Kreditkarten erleichtern den Einkauf in Shoppingcenter oder Internet und sind auch bei einem Urlaub im Ausland ein wichtiger Partner bei allen Paymentvorgängen. Die einfache Zahlungsweise verführt jedoch auch zum Missbrauch. Ist das Konto nicht gedeckt, dann drohen in den schlimmsten Fällen Mahngebühren.
Zahlung mit Kreditkarten
Bei der Benutzung von Kreditkarten gibt es zwei Zahlungsarten. Einerseits muss der Kreditkarteninhaber seine Identität durch die Eingabe einer PIN bestätigen. Andererseits wird nur die Kreditkarte durch den Scanner gezogen. Ob das Konto gedeckt ist, wird direkt im Zahlvorgang überprüft. Anders ist es, wenn per Kreditkarte online oder im Ausland eingekauft wird. Die Summe wird vom Bankkonto ohne vorherige Prüfung abgezogen. Ist das Konto nicht gedeckt und die Lastschrift kann nicht eingelöst werden, dann bleiben die Verkäufer auf ihrer offenen Forderung sitzen.
Gebühren werden auf den Kreditkarteninhaber abgewälzt
Geht die Lastschrift an den Verkäufer zurück, dann muss der Kunde nur die Kosten, welche die Bank für die Rückgabe der Lastschrift berechnet, tragen. Kann der fällige Betrag mehrmals nicht eingezogen werden und der Händler fordert die Adresse für die Zustellung der Mahnung von der Bank an, dann kann kostet das bereits 20 Euro mehr. Weitere Kosten sind Bearbeitungsgebühren und Kosten für die Beauftragung eines Inkassobüros.
Kreditkartenarten
- Charge Card: Abrechnung erfolgt in einer monatlichen Gesamtsumme. Für den Zeitraum bis zur Abrechnung fallen keine Zinsen an.
- Revolving Card: Die Kreditsumme kann in einem Betrag zum Monatsende oder in Raten begleichen werden. Wie bei der Charge Card fallen keine Zinsen an.
- Daily Charge: Ein gespeichertes Guthaben wird sofort von der Karte abgebucht. Ist das Guthaben verbraucht, dann wird der vereinbarte Kreditrahmen eingesetzt. Die Abrechnung erfolgt monatlich.
- Die Leistungen unterscheiden sich von Kreditkarte zu Kreditkarte. Möglich sind das Sammeln von Bonuspunkten, Verzinsung von Guthaben, günstige Versicherungsleistungen und ein Umsatzbonus.
Zahlungsschwierigkeiten vermeiden
Mit Prepaid Kreditkarten wird das Girokonto nicht belastet. Vor Gebrauch muss der Nutzer ein Prepaid Guthaben aufladen. Ist die Summe aufgebraucht, dann lässt sich die Kreditkarte nicht mehr benutzen. Eine Überziehung ist nicht möglich. Prepaid Kreditkarten sind auch ohne Schufa erhältlich, weil die Vergabe einer Prepaid Kreditkarte keinen echten Kredit von der Bank voraussetzt. Jedoch akzeptieren nicht alle Verkäufer den bargeldlosen Zahlungsverkehr mit Prepaid Kreditkarte. Dazu gehören gehobene Hotelketten und Autovermietungen.
Gebühren überprüfen
Für den Gebrauch einer Kreditkarte fällt eine jährliche Gebühr zwischen 20 und 50 Euro an. Zusätzlich werden für das Abheben von Geld an Automaten per Kreditkarte ein bis vier Prozent der Abhebesumme berechnet. Für den Einsatz im Ausland berechnet die Bank bis zu zwei Prozent vom Betrag. Die EU strebt eine Deckelung der Kreditkartenkosten an. Zukünftig sollen nur noch 0,3 Prozent des Kaufpreises für Gebühren fällig werden. Die Regelung soll für nationale und internationale Zahlungen gelten. Betroffen wären vor allem Anbieter wie Visa und Mastercard. Im April stimmten die Parlamentarier bereist einer transparenteren Zahlungsweise bei einem Einkauf im Internet mit Kreditkarte zu. Händler müssen alle Kosten für den Käufer ersichtlich machen. Verliert ein Kunde seine Kreditkarte, wird sie gestohlen und für Zahlungen missbraucht, dann muss der Kunde nur einen Betrag in Höhe von 50 Euro selbst tragen.
Quelle Foto: Flickr/Thomas Köhler
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