Ein besonderer Vorteil des us-amerikanischen Insolvenzrechts war der so genannte Chapter 11. Ein Abschnitt im Insolvenzrecht, der die Reorganisierung der Firmenfinanzen regelt. Mit dem Insolvenzantrag nach Chapter 11 sollen bis zum Abschluss der Reorganisation rechtliche Schritte der Gläubiger gegen den Schuldner unterbunden werden. Allerdings benötigen die Unternehmen für diese Umstrukturierung häufig neues Kapital. Neue Kapitalgeber haben nach dem Insolvenzrecht einen Erstzugriff auf die Sicherheiten, für den Fall, dass das Unternehmen liquidiert wird. Ist auch klar, denn andernfalls würde das Sanierungsunternehmen keine Mittel erhalten.
Nun trocknet der Markt für diese Art der Finanzierung (sogenannte DIPs (DIP = debtor in possession) langsam aus. Darauf weist jedenfalls die New York Times hin. Das würde bedeuten, dass mehr konkursreife Unternehmen liquidiert werden anstatt nach einer Lösung für eine Fortsetzung zu suche. Auch keine schöne Perspektive.
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