Finanzoo GmbH – Aktienauswahl im Kontext der Neuen Institutionenökonomie

by Gastbeitrag on 18. Oktober 2016

Gastbeitrag von Stefan Schöffel*

Nicht erst seit der sogenannten Finanzkrise und deren Folgen auf die Zinsentwicklung werden Aktienanlagen als Alternative zum Sparbuch und festverzinslichen Wertpapieren für viele Menschen wieder zur echten Alternative. Der relativen Sicherheit des Sparbuchs und seinen Zinsen, werden die Risiken der Anlage des Vermögens in Aktien und deren, zumindest subjektiv empfundenen, höhere Risiken entgegengesetzt.

Im Sinne der Neuen Institutionenökonomie sind dabei vor allem folgende drei Themenbereiche von hoher Relevanz und werden, wenn nicht explizit so doch häufig implizit, von Investoren beachtet:

  1. Transaktionskosten: Bei der Anlage in Aktien entstehen vielfältige Kosten. Beispielsweise für die Anlage eines Aktiendepots und den Erwerb und die Veräußerung von Aktienpositionen. In erster Linie aber auch Opportunitätskosten für die Zeit, die aufgewendet werden muss, um geeignete Aktien zu finden. Hierzu werden vom rational handelnden Investor mögliche Zu- und Verkäufe vor jeder Transaktion zunächst anhand von Kennzahlen oder prognostizierter Entwicklungen des möglichen Investments analysiert. Dieses Vorgehen kostet Zeit, die im Idealfall für andere produktive Tätigkeiten genutzt werden kann.
  2. Prinzipal-Agent-Konflikt: Wollen Investoren diese Zeit zur Auswahl geeigneter Investments reduzieren, können sie statt auf einzelne Aktien, auf Fonds oder ETF setzen. Dabei übernimmt ein Fondsmanager die Auswahl der Aktien. Hierdurch entstehen wiederum Kosten. Außerdem begeben sich Investoren als Prinzipale in die Abhängigkeit eines Agenten (Fondsmanagers). Dieser hat mitunter andere Interessen als die seiner Prinzipale.
  3. Regeln: Vor allem der Einhaltung von Regeln und Zielen kommt bei der Investition in Aktien große Bedeutung zu. Ohne vorherige klare Definition der eigenen Ziele hinsichtlich Rendite und zeitlichem Horizont der Aktieninvestition, wird die Börse schnell zum unkalkulierbaren Risiko. Dabei ist es für Investoren schwierig, ihr sicherlich zumindest stillschweigend mit sich selbst vereinbartes Vorgehen und ihre Zielsetzung immer konsequent bei allen Zu- und Verkäufen zu verfolgen, ohne sich von Beratern, Bankenanalysten und „gut gemeinten Ratschlägen des Taxifahrers“ beeinflussen zu lassen. Dies kann häufig dazu führen, dass die eigenen Ziele aus den Augen verloren werden und in der Konsequenz häufig bei zu hohen Kursen investiert und bei zu niedrigen Kursen verkauft wird. Ein auf die Dauer kostspieliger Fehler.

An diesen drei Punkten setzt Finanzoo.de an.

Finanzoo.de ist eine unabhängige, webbasierte Software zur fundamentalen Aktienanalyse. Hervorgegangen ist Finanzoo.de aus einer, zunächst für den Eigenbedarf der beiden Gründer Thomas Jahn und Stefan Schöffel entwickelten, Datenbank. Darin werden Bilanzen börsennotierter Unternehmen automatisiert eingelesen, ausgewertet und anschließend in Bezug zum jeweiligen aktuellen Börsenkurs gesetzt. Für jede Aktie in der Datenbank wird auf Grundlage eines selbstentwickelten Scoringmodels ein Punktwert errechnet. Dieser Fscore drückt in einer Kennzahl aus, ob eine Aktie, gemessen an ihren fundamentalen Bilanzkennzahlen, zum tagesaktuellen Börsenkurs tendenziell über- oder unterbewertet ist. Der Fscore kann somit als Grundlage für Investitionsentscheidungen genutzt werden.

Im Sinne der Neuen Institutionenökonomie werden hierdurch zunächst Transaktionskosten reduziert. Potentielle Investoren müssen nicht mehr selbst viel Zeit aufwenden, um Unternehmensbilanzen zu analysieren, sondern können die fundamentale Analyse von Finanzoo.de als Entscheidungsgrundlage heranziehen.

Weiterhin wird der Prinzipal-Agent-Konflikt stark reduziert, indem Investoren Ihr Aktiendepot mit Hilfe des aussagekräftigen FScore selbst zusammenstellen können. Somit sind Investoren nicht mehr auf die Meinung Dritter angewiesen und können ohne die Unterstützung von Fondsmanagern ein diversifiziertes Aktienportfolio aufbauen.

Finanzoo.de errechnet den FScore dabei strikt regelgebunden und transparent auf Basis belastbarer Bilanzkennzahlen. Somit sind Investitionen auf Grundlage des Fscores immer strikt regelgebunden. Jeder Investor kann seine individuellen Fscore Zielwerte für Käufe und Verkäufe selbst festlegen und somit sein Aktienportfolio sicher durch alle Börsenphasen steuern. Auf die Dauer Kostspielige hohe Kauf- und niedrige Verkaufkurse werden durch dieses regelgebundene Handeln reduziert. Außerdem werden teure Affekthandlungen durch diese klare Regelbindung ausgeschlossen.

Die Nutzung der auf Finanzoo.de angebotenen Dienstleistungen zur fundamentalen Aktienanalyse kann im Sinne der Neuen Institutionenöknomie somit zur Reduktion von Transaktionskosten, der Ausschaltung des Prinzipal-Agent-Konflikts und zu einer nachhaltige regelgebundenen Auswahl von Aktien beitragen.


Stefan Schöffel. 39 Jahre alt. Verheiratet. Diplom-Volkswirt (Universität Bayreuth). Mitbegründer und Geschäftsführer der Finanzoo GmbH. Die Finanzoo GmbH stellt ein kostenpflichtiges Internetportal zur fundamentalen Aktienanalyse zur Verfügung. Mehr dazu auf: www.finanzoo.de


Disclaimer des Blicklog

Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar und auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes, eines sonstigen
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Die Informationen sind auf keinen Fall als Erbringung einer Investmentdienstleistung zu verstehen. Es wird davor gewarnt, diese als persönliche Anlageberatung anzusehen. Die Verwendung der in dieser Publikation enthaltenen Informationen erfolgt ausschließlich in eigener Verantwortung des Lesers.  Eine Investitionsentscheidung bzgl. irgendwelcher börslicher oder außerbörslicher Geschäfte, Kontrakte, Terminkontrakte oder sonstiger Finanzinstrumente sollte nur auf Grundlage intensiver eigener Informationsbeschaffung über die Produkte, die Anbieter und die Transaktionswege und nach Beratungsgesprächen erfolgen.Vor einem Investment sollten Interessenten die jeweiligen Bedingungen der Anbieter und Handelsplätze sowie das Prospekt und hier insbesondere die Risikofaktoren in den jeweiligen Bedingungen gelesen und verstanden haben. Achten Sie darauf, dass es verschiedenste Risiken gibt und dass Sie diese Risiken tragen können. Aus der Performance der Vergangenheit kann nie auf die künftige Wertentwicklung geschlossen werden.

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