Jetzt wird es narrisch: Staatshilfe von Mrd.-Spekulant Merckle gefordert

by Dirk Elsner on 18. November 2008

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Kommt Ratiopharm wegen Fehlspekulationen nicht in die Luft?

Gerade habe ich einen Beitrag zur Subventionsproblematik bei Opel abgeschlossen, da springt mir am Monitor die unglaubliche Schlagzeile ins Auge, dass der Milliardär Merckle um Staatshilfe bittet.

Der Ulmer Unternehmer Adolf Merckle, zu dessen Unternehmsgruppe auch Ratiopharm gehört, soll knapp eine Milliarde Euro mit Fehlspekulationen auf fallende VW-Kurse verloren haben. Der Kurseinbruch bei Heidelberg Cement erhöht den Druck auf den Ratiopharm-Eigner – nun soll er laut Handelsblatt Merckle auf die Bundesregierung hoffen. Nach einem Bericht der „FAZ“ soll er auch beim Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg wegen einer Staatsbürgschaft vorgefühlt haben.

Jetzt wird es tatsächlich fröhlich. Mit dem spaltweisen Öffnen der Subventionstür für Opel drängen jetzt immer mehr nach. Die Schlange dürfte in den nächsten Tagen und Wochen größer und größer werden. So langsam wird es gefährlich. Und insbesondere im Fall Merckle ist klar, dass diese Tür  schnellsten wieder geschlossen werden muss.

Merckle verhandele mit Banken über einen Überbrückungskredit. Diese Banken wiederum wollen offenbar ihr Engagement durch eine Landesbürgschaft gesichert sehen. Ob ein Scheitern der Verhandlungen zu Problemen für einzelne Merckle-Unternehmen führen würde oder lediglich das Privatvermögen der Familie beträfe, ist bisher unklar.

Pressebericht zu Merckle:

FTD: Bittere Medizin für Merckle

Eine „nette“ Abbildung im Blog des Handelsblatts 🙂

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