, die sich selbst ihr Einkommen erarbeiten und deswegen ganz viele Steuern zahlen müssen. Viel besser ist es, andere arbeiten zu lassen und dieses zu überwachen. Wenn ihr Kind auf die Frage nach dem Berufswunsch sagt: „Weiss nicht, eigentlich gar nichts …“, oder „Lokomotivführer“, dann treiben Sie ihm die Flausen aus dem Kopf und machen ihm Berufe wie Finanzaufseher, Risikomanager oder Performancecontroller schmackhaft.
  • Sichern Sie Ihr Kind von Anfang an umfassend ab. Schließen Sie gleich nach Geburt nicht nur eine Ausbildungsversicherung, sondern auch eine Rentenversicherung ab. Ignorieren Sie die schlechten Zinsen, Hauptsache abgesichert. Lassen Sie Ihr Kind niemals ohne Helm Fahrrad fahren. Achten Sie auch auf Knie- und Ellenbogenschützer sowie auf eine Brust- und Rückenpanzerung. Sprechen Sie vor allem regelmäßig mit Ihrem Kind über die Notwendigkeit von Absicherungen. So bekommt es auch die richtige Mentalität für Berufe wie Finanzaufseher, Risikomanager oder Performancecontroller vermittelt.
  • Lassen Sie ihr Kind nur öffentlich rechtliche Kinderprogramme schauen. Dann benimmt es sich zwar immer politisch korrekt, ist vorzugsweise nett zu feministisch orientierten schwulen Ausländern, ernährt sich am liebsten von fair gehandelter Bio-Schokolade und fragt Sie beim nächsten Urlaubsflug nach Thailand: „Haben wir jetzt auch wirklich Klimazertifikate gekauft?“ Allerdings schauen auch die Kinder von anderen Bildungsbürgern und sonstigen Stützen der Gesellschaft vor allem diese Fernsehprogramme. In der Schulpause kann sich dann Ihr Kind mit den anderen, die den erwünschen Sozialstatus haben, austauschen und so wertvolle Kontakte für die Zukunft knüpfen. 50 Jahre später trifft man sich dann bei Ausstellungseröffnung in einer Trendgalerie wieder, garantiert. Sieht ihr Kind hingegen die Kinderprogramme der Privatsender, benehmen sich Jungs schon mit 10 schon wie Vollproleten und Mädchen wollen vom Leben nur noch den Pferde-Kinder-Beauty-Set für 139,95 €. Der soziale Absturz ist dann vorprogrammiert.
  • Kaufen Sie nur Computer, Mobiltelefone etc. die man mit Sprachsteuerung bedienen kann. Dies ist erstens innovativer, zweitens cooler und drittens kann man damit kompensieren, dass ihr Kind in der Schule keine Rechtschreibung gelernt hat.
  • Bringen Sie Ihrem Kind frühzeitig Powerpoint bei und achten Sie dabei vor allem darauf, dass es sich mit den Animationen anfreundet. Präsentieren statt herstellen ist das Mantra der neuen Wissensgesellschaft. Mit guten Animationseffekten kann man über fehlende Inhalte hinwegtäuschen. Dies ist eine in der heutigen Zeit immer wichtiger werdende Fähigkeit, die man nicht früh genug lernen kann. Und vergessen Sie auf keinen Fall ein gutes Programm zur Korrektur von Rechtschreibe- und Grammatikfehlern.
  • „Ich trage Gucci, also bin ich“ hat einmal ein berühmter italienischer Philosoph und Werbedesigner formuliert. Klären Sie ihr Kind frühzeitig über die identitätsstiftende Wirkung von Marken auf. Persönlichkeit spiegelt sich heutzutage mehr den je in der Auswahl der Statussymbole wieder, die allerdings keinesfalls zu übertrieben präsentiert werden dürfen. Protzen gilt inzwischen als genauso sozial schädlich wie nichts haben, es kommt immer auf das richtige Maß an. Weisen Sie ihr Kind auch frühzeitig auf den Wert von Produktfälschungen hin. Durch diese lässt sich viel Geld sparen, ohne dass es die anderen Markenidioten es merken. Vergessen Sie aber nicht zu erwähnen, dass Fälschungen nur Sinn haben, wenn sie so gut gemacht sind, dass keiner die Täuschungen merkt. Sonst kann man sich nachhaltig blamieren.
  • Bringen Sie Ihrem Kind rechtzeitig bei, dass „Gerechtigkeit“ nur ein Begriff ist, den Politiker erfunden haben, um Wahlen zu gewinnen. Kindern muss man i.d.R. nicht beibringen, dass sie, wenn sie etwas haben wollen, ganz laut schreien müssen, und behaupten, es sei ungerecht, wenn sie dieses nicht bekommen. Sie haben eine ganz natürliche Veranlagung für die Praxis moderner Verhandlungsführung: Maximalforderungen stellen und den Weltuntergang heraufbeschwören, falls man seine Ziele nicht durchdrücken kann. Dann einen Kompromiss eingehen und sich für das Entgegenkommen auch noch loben lassen. Traditionelle Erziehung setzt fatalerweise auf Bescheidenheit und gutes Benehmen. Zuvorkommenheit nützt jedoch nur als Fassade.
  • Wenn Ihr Kind keine Essmanieren annehmen will, filmen Sie es heimlich und stellen Sie den Film auf Youtube zur Verfügung. Machen Sie dies zuerst unter einem Synonym, wenn es nichts nützt, verlinken Sie den Film heimlich mit der Facebook-Seite ihres Kindes. Ihrem Nachwuchs werden so wesentliche Erfahrungen im Umgang mit sozialen Medien vermittelt, ehe er von böswilligen Menschen dazu verleitet werden kann, Nacktfotos von sich zu posten.
  • Sorgen Sie grundsätzlich für ein Gefühl der permanenten Überwachung, so z. B. durch das Aufstellen von Überwachungskameras und Bewegungsmeldern in der Wohnung. Hilfreich sind auch unregelmäßige Kontrollen im Kinderzimmer. Ihr Nachwuchs muss sich rechtzeitig daran gewöhnen, dass Intimsphäre und Datenschutz Begriffe aus einer fernen Vergangenheit sind und nur eine romantische Idealvorstellung der Welt widerspiegeln.

Der Text ist dem E-Book „Jakob Wega erklärt die Welt“ entnommen, das noch viele andere wertvolle Ratschläge enthält.

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