Die Debatte über die Regulierung von FinTechs ist eröffnet

by Dirk Elsner on 1. Dezember 2015

Ich weiß nicht, ob es Zufall war oder ob nun wirklich eine breitere Diskussion über die Regulierung von Unternehmen beginnt, die sich anschicken, die Digitalisierung im Banking voranzutreiben. Aber neben meiner Kolumne gab es einiger weitere Artikel, die sich mit der Regulierung von FinTechs befassen (siehe unten). Zugegeben, mein Kolumnentitel für Capital

Streit um FinTechRegulierung

polarisiert ein wenig, soll es aber auch. In meinem Blog habe ich nämlich schon oft geschrieben, dass ich weite Teile der aktuellen Finanzmarktregulierung nicht für zielgerichtet und zweckmäßig halte. Wenn dann jemand auch noch zusätzliche oder weitere Regulierung für FinTechs fordert, dann frage ich sofort, was das soll. Eine zusätzliche Regulierung für FinTechs zu fordern ist wenig sachgerecht. Klar ist nämlich, dass die Gesellschaften genauso an den unübersichtlichen Vorschriftenwald gebunden sind, wie jedes andere Kreditinstitut auch, wenn sie regulierungspflichtige Finanzdienstleistungen anbieten. Und das machen die FinTechs auch. Dass sie dabei etwas kreativer sind, als manche eine Bank, sollte man nicht kritisieren, sondern eher als Modell.

Ich kann derzeit nicht erkennen, dass von FinTechs ein Risiko für die Finanzmarktstabilität ausgeht. Vielleicht bietet die Digitalisierung sogar eine Chance, die Risiken für die Finanzmarktstabilität zu reduzieren, weil Finanzdienstleistungen auf wesentlich höhere Zahl von Unternehmen verteilt werden. Der Ausfall einiger kleinerer Einheiten hat jedenfalls geringere Auswirkungen, als die Schieflage einer großen Bank.

Ich will in diesem Beitrag nicht die Regulierungsdebatte nachzeichnen, sondern noch ein paar interessante Artikel empfehlen, die mir in den letzten Tagen dazu aufgefallen sind.

Gut finde ich übrigens, dass sich
innerhalb der SPD Widerstand gegen die Regulierung der Finanzbranche regt.

Die Debatte, die man führen sollte, ist nicht die, ob FinTechs ausreichend reguliert sind, sondern, wie man von die Regulierungsflut sinnvoll eindampft und dabei vielleicht auch die Zuständigkeiten der vielen Aufsichtsbehörden strafft.

 

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