Das behauptet zumindest ein bereits Ende Juli erschienener Artikel in Ohmynews. Der Autor, Carlos Arturo Serrano Gomez, hat sich die Mühe gemacht und zahlreiche Artikel der englischsprachigen Wikipedia mit den Einträgen bei Knol verglichen und hat nach eigenen Angaben dabei viele Übereinstimmungen festgestellt.
Bei einem eigenen Vergleich kann ich allerdings nicht bestätigen, dass es sich um 1:1-Kopien handelt. Das mag daran liegen, dass in der Zwischenzeit weiter an den Artikeln gearbeitet wurde. Allerdings finden sich beispielsweise im Artikel über Alkohol die gleichen Abbildungen und zum Teil identische Texte.
Im Gegensatz zur Wikipedia stammen bei Knol die Artikel von namentlich genannten Autoren und werden dann von Besuchern bewertet. Google setzt mit Knol darauf, dass einzelne Fachleute Artikel zu bestimmten Schlagworten oder Themen publizieren. Das Prinzip von Knol sollte es aber nicht sein, dass sich Autoren als Fachleute bezeichnen und das Fachwissen nur darin besteht, wie ein Artikel kopiert wird. Diese auch in der Wissenschaft immer wieder mal angetroffene Praxis wäre für Knol kein angemessener Einstieg und würde die Zweifel an dem Projekt verstärken.
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