Weniger Risikokapital unterwegs in Europa

by Dirk Elsner on 27. August 2008

Das hat die New York Times in Bezug auf einen Bericht geschrieben, der gestern von „Dow Jones VentureSource“ veröffentlicht wurde. Danach hätten Risikokapitalgeber nur in 167 Unternehmen im letzten Quartal investiert, das sind 42% weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die investierte Summe ging dabei um 35% auf 1,3 Mrd. Dollar zurück. Dies sei das schlechteste Quartal seit 2000 gewesen.

Gründe für die Zurückhaltung sieht der Bericht darin, dass es für die Kapitalgeber schwerer geworden sei, ihre Beteiligungen zu Geld machen zu können.

Erwartet werde, dass künftig weniger in Informationstechnologie und Gesundheitsvorsorge investiert werde, dafür mehr in Information Service (was auch immer damit konkret gemeint ist) und Energie Services. Gerade im Energiebereich gäbe es jede Menge Innovationen.

Ich halte allerdings sowohl die Zahl der neuen Beteiligungen als auch die Gesamtsumme der Beteiligungen für viel zu niedrig. Weder der Artikel noch die entsprechen Website geben Auskunft über die Datenherkunft. Ich bezweifele daher, dass hier alle Risikokapitalbeteiligungen erfasst sind.

Trotz dieser Zweifel an den absoluten Zahlen, vermute ich, dass der Trend richtig ist und die Risikoinvestitionen zurück gehen. Für die Unternehmen, die bereits die Zurückhaltung der Banken bei der Kreditvergabe spüren, folgt daraus noch mehr Aufwand für die Kapitalbeschaffung oder im Zweifel die Zurückstellung von Investitionen.

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